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Mittwoch, 25. März

25.03.2009 | 00:00 Uhr

Verleger versprechen sich viel von iPhone OS 3.0 +++ iPod Touch erzeugt mehr Internettraffic als die meisten Handys +++ iPhone als eBook-Reader: Schweizer verklagen Apple +++ Briten lehnen Google Street View ab +++ Proofing-System Blue Eye von Lacie +++ iTunes Genius für Filme und TV-Shows online +++ Kompromiss: Handynutzung im EU-Ausland wird billiger +++ Europol-Chef für sofortige Sperrung von Kinderporno-Seiten +++ AAPL verliert über ein Prozent

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Verleger versprechen sich viel von iPhone OS 3.0

Mike MacGuire vom Gartner Blog Netzwerk sieht das neue Betriebssystem iPhone 3.0 als viel versprechende Einkommensquelle für Verleger, berichtet The Industry Standard . In seinem Blog warnt er alle Verleger von Zeitschriften und Magazinen, dass die neuen Einsatzmöglichkeiten des iPhones die gesamte Medienindustrie unter Druck setzten wird.

MacGuire beruft sich dabei auf die neue Funktionalität iPhone Anwendungen abonnieren, bzw. Inhalte über eine iPhone App zum Verkauf anbieten zu können. Dank letzterem können Verlage alle möglichen Medien von Videos, einzelne Artikel bis hin zu Büchern anbieten und zusätzlich nach Verkauf der Anwendung für weitere Inhalte Gewinne erzielen.

70 Prozent der Verkaufspreise im App-Store gehen an den Entwickler oder eben an den Verlag, der die Inhalte bereitstellt. Dass Apple 30 Prozent für sich behält, hält MacGuire für angemessen. Immerhin bietet Apple eine ganze Reihe von Leistungen vom App Store, Platzierung der Inhalte, Serverhosting, Internetzugriff zum Download bis hin zu Abwicklung der Zahlungen mit Kreditkarte. "Im Vergleich dazu, was ein Verlag normalerweise für Werbung, Webseiten, Eigenvertrieb oder Vertriebsnetzwerke bezahlt, sind 30 Prozent für Apple fair", beschreibt MacGuire.

Damit bleibt nur ein Problem: Apple kontrolliert die Zulassungen zum App Store nach nicht immer nachvollziehbaren Geschäftsrichtlinien. Veröffentlichungen wie Bücher, Zeitschriften oder einzelne Artikel könnten dieser "Zensur" zum Opfer fallen und Apple hätte dank Bereitstellung der Hardware die alleinige Kontrolle der Inhalte.

iPod Touch erzeugt mehr Internettraffic als die meisten Handys

Der iPod Touch ist kein Mobiltelefon und kann somit auf das Internet nur mit Wi-Fi zugreifen. Dennoch hat Admob mit Zugriffsstatistiken auf sein Werbenetzwerk für mobile Plattformen ermittelt, dass 6,7 Prozent aller Internetzugriffe von mobilen Geräten auf einen iPod Touch zurückzuführen sind. Damit belegt der iPod Touch Platz 2 hinter dem iPhone mit einem Anteil von 11,2 Prozent am Internettraffic und liegt weit vor dem Mobiltelefon Razr von Motorola mit 2,9 Prozent.

Bei den folgenden Statistiken hat Admob die iPod Touch-Zugriffe nicht ausgewertet, da in diesen Kategorien nur Smartphones und Mobiltelefone zählten.

Weltweite Statistiken

Laut Admob erzeugen außerdem Smartphones mehr Internettraffic als herkömmliche Mobiltelefone. In den sechs Monaten bis Februar 2009 wurde von Admob trotz Rezession ein Zuwachs der Smartphone-Internet-Zugriffe von 26 auf 33 Prozent gemessen.

In der Kategorie Smartphone, d.h. allen Mobiletelefonen mit eigenständigem Betriebssystem wie iPhone OS , Symbian, Windows Mobile oder Android, hält das iPhone mit 33 Prozent aller weltweiten Zugriffe Platz 2. Mit 43 Prozent liegen die Mobiltelefone auf Symbian-Basis auf Platz 1.

In der Katagorie der Einzelgeräte hingegen liegt beim Messen des Internettraffics hinter dem iPhone das Nokia N70 mit 7,1 Prozent. Die Ränge 3 bis 10 teilen sich Research in Motion und Nokia auf, nur auch Rang 9 mit 2,6 Prozent ist Palm Centro platziert.

USA Statistiken

Beschränkt man die Zugriffe auf die USA, dann taucht Nokia nicht auf den ersten zehn Plätzen auf. Laut der Zugriffsstatistik von Admob ist das iPhone für 49,5 Prozent des Internettraffics von mobile Plattformen verantwortlich. Platz 2 belegt Blackberry Curve, gefolgt von Backberry Pearl und von Palm Centro. Auf Platz 5 mit 5,2 Prozent landete das Andriod-Handy. In den USA schaffte es auch das Betriebssystem Windows Mobile in die Top-10-Liste: Platz 8 wird von Samsungs Blackjack II mit 1,6 Prozent des Internetverkehrs belegt und Platz 9 mit 1 Prozent vom HTC Touch.

iPhone als eBook-Reader: Schweizer verklagen Apple

Wenn das neue iPhone-Betriebssystem im Sommer kommt, könnte sich eine der neuen Funktionen als lukratives Geschäftsmodell für den Vertrieb digitaler Bücher erweisen. Mit der Möglichkeit, innerhalb von Apps Inhalte zu kaufen, würde das iPhone ein ernsthafter eBook-Reader werden können. Schon jetzt eignet sich das iPhone bestens als Lesegerät für digitale Bücher, wie Apple auch in seiner Werbung betont. Genau das hat aber nun die Anwälte der Berner Firma Monec Holding Ltd auf den Plan gerufen. Die Schweizer behaupten, ihrerseits vor sieben Jahren ein Patente erhalten zu haben das die Verteilung digitaler Inhalte auf mobile Geräte beschreibt. Der Vertrieb von eBooks über den App Store verletze das Patent Monecs über ein "leichtgewichtiges elektronisches Gerät mit Touchscreen", das ungefähr die Größe habe, eine Seite eines digitalen Buches anzuzeigen. In ihrer Klage behauptet die Firma, Apple sei sich es Patents sehr wohl bewusst und verletze die Rechte Montecs absichtlich. Apple solle daher seine diesbezüglichen Praktiken einstellen und Schadensersatz leisten.

Briten lehnen Google Street View ab

Datenschützer in Großbritannien wollen Google Street View wieder geschlossen sehen. Erst am 19. März war der Service an den Start gegangen, seither ergingen hunderte von Aufrufen an Google, Fotos von Straßenszenen aus den bisher vertretenen 25 Städten zu löschen. Die Verbraucherschutzorganisation Privacy International fordert von der britischen Regierung nun die Einstellung des Services, obwohl Google die meisten der abgelichteten Gesichter und KfZ-Kennzeichen unkenntlich gemacht hat. Einige der zufällig fotografierten Personen seien aber weiterhin erkennbar, Google müsse den Persönlichkeitsschutz jedoch garantieren. Über 200 Beschwerden von in Street View erkennbaren Personen will Privacy International bereits erhalten haben. Der Information Commissioner (ICO) der britischen Regierung hatte Google im Juli 2008 grünes Licht für das Projekt Street View gegeben, nachdem der Konzern versprochen hatte, Personen und Fahrzeuge unkenntlich zu machen.

Proofing-System Blue Eye von Lacie

Lacie hat ein neues System für das Kalibrieren von Bildschirmen und Erstellen von Farbprofilen vorgestellt. Das Kit Blue Eye Pro Proof Edition besteht aus einem Kolorimeter (Farbmesser) mit Gegengewicht und Schutzhülle, einem Umgebungslicht-Diffusor, Software-CD und Installations- Kurzanleitung und kostet knapp 460 Euro .

Das Kit wurde für professionelle Druckausgaben entwickelt und stellt sicher, dass im gesamten Arbeitsablauf bis hin zur Druckvorstufe die Farben konsistent und farbtreu verwendet werden. Nach Angaben von Lacie sollen die Anwender die Farbtreue jetzt auch mithilfe des standardisierten UGRA/FOGRA-Medienkeils überprüfen können.

Der Anwender gibt die Zieleinstellungen für Weißpunkt, Gamma, Helligkeit und Schwarzpunkt ein und der Bildschirm wird dann automatisch kalibriert und ein ICC-Profil (Standard des Internationalen Farbkonsortiums) inklusive der Hardware-Spezifikationen gespeichert. Dank der Test- und Berichtfunktion kann die Farbskala des Monitors gemessen und mit dem Kalibrierungsziel oder Standard-Farbeinstellungen verglichen werden.

Systemvoraussetzungen sind das Betriebssystem Mac-OS X 10.3.9 oder neuer, eine USB-Schnittstelle und PowerPCs oder Macs mit Intel-Prozessor. Das Kit kann für alle Flachbildschirme oder Röhren-Monitore eingesetzt werden. Lacie empfiehlt für die optimale automatische Unterstützung seine eigenen Bildschirme der Lacie 300/500/700 Serie.

iTunes Genius für Filme und TV-Shows online

Apple hat die in iTunes 8.1 integrierte Genius-Funktion für Filme und Fernsehsendungen gut drei Wochen nach Veröffentlichung der Software nun frei geschalten. In der Genius-Leiste zeigt sie Software ähnliche Filme und Fernsehsendungen an, die zum jeweils ausgewählten Werk passen. In Deutschland beschränkt sich Genius auf Fernsehsendungen, Filme sind über den iTunes Store bisher weder zu mieten noch zu kaufen.

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