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Mittwoch, 20. Januar

20.01.2010 | 00:00 Uhr

Marktforscher: Mac-Verkäufe legen um 26 Prozent zu +++ Apple veröffentlicht Security-Updates für Leopard und Snow Leopard +++ Update: Boot Camp unterstützt Windows 7 +++ Marktforscher: 2010 wird das Jahr des Tablets +++ Bing will Nutzerdaten nur noch sechs Monate speichern +++ Kartellamt prüft Google-Verhalten nach Ciao-Beschwerde +++ Lücke im Internet Explorer betrifft weitere Anwendungen +++ Auch IBM lässt die Krise hinter sich +++ AAPL legt stark zu

Morgenmagazin: Novemberbäume
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Marktforscher: Mac-Verkäufe legen um 26 Prozent zu

Apple wird am Montag Abend kommender Woche seine Bilanz für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 vorlegen. Eine erste Hausnummer wollen die Marktforscher der NPD Group bereits ermittelt haben. Demnach seien die Verkaufszahlen für Macs im Berichtszeitraum um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Gene Munster, Analyst bei Piper Jaffray, betont gegenüber Anlegern, diese zahl liege deutlich höher als die bisherigen Erwartungen der Wall Street, die mit 19 Prozent Zuwachs rechnete. Munster selbst geht nun von 3,1 Millionen Mac-Verkäufen im Quartal statt bisher 2,9 Millionen aus. Der starke Anstieg der Verkaufszahlen sei unter anderem auf den 27-Zoll-iMac zurück zu führen, ebenso auf das günstigere Macbook Pro sowie das im Oktober vorgestellte weiße Macbook Unibody. "2010 entwickelt sich zum Jahr des Mac", jubelt Munster unter Verweis auf derzeit 20 Prozent durchschnittlichen Wachstums beim Mac-Hersteller. iPhones habe Apple nach Munsters Ansicht im Dezemberquartal 9,3 Millionen Stück verkauft.

Apple veröffentlicht Security-Updates für Leopard und Snow Leopard

Apple hat in der Nacht zum Mittwoch die ersten Sicherheitsupdates für Snow Leopard und Leopard im Jahr 2010 veröffentlicht. Das Security-Update 2010-001 liegt in Server- und Client-Versionen für die Betriebssysteme Mac-OS X 10.5 und Mac-OS X 10.6 vor. Die Updates sind über die Softwareaktualisierung oder Apples Website erhältlich. Apple empfiehlt allen Anwendern von Leopard und Snow Leopard das Update und nennt zu den behobenen Sicherheitsproblemen unter anderem eines mit Core Audio, das über manipulierte MP4-Datien die Ausführung von willkürlichem Code zuließ. Ebenso sei eine Lücke in CUPS geschlossen, die Angreifen nutzen konnten, um das System abzuschießen und weiterhin Fehler in ImageIO, Image Raw und Open SSL.

Update: Boot Camp unterstützt Windows 7

Apples Technologie Boot Camp unterstützt nun das jüngste Microsoft-Betriebssystem Windows 7. Zu diesem Zwecke hat Apple gestern Boot Camp 3.1 in zwei Versionen veröffentlicht, für 32-Bit Windows und 64-Bit Windows . Allen Anwendern von Boot Camp 3 empfohlen, bringt das Update Unterstützung für Apples Wireless Keybord und die Magic Mouse. Zudem behebt das Update einige Fehler des Trackpads, der Infrarotsensor von Macbooks schaltet sich nun ab, wenn das Gerät nicht benutzt wird. Neu ist das Boot Camp Utility Upgrade, das bei der Aktualisierung von Windows Vista auf Windows 7 hilft - ein Clean Install ist nicht mehr nötig, wenn man auf seinem Mac sein via Boot Camp betriebenes Windows aktualisieren möchte. Ein Fehler, bei dem der Windows-7-Installer auf die Partition mit Mac-OS X schreiben wollte, ist laut Apple damit behoben. Neben dem Update für Boot Camp stellt Apple auch für Mac Pro und iMac das Graphics Firmware Update 1.0 bereit, das die Zusammenarbeit er GPU mit Windows 7 verbessern soll. Besitzer eines iMac aus dem Oktober 2009 sollten zudem das Driver Update für Windows installieren, das jedoch ein angeschlossenes USB-Laufwerk benötigt, um bei der Installation von Windows 7 berücksichtigt zu werden.

Marktforscher: 2010 wird das Jahr des Tablets

Die Marktforscher von Deloitte sehen in der Klasse der internetfähigen Tablet-Computer den Marktgewinner des Jahres 2010. In einem Report bezeichnen die Marktexperten die "NetTabs" - kleiner als Netbooks aber größer als Smartphones - als die "Goldlöckchen unter den Geräten" - weil sie eben nicht zu groß und nicht zu klein seien, sindern genau richtig. ( Anmerkung: "Goldlöckchen" bezieht sich auf das vor allem im englischsprachigen Raum populäre Kinderbuch "Goldilocks and the Three Bears" ). Deloitte rechnen mit mehreren zehn Millionen Verkäufen von Tablets im Jahr 2010. Gerüchten zufolge hat Apple für dieses Jahr bei seiner Manufaktur zehn Millionen Geräte in Auftrag gegeben. Im Unterschied zu früheren Versuchen Microsofts, Tablet-Computer zu etablieren, gelinge das mit den NetTabs diesmal: Sie seien Verbraucher freundlich und fokussierten auf die Nutzung von Medien und des Internets anstatt sich als Arbeitsgerät zu präsentieren.

Bing will Nutzerdaten nur noch sechs Monate speichern

"Don’t be evil" lautet Googles Firmenmotto, das Datenschützer angesichts Googles stetig wachsender Datensammlungen über das Verhalten seiner Nutzer jedoch immer mehr in Zweifel ziehen. Microsoft, von manchen Computer-Anwendern immer noch als "Reich des Bösen" apostrophiert, will sich nun gegen den notorischen Datensammler Google als Lichtgestalt des Internets positionieren. Daten über Abfragen der Suchmaschine Bing und der IP-Adressen der Nutzer will Microsoft nach bereits sechs Monaten löschen und nicht wie bisher erst nach 18 Monaten. Google hatte im August 2008 den Zeitraum der Vorratshaltung von 18 auf neun Monate verkürzt. Im Gegensatz zu Google, das laut Microsoft Teile der IP-Adresse noch über diesen Zeitraum hinaus speichere, will Microsoft nach einem halben Jahr die Daten der Bing-Nutzer komplett löschen. Die neue Datenschutzpolitik könne Microsoft jedoch erst nach und nach einführen, der Konzern nennt in seinem Blog dafür einen Zeitrahmen von 12 bis 18 Monaten. Die Qualität der Suche soll sich durch die kürze Datenspeicherung nicht verschlechtern, der Datenschutz jedoch verbessern, verspricht Microsoft. Sowohl Google als auch Microsoft reagieren mit den kürzeren Speicherzeiträumen auf Anweisungen der EU-Kommission.

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