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Mittwoch, 21. Dezember

21.12.2011 | 00:00 Uhr

Zeitung: Apple hat Anobit gekauft +++ Apple will angeblich Dividende ausschütten +++ Phishing-Mail schreckt Mobile-Me-Nutzer +++ Seagate vollendet Übernahme von Samsungs Festplattensparte +++ Windows 8 Preview kaum genutzt +++ AOC: Design-Monitor mit iPhone-Dock zur CES 2012 +++ Breitbandanschluss: In Deutschland sind 28 Millionen Haushalte angebunden +++ Spam nimmt wieder zu +++ Sonic CD: 2D-Klassiker neu aufgesetzt +++ Tipp: Gekaufte Artikel aus dem Mac App Store verwalten +++ AAPL legt deutlich zu

Apple Store in München: Christbaumkugeln
Vergrößern Apple Store in München: Christbaumkugeln

Zeitung: Apple hat Anobit gekauft

Apples in der vergangenen Woche berichtet Interesse am israelischen Startup Anobit hat sich anscheinend bestätigt. Wie die israelische Zeitung Calcalist berichtet, hat Apple den Spezialisten für Flash-Speicher-Chips für einen Preis von 500 Millionen US-Dollar übernommen. Apple nutzt die Chips des Unternehmens bereits in iPhone, iPad und Macbook Air, berichtet der IDG News Service, die Kosten der Eigenproduktion kämen Apple auf Dauer günstiger als sie von einem Dritten einzukaufen. Anobit habe seine Belegschaft in Herzliya von der Übernahme bereits informiert und während Apples Bestätigung noch aussteht, heißt der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu das Unternehmen aus Kalifornien via Twitter bereits willkommen: "Willkommen in Israel, Apple Inc, zu deiner ersten Übernahme hier. Ich bin sicher, dass du von Israels Früchten des Wissens profitieren wirst."

Anobit hat bereits zwei Generationen seiner Genesis-SSD auf den Markt gebracht. Die Besonderheit der Anobit-Produkte ist die Controller-Technologie, die Anobit Memory Signal Processing (MSP) nennt. Damit könnte eine SSD nicht nur 3000 mal beschrieben und gelesen werden, sondern bis zu 50.000 mal, billige Speicherchips auf Basis der Technik Multi-Level-Cell (MLC) könnten so auch für höhere Einsatzzwecke in Frage kommen. "Anobits Ansatz ist es, den günstigsten verfügbaren NAND zu verbauen und ihre ausgefeilte Controller-Technologie einzusetzen," erklärt IDC-Analyst Jeff Janukowitz.

Apple will angeblich Dividende ausschütten

Apple-Aktionäre können sich angeblich auf eine Dividendenzahlung in der ersten Jahreshälfte freuen, berichtet Bloomberg. Demnach habe Howard Ward von der Investmentfirma Gamco dem Wirtschaftsnachrichtendienst erzählt, Apple plane in der ersten Jahreshälfte 2012 eine signifikante Ausschüttung an seine Anteilseigner. Ward rechnet mit einem Wert von drei Prozent oder höher. Unter Steve Jobs hatte Apple eine Zahlung von Dividenden bisher verweigert, seit 2002 hat sich der Wert der Apple-Aktie jedoch verfünfzigfacht. Laut seiner letzten Bilanz verfügt Apple über Barreserven und Investments im Wert von 81,6 Milliarden US-Dollar. Der neue CEO Tim Cook hat nicht so starre Vorstellung von der Verwendung des Kapitals wie sein verstorbener Vorgänger. Auf der Bilanzpressekonferenz Mitte Oktober verriet er Analysten, es sei für ihn "keine Religion, Bargeld zu halten oder nicht zu halten." Apple hat zu der Angelegenheit bisher keinen Kommentar geben wollen.

Phishing-Mail schreckt Mobile-Me-Nutzer

Phisher versuchen mit einer gefälschten Mail an die Login-Daten von Mobile-Me-Nutzern zu kommen, berichtet The Mac Observer . Die Mail erweckt den Eindruck, sie käme vom Mobile-Me-Support und warnt vor einem vermeintlichen Virus auf der iDisk des Nutzers. Um dessen Ausbreitung zu verhindern sei es nötig, seine Daten auf einer bestimmten Seite, welche die Phisher angelegt haben. Auf Mails wie diese sollte man keinesfalls reagieren, hat man schon den Phishern sein Passwort auf diese Weise gegeben, sollte man es umgehend in seinem Mobile-Me-Account ändern. Unangenehm ist es, kommen Phisher an Mail, Adressen und Kalender, teuer wird es, nutzt man seine Mobile-Me-Daten auch für den Einkauf im iTunes Store - die Cyberkrimininellen kommen so an die Kreditkartendaten. Tipps für das sichere Verhalten im Internet und zum Erkennen von Phishing und anderen Scams hat unser Macworld-Kollege Ted Landau zusammengetragen: Trauen Sie im Internet niemandem .

Seagate vollendet Übernahme von Samsungs Festplattensparte

Nachdem Seagate die Freigabe der Behörden in Australien, China und der Europäischen Union erhalten hat, kann das Unternehmen die Übernahme der Festplattensparte von Samsung komplettieren. Seagate hatte die Übernahme im April angekündigt und sie sich 1,4 Milliarden US-Dollar in Aktien und Cash kosten lassen. Unter den Samsung-Angestellten die zu Seagate wechseln, sind einige leitende Manager und Ingenieure, die in der südkoreanischen Fabrik Samsungs Produkte für mobile Computer entwickeln, erklärt Seagte. Im Jahr 2010 hatten Samsung und Seagate zusammen rund 260 Millionen Festplatten verkauft und damit 40 Prozent des Marktes gehalten. Die ebenfalls fusionierten Western Digital und Hitachi Global Storage Technologies kommen zusammen auf 50 Prozent Marktanteil.

Windows 8 Preview kaum genutzt

Entwickler haben die Preview des kommenden Microsoft-Betriebssystems Windows 8 zwar schon millionenfach geladen, doch kaum jemand nutzt das System, wollen Webmetriker ermittelt haben. Net Applications hat aus seinen auf zehntausenden Websites erhobenen Zahlen geschlossen, dass im November nur 0,03 Prozent der registrierten Computer unter Windows 8 Preview liefen - nur drei von zehntausend an das Web angeschlossenen Rechnern. Immerhin ist ein leichter Zuwachs festzustellen, Windows 8 war im Oktober auf lediglich 0,02 Prozent in der Statistik von Net Applications gekommen. Windows 7 war laut unserer Kollegen der Computerworld vor gut drei Jahren wesentlich schneller angenommen worden: Am 9. Januar 2009 hatte Microsoft die erste Entwicklerversion veröffentlicht, schon drei Wochen später erreichte diese einen Anteil von 0,13 Prozent. Microsoft zählte zwischen dem 13. September und dem 7. Dezember 2011 drei Millionen Downloads von Windows 8 Preview, im Januar 2009 hatte Microsoft Berechnungen zu Folge weniger als 2,5 Millionen Installationen von Windows 7 an Entwickler bringen können. Aller Voraussicht nach bringt Microsoft Ende Februar 2012 eine öffentliche Beta-Version von Windows 8, die finale Fassung dürfte im Sommer folgen.

AOC: Design-Monitor mit iPhone-Dock zur CES 2012

Der Displayhersteller AOC präsentiert zur CES (Consumer Electronics Show) vom 10.-13. Januar 2012 in Las Vegas einen Full-HD-Monitor mit integrierter iPhone-Docking-Station, der Fotos vom iPhone um mehr als das 37-fache vergrößern können soll. Mit dem e2343Fi stellt AOC ein Designer-Display vor, das sich speziell an Nutzer des Apple Smartphones wendet. Denn im Standfuß des neuen Bildschirms nimmt ein integriertes Dock diverse Modelle von iPhone und iPod auf. Damit sollen sich Videoinhalte oder Fotos vom iPhone mehr als 37-mal größer direkt auf dem 23-Zoll-Display darstellen lassen. Die Wiedergabe von Audiodateien erfolgt über SRS-Lautsprecher - damit preist der Hersteller den e2343Fi als " Multimedia-Komplettlösung" für Apple-Nutzer an. In Las Vegas wird von AOC außerdem erstmals ein 3D-Display mit einer Diagonale von 23 Zoll oder 58,3 Zentimetern und schlankem Rahmen vorgestellt, das wie das aktuell angebotene Modell auf Polarisationstechnologie basiert. Ein mobiles USB-Display empfängt sowohl Strom als auch Bilddaten über ein einziges USB-Kabel. Das Modell lässt sich als klassischer Monitor oder durch das Abnehmen des Standfußes wie ein großformatiger Fotorahmen aufstellen. Dadurch eignet es sich gemäß Anbieter zur Arbeitsplatz-Erweiterung für Laptops, Tablet-PCs oder Netbooks. Über Preise und Verfügbarkeit zu diesen Modellen gab der Hersteller noch nichts bekannt.

Info: AOC Europe

Breitbandanschluss: In Deutschland sind 28 Millionen Haushalte angebunden

Bei denen per Breitband angebundenen Haushalten ist DSL die am weitesten verbreitete Zugangsart. 82 Prozent aller Haushalte mit Internetzugang verfügen über diesen Breitbandanschluss. 29 Prozent aller Haushalte mit Internetzugang verwenden andere Zugangstechnologien, etwa per TV-Kabel. 19 Prozent der Haushalte mit Internetzugang nutzen drahtlose, mobile Internetverbindungen, sprich UMTS per Smartphone oder USB-Stick. Ortsgebundene drahtlose Internetverbindungen wie Satellit oder WiMAX spielen hingegen nach wie vor kaum eine Rolle. Immerhin noch fünf Prozent der Haushalte mit Internetzugang wählen sich per analogem Modem oder ISDN-Lösung ein.

Annähernd ein Viertel (23 Prozent) aller privaten Haushalte in Deutschland ist noch nicht mit einem Internetzugang ausgestattet. Dabei wurde als Grund für den nicht vorhandenen Internetzugang häufig "Kein Bedarf" angegeben. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ein- und Zweipersonenhaushalte ohne Kinder. Als weitere Gründe wurden Anschaffungs- und Nutzungskosten genannt. Die fehlende Verfügbarkeit entsprechender Internetzugänge sei für diese Haushalte hingegen kein nennenswerter Hinderungsgrund, so das Statistische Bundesamt . (mje)

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