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Mittwoch, 2. Juni

02.06.2010 | 07:00 Uhr

Mac-Spyware in Gratis-Software +++ Google wechselt von Windows zu Mac-OS und Linux +++ Tablet-Computer boomen +++ HP streicht 9000 weitere Stellen +++ Nützliche Facebook-Apps +++ AAPL nähert sich Rekordhoch

Morgenmagazin: Dünenübergang
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Mac-Spyware in Gratis-Software

Die Sicherheitsfirma Intego warnt davor, dass in zahlreichen Gratis-Programmen für den Mac eine Spyware namens OSX/Opinionspy enthalten ist, die der Nutzer unwissentlich mit installiert. Diese entsprechenden Programme sind unter anderem auf beliebten Downloadportalen wie Versiontracker oder Macupdate zu finden. Der Großteil dieser Anwendungen sind Screensaver-Anwendungen.

Die Schadsoftware installiert sich als angebliche Marktforschungssoftware und verlangt das Adminpasswort. Daraufhin läuft die Schnüffelsoftware mit Rootrechten und hat weitreichenden Zugriff auf das System. Laut Intego öffnet die Spyware eine Hintertür in das System des Nutzers. Zusätzlich scannt das Programm die Festplatten des Nutzers und verändert den Code von Safari, Firefox und iChat im Arbeitsspeicher.

Die Spyware OSX/Opinionspy überträgt regelmäßig verschlüsselte Daten an verschiedene Server. Darin könnten beispielsweise heikle Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen enthalten sein. Die schädliche Software aktualisiert sich laut Intego automatisch und kann sich selbst und andere Dienste selbstständig starten.

Intego hat die Spyware in der Anwendung "Mishinc FLV to MP3" gefunden und in zahlreichen Bildschirmschonern:

Secret Land ScreenSaver v.2.8
Color Therapy Clock ScreenSaver v.2.8
7art Foliage Clock ScreenSaver v.2.8
Nature Harmony Clock ScreenSaver v.2.8
Fiesta Clock ScreenSaver v.2.8
Fractal Sun Clock ScreenSaver v.2.8
Full Moon Clock ScreenSaver v.2.8
Sky Flight Clock ScreenSaverv.2.8
Sunny Bubbles Clock ScreenSaver v.2.9
Everlasting Flowering Clock ScreenSaver v.2.8
Magic Forest Clock ScreenSaver v.2.8
Freezelight Clock ScreenSaver v.2.9
Precious Stone Clock ScreenSaver v.2.8
Silver Snow Clock ScreenSaver v.2.8
Water Color Clock ScreenSaver v.2.8
Love Dance Clock ScreenSaver v.2.8
Galaxy Rhythm Clock ScreenSaver v.2.8
7art Eternal Love Clock ScreenSaver v.2.8
Fire Element Clock ScreenSaver v.2.8
Water Element Clock ScreenSaver v.2.8
Emerald Clock ScreenSaver v.2.8
Radiating Clock ScreenSaver v.2.8
Rocket Clock ScreenSaver v.2.8
Serenity Clock ScreenSaver v.2.8
Gravity Free Clock ScreenSaver v.2.8
Crystal Clock ScreenSaver v.2.6
One World Clock ScreenSaver v.2.8
Sky Watch ScreenSaver v.2.8

Google wechselt von Windows zu Mac-OS und Linux

Der Internetkonzern Google will laut einem Bericht intern auf das Windows-Betriebssystem seines Rivalen Microsoft verzichten. Neue Mitarbeiter hätten seit Januar bei der Ausstattung ihrer Rechner nur noch die Wahl zwischen offenen Linux-Systemen und Apples Mac OS, berichtete die Financial Times am Dienstag unter Berufung auf Google-Beschäftigte. Die Unternehmen kommentierten den Bericht nicht.

Die Entscheidung habe vor allem mit Sicherheitsbedenken zu tun, schreibt die Zeitung. Diese seien durch die im Januar bekannt gewordene Hackerattacke aus China verstärkt worden. Angreifer konnten tief in die Systeme des Suchmaschinen-Riesen eindringen. Sie nutzten dabei offenbar Schwachstellen in einem Windows-Rechner.

Windows hat weltweit einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent und ist steht deshalb besonders im Visier von Angreifern. Für Systeme wie Linux und Mac-OS gibt es deutlich weniger Schädlinge.

Zudem wolle das Unternehmen mit dem Schritt seine eigene Software fördern, hieß es unter Berufung auf Mitarbeiter. Google hatte vor einem Jahr mit Chrome OS ein eigenes Betriebssystem vorgestellt, das vor allem für kleine Notebooks ausgelegt ist.

Wer bei Google einen neuen Computer mit der Microsoft-Software haben will, braucht laut dem Artikel die Zustimmung des IT-Chefs. Unter einigen Mitarbeitern habe dieser Schritt allerdings "leichtes Missfallen" ausgelöst.

Die beiden Unternehmen machen derzeit zwar in unterschiedlichen Geschäftsfeldern jeweils den Großteil ihres Umsatzes - Microsoft mit Software, Google mit Werbung im Umfeld seiner Internet-Suche. Doch sie konkurrieren in immer mehr Bereichen miteinander. Microsoft etwa investiert kräftig in seine Suchmaschine Bing, während Google mit Chrome OS ein Betriebssystem herausgebracht hat. Außerdem bieten sie konkurrierende Handy-Beitriebssysteme an. (dpa)

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