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Montag, 1. März

01.03.2010 | 00:00 Uhr

Apple räumt Probleme mit gelben iMac-Bildschirmen ein +++ Mac-OS X legt auf Kosten von Windows zu +++ Google erklärt seinen Ranking-Algorithmus nach EU-Anfrage +++ Windows Mobile 6 lebt als Windows Phone Classic weiter +++ Aigner warnt vor Marktmacht von IT-Firmen +++ ADAC wird erster Großkunde für Post-Onlinebrief +++ Merkel warnt vor Internet-Gefahren - CeBIT 2010 startet +++ AAPL legt zu

Morgenmagazin: Parkstadt Schwabing
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Apple räumt Probleme mit gelben iMac-Bildschirmen ein

Apple hat nicht gerade einen Ruf weg, umgehend und enthusiastisch auf Beschwerden seiner Kunden zu reagieren. Für Käufer eines brandneuen 27-Zoll-iMacs, dessen Bildschirm in einem kranken Gelb erstrahlt, besteht jedoch Grund zur Hoffnung, dass Apple das Problem möglichst umgehend behebt.

Am letzten Freitag hat Apple gegenüber Gizmodo eingeräumt, dass in der Tat einige neue iMac-Bildschirme unter Flackern und Gelbstichen leiden. Zwar entschuldigt sich Apple nicht etwa für den Schaden, aber weist betroffene Kunden an, sich umgehend mit Apple Care in Verbindung zu setzen.

Zum einfachen Selbsttest sollten Kunden sich diese Webseite ansehen: Wenn irgendein Bereich auf dem neuen iMac gelb er scheint, sollte Apple Care benachrichtigt werden.

Nachdem Apple die Probleme jetzt im Griff zu haben scheint, sollten in den nächsten Wochen endlich auch die Lieferschwierigkeiten des iMacs abebben.

Mac-OS X legt auf Kosten von Windows zu

Quantcast , eine Firma zur Auswertung von Internetzugrifen, sieht den Einsatz von Windows-Bertriebssystemen auf dem Rückzug, berichtet Venturebeat . Eine Auswertung von repräsentativen Beispielseiten im Januar 2010 zeigte, dass der Anteil von Zugriffen von der Windows-Plattform aus in Nord-Amerika bei 86,8 Prozent liegt. Webbrowser unter Mac-OS X verursachten 10,9 Prozent und die mobile Browser immerhin 1,3 Prozent des Gesamtverkehrs.

Damit hat Apple in den letzten zwölf Monaten seinen Anteil um 29,4 Prozent ausgebaut, während die Zugriffe von Windows um 3,8 Prozent zurückgingen. Die Zugriffe von mobilen Plattformen haben sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt.

Weitere Auswertungen ergaben, dass im Januar 2010 über 60 Prozent der Internetanfragen durch mobile Plattformen von Apples iPod Touch und iPhones ausgingen. Apples Anteil im dem Sektor blieb im letzten Jahr stabil, auch wenn in den letzten Monaten vor allem Motorola dank dem "Droid" (alias "Milestone") Smartphone deutlich zulegte.

Grundlage der Studie ist die Auswertung aller Webseiten, die eine Zählung von Quantcast unterstützen. Laut Quantcast werden damit die Zugriffe von über einer Milliarde Benutzer erfasst. In diese Statistiken sind jedoch nicht die großen Suchmaschinen oder sozialen Netzwerkseiten wie Facebook, Wikipedia, Google oder Yahoo eingeschlossen.

Google erklärt seinen Ranking-Algorithmus nach EU-Anfrage

Einen Tag nach der Anfrage der Europäischen Kommission hat Google nun allgemeine Informationen über die Rangordnung der Suchergebnisse bekannt gegeben.

In einem Blog hat Amit Singhai auch Stellung dazu genommen, dass immer mehr Forderungen laut werden, die eine aktive Kontrolle der Suchergebnisse wollen. Singhai schätzt, dass es "schwer bis nahezu unmöglich" ist, eine solche Regulierung durch Regierungsstellen erfolgreich durchzuführen.

Seine Einschätzung belegt Singhai mit einem Einblick in die Statistiken: Google erhält pro Tag mehrere hundert Millionen Anfragen. Zirka 20 Prozent der Suchkriterien sind davon völlig neu. Um die Masse an Information handhaben zu können, setzt Google eine ganze Sammlung von Algorithmen ein, die durch die Informationen waten. Um für jede Anfrage die Top-Ergebnisse zu liefern, werten die Algorithmen hunderte von Indikatoren aus, die eine Trefferseiten-Rangfolge bestimmen. Indikatoren sind im einfachsten Fall die Worte auf den Webseiten, können aber auch komplexe Vorbewertungen sein, welche die Seriosität bestimmter Webseiten in Betracht ziehen oder die Verlinkung der Trefferseiten messen.

"Pro Tag nimmt Google ein bis zwei Korrekturen an seinen Algorithmen vor", berichtet Singhai, "aber in keinem Fall führt Google manuelle Zuordnungen durch." Laut Google sind die Algorithmen einem solchen Eingriff haushoch überlegen, da eine externe Kontrolle keine objektiven Treffer liefern kann.

Den Vorwurf, dass Google seine eigenen Seiten favorisiert, weist Singhai als unhaltbar zurück. Als Beispiel liefert er die Suchanfrage "Search Engine", die in Google die eigene Suchmaschine gerade noch so in den Top Ten Ergebnissen anzeigt.

Die Anfrage der Europäischen Kommission vom letzten Mittwoch ist nur eine Voruntersuchung, ob Google gegen Kartell-Auflagen verstößt. Laut Google steckt hinter den Beschwerden eindeutig Microsoft, da zwei der drei Firmen, die eine Klage gegen Googles Rangfolgen einreichten, zu Microsoft gehören oder eng mit der Firma zusammenarbeiten.

Windows Mobile 6 lebt als Windows Phone Classic weiter

Windows Mobile 6 wird auch weiterhin eingesetzt werden, berichtet Electronista . Für eine ganze Reihe von Ländern, in denen Windows Mobile 6 weit verbreitet eingesetzt wurde, soll das alte Betriebssystem jetzt das Aussehen einer Windows Mobile 7-Einsteigerversion erhalten und unter den neuen Namen "Windows Phone Classic" oder "Windows Mobile Starter Edition" weiterleben, verkündete am letzten Freitag ein Pressesprecher von Microsoft.

Hintergrund der Entscheidung ist, dass das alte Betriebssystem im Vergleich zu Windows Mobile 7 viel geringere Ansprüche an seine Hardware stellt und somit ideal für den Einsatz in vielen asiatischen und Entwicklungsländern geeignet ist. Der Nachteil von Windows 7 liegt dabei klar auf der Hand: Neben der teureren Hardware erlischt auch die Unterstützung fast aller Anwendungen des Vorgänger-Betriebssystems.

Windows Mobile 6 unterstützt die meisten üblichen Mobilfunknetze, wie zum Beispiel auch TD-SCDMA in China, und soll wahlweise mit oder ohne Office Suite ausgeliefert werden. Zwar gab Microsoft bisher weder Preise noch die Namen der Firmen bekannt, die Windows Phone Classic einsetzen wollen, aber mehrere Firmen haben bereits für 2010 solche Einsteigermodelle angekündigt.

Mit der Erhaltung des alten Betriebssystem kann Microsoft auch eine weiter Fliege mit der gleichen Klappe erschlagen: Die Konkurrenz durch Android-basierte, lizenzkostenfreie Smartphone nimmt zu und nur mit einem billigen Betriebssystem und Unterstützung von günstiger Hardware kann Microsoft bei Angeboten wie dem 99-US-Dollar iPhone 3G mithalten.

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