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Mittwoch, 2. Dezember

02.12.2009 | 00:00 Uhr

Apple und Psystar einigen sich in Urheberrechtsstreit +++ Adobe zeigt Beta-Version von Lightroom 3 +++ Quickertek bringt Solar-Ladegerät für Macbook +++ Kunden mit AT&T unzufrieden +++ "YouTube" dominiert Suchbegriff-Liste bei Google +++ HP rechnet 2010 mit anziehendem Geschäft +++ Nokia wirft LCD-Herstellern Preisabsprachen vor +++ AAPL verliert an Wert

Morgenmagazin - Rauhreif
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Apple und Psystar einigen sich in Urheberrechtsstreit

In einer außergerichtlichen Einigung haben Apple und Psystar den Streit um Urheberrechte an Mac-OS X teilweise beigelegt. Anfang November sprach Richter William Alsup am Bezirksgericht von Nordkalifornien Psystar schuldig , mit der Installation von Mac-OS X auf seine Open Computer nicht nur Apples Urheberrechte zu verletzen, sondern auch gegen den Digital Millenium Copyrights Act (DMCA) zu verstoßen. Apple beantragte daraufhin eine Verfügung, die Psystar den weiteren Verkauf seiner Computer verbieten und zur Zahlung eines Schadensersatzes verpflichten sollte. In der Vereinbarung mit Apple verspricht Psystar nun, in Zukunft keine Rechner mehr mit vorinstalliertem Mac-OS X zu verkaufen und verpflichtet sich weiter zur Zahlung eines Schadensersatzes in bisher nicht bekannter Höhe. Eine Hintertür für Psystar lässt die Vereinbarung laut unserer Kollegen der Computerworld jedoch offen: Die Software Rebel EFI , mit der die Installation von Mac-OS X auf einem herkömmlichen PC erst möglich wird, kann Psystar weiter verkaufen. Das in Florida ansässige Unternehmen betont, mit dem Tool nur eigene Software zu verkaufen. Rechner wird Psystar künftig ohne vorinstalliertes Mac-OS X 10.6 verkaufen und auch keine Kopie beilegen. Im Gegenzug will Apple alle noch anhängigen Klagen gegen Psystar fallen lassen. Die Verantwortung für die Verletzung der Urheberrechte an Mac-OS X 10.6 sollen künftig also die Kunden übernehmen, die mit Hilfe von Rebel EFI auf herkömmliche PCs bei Apple gekaufte Betriebssystem installieren. Der Rechtstreit zwischen Apple und Psystar hatte sich rund 17 Monate lang hingezogen.

Adobe zeigt Beta-Version von Lightroom 3

Adobe hat eine Beta-Version seiner Fotografie-Workflow-Software Lightroom 3 veröffentlicht. Der Hersteller verspricht mit der neuen Lightroom-Version eine verbesserte Architektur, die in allen Bereichen die Leistung erhöhen soll. Insbesondere die RAW-Proccessing-Engine und der Import hätten eine Überarbeitung erfahren. Neu ist unter anderem ein Werkzeug zur Reduktion von Rauschen in Bildern, die bei hohen ISO-Werten aufgenommen wurden. Ein Filter simuliert die Körnung von analogen Filmen, ein Tool zur Erstellung von Wasserzeichen soll Urheberrechte schützen helfen. Die Beta-Fassung von Lightroom 3 bietet Adobe zum Download über seine Adobe Labs an.

Quickertek bringt Solar-Ladegerät für Macbook

Apple bezeichnet seine aktuelle Macbook-Reihe als besonders umweltfreundlich und führt dabei den Verzicht auf giftige Materialien oder die insgesamt niedrige CO2-Fußabdruck über die gesamte Lebensdauer an. Mit dem Ladegerät Apple Juicz, das Quickertek vorgestellt hat, benötigen Macbook, Macbook Air und Macbook Pro nicht einmal mehr den Strom aus der Steckdose. Das Ladegerät liegt in zwei Varianten mit 27 und 55 Watt Leistung vor, Apples Ladegeräte ziehen mit 45, 60 und 80 Watt die Energie aus dem Stromnetz. Handlich sind die beiden Apple Juicz nur im inaktiven Zustand, in Betrieb sind sie ausgebreitet rund 107 mal 76 respektive 152 mal 107 Zentimeter groß. An einem sonnigen Platz ausgelegt und bei Bedarf mit Ösen im Boden fixiert, soll da Macbook in sechs bis zwölf Stunden aufgeladen sein. Quickertek sagt dabei nicht, ob ein Macbook bei völlig entladener Batterie gleich wieder in Betrieb zu nehmen ist, vermutlich bedarf es aber einer gewissen Wartezeit. Das ungewöhnliche Ladegerät ist jedoch mehr als Technikstudie zu begreifen: Die 27-Watt-Variante kostet 700 US-Dollar die Ausgabe mit 55 Watt 1.200 US-Dollar.

Kunden mit AT&T unzufrieden

Während Apple regelmäßig bei Umfragen zur Kundenzufriedenheit gut abschneidet, sind die Kunden des in den USA noch exklusiven iPhone-Partners AT&T mit ihrem Provider eher unzufrieden. In einer Umfrage des Magazins Consumer Report, an der 50.000 Leser in 26 US-Städten teilgenommen haben, schnitt AT&T bei der Zufriedenheit hinter Verizon, T-Mobile und Sprint auf dem letzten Platz ab. Nur 54 Prozent zeigten sich mit AT&T zufrieden oder sehr zufrieden, 66 Prozent der Umfrageteilnehmer hatten jedoch mindestens ein Problem mit AT&T. Besonders bei der Bewertung von Sprachverbindungen schnitt AT&T schlecht ab, die Noten lagen laut unserer Kollegen von Macworld jedoch in fast allen Bereichen mit Ausnahme von Web-Zugang und Textnachrichten unter dem Durchschnitt. Auch stört es die Leser des Consumer Reports, dass AT&T der einzige Provider für bestimmte Handys sei. Mit dem iPhone selbst und dessen Hersteller sind die Kunden jedoch im höchsten Maße zufrieden, 98 Prozent der Befragten würden sich wieder für das Apple-Handy entscheiden.

In Sachen iPhone wird sich das jedoch in Kürze ändern, schon im Oktober hatte AT&T-CEO Ralph de Vega Andeutungen über das Ende der exklusiven Vereinbarung mit Apple gemacht, ohne einen konkreten Termin zu nennen. Als potentiellen zweiten Provider für das iPhone in den USA bringt die PC World T-Mobile ins Spiel. Die US-Tochter der Deutschen Telekom sei zwar deutlich kleiner als der bisherige Top-Kandidat Verizon, nutze aber wie AT&T - und die meisten Provider weltweit - den Funkstandard GSM. Für Verizon müsste Apple eigens ein iPhone herstellen, das sich auf dessen 3G-Standard CDMA versteht.

"YouTube" dominiert Suchbegriff-Liste bei Google

«YouTube» ist der Begriff, den die deutschen Google-Nutzer in diesem Jahr bisher am häufigsten eingegeben haben. Auf Platz zwei rangiert laut dem Unternehmen in Hamburg «eBay» - gefolgt von «Wetter», dem jüngst bekanntgegebenen Top-Suchbegriff bei Yahoo.de. Der Begriff, der bei Google im Verlauf des Jahres 2009 am deutlichsten Fahrt aufgenommen hat, ist «Windows 7» vor «Facebook».

Geht es um Nachrichten, interessierten sich die Google-Nutzer am meisten für die Schweinegrippe und für Michael Jackson. Rang sieben erreichte die Abwrackprämie, die bei Yahoo.de als «Abfrackprämie» die Liste der am weitesten verbreiteten Schreibfehler anführt. Bei der Google-Bildersuche waren Lady Gaga, Kinostar Robert Pattinson und wiederum der im Sommer gestorbene «King of Pop»am stärksten gefragt. (dpa)

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