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Montag, 1. August

01.08.2011 | 00:00 Uhr

iPhone 5 angeblich gesichtet +++ iPhone wächst 12mal stärker als der Handy-Markt +++ Technischer Fehler: Lion kostet Papal-Nutzer 4.000 US-Dollar +++ Augmented Reality: iOS-App will Plakate durch Kunst ersetzen +++ Facebook belohnt Bug-Jäger mit bis zu 500 US-Dollar +++ Google+ schon jetzt rückläufig? +++ Alibaba stellt erstes Cloudphone vor +++ In der Fotoübersicht die Ereignistitel einblenden +++ Allied Star Police: Angriffskampf im Weltraum +++ AAPL leicht im Minus

Morgenmagazin: Wolken
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iPhone 5 angeblich gesichtet

Ein Fotograf von San Francisco behauptet, er habe Schnappschüsse, die einen Mitarbeiter von Apple mit dem neuen iPhone 5 zeigen. Die Bilder hat er alle auf der Webseite von 9to5Mac veröffentlicht und beteuert, dass er einen guten Blick auf das Gerät werfen konnte, aber die Bilder es kaum belegen.

In der Tat zeigen die Bilder nicht allzu viel. Auch in Vergrößerung ist immer nur ein kleiner Ausschnitt eines Handys sichtbar. Laut dem Bericht des Fotografen soll dies aber sowohl dünner als auch breiter als ein iPhone 4 sein, über abgerundete metallische Ecken und wieder über eine gewölbte oder angeschrägte Rückseite verfügen. Während die Gerüchte über eine Freigabe eines iPhone 5 im September diese Sichtung als "wahrscheinlich echt" untermauern, geben die Bilder kaum etwas preis. So gelang es dem Fotografen nicht, die Vorderseite oder typische iPhone-Elemente wie Einschaltknopf, Lautstärkeregler oder gar den Home-Button abzulichten.

Die Gerüchteseite 9to5Mac hat aber noch einen weiteren Trumpf im Ärmel, der ein baldiges Einführen des iPhone 5 ankündigen soll: der US-Netzwerkanbieter AT&T soll mit Hochdruck daran arbeiten, die Datenraten seiner Top-Unternehmenskunden ab Anfang Oktober zu drosseln, um bessere Verbindungen für künftige iPhone-Kunden garantieren zu können.

iPhone wächst 12mal stärker als der Handy-Markt

Trotz weltweit abschwächender Nachfrage nach Handys hat Apple im letzten Jahr kräftig zugelegt, berichtet Appleinsider . Mit einem Umsatzanstieg von 141,8 Prozent in den letzten 12 Monaten ist Apples Marktanteil mit dem iPhone um den Faktor zwölf stärker gewachsen als der allgemeine Handy-Markt (11,3 Prozent). Im Klartext: Apple liegt zwar in der Gesamtstatistik seit seinem Aufstieg in letztem Quartal noch auf Platz vier, aber es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bevor Apples Marktanteile die Handyverkäufe von LG von Platz drei verdrängen.

IDC hat am letzten Donnerstag die Statistiken "Worldwide Mobile Phone Tracker" - die vierteljährlichen weltweite Auswertung von Handy-Umsätzen veröffentlicht. Mit den aktuellen Verkaufszahlen von 20,3 Millionen iPhones in den letzten 12 Monaten hält Apple derzeit einen Marktanteil von 5,8 Prozent. Im Vorjahr dagegen bei 8,4 Millionen verkauften Geräten waren es nur 2,6 Prozent. LG hat im gleichen Zeitraum heftige Einbußen hinnehmen müssen und fiel dank Umsatzrückgängen von 18,9 Prozent auf einen Marktanteil von jetzt 6,8 gegenüber 9,3 Prozent vom Vorjahr.

Auch Nokia hat glatte 20 Prozent Umsatzrückgänge zu verzeichnen, aber konnte mit 88,5 Millionen verkauften Geräten und dem derzeitigen Marktanteil von 24,2 Prozent sich als Marktführer behaupten. Samsung konnte mit einem Umsatzanstieg von zehn Prozent seinen Platz zwei halten, rutschte aber im Vergleich zum anwachsenden Gesamt-Handymarkt von Marktanteil 19,4 aus 19,2 Prozent. Deutlicher Gewinner ist auf Platz fünf der chinesische Handy-Hersteller ZTE , der mit 36 Prozent Umsatzanstieg besser als der Marktdurchschnitt zulegte, Mit 16,6 Millionen verkauften Handys belegt ZTE derzeit einen Markt-Anteil von 4,5 Prozent.

Dabei sieht der Handy-Markt im allgemein wenig rosig aus. Zwar kann er mit 11,3 Prozent immer noch doppelstellige Zuwachsraten verzeichnen, aber dies ist nur den Smartphones zu verdanken. Seit dem dritten Quartal 2009 ist die Nachfrage nach anderen Handys stetig um vier Prozent pro Jahr gefallen. Analysten von IDC erwarten, dass dieser Trend Hersteller wie Nokia kräftig schaden wird und Billig-Hersteller wie Micromax, TCL-Alcatel und Huawei diese Handy-Kunden zunehmend übernehmen werden. Apple hingegen verzeichnete mit seinem iPhone 4 in China einen vollen Erfolg und soll nach Erwartungen der Analysten dort weiterhin kräftig zulegen.

Technischer Fehler: Lion kostet Papal-Nutzer 4.000 US-Dollar

Einige Apple-Anwender, die das Upgrade auf Lion im Mac App Store erstanden, trauten kaum ihren Augen: Nach dem Herunterladen zeigte ihr Paypal-Konto Buchungen von bis zu 4.000 US-Dollar. Ironischerweise ist Mac-OS X 10.7 Lion bisher das günstigste Betriebssystem von Apple und für knapp 24 Euro oder umgerechnet 30 US-Dollar erhältlich, aber beim Bezahlen wurden einigen Kunden Lion mehrfach in Rechnung gestellt; in einem Fall gar 122 mal, berichtete Techeye .

Apple und Paypal streiten sich noch, wer letztendlich die Schuld an dieser Mehrfach-Berechnung trägt. Apple beharrt, die Bestellung nur einmal gebucht zu haben und somit Paypal falsch kalkulierte. Quellen von Appleinsider hingegen geben Apple die Schuld: das Bezahl-System soll mit bis zu einer Million Lion -Kunden pro Tag völlig überlastet gewesen sein und Apple dennoch offiziell die Verantwortung abstreiten. Während die Untersuchungen noch andauern, ist das Problem nicht unter den Teppich kehrbar: Die Klagen für die überzogenen Rechnungen häufen sich rund um den Globus. Solange der Streit um die Verantwortung für den Fehler andauert, dürfen die Kunden dank der einstweiligen Weigerung von Paypal, die fehlberechneten Gebühren zu erstatten, zusätzlich auch noch Überziehungszinsen zahlen.

Augmented Reality: iOS-App will Plakate durch Kunst ersetzen

Reklame-Gegner blenden dank einer neuen App Reklametafeln aus, berichtet Macnn . Die App von der Interessengruppe Public Ad Campain funktioniert derzeit zwar nur am Times Square, aber soll künftig für mehr Plakatwerbungen einsetzbar sein. Der Anwender richtet ein iPhone, iPod Touch oder iPad auf eine Reklamefläche und diese wird im Viewfínder dann mit Parodien auf Werbung oder Kunstwerken ausgeblendet. Zum Beispiel wird eine Anzeige für den neuen Kinofilm "Cowboys & Aliens" mit einer Anzeige-Parodie für Marlboro ersetzt.

Die Gruppe Public Ad Campain nutzt als Grundlage die App Junaio Browser und arbeitet für den Einsatz unter iOS und Android mit den Entwicklern Heavy Projects zusammen, die sich auf Darstellungen von virtuellen Welten spezialisiert haben. Der Browser lädt und nutzt die eingebaute Kamera, um die aktuelle Umgebung anzuzeigen. Die neue Augmented Reality-Komponente kommt nur dann ins Spiel, wenn die Kamera auf eine Reklametafel oder Werbewand gerichtet wird. Sobald die Reklame im Blickfeld der Kamera identifiziert ist, wird sie im Viewfinder durch Parodien ersetzt. Die App enthält alle Reklame-Anzeigen, die derzeit in Times Square in New York angezeigt werden, aber wird kontinuierlich mit neuen Reklamen aktualisiert und erweitert.

Voraussetzung für die kostenlose App Junaio Augmented Reality Browser ist mindestens ein iPhone 3GS, iPhone 4, iPod Touch oder iPad unter iOS 4.0 .

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