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Mittwoch, 2. Februar

02.02.2011 | 00:00 Uhr

Dritte Beta für iOS 4.3 geht an Entwickler +++ Drei von vier Tablets sind iPads +++ Weitere Datenschutzklage gegen Apple +++ Safari und Chrome legen zu, Internet Explorer verliert weiter +++ App Test: This Day in Music +++ Tipp: Originaldatei mit iPhoto anzeigen +++ Reiseführer von Lonely Planet erneut kostenlos +++ Bayern bleibt IT-Boom-Land +++ Yahoo Mail für Datenleck bei Windows Phone 7 verantwortlich +++ AAPL legt zu

Morgenmagazin: Morgengrauen
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Dritte Beta für iOS 4.3 geht an Entwickler

Apple hat an seine Entwickler die dritte Beta-Fassung von iOS 4.3, dem für März erwarteten Betriebssystemupdate für iPad und iPhone, verteilt. Die die vor vier Wochen erschienene zwei Beta bringt die neue Fassung im Wesentlichen drei wichtige Features: Airplay-Unterstützung für Software von Drittherstellern, eine Einstellung für das Verhalten des Mute-Buttons des iPad und Vollbild-iAds für das iPad. Die neuen Vier- und Fünffingergesten, die in der ersten Beta überraschten, sind weiter enthalten, Apple hatte jedoch angekündigt, sie in der finalen Version von iOS 4.3 wegzulassen. Mit den neuen Gesten ist es beispielsweise möglich, aus einer App auf den Home-Screen zu wechseln oder zwischen Apps hin- und her zu schalten. Apple will weiter die Entwickler mit den Gestern Erfahrungen sammeln lassen, eine später Einführung - etwa in iOS 5 im Sommer - ist nicht ausgeschlossen. Die Hotspot-Funktion, die der US-Provider mit seiner Version des iPhone 4 anbietet, ist ebenso enthalten. Über ein mögliches neues Abo-Modell, das mit der heutigen Vorstellung der täglichen iPad-Zeitung der News Corp. "The Daily" relevant werden könnte, ist in den Releasenotes von iOS 4.3 Beta 3 keine Rede.

Drei von vier Tablets sind iPads

Apple hält im Tablet-Markt weltweit einen Marktanteil von 75 Prozent, haben die britischen Marktforscher von Strategy Analytics ausgerechnet. Insgesamt seien im vierten Quartal 2010 9,7 Millionen Tablets verkauft worden, 120 Prozent mehr als im Vorquartal. Mit seinen 7,3 Millionen im Quartal verkauften iPads hielt Apple einen Marktanteil von 75 Prozent. Android-Tablets würden 22 Prozent des Marktes ausmachen, das erfolgreichste darunter sei das Galaxy Tab von Samsung. Im dritten Quartal 2010 hatte Apple noch geschätzte 95 Prozent Marktanteil.

Weitere Datenschutzklage gegen Apple

Ein Apple-Kunde hat in Kalifornien eine Klage gegen den iPhone-Hersteller eingereicht, die Apple beschuldigt, persönliche Daten der iPhone- und iPad-Nutzer ohne deren Einverständnis an Entwickler weiterzugeben. Anhand der UDID des iOS-Gerätes, auf die Entwickler Zugriff haben, könnte diese personifizierte Daten zum Surfverhalten und der App-Nutzung schließen - und diese nicht selten an Werbetreibende verkaufen. "Appes Datenschutzrichtlinien sind undurchsichtig und verwirrend, aber eine Sache ist klar: Apple informiert Nutzer von mobile Geräten nicht, dass mit der Weitergabe der UDID an Entwickler diese in der Lage sind, private und teils intime persönliche Informationen mit einem Namen zu verknüpfen," heißt es laut IDG News Service in der Klage. Die UDID gebe Entwicklern bei jedem Klick auf einen Banner oder eine App detaillierte Informationen über den Anwender. Zahlreiche Apps würden ihren Entwicklern einträgliche Geschäfte bescheren, indem sie Informationen über Aufenthaltsort, Kontakte oder den Namen des Nutzers an die Server der Softwarehersteller sendeten. Diese habe eine Studie von Sicherheitsexperten der Bucknell University belegt. Apple hat auf Nachfragen des IDG News Service nicht reagiert. Im Dezember 2010 hatte bereits das Wall Street Journal über den Verdacht berichtet, Apps könnten persönliche Informationen ohne Einwilligung der Anwender weitergeben. Das hatte Apple dementiert, iPhone-Apps seien nicht dazu gedacht, Daten ohne Einwilligung des Users zu versenden und ihn über die Details des Versandes zu informieren. In seinen Datenschutzrichtlinien schreibe Apple laut Kläger, dass der iPhone-Hersteller an ihn übermittelte persönliche Daten verwende und weitergebe, um die Qualität von Service und Werbung zu verbessern, jedoch nicht zu Marketingzwecken. Die am Bezirksgericht von Nordkalifornien eingereichte Klage soll den Status einer Sammelklage erhalten. Eine ähnliche Klage war gegen Apple bereits vor einem Jahr in Kalifornien eingegangen.

Safari und Chrome legen zu, Internet Explorer verliert weiter

Die Browser Safari und Chrome erfreuen sich zunehmender Beliebtheit der Internetnutzer und haben im Januar jeweils neue rekordwerte für ihre Marktanteile erzielt. Dies geht aus einer Statistik der Webmetriker von Net Applications hervor. Chrome hat gegenüber der letzten Messung im September 2009 mehr als 0,7 Prozentpunkte zugelegt und hatte im Januar einen Marktanteil von 10,7 Prozent. Apples Browser Safari profitiert vom Boom des Mac und legte um 0,4 Prozent auf 6,3 Prozent zu - für Safari bisher der größte Sprung, seitdem Net Applications die Statistik erstellt. Das Wachstum der beiden Browser von Google und Apple geht vor allen Dingen zu Lasten des einstigen Quasimonopolisten Internet Explorer. Nur noch 56 Prozent der von Net Applications gemessenen Internetnutzer verwendeten den Browser von Microsoft, der über das Jahr 6 Prozentpunkte seiner Marktanteile eingebüßt hat. Mozillas Firefox bleibt bei seinen 22,8 Prozent, weswegen Net Applications Vizepräsident für Marketing Vince Vizzaccaro erklärt: "Wir sehen weitere Verlsute für den Internet Explorer. Doch sich das bisher in Wachstum für Firefox niederschlug, legen nun Safari und Chrome zu." Der kommende Browser Internet Explorer sei zwar "phänomenal", wie Vizzacaro meint, und auch der IE 8 zeige viel versprechende Ansätze und mache mit 34,2 Prozent Gesamtanteil den größten Betrag für die Plattform aus. Doch ob einer der beiden Browser den Trend für Microsft umkehren könnte, sei völlig ungewiss.

Apples iOS tauche mit insgesamt 2 Prozent in der Statistik auf, iPad und iPhone würden also keine Kannibalisationseffekte auf Safari auf dem Mac ausüben. "Eindeutig können iOS und Mac-OS X nebeneinander existieren," meint Vizzacarro.

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