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Mittwoch, 2. März

02.03.2011 | 00:00 Uhr

Motorola-Chef: Software entscheidet im Tablet-Markt +++ 100 Millionen Downloads von Angry Birds +++ Google schließt 19 Lücken in Chrome +++ Memup: Drei Android-Tablets Ende März +++ Apple Insider: Rosetta, Java und Front Row fehlen in Lion +++ Intel stellt SSD mit 6Gbps Durchsatz vor +++ FBI kann soziale Netze nicht abhören +++ LTE kommt früher als erwartet +++ App-Test: Prospekte - Hochglanzprospekte im Taschenformat +++ AAPL im Minus

Morgenmagazin: Sonnenaufgang III
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Motorola-Chef: Software entscheidet im Tablet-Markt

Motorola-Chef Sanjay Jha hat auf der Konferenz Morgan Stanley’s Technology. Media and Telecom in San Francisco eingeräumt, die Entscheidung über den Erfolg im Tablet-Markt werde außerhalb seiner Firma getroffen. Denn nicht die Hardware entscheide über Wohl und Wehe, sondern die Software und das App-Angebot. Die Hardware sei zwar ein wichtiger Faktor, doch gebe für die Kaufentscheidung nicht den letzten Ausschlag.

Jha gibt das Rennen aber keineswegs verloren, die frühe Entscheidung Motorolas, sich auf Android als Tablet-System zu konzentrieren, werde dem Hersteller helfen, seine Umsätze zu steigern. Insbesondere im Unternehmensmarkt sehe man gute Chancen und sei bereits in Verhandlungen mit zahlreichen Firmen, die ihre Mitarbeiter mit Android-Tablets ausstatten wollen: "CIOs lieben Android. Die Möglichkeiten, Apps zu installieren und die Geräte anzupassen, ist attraktiv."

Nokias Entscheidung, statt auf Android auf Windows Phone 7 zu setzen, kann Jha hingegen überhaupt nicht verstehen und vermutet Hintergründe, die der Öffentlichkeit nicht bekannt seien. Während Nokia an den Folgen des Wechsels zu knabbern habe, hoffe man bei Motorola, sich in Wachstumsmärkten entscheidend vom finnischen Konkurrenten abzusetzen.

100 Millionen Downloads von Angry Birds

Das Physik-Puzzle Angry Birds steigt in die Liga der meistverkauften Spiele wie Tetris, The Sims, FIFA oder Need for Speed auf. Wie Peter Vesterbacka vom finnischen Herstellers Rovio auf der Game Developer Conference GDC in San Francisco stolz mitteilte, zählt Rovio mittlerweile 100 Millionen Downloads. Es sei noch keine vier Monate her, dass man erst ein Drittel dieser Zahl registrierte, führte Vesterbacka weiter aus. Angry Birds gibt es derzeit für iOS, Android, WebOS, PSP, PlayStation 3, OS X, Windows und Mac-OS X, Rovio plant weitere Versionen für Xbox 360, Wii, Windows Phone 7, Nintendo DS und der Ende des Monats angekündigten Nntendo 3DS.

Vesterbacka hält den mobilen Markt für die Wiege der Innovation, "alle großen neuen Dinge passieren dort." Entwickler würden mittlerweile häufiger mobile Spiele für Konsolen adaptieren als umgekehrt vorgehen. Das iPhone habe das erste möglich gemacht und im Markt alles geändert. Den Markt vor Eintritt des iPhone vergleicht Vesterbacka mit der Planwirtschaft sowjetischer Prägung. Obwohl der App Store als geschlossenes System "nicht perfekt" sei, würden sich Entwickler darauf konzentrieren "einfach nur gute Spiele" zu programmieren. Aaaaa-hiii!

Google schließt 19 Lücken in Chrome

Rechtzeitig vor dem Hacker-Wettbewerb Pwn2Own, der nächste Woche auf der Sicherheitskonferenz CanSecWest in Vancouver stattfinden soll, hat Google 19 Sicherheitslücken in seinem Browser Chrome geschlossen. Nach eigenen Angaben zahlt der Konzern dafür insgesamt 14.000 US-Dollar an neuen Sicherheitsexperten, die die Fehler gefunden hatten. Chrome trägt nun die Version 9.0.597.107, 16 der mit dem Update behobenen Fehler stuft Google als "hoch" ein, keinen jedoch als "kritisch" und für die Sandbox von Chrome gefährlich.

Memup: Drei Android-Tablets Ende März

Da Touchscreens vermehrt Einzug in den Alltag halten, bringt auch der französische Hersteller Memup Ende März 2011 eine vollständige Produktlinie mit Tablet-Computern auf den Markt: Die Media-Pads sollen Hightech mit Bedienkomfort verbinden. Die laut Memup "ultraflachen Geräte mit einem eleganten, doch schlichten Aluminium-Design" sind mit resistiven oder kapazitiven Touchscreens ausgestattet. Sie laufen unter Android 2.2 und 2.3 und ermöglichen die Wiedergabe von Multimedia-Dateien (Fotos, Audio, Video), das Surfen im Internet, das Abrufen von E-Mails und das Lesen von E-Books. Da die Tablet-Computer nach Ansicht von Memup durch jeden Verbraucher unterschiedlich genutzt werden, bietet der Hersteller gleich drei verschiedene Bildschirmformate an: 7, 8 und 10 Zoll Bildschirmdiagonale. Die Media-Pads sollen Ende März zu Preisen ab 170 Euro auf den Markt kommen.

Info: Memup

Apple Insider: Rosetta, Java und Front Row fehlen in Lion

Apple will sich mit dem Update auf Mac-OS X 10.7 Lion von eingien Altlasten in seinem System trennen, berichtet Apple Insider unter Berufung auf die Developer Previews des kommenden Systems. Mit dem Verzicht auf Rosetta kappt Apple gut fünf Jahre nach dem Umstieg auf Intel-Prozessoren die Verbindung zum PowerPC. Das hat zur Folge, dass ältere Programme wie Office 2004, oder die ersten beiden Versionen von Adobes Creative Suite nach der Installation von Lion nicht mehr auf laufen und des Ersatzes durch neuere Versionen bedürfen. Weniger schmerzen wird das Fehlen von Front Row, zumal es für die Medienpräsentation auf dem Mac zahlreiche Alternativen wie Media Central, Center Stage oder iTheater gibt. Apple Insider spekuliert, mit dem Verzicht auf Front Row will Apple den Augenmerk auf das Apple TV als Abspielgerät für Medien aller Art lenken. Der Verzicht auf Oracles Java Runtime folgt auf den Ausschluss von Java Apps aus dem Mac App Store. Lion enthält aber weiter einen Mechanismus, der die Java-Runtime automatisch aus dem Netz lädt und installiert, wenn sie das erste Mal gebraucht wird.

Intel stellt SSD mit 6Gbps Durchsatz vor

Intel hat eine Reihe neuer SSDs vorgestellt, die auf der Schnittstellenspezifikation SATA 3.0 basieren und Durchsätze von bis zu 6 Gbps erzielen. SATA 3.0 hatte Intel erst kürzlich mit der zweiten Generation seiner Core-Chips auf den Markt gebracht. Laut Hersteller kommt die Serie Intel SSD 510 auf Datentransferraten von bis zu 500MBps, im Vergleich zu SSDs mit SATA 2.0 die doppelte Lese- und die dreifache Schreibrate. Die SSDs sind mit im 34-Nanometer-Verfahren produzierten multi-level-cell (MLC) NAND-Speicher-Chips ausgerüstet und in Kapazitäten von 120 GB und 250 GB zu Preisen von 284 US-Dollar und 584 US-Dollar erhältlich.

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