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Mittwoch, 27. Mai

27.05.2009 | 00:00 Uhr

Psystar meldet Insolvenz an +++ EU-Kommission sieht Fortschritte bei paneuropäischem Musikverkauf +++ Symantec: 90 Prozent der E-Mail ist Spam +++ iPhone App: Foto Magico Remote steuert Diashows +++ Nokia eröffnet Ovi Store +++ Internetsperren: Von der Leyen reagiert auf Kritik +++ Intel stellt Achtkern-Prozessor für Server vor +++ Microsoft startet Großkampagne für neue Suche +++ AAPL legt deutlich zu

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Psystar meldet Insolvenz an

Platzt der für November angesetzte Prozess Apples gegen den Clone-Hersteller Psystar? Wie unsere Kollegen von Macworld berichten, hat das in Miami ansässige Unternehmen am Wochenende Insolvenzschutz nach Paragraph 11 angemeldet. Das Insolvenzverfahren, in dem am 5. Juni eine Anhörung vor Gericht angesetzt ist, muss nicht zwangsläufig das Ende des mit Spannung ob seiner Präzedenzwirkung erwarteten Prozesses bedeuten, Psystar will gestärkt aus dem Insolvenzverfahren hervorgehen. Laut der dem Gericht eingereichten Dokumente gibt Psystar der allgemeinen wirtschaftlichen Lage die Schuld an der prekären Situation. Die Preise für Komponenten seien gestiegen, der Hersteller des Open Computer habe daher zuletzt mit Verlusten arbeiten müssen. Einem Firmenvermögen von 50.000 US-Dollar stünden Verbindlichkeiten zwischen 100.000 und 500.000 US-Dollar gegenüber, heißt es weiter. An der Spitze der Gläubigerliste steht die Anwaltskanzlei Carr & Farrell, die Psystar zu seiner Verteidigung gegen Apple angeheuert hat, das dem Unternehmen Verletzung des Urheberrechtes an Mac-OS X vorwirft. Nennenswerte Schulden hat Psystar jedoch auch bei FedEx, UPS und DHL sowie Steuerschulden in Höhe von 12.000 US-Dollar.

EU-Kommission sieht Fortschritte bei paneuropäischem Musikverkauf

Der iTunes Store ist noch längst nicht in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verfügbar, bis dato scheiterte ein paneuropäisches Modell des Musikverkaufs an den nationalen Verwertungsgesellschaften, mit denen Apple Bedingungen für jedes Land einzeln aushandeln musste. Die EU-Wettbewerbskommission hat daher im vergangenen Herbst die Verwertungsgesellschaften in die Pflicht genommen und Strafen wegen der Errichtung nationaler Monopole angedroht. Die in Frankreich tätige Agentur SACEM hat nun laut der Kommission zugestanden, ausländische Agenturen dazu zu berechtigen, die Werke französischer Künstler zu lizenzieren, was einen Fortschritt auf dem Weg zur Vereinheitlichung des Verkaufs in den Staaten der EU bedeute. Auch eine der großen vier Plattenfirmen, die britische EMI, soll nun bereit sein, ihren Katalog im EU-Wirtscahftsraum zu den gleichen Bedingungen und grenzüberschreitend zu verkaufen. Kommissarin Nellie Kroes erklärte: "Es besteht eine klare Bereitschaft wichtiger Akteure im europäischen Online-Musikgeschäft, die vielen Hürden zu beseitigen, die es dem Verbraucher heute noch nicht erlauben, die Möglichkeiten des Internets wirklich auszuschöpfen."

Symantec: 90 Prozent der E-Mail ist Spam

Spam nimmt im Internet wieder zu, will der Hersteller von Sicherheitssoftware Symantec ermittelt haben. Bei 90,4 Prozent aller E-Mails handele es sich um unerwünschte Werbung, gegenüber den zahlen des Vormonats bedeute dies einen Anstieg um 5,1 Prozentpunkte. Seit Jahren pendele der Spam-Anteil zwischen 80 und 95 Prozent, führt Symantec weiter aus. 58 Prozent der Spam kommt laut Symantec aus Bot-Nets, Donbot, das schlimmste von allen, sei allein für 18,2 Prozent der Spam-Sendungen verantwortlich. Spammer würden aber immer öfter legal Dienste von Internetprovidern nutzen, vor allem in osteuropäischen Staaten, erklärt Adam O’Donnell vom Anti-Spam-Software-Hersteller Cloudmark unseren Kollegen von Macworld. Diese Taktik greife, solange noch keine wirkungsvollen Filter installiert seien, hunderttausende von Mails ließen sich so täglich verschicken.

iPhone App: Foto Magico Remote steuert Diashows

Boinx Software hat für iPhone und iPod Touch die App Foto Magico Remote vorgestellt. Mit der App wird das iPhone zur Fernbedienung für Diashows, die in Foto Magico 3 erstellt wurden. Der Vortag lässt sich anhalten oder fortführen, es lässt sich zum nächsten oder vorigen Bild wechseln, zudem stellt die Software das aktuelle Foto auf dem iPhone-Bildschirm dar und blendet etwaige Notizen für den Präsentator ein. Foto Magico remote ist darauf angewiesen, im gleichen Wi-Fi-Netz zu arbeiten wie der Mac, auf dem die Dia-Show installiert ist. Foto Magico Remote kostet 16 Euro.

Nokia eröffnet Ovi Store

Vorbild App Store: Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat gestern den Ovi Store eröffnet, in dem die Besitzer von rund 50 verschiedenen Nokia-Mobiltelefonen Software für ihre Handys erwerben können. Der Ovi Store führt dabei bereits bestehende Dienste wie Download!", MOSH und WidSets zusammen, zum Start sind 20.000 verschiedene kostenlose und kommerzielle Titel erhältlich. Der potentielle Kundenkreis umfasst 50 Millionen Handy-Besitzer, der Zugriff erfolgt über das Handy oder den PC.

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