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Mittwoch, 16. November

16.11.2011 | 00:00 Uhr

Iger wird Apple-Verwaltungsrat, Levison Chairman +++ iOS verliert an Marktanteilen - Android legt zu +++ Analysten über Lion-Adoption uneins +++ iTunes 10.5.1 schließt Sicherheitslücke beim Updateprozess +++ Jobs wollte eigenen Carrier auf Wi-Fi aufbauen +++ Parallels: Update für Parallels Desktop 7 für Mac +++ Wohin? 4.0: Lokale iPhone-Suche jetzt mit Erfahrungsberichten +++ E-Reader wachsen trotz Tablet-Boom +++ Telefon-Support für zahlende Google-Apps-Kunden +++ Steve Jobs hat iPhone 5 angeblich gestoppt +++ App-Test: Das verrückte Labyrinth HD +++ Kurztest: Bookpedia & Co. in Version 5 +++ AAPL legt zu

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Iger wird Apple-Verwaltungsrat, Levison Chairman

Gut sechs Wochen nach dem Tod von Steve Jobs besetzt Apple seinen Verwaltungsrat nach. Neu in dem Aufsichtsgremium ist der Disney-CEO Bob Iger, Jobs’ Chairman-Posten übernimmt das langjährige Mitglied Arthur Levinson, Chairman und früherer CEO von Genentech. Jobs hatte Levinson im Jahr 200 in das Board of Directors des Mac-Herstellers geholt, zuletzt war Levinson in allen drei Komitees tätig, die sich um Finanzen, Unternehmensführung und Recruitung sowie Bezahlung der Mitarbeiter und Manager kümmerten. Zusammen mit Bob Iger wird Levinson weiterhin im Audit-Komitee arbeiten, das die Geschäftszahlen des Unternehmens überprüft. Apple-CEO Tim Cook lobt den neuen Chairman in einer Erklärng: "Art hat seitdem er im Verwaltungsrat sitzt, enorme Beiträge für Apple geleistet. Er ist unser dienstältester Verwaltungsrat, sein Überblick und seine Führungsqualitäten sind unglaublich wertvoll für Apple, unsere Mitarbeiter und Aktionäre."

Disney-CEO Bob Iger ist kein Unbekannter für Apple, die Beziehungen des Mac-Herstellers mit dem Unternehmen mit der Maus sind seit langen Jahren exzellent. So war es unter anderem die Disney-Tochter ABC, die als erste Fernseh-Shows für den iTunes Store angeboten hatte, Steve Jobs war seit der Übernahme Pixars durch Disney größter Einzelaktionär des Konzerns und bis zu seinem Tode Verwaltungsratsmitglied. Tim Cook freut sich auf die Mitarbeit Igers im Board: "Bob und ich haben sich in den letzten Jahren gut kennengelernt, das gesamte Board denkt, er wird eine außergewöhnliche Verstärkung für unseren bereits starken Verwaltungsrat sein."

iOS verliert an Marktanteilen - Android legt zu

Laut einer Studie der Marktforscher von Gartner hat Apples iOS an Marktanteilen verloren, während Android kräftig zulegte und über die 50-Prozent-Schwelle stieg. Im dritten Quartal 2011 erreichte das Google-Betriebssystem Android demnach einen Anteil von 52,5 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 25,3 Prozent gewesen. iOS ist im gleichen Zeitraum leicht von 16,6 Prozent auf 15 Prozent Marktanteile gefallen. Während das iPhone jedoch das einige Smartphone mit iOS ist, läuft Android auf einer ganzen Armada von Mobiltelefonen. Apple legte von 13,5 Milliionen verkauften iPhones im dritten Quartal 2010 auf 17,3 Millionen Geräte ein Jahr später zu, die Verkaufszahlen von Android-Handys hat sich im gleichen Zeitraum von 20,5 Millionen auf 60,5 Millionen Stück nahezu verdreifacht. Gartner-Analystin Roberta Cozza erklärt den Erfolg des Google-Betriebssystems: "Android hat von einem größeren Angebot für den Massenmarkt ebenso profitiert wie von einem schwächeren Konkurrenzumfeld und dem Fehlen von aufregenden neuen Produkten für alternative Betriebssysteme wie Windows Phone 7 und RIM." Auch für den Rückgang von Apples Marktanteilen gibt es eine Erklärung: "Der Marktanteil von Apples iOS litt unter verzögerten Anschaffungen, als die Kunden auf das neue iPhone warteten."

Nach Herstellern betrachtet, hält Nokia noch immer den größten Marktanteil, dieser ist jedoch von 28,2 auf 23,9 Prozent gefallen. Samsung auf dem zweiten Platz legte leicht von 17,2 auf 17,8 Prozent zu, während der Dritte LG von 6,6 auf 4,8 Prozent Marktanteil fiel. Auf dem vierten Platz steht Apple, mit von 3,2 auf 3,9 Prozent gesteigertem Marktanteil.

Analysten über Lion-Adoption uneins

Apple hatte im Oktober die Zahl von sechs Millionen Downloads genannt, auf die es das neue Betriebssystem OS X Lion seit dem 24. Juli gebracht habe. Analysefirmen sind sich jedoch uneins über die Adoptionsrate der jüngsten Fassung des Mac-Betriebssystems. So meinen die Spezialisten der Online-Analyse-Firma Chitika ein Abflachen der Kurve zu sehen. Nachdem im August Lion zunächst auf große Begeisterung gestoßen sei, wären im September und Oktober nur noch ein Viertel mehr Anwender hinzugekommen. Lion laufe mittlerweile auf 16 Prozent aller Macs, das populärste Mac-OS X sei weiterhin Snow Leopard mit einem Anteil von 56 Prozent, gefolgt von Leopard mit 22 Prozent. Snow Leopard sieht die Konkurrenz aus Kalifornien Net Applications zwar auch vorne, jedoch nur mit einem Anteil von 52,1 Prozent, Lion habe es mit 26,4 Prozent - mehr als zehn Punkte mehr als die Daten von Chitika sagen - auf den zweiten Platz geschafft. Mac-OS X 10.5 Leopard laufe nur noch auf 16,5 Prozent aller Macs. Zwar misst auch Net Applications ein Abflachen des Wachstums, dies fällt aber nicht so stark aus wie in den Statistiken von Chitika. Im August war Lion demnach auf 11,5 Prozent Anteil hochgeschnellt und hatte im September 4,8 Prozentpunkte und im Oktober 4,5 Prozentpunkte hinzu gewonnen.

Die Unterschiede der Ergebnisse lassen sich laut unserer Kollegen der Computerworld auf die unterschiedlichen statistischen Methoden der Firmen zurückführen. So rechnet Net Applications seine aus Millionen von Visits auf 40.000 Seiten erzielten Ergebnisse hoch - da beispielsweise nur wenige User aus China zu den Messergebnissen beitragen, aber ein große Anzahl von Nutzern in dem Land aktiv ist, trägt ein chinesischer Mac-Nutzer mehr zum errechneten Ergebnis als einer aus den USA bei. In China verzeichnet Apple jedoch starkes Wachstum, insbesondere das neue Macbook Air kommt dort gut an - und das hat Apple mit OS X Lion ausgeliefert.

iTunes 10.5.1 schließt Sicherheitslücke beim Updateprozess

Wer iTunes unter Windows nutzt, bekommt mit der in der Nacht zum Dienstag veröffentlichten Version 10.5.1 mehr Sicherheit. Apple hat eine so genannte "Man in the Middle"-Unsicherheit geschlossen und den Prozess, der nach Updates für das Programm sucht, auf das sichere Protokoll https umgestellt. Ist unter Windows nicht das Programm Apple Software Update installiert, öffnet iTunes einen Downloadlink im Standard-Browser des Systems. Angreifer, die in die Kommunikation zwischen iTunes und den Apple Servern dazwischen gehen (Man in the Middle) könnten daher den Nutzer auf gefälschte Seiten locken und ihm Malware aller Art zum Download unterjubeln. Mit der Umstellung auf das Sicherheitsprotokoll ist diese Lücke geschlossen, unter Mac-OS X trat sie gar nicht erst auf: Das Apple Software Update ist fester Bestandteil des Betriebssystems.

Jobs wollte eigenen Carrier auf Wi-Fi aufbauen

Steve Jobs hatte sich lange mit dem Gedanken getragen, einen eigenen Mobilfunkcarrier aufzubauen und dabei unlizenzierte Frequenzen des Wi-Fi-Spektrums zu nutzen. Dies erzählte der frühere Voicestream-Chef und heutige Risikokapitalgeber John Stanton auf einem Seminar in Seattle. Zwischen 2005 und 2007 hätten Jobs und er intensiv über das alternative Funknetz gesprochen, erst 2007 gab Jobs die Pläne schließlich auf. Dennoch habe Apple - und im Nachhall auch Google - die Mobilfunkindustrie nachhaltig verändert und erfolgreich neue Geschäfte an den Mobilfunkprovidern vorbei getätigt.

Parallels: Update für Parallels Desktop 7 für Mac

Parallels hat ein Update für Parallels Desktop 7 für Mac veröffentlicht, das Download und Installation der Windows 8 Developer Preview in den Installationsassistenten integriert. So wird laut Anbieter das Testen und Ausprobieren für Neugierige sowie das Entwickeln für Software-Entwickler noch einfacher.

Die genaue Bezeichnung für die aktuelle Version lautet Parallels Desktop for Mac Build 7.0.15050 (Update 1). Und dies sind die genauen Verbesserungen, die das Update laut Entwickler für Testzwecke und Anwender bringt:

  • Installieren von OS X Lion mit Hilfe von Lion.app

  • Unterstützung von Ubuntu 11.10

  • Verbesserter Support für andere als englische Tastaturlayouts

  • Verbesserte Migration der neuen Linux-Versionen vom PC in eine virtuelle Maschine auf dem Mac

  • Download und Installation von Windows 8 Developer Preview direkt aus dem Parallels Wizard

  • Ein Problem mit dem Apple USB/Ethernet-Adapter beim Abbruch der Verbindung mit Mac-OS wurde gelöst

Das Update ist über den Update-Prozess innerhalb von Parallels Desktop oder über die Website des Anbieters erhältlich. Dort ist auch eine Testversion verfügbar. Neu kostet Parallels Desktop 7 für den Mac 80 Euro.

Info: Parallels

Wohin? 4.0: Lokale iPhone-Suche jetzt mit Erfahrungsberichten

Die mobile App Wohin? sucht nach Geschäften und Einrichtungen in der unmittelbaren Umgebung - und das laut Entwickler für 2400 Marken in 600 Kategorien. Über ein leicht zu bedienendes Navigationsrad gibt der Benutzer die Oberkategorie vor, etwa "Essen & Trinken", "Unterhaltung", "Reise & Transport" oder "Gesundheit & Medizin". Wer sich hier zum Beispiel für "Essen & Trinken" entscheidet, kann anschließend gezielt nach einer gastronomischen Stilrichtung suchen. Der Grieche ist auf diese Weise ebenso schnell gefunden wie das Sushi-Lokal oder das indische Restaurant, verspricht der Anbieter. Man kann sich aber auch überraschen lassen und über ein Schütteln des iPhones einen Zufallstreffer abrufen. Optional gibt es die App mit Augmented Reality im Live-Bild der Kamera. Folgendes hat die neue App-Version: Wohin? 4.0 gemäß dem Entwickler in der Übersicht zu bieten:

Nutzer können Treffer rezensieren

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Anzeige der Nutzer- und der Google-Rezensionen

Optionaler In-App-Kauf: 0,79 Euro für Wohin? 3D Augmented Reality. Diese Funktion trägt Ziele in der Nachbarschaft direkt in das Live-Bild der iPhone-Kamera ein

Die App setzt mindestens iOS 3.0 und kostet im App Store ( iTunes-Link ) vorübergehend nur 79 Cent statt regulär 2,40 Euro. Ein Test der Vorgängerversion 2.6 findet sich auf Macwelt.de hier

Info: Futuretap

Macwelt Marktplatz

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