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Mittwoch, 28. September

28.09.2011 | 00:00 Uhr

Lion und Snow Leopard gegen OSX.Revir.A gesichert +++ Facebook für das iPad zum iPhone-5-Launch +++ Chinesische Manufakturen fürchten Lohnerhöhungen +++ T-Mobile USA bettelt um iPhone +++ Patentamt verweigert Apple Markenreche an Multi-Touch +++ Qnap: Drei neue Netzwerk-Laufwerke +++ Microsoft startet das Windows Phone 7.5 Update +++ Amazon-Tablet bekommt neuen Namen und Release-Termin +++ Tipp: Große Dateien über MobileMe austauschen +++ GoatUp: Ziegenaufzucht im Retro-Design +++ AAPL rutscht unter 400 US-Dollar

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Lion und Snow Leopard gegen OSX.Revir.A gesichert

Apple hat sein aktuelles Betriebssystem OS X Lion und den Vorgänger Mac-OS X Snow Leopard gegen den letzte Woche entdeckten Trojaner OSX.Revir.A gesichert und stellt aktuelle Virendefinitionen bereit. Seit Mai 2011 ist Apples Betriebssystem in der Lage, auf täglicher Basis Virenabwehr zu erhalten, bis dahin musste Apple mit den regelmäßigen Sicherheitsupdates für Schutz sorgen. In der Systemeinstellung Sicherheit ist die Option "Automatisch Liste mit sicheren Downloads aktualisieren" aktiviert - und klickt man die Option weg und anschließend wieder an, zwingt man den Rechner dazu, sofort auf Apples Servern den aktuellen Schutz anzufordern.

Der Mechanismus schützt freilich nur gegen gefälschte PDFs in chinesischer Sprache, die OSX.Revir.A enthalten. Öffnet man auf dem Mac ein derartiges Dokument, erkennt das System (Snow Leopard oder Lion) den Schädling und warnt vor der Datei.

Gegen den vermeintlichen Flash-Installer "Flashback", der Informationen über den infizierten Mac an einen entfernten Server schickt, helfen die neuen Virendefinitionen jedoch nicht weiter, hier ist solange Apple kein Sicherheitsupdate liefert, Vorsicht angesagt: Flash-Installer sollte man nur von den Servern des Herstellers Adobe laden - oder ganz auf das Plug-in verzichten.

Facebook für das iPad zum iPhone-5-Launch

Facebook will angeblich seine langerwartete App für das iPad an dem Tg veröffentlichen, an dem Apple das iPhone 5 vorstellt. Dies will die Website Mashable erfahren haben. Pläne für eine Facebook-App für das iPad sind seit Juli bekannt.

Die Beziehungen von Apple und Facebook sind wechselhaft, vor einem Jahr hätte Apple gerne Facebook für die Integration mit dem iTunes-Dienst Ping gewonnen, was vermutlich an Facebooks eigenen Musikplänen scheiterte. In iOS 5 wird hingegen Twitter integriert sein und weit in das Betriebssystem von iPhone und iPad hineinreichen. Facebook scheint nun aber doch die mobile Plattform Apples zu schätzen, bisher hatte Facebook-CEO Mark Zuckerberg das iPad nicht als mobiles Gerät betrachtet und eine eigene App dafür nicht notwendig gehalten.

Nicht auszuschließen, dass Facebook auf der nach Keynote zum Start des iPhone 5 am 4. Oktober einen eigenen Slot zur Vorstellung der iPad-App bekommen wird.

Chinesische Manufakturen fürchten Lohnerhöhungen

Die Mindestlöhne in China steigen nach Erlass der Regierung ab dem 1. Januar um jeweils 13 Prozent in den nächsten fünf Jahren, berichtet das Branchenblatt Digitimes. Vor allem kleinere Elektronik-Manufakturen fürchten die höheren Lohnkosten, kombiniert mit sinkender Nachfrage stehen kleinere Firmen, die mit geringen Margen kalkulieren, vor dem Aus. Größere Unternehmen wie Compal, Quanta und Winstron könnten daher kleinere und mittlere Konkurrenten schlucken, es käme zu einer Konsolidierung der Branche.

Die von Digitimes erwähnten Manufakturen haben gleichzeitig mit Arbeitskräftemangel und Produktionsausfällen wegen Energie- und Wasserknappheit zu kämpfen, bis zu 20 Prozent weniger werde produziert.

Auf Compal, Quanta und Winstrom setzen vorwiegend Hersteller wie Acer, Dell und HP, Apple lässt vorwiegend von Foxconn produzieren. Foxconn hat zuletzt die Löhne seiner Arbeiter nennenswert erhöht und ist von den steigenden Mindestlöhnen weniger betroffen.

T-Mobile USA bettelt um iPhone

In dem offenen Brief " About the iPhone-a Letter to T-Mobile Customers " lobpreist der Chef des Mobilfunkproviders das iPhone, droht aber gleichzeitig damit, seinen Kunden Android-Smartphones als bessere Alternative anzubieten. Eine Woche vor der Vorstellung des nächsten iPhones lässt der Tenor des Schreibens darauf schließen, dass T-Mobile auch weiterhin nicht von Apple mit dem Vertrieb von iPhones beauftragt wird.

T-Mobiles Marketing-Chef Cole Brodman leitet sein Schreiben mit dem Wunsch ein, das iPhone auch bald selbst im eigenen Netz vertreiben zu können: "Apple weiß, dass wir es gern in unser Angebot aufnehmen würden." Im Netz von T-Mobile USA würden derzeit rund eine Million Geräte funken, die entweder per jailbreak entsperrt wurden oder als SIM-Lock freies Handy von Apple verkauft wurden. Diese iPhones können jedoch nicht auf T-Mobiles 3G-Netz zugreifen, weswegen sich T-Mobile daran interessiert zeigt, "allen Kunden ein iPhone ohne Kompromisse für unser Netz anzubieten".

Brodman betont jedoch, dass sein Unternehmen nicht müde werde, aktuelle Android-Smartphones seinen Kunden anzupreisen. Man sei "sehr zuversichtlich", dass diese Telefone gegen andere Smartphones - das iPhone eingeschlossen - mehr als nur konkurrieren könnten.

T-Mobile bettelt also um das iPhone und betont gleichzeitig, gleichwertige oder gar bessere Konkurrenten anbieten zu können. Die Offensive von T-Mobile dürfte ohnehin bald hinfällig werden, der zweitgrößte US-Provider AT&T plant, den Konkurrenten zu schlucken und damit an Verizon vorbei an die Spitze zu ziehen. T-Mobile-Kunden würden somit zu AT&T-Kunden und hätten damit direkten Zugriff auf das iPhone. Derzeit sieht es so aus, als könnten die Behörden die geplante Fusion genehmigen.

Patentamt verweigert Apple Markenreche an Multi-Touch

Apple hat sich in den USA vergeblich um Markenschutz für den Begriff "Multi-Touch" bemüht. Das US-Marken- und Patentamt hat das Ansinnen laut Macrumors mit der Begründung zurückgewiesen, der Begriff wäre zu beschreibend und würde lediglich erklären, wie Anwender mit einem entsprechenden Gerät umgingen. Zudem würde Apple bei der Vermarktung seines Smartphones mehr auf den Produktnamen iPhone Wert legen und es nicht etwa als Multi-Touch-Phone anpreisen. Selbst auf der Verpackung des iPhone fehle der Begriff, auch auf der Website sei er nicht prominent vertreten. Apple habe somit keine Beweise vorlegen können, Multi-Touch als originäre Marke zu pflegen.

Qnap: Drei neue Netzwerk-Laufwerke

Qnap Systems hat drei neue Turbo NAS-Geräte mit Kapazitäten für ein, zwei oder vier Laufwerke auf den Markt gebracht. Die Zielgruppen sollen vor allem Heimanwender, aber auch kleinere Unternehmen und "SOHOs" (Heimbüros) sein. Demzufolge laufen die TS-x19P II-Geräte auf 2 GHz Marvell-Prozessoren, mit 512 MB DDR3 RAM Arbeitsspeicher, aktueller Qnap NAS-Firmwareversion 3.5 und bieten eine 2-Jahresgarantie. Sichere Verbindungen zu den Laufwerken, über die sich laut Anbieter leicht eigene Clouds einrichten lassen, können demnach via FTP, webbasieren Dateimanagern, über WebDAV oder Apps von Mobilgeräten wie Smartphones (Android oder iOS). Der TS-119P II bietet Platz für ein Laufwerk und einen 1-Gigabit Ethernet LAN-Anschluss, sowie Ports für eSATA und zwei USB 2.0-Verbindungen. Der TS-219P II hat Platz für zwei interne Laufwerke mit Support für Hot Swapping, zwei eSATA-Ports, und schließlich der TS-419P II für vier Laufwerke, mit zwei Gigabit Ethernet-, zwei eSATA- und drei USB-Anschlüssen. Die Download-Geschwindigkeiten sollen bei 109 MB pro Sekunde, der Upload bei 75 MB pro Sekunde innerhalb einer Windows-Netzwerkumgebung liegen. Die genauen Spezifikationen und Kapazitäten aller NAS-Laufwerke von Qnap finden sich hier . Das interne Betriebssystem ist Linux, unterstützt werden für den Datenzugriff plattformübergreifend Mac-OS X, Windows und Linux. So kann die TS-x19P II-Serie laut Anbieter als Datensicherungsspeicher eingesetzt werden (für Windows-Nutzer mit der QNAP QBack-Datensicherungssoftware respektive für Mac-Nutzer mit Time Machine), mehrere Websites hosten, USB-Drucker gemeinsam verwenden und Sicherheitsüberwachung von IP-Kameras im Netzwerk aufnehmen. Zuhause kann die TS-x19P II-Serie zum Streamen von Multimedia-Inhalt auf UPnP-kompatible Heimgeräte verwendet werden und als rundum die Uhr verfügbares Download-Zentrum (über BT/FTP/HTTP und eMule-Protokolle) dienen. Die NAS-Geräte sind ab sofort verfügbar, Bezugsquellen in Deutschland sind hier aufgelistet.

Info: Qnap

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