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Mittwoch, 30. März

30.03.2011 | 00:00 Uhr

Amazon stellt Cloud-Service für Musik vor +++ Patentstreit Apple cs. Nokia geht in neue Runde +++ IDC: Windows Phone überholt iPhone im Jahr 2015 +++ Dell: iPad wird im Unternehmensumfeld scheitern +++ Vimeo bringt kostenlose App für Videoschnitt +++ Dokumente auf iPhone und iPad verschlüsseln +++ Noch nicht bestätigte Gesichter in iPhoto finden +++ Cinq Photo: Fotoaustausch zwischen iPhone und Mac +++ AAPL leicht im Plus

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Amazon stellt Cloud-Service für Musik vor

Google steht damit angeblich in den Startlöchern und von Apple erwarten nicht wenig, dass der Mac-Hersteller sein neues Rechenzentrum dafür nützen werde: Ein Cloud basierter Musikservice. Vorgeprescht ist aber nun der Online-Händler Amazon, der sein Amazon Cloud Drive und den dazugehörigen Amazon Cloud Player zunächst in den USA anbietet. Den Vorteil eines solchen Dienstes leitet Amazon-Chef Jeff Bezos aus einigen Nachteilen bestehender Services ab: "Es ist möglich, Musik auf dem Telefon zu kaufen. Unter Umständen bleibt sie aber dort stecken. Es ist möglich, Musik auf seinem Computer in der Arbeit zu kaufen, dann darf man aber nicht vergessen, sie auf den Heimrechner zu übertragen. Und vor allem: Wenn man kein Backup anlegt, kann die gesamte Musiksammlung mit einem Festplattencrash verloren gehen."

Amazon Cloud Drive sei ein "persönliches Laufwerk" in Amazons Cloud, beschreibt das Unternehmen, auf dem man seine Musik speichern kann. Der Amazon Cloud Player, eine web-basierte Software, benötigt man zum Abspielen der gespeicherten Titel. Das Cloud Drive dient jedoch nicht nur als Speicherplatz für bei Amazon gekaufte Musik, Kunden können beliebig Dateien hochladen. Amazon räumt jedem Nutzer 5 GB an Speicherplatz ein, die bei Amazon MP3 gekaufte Musik nimmt von dem Kontingent jedoch nichts weg. Während das Cloud Drive Kunden weltweit zur Verfügung steht, ist der Cloud Player bisher nur US-Bürgern vorbehalten. Der Cloud Player funktioniert mit Desktop-Browsern und dem Android-OS, von einer iPhone App ist bis dato nicht die Rede.

Apple trägt sich angeblich seit geraumer Zeit mit ähnlichen Plöenen, die Umstellung des unangefochtenen Marktführers iTuens auf Cloud basierte Services dürfte jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Patentstreit Apple cs. Nokia geht in neue Runde

Der finnische Handy-Hersteller will seine Neiderlage vom letzten Freitag, als ein Richter der International Trade Commission (ITC) Nokias Beschwerde gegen Apple zurückgewiesen hat, nicht akzeptieren. Stattdessen reicht der Konzern eine weitere Beschwerde gegen Apple bei der ITC ein, berichtet Electronista . Diesmal wirft Nokia vor, Apple würde mit praktisch jedem seiner iPods, iPhones, iPads und Macs eines von sieben Bluetooth-Patent von Nokia verletzten. Damit würde Apple insgesamt 46 Nokia-Patente nutzen, einige hätten die Finnen "schon zehn Jahre vor dem ersten iPhone" zugesprochen bekommen, wie Nokias mit Patentfragen beschäftigte Vizepräsident Paul Melin behauptet. Am Freitag letzter Woche hatte ein Richter der ITC die 2009 eingereichte Beschwerde Nokias wegen Verletzung von fünf Patent um Drahtlostechnologien zurückgewiesen. Diese Entscheidung ist jedoch noch nicht rechtskräftig, Nokia hat noch bis August Zeit für eine Revision.

IDC: Windows Phone überholt iPhone im Jahr 2015

Die Marktforscher von IDC sind der Ansicht, dass Microsofts mobile Plattform Windows Phone bis zum Jahr 2015 zur Nummer zwei im Smartphone-Markt aufsteigen wird und damit Apples iPhone auf den dritten und die Blackberry-Plattform von RIM auf den vierten Platz halten wird. Die kürzlich geschlossene Allianz mit Nokia werde dem bisher nur mäßig erfolgreichen Betriebssystem auf die Beine helfen, meinen die IDC-Experten. Ohne Nokia - darin sind sich IDC und das Marktforschungsunternehmen Gartner einig - werde Windows Phone mittelfristig nur auf 5 bis 10 Prozent Marktanteile kommen. Android werde seine Spitzenstellung ausbauen und im Jahr 2015 rund 45 Prozent der Marktanteile halten, Nokias derzeitiges Betriebssystem Symbian von heute gut 21 Prozent auf null Prozent in 2015 zurückfallen - in die Lücke wird dann Windows Phone stoßen und Ende 2015 21 Prozent Marktanteile erreichen. Derzeit steht die Plattform zusammen mit dem älteren Windows Mobile bei 5,5 Prozent. Apples iOS werde Ende 2011 mit 15,7 Prozent Marktanteilen auf Platz drei stehen und die Position auch bis 2015 halten jedoch leicht auf 15,3 Prozent Marktanteile zurückfallen. Jahr für Jahr verkaufe Apple zwar 19 Prozent mehr iPhones, der Markt werde aber geringfügig stärker wachsen. Die Blackberry-Plattform wachse hingegen nur 17 Prozent jährlich, die 14,9 Prozent Marktanteil von 2011 werden sich bis 2015 auf 13,7 Prozent verringern.

Dell: iPad wird im Unternehmensumfeld scheitern

Dell hat sich erneut weitsichtig zu Apples Geschäftsaussichten geäußert. Während von Firmengründer Michael Dell das Bonmot von Ende der Neunziger überliefert ist, er würde "den Laden schließen und den Aktionären das Geld zurück geben", wenn er Apple-CEO wäre, lässt sich nun Dells Marketingchef Andy LArk für große Unternehmen gegenüber unserer Schwesterpublikation CIO Australia über den potentiellen Erfolg des iPad im Unternehmensumfeld aus. Apple habe zwar mit dem iPad eine "Explosion" des Tablet-Marktes ausgelöst, werde aber mit dem Konzept in Firmen keinen Erfolg haben. Auf längere Sicht würden dort "offene, günstige und fähige" Plattformen zum Erfolg kommen und nicht Apples "geschlossenes, hochpreisiges und proprietäres" System. "Apple ist großartig, wenn man viel Geld hat und auf einer Insel lebt. Es ist nicht so großartig, wenn man in einer offenen, diversifizierten und vernetzen Unternehmensumgebung lebt, da werden die Dinge recht kompliziert," erklärt Lark im CIO-Interview . Apple habe bisher ein Gerät für Endverbraucher in Unternehmen platziert, während Dell mit seine Angebote konkret auf Firmen zuschneide. Dort ist Dell mit Desktops und Servern auf Windows-Basis bereits stark präsent. Dell verfolge einen diversifizierten Ansatz und setze beim Tablet-Betriebssystem wowohl auf Windows Phone 7 und Android Honeycomb.

Vimeo bringt kostenlose App für Videoschnitt

Die Videosharing-Plattform Vimeo hat eine iPhone-App veröffentlicht, die als Alternative zu iMovie gelten kann. Wie Apples App zeichnet die Vimeo App Video mit dem iPhone auf und lässt die Nutzer diese gelich auf dem Gerät schneiden, Übergänge und Effekte anwenden sowie Tonspuren und Titel hinzufügen. Das fertige Werk kann man auf Facebook oder Twitter veröffentlichen, wer dich bei Vimeo angemeldet hat, kann die Videos auch dort einstellen - und Videos anderer Vimeo-Nutzer auf sein iPhone laden. Anders als Apples iMovie läuft die Vimeo App auch auf dem iPhone 3GS, das ebenso eine Videokamera installiert hat. Auch der iPod Touch der vierten Generation und das iPad 2 unterstützt die kostenlose App. Systemvoraussetzung ist laut Hersteller iOS 4.0.1.

Dokumente auf iPhone und iPad verschlüsseln

Die neue Version der kostenlosen App Cortado Workplace unterstützt die Verschlüsselung lokaler Dokumente auf iPad, iPhone und iPod touch. Die Dokumente sollen so bei Verlust des Gerätes vor unbefugten Zugriff geschützt sein. Mit der Einführung von iOS 4 habe Apple die Möglichkeit geschaffen, Inhalte verschlüsselt auf dem entsprechenden Endgerät wie iPad oder iPhone abzulegen. Dies müsse allerdings von den Anwendungen entsprechend unterstützt werden. Die neue Version der kostenlosen App Cortado Workplace ist laut Bekunden des Herstellers die erste App, die die vollständige Verschlüsselung lokaler Dokumente auf Geräten mit iOS 4 unterstützen würde.

Der Anwender könne wahlweise einstellen, ob alle Dateien grundsätzlich verschlüsselt werden sollen. In diesem Fall werden alle im lokalen Workplace-Verzeichnis abgelegten Dateien automatisch verschlüsselt. Alternativ könne der Nutzer bei jeder Datei einzeln entscheiden, ob die Verschlüsselung erforderlich ist. Verschlüsselte Dokumente ließen sich an einem entsprechenden Schloss-Sinnbild erkennen.

Per Open-In lässt sich Cortado Workplace laut Anbieter zusammen mit anderen Apps, wie Good Reader, Pages oder E-Mail-Anwendungen nutzen. Damit könnten Dokumenten aus diesen Anwendungen direkt in Workplace abgelegt oder ausgedruckt werden.

Cortado Workplace lässt sich im professionellen Umfeld zusammen mit dem Cortado Corporate Server einsetzen. In diesem Fall ergänze die neue Verschlüsselungsfunktion den sicheren Zugriff auf das Firmennetzwerk um die Sicherheit lokal abgelegter Dateien. (mje)

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