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Mittwoch, 29. September

29.09.2010 | 00:00 Uhr

Remote 2.0 für iPad und iPhone steuert auch Apple TV +++ Amazon stellt Kindle for Web als Beta vor +++ Google auf Einkaufstour +++ Chinesische Telefonhülle kommt in die USA +++ Neue Version 2.0 von Snowtape für den Mac +++ AOL verleibt sich Technologie-Blog TechCrunch ein +++ Microsoft schließt Partnerschaft mit Open-Source-Dienst +++ Berufungsverfahren gegen Gründer von Pirate Bay +++ AAPL verliert an Wert - Kursziel 340 US-Dollar

Morgenmagazin: Herbstlaub
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Remote 2.0 für iPad und iPhone steuert auch Apple TV

Um Apples Fernbedienungssoftware für iTunes Remote war es still geworden - erst fast ein halbes Jahr nach dem Verkaufsstart für das iPad liegt nun auch eine Version vor, die den größeren Bildschirm ausnutzt. Zeitgleich unterstützt Remote 2.0 auch das Retina-Display des iPhone 4. Remote steuert die iTunes-Bibliothek eines in das Heimnetz integrierten Mac oder PC, die Bedienoberfläche für Remote 2.0 ähnelt der der iPod-Applikation des Tablets. Neu ist die Unterstützung von Home Sharing, Remote 2.0 findet auf dem iPhone damit automatisch freigegebene Bibliotheken im Netz. Die Veröffentlichung von Remote 2.0 mag das Warten auf ein neues Apple TV verzögert haben, Remote 2.0 kann nun auch die Settopbox, deren neue Version Apple dieser Tage ausliefert, mit Wischbewegungen steuern. Remote 2.0 ist kostenlos im App Store erhältlich.

Amazon stellt Kindle for Web als Beta vor

Amazon erweitert seine Kindle Software um einen Service für das Web. In jedem Browser sollen sich potentielle Kunden jeweils die ersten Kapitel der auf der Kindle-Plattform erhältlichen Bücher kostenlos ansehen können. Aus der Applikation heraus lassen sich elektronische Bücher auch kaufen, um sie jedoch auf dem Computer - oder einer Kinlde App auf einer der zahlreich unterstützten Plattformen - zu lesen, ist jedoch die Desktopsoftware, etwa Kindle for Mac zwingend erforderlich. Mit Kindle for Web will Amazon auch die Anbindung an soziale Netzwerke schaffen, jede der geladenen Vorschauen lassen sich via Twitter oder Facebook mit den Internet-Freunden teilen. Ebenso ist es möglich, eine Kindle-Preview auf die eigene Website zu stellen. Der Zugang zu Kindle for Web ist leicht: Für alle Bücher seines Angebots, zu denen es auch eine eigene Kindle-Ausgabe gibt, bietet Amazon einen speziellen Link auf die Kindle-Vorschau an. Mit einem weiteren Klick überträgt man diese auf Wunsch auch auf die Kindle-App auf dem iPhone oder iPad.

Google auf Einkaufstour

In den ersten neun Monaten des Jahres 2010 hat Google nach Zahlen der Marktforscher von CB Insights insgesamt 23 Firmen übernommen und damit so viele wie in den Jahren 2007 bis 2009 insgesamt. Trotz "all der Aufregung um Android" bleibe Google bei seiner Einkaufstour aber auf das Internet und Webservices konzentriert, erklärt CB Insights. Von den 23 übernommenen Firmen würden sich nur zwei im mobilen Sektor bewegen, während 20 Unternehmen Internet-Firmen seien. Drei der übernommenen Firmen hätten sich auf Suche spezialisiert, drei auf soziale Medien und eine weiter auf E-Mail. Zum Vergleich: Microsoft habe sich in diesem Jahr noch keine einzige Firmenübernahme geleistet.

Dan Olds von der Gabriel Consulting Group hält Googles Akquise-Strategie für ein Anzeichen, dass das Unternehmen verstärkt sich neuen Märkten zuwende. In den letzten Jahren sei es für Technologieunternehmen üblich gewesen, sich den weg in neue Märkte freizukaufen, anstatt eigene Innovationen zu entwickeln. Google ermutige seine Angestellten intern jedoch weiter zu Innovationen.

Chinesische Telefonhülle kommt in die USA

Im Sommer hatte eine Hülle für den iPod Touch für Aufsehen gesorgt: Die Apple Peel 520, die den iPod Touch zu einem Telefon aufrüstet, soll nun auch tatsächlich in den USA erhältlich sein. Das Apple Peel ist eine Hülle mit einem Dock-Connector, in die sich ein SIM-Karte stecken lässt. Nach der Konfiguration soll der iPod Touch in der Lage sein, Telefonate zu führen und SMS zu verschicken und zu empfangen. Daten kann der iPod unterwegs jedoch nicht über das Mobilfunknetz erhalten. In den USA will die Firma GoSolarUSA das von Yoison Technology entwickelte Zubehör entwickeln und vertreiben, ebenso will das Unternehmen ein US-Patent beantragen. Über Preise ist noch nichts bekannt, in China verkauft Yoison zunächst 2.000 Stück des Apple Peel für je etwa 80 US-Dollar.

Neue Version 2.0 von Snowtape für den Mac

Mit Snowtape kann man aus Tausenden von Web-Radio-Stationen auswählen und Musikstücke von dort aufnehmen, bearbeiten, und nach iTunes exportieren.

Der gute alte Kassettenrekorder erwacht laut Anbieter Application Systems Heidelberg zu neuem Leben - nur mit modernen Computer-Funktionen. Der Nutzer muss demzufolge nur den Aufnahmeknopf drücken und los geht's. Anfang und Ende eines Stücks soll die Software automatisch finden, und Snowtape entfernt auf Wunsch Werbung und Einspieler. Gegebenenfalls kann mit dem eingebauten Editor nachgearbeitet werden. Mit einem Klick lassen sich Aufnahmen als AAC-Datei mit den Namen des Stücks und dem Cover zu iTunes übertragen. Eine Zusammenarbeit mit Last.fm sorgt für weitere Metadaten zu den Stücken. Wiedergabelisten in den Formaten .PLS .M3U und .XSPF, sowie .Webloc-URL-Dateien können verwendet werden. Die Software unterstützt zudem Streams im Windows Media Audio-Format (.WMA). Hat man in iTunes einen Sender entdeckt, der einem gefällt, zieht man diesen per Drag & Drop auf Snowtape und startet die Aufnahme. Außerdem bietet Snowtape ein integriertes Online-Verzeichnis mit zahlreichen Radiostationen. Die Änderungen der neuen Version in Kürze:

  • Mehrere simultane Aufnahmen im Hintergrund

  • Zero-Re-Encoding-Verarbeitung

  • Zeitgesteuerte Aufnahmen

  • Professioneller Audio-Editor

  • Intelligente und manuelle Senderliste und Wiedergabelisten

  • Zeitgesteuerte Aufnahmen

  • Nach Last.fm scrobblen

  • Streaming auf Airport Express und Apple TV

Snowtape 2.0 für den Mac läuft ab Mac-OS X 10.6 auf Intel-Macs und kostet 25 Euro.

Info: Application Systems Heidelberg

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