1233756

Mittwoch, 26. Oktober

26.10.2011 | 00:00 Uhr

iTunes-Erfinder soll Apples TV-Projekt leiten - Lizenzprobleme +++ Apple will Rechenzentrum mit Solarstrom versorgen +++ Fortune-Journalist erinnert sich an Steve Jobs: Spontane Skizze für AOL-Rettung +++ Hacker bringen Siri auf den iPod Touch +++ Apps entwickeln für iPhone und iPad kostenlos als Openbook +++ Akvis: Verbesserungen für Chameleon in Version 7.5 +++ DVI und USB bis zu 100 Meter übertragen +++ 5 Gigabyte Speicher für HTC-Android-Smartphones +++ Android hat iOS bei App-Downloads überholt +++ Tipp: Titel in iTunes reimportieren +++ App-Test: AirPort-Geräte über iOS verwalten +++ AAPL verliert fast zwei Prozent

Morgenmagazin Aurora
Vergrößern Morgenmagazin Aurora

iTunes-Erfinder soll Apples TV-Projekt leiten - Lizenzprobleme

Die Frage lautet nicht mehr, ob Apple ein integriertes TV-Gerät mit Internetzugang bringen wird, sondern, wann das Fall ist. Piper-Jaffray-Analyst Gene Munsters sieht Apple sich bis Ende 2012 Zeit lassen, Jobs-Biograph Walter Isaacson berichtet von einem Durchbruch, den der verstorbene Apple-Gründer noch vor seinem Tode erreicht haben will. Der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg will nun auch auf die Frage "Wer?" die Antwort wissen: Die Entwicklung des Apple-Fernsehers soll der Softwareingenieur Jeff Robbin leiten, der für Apple iTunes entwickelt hatte. Laut Walter Isaacson habe Steve Jobs von einem TV-Gerät gesprochen, das "total einfach" zu bedienen sei, sich "nahtlos mit alle deinen Geräten und iCloud" synchronisiere und über die "simpelste Benutzeroberfläche, die man sich vorstellen kann" verfüge.

Robbins war im Jahr 2000 zu Apple mit gestoßen, als der Mac-Hersteller Soundjam, Entwickler der gleichnamigen Jukeboxsoftware, übernahm. Aus Soundjam wurde schließlich iTunes, das Zentrum von Apples Mediendistribution und -verwaltung. Wie unsere Kollegen von Macworld UK berichten, soll Robbin seinerzeit Steve Jobs davon überzeugt haben, iTunes auch kompatibel zu Windows zu machen - im Rückblick eine der klügsten Entscheidungen Apples.

Jean-Louis Gassée, führender Apple-Manager aus der Frühzeit des Unternehmens, hält das Konzept eines Apple-TV-Geräts für "aufregend" und es für "offensichtlich, dass es kommen wird". Die einfache Benutzeroberfläche, von der Jobs sprach, könnte mit dem Sprachassistenten Siri zusammenhängen. Schöne Vorstellung: Man spricht seinen Fernseher an: "Siri, zeig mir mal was Interessantes und spannendes im TV" - und Siri antwortet: "Tut mir leid, ich konnte nichts Interessantes im Fernsehen finden. Lies doch mal ein Buch."

Während auf technischer Seite die größten Hürden überwunden scheinen, könnten Lizenzierungsprobleme die Premiere des Apple TV verzögern. Der Analyst Shaw Wu sieht Probleme aus der gewünschten Einfachheit des Angebotes entstehen. Während im iTunes Store Anwender derzeit für jeden Download und für jeden Serien-Pass extra zahlen, soll der Apple-Fernseher nur eine einmalige Monatsgebühr kosten und der Anwender sich das Programm selbst zusammenstellen können. Dies sei in Sachen Lizenzierung "wesentlich komplizierter" merkt Wu an. Apple könne jedoch darauf spekulieren, dass der von Netflix, Hulu, Youtune und iTunes selbst ausgelöste Druck auf die Betreiber von Kabelnetzen und Satellitensendern diese zu Lizenzierungen für den Apple-Fernseher treiben könnte. Wolle Apple auf Fernsehen über das Internet setzen (IPTV) entstünde noch mehr Druck auf Apples Rechenzentren und das Netz im Allgemeinen, führt Wu weiter aus. Netflix verbraucht derzeit etwa 20 Prozent der gesamten Internetbandbreite in den USA.

Apple will Rechenzentrum mit Solarstrom versorgen

Die Lokalzeitung Charlotte Observer aus dem US-Bundesstaat North Carolina will herausgefunden haben, dass Apple ein Solarkraftwerk zur Versorgung seines neuen Rechenzentrums im Bundesstaat errichten will. Apple habe den Behörden in einem Antrag auf die Baugenehmigung versichert, die Umgebung durch den Bau und Betrieb der Anlage nicht zu verschmutzen. Das Vorhaben trägt den Codenamen Project Dolphin Solar Farm A Expanded, berichtet Electronista. Das Rechenzentrum selbst hatte Apple unter dem Codenamen Project Dolphin errichtet. Damals war Apple Ziel der Kritik von Umweltschützern geworden, da das Stromnetz von North Carolina vorwiegend aus Kohle- und Kernkraftwerken gespeist wird.

Fortune-Journalist erinnert sich an Steve Jobs: Spontane Skizze für AOL-Rettung

Das US-Magazin Fortune widmet seine aktuelle Ausgabe wenig überraschend dem verstorbenen Steve Jobs, der auch schon zu Lebzeiten mehrmals auf dem Titel des renommierten Magazins prangte. In der Titelgeschichte erinnert sich der Fortune-Autor Brent Schlender an die 25 Jahre, in denen er Steve Jobs journalistisch begleitete und Eindrücke aus nächster Nähe sammelte. Besonders interessante Fotografien sind ihm dabei gelungen, als er Jobs näher kam als die meisten Kollegen. So druckt Fortune etwa Aufnahmen von Steve Jobs im Backstage-Bereich unmittelbar vor einer Keynote oder bei der Abnahme der seinerzeit neuen Systemfunktion von Mac-OS X, des Dock.

Schlender, der Jobs mehrmals als CEO von Pixar und Apple portraitierte, erinnert sich auch an mehrere persönliche Begebenheiten. So soll ihn Jobs nach Erscheinen der Schlagzeile über das Apple des Jahres 2000 "Ergrauender Prinz eines schrumpfenden Königreiches" angerufen und ihm versichert haben, die Headline habe ihm ein Lachen beschert. Im Jahr 2003 soll Jobs Schlender und dem heutigen Chefredakteur des Time Magazines John Huey aus dem Stegreif innerhalb von einer Viertelstunde erklärt haben, warum AOL das gemeinsame Unternehmen AOL Time Warner ausbremse und wie AOL nach einer Trennung sich zu einem Medienunternehmen wandeln könne. Der Jobs-Skizze habe AOL später im Grundzügen auch gefolgt - beziehungsweise ähnliche Ideen in längeren Prozessen entwickelt, denn laut Schlender betonte Jobs, er wäre an der AOL-Rettung "nicht interessiert".

Hacker bringen Siri auf den iPod Touch

Laut Engadget ist es zwei Hackern gelungen, Apples Spracherkennung Siri auf den aktuellen iPod Touch zu bringen. Der Hack ist jedoch reichlich nutzlos, wie schon im Fall von Siri auf dem iPad 2 verweigert die Software die Zusammenarbeit mit Apples Servern und bliebt somit meist stumm. Dennoch bringt die Arbeit wichtige Erkenntnisse, zeigt iPodNN auf, denn sie gibt mögliche Antworten auf die Frage, warum Apple Siri nicht generell in iOS 5 integriert hat. Wie die Videos diverser Hacks zeigen, läuft Siri auch ohne Serververbindung auf iPhone 4, iPod Touch und iPad 2 merklich langsamer. Gerade bei letzterem Gerät verwundert das auf den ersten Blick, das iPad 2 und das iPhone 4S arbeiten mit dem gleichen Dual-Core-Prozessor A5. Das Geheimnis von Siris Leistungsfähigkeit auf dem jüngsten iPhone könnte daher ein nur darin verbaute Co-Prozessor sein, der sich um die Spracherkennung kümmert. Ohne diesen würde Siri deutlich zögerlicher arbeiten, weswegen Apple die Software auf anderen iOS-Geräten nicht laufen lässt.

Apple hatte den gleichnamigen Entwickler von Siri im Jahr 2010 übernommen und die App Siri Assistant, die auch auf iPhone 3GS und iPhoe 4 lief, aus dem App Store genommen. Für Siri auf dem iPhone 4S haben die Ingenieure anscheinend aber substantielle Verbesserungen entwickelt, die der Unterstützung durch den Co-Prozessor bedürfen, spekuliert iPodNN.

Apps entwickeln für iPhone und iPad kostenlos als Openbook

Kurz nach dem Release von iOS 5 erscheint bei Galileo Computing ein neues Buch zur App-Entwicklung für iPhone und iPad. Der Verlag stellt es allen Interessierten kostenlos als Openbook zum Lesen und als Download zur Verfügung. Klaus M. Rodewig und Clemens Wagner geben einen Einblick in die Architektur des iPhones und des iPads sowie eine Anleitung zum Programmieren eigener Applikationen. Sie zeigen laut Verlagsmitteilung, wie man eine App entwickelt, testet, zuverlässig absichert und anschließend im App Store veröffentlicht. Die Autoren beschreiben dabei den gesamten Prozess der App-Entwicklung und bieten zahlreiche Praxisbeispiele. Weitere Themen des Buches sind: eine Einführung in Objective-C und Cocoa, Schnittstellen zum Datenaustausch, Events, Alerts, Datenverwaltung mit Core Data und die verschiedenen Möglichkeiten der Netzwerkprogrammierung. Profis sollen von den Tipps und Tricks zur Konfiguration und Verwendung von Xcode, Debugging und der Arbeit mit einem Versionierungssystem besonders profitieren. Die HTML-Version kann direkt im Browser betrachtet werden. Sie steht aber auch gleichzeitig als Download zur Verfügung. Die gedruckte, 515 Seiten starke Ausgabe ist soeben bei Galileo Computing erschienen und kostet im Buchhandel einschließlich DVD 35 Euro (ISBN 978-3-8362-1463-6).

Info: Galileo

Akvis: Verbesserungen für Chameleon in Version 7.5

Anstatt umständlich mit Ebenen und Maskierungen herumzuhantieren, will Chameleon den Prozess der Verschmelzung eines freigestellten Motivs mit einem neuen Hintergrund nach Copy-and-Paste durch den Anwender im Wesentlichen selbsttätig erledigen, indem es überflüssige Ränder aus dem eingefügten Objekt wegblendet und Farben, Texturen und Licht sorgfältig anpasst, so dass von der Manipulation nichts mehr zu sehen ist. Chameleon bietet verschiedene Modi, durch welche die Fotomontage an den jeweiligen Zweck oder angepasst werden kann. In der jetzt veröffentlichten Version 7.5 finden sich laut Akvis folgende Änderungen:

  • Unterstützung von GPU-Beschleunigung, welche die Bearbeitungszeit wesentlich verringern soll. Dabei wird anstelle des Zentralprozessors (CPU) der Grafikprozessor eingeschaltet.

  • Kleine Fehler behoben.

  • Verbesserte Kompatibilität mit OS X Lion.

  • Liste der zuletzt verwendeten Dateien.

Chameleon 7.5 läuft auf Apple-Rechnern ab Mac-OS X 10. 4. Eine zehntägige Demoversion ist verfügbar - anschließend kostet das Tool in der Home-Version 57 Euro. Weitere Lizenzmodelle finden sich auf der Homepage des Anbieters. Für Lizenzinhaber ab Version 5 ist das Update kostenlos erhältlich.

Info: Akvis

Macwelt Marktplatz

1233756