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Montag, 10. Oktober

10.10.2011 | 00:00 Uhr

Samsung will Schutz des iPad-Designs löschen lassen +++ Starke Nachfrage nach iPhone 4S +++ Sprint leckt sich Finger nach dem iPhone +++ OS X 10.7.2 und iTunes 10.5 kurz vor Veröffentlichung +++ Flut von Tweets nach Jobs’ Tod +++ Clickto: Schneller ans Ziel jetzt auch auf dem Mac +++ Garagetunes: Music-Player für Mac und Netzwerk +++ Larry Ellison stellt Oracle Public Cloud vor +++ Tipp: Pivot-Tabelle in Excel nutzen +++ App-Test: Basis-Tools zur Bildbearbeitung +++ AAPL verliert zwei Prozent

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Samsung will Schutz des iPad-Designs löschen lassen

Samsung geht auf immer mehr Fronten gegen Apple vor, um alle Galaxy-Produkte wieder verkaufen zu können.

Das Vertriebsverbot für das Samsung Galaxy Tab 10.1 in Deutschland hat das Gericht mit dem geschützten Aussehen des iPads begründet. Samsung hat zwar gegen die einstweilige Verfügung Berufung eingelegt, doch wie The Korea Times schreibt, verlässt man sich nicht nur auf diese eine Möglichkeit.

Das so genannte Geschmacksmuster, das das iPad-Design schützt, wurde Apple im Mai 2004 zugesprochen. Samsung hat nun bei dem in der EU zuständigen Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt, das seinen Sitz in Alicante, Spanien hat, die Löschung des Geschmacksmusters beantragt. Laut Samsung-Sprecher Kevin Jeong existierte das Design längst vor dem iPad, auch wenn es Apple für sich beanspruche.

Sollte Samsung mit dem Antrag Erfolg haben, würden alle Klagen innerhalb der EU, bei denen Apple Samsung die Nutzung des Designs vorwirft, hinfällig.

Starke Nachfrage nach iPhone 4S

Seit Freitag bieten Apple und seine Mobilfunkprovider in den wichtigsten Märkten das iPhone 4S zur Vorbestellung an - geht man von den technischen Schwierigkeiten aus, die viele der Erstbesteller erlebten, kann sich Apple über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Wie unser Macworld-Kollege Dan Frakes aufgrund eigener Erfahrungen und der zahlreicher Twitternutzer schließt, klappte der Vorbestellungsprozess am Freitag kaum reibungslos, erst nach mehreren Anläufen im Verlauf mehrerer Stunden konnte er sein iPhone 4S reservieren. Auch in Deutschland hatten Apple und die Provider mit dem Ansturm zu kämpfen wir haben unsere exemplarischen Erfahrungen in einem Telekom-Shop in der Münchener Innenstadt gemacht. Der dortige Mitarbeiter bekam selbst nur sehr zögerlich Zugriff auf die Systeme, mit Hilfe eines Fax nach Bonn konnte die Bestellung aber nach knapp einer Stunde abgeschlossen werden.

Die für die Vorbestellungen parat liegenden Vorräte an Telefonen haben sowohl Apple als auch die Mobilfunkpartner zumindest in den USA ausgeschöpft. So gibt der Apple Store als Liefertermin nicht mehr den 14. Oktober an, sondern "ein bis zwei Wochen". AT&T nannte die Zahl von 200.000 iPhones 4S, die man in den ersten zwölf Stunden verkaufte, was den erfolgreichsten Verkaufsstart für ein iPhone-Modell bisher ausmachte. Seit Sonntag vertröstet AT&T seine Kunden mit einer Lieferzeit von drei bis vier Wochen. Verizon nennt den 21. Oktober als Liefertermin, Sprint meldet, das iPhone 4S mit 16 GB Kapazität als ausverkauft, die beiden teurre Modelle sollen aber am 14. Oder 15. Oktober zu den Kunden gelangen, die jetzt bestellen.

Dan Frakes stellt die ironisch-rhetorische Frage, was erst los gewesen wäre, hätte Apple die hohen Erwartungen an ein neues iPhone mit einem iPhone 5 erfüllt…

Sprint leckt sich Finger nach dem iPhone

Mit Sprint bietet in den USA seit Freitag auch der drittgrößte Mobilfunkprovider des Landes das iPhone an, das Unternehmen sieht das iPhone als Heilsbringer für seine Geschäfte. In den letzten Jahren habe Sprint signifikant Kunden verloren, weil es das iPhone nicht im Angebot hatte, räumte CEO Dan Hesse auf einem Meeting mit Analysten, Investoren und Journalisten am Freitag in New York. "Man will mit großen Marken in Verbindung gebracht werden und Apple ist die beste Marke in der Welt der Technik," erklärte Hesse.

Sprint will zudem so schnell als möglich sein Mobilfunknetz der vierten Generation auf- und ausbauen. LTE will man laut Technik-Chef Steve Elfman ab Mitte 2012 "aggressiv" aufbauen und den Großteil der Vereinigten Staaten bis Ende 2013 mit dem Funknetz der vierten Generation abgedeckt haben.

Entgegen kühner Spekulationen hat Apple heuer noch kein LTE-fähiges iPhone herausgebracht. Vernünftigerweise, denn auch die anderen US-Provider haben ihr LTE-Netz noch längst nicht fertig. Der Anspruch von Sprint, LTE innerhalb von etwas mehr als einem Jahr einzuführen anstatt über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren wie ursprünglich geplant, könnte aber darauf schließen lassen, dass ein LTE-iPhone bereits seine Schatten voraus wirft.

OS X 10.7.2 und iTunes 10.5 kurz vor Veröffentlichung

Ab kommenden Mittwoch bietet Apple iOS 5 zum Download an, zeitgleich startet auch iCloud. Wie Electronista berichtet, wird Apple noch zuvor das für iCloud angepasste Mac-Betriebssystem OS X Lion 10.7.2 veröffentlichen, ebenso wie die neue iTunes-Version 10.5. Vermutlich werde das am Dienstag geschehen. Mit iOS 5 werden diese Woche auch eine neue iWork-Version sowie die neue App Cards für den Versand von Postkarten herauskommen.

Flut von Tweets nach Jobs’ Tod

Der Tod von Apple-Gründer Steve Jobs hat im sozialen Netzwerk Twitter zu einem starken Anstieg der Aktivitäten geführt und so viel Traffic wie selten zuvor ausgelöst. Wie Twitter-Sprecherin Rachel Horwitz vermeldete, konnte Twitter in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag 6,049 Tweets pro Sekunde messen. Lediglich zur Niederlage der Brasilianer im Viertelfinale der Copa America im Juli mit 7,166 Tweets pro Sekunde und zur Verleihung der MTV Music Awards im August mit 8,868 Tweets pro Sekunde war das soziale Netz frequentierter. Zum Vergleich: Die Nachricht vom Tod des Osama bin-Laden Anfang Mai führte zu 5,106 Tweets pro Sekunde.

"Ich bin überrascht über die Zahl von Tweets, aber vermutlich sollte ich das nicht," erklärt der Analyst Zeus Kerravala unseren Kollegen der Computerworld. Denn Social Networks seien zum Medium der Wahl geworden, über das Anwender Nachrichten verbreiten: "Twitter ist perfekt für diese Sache." Wie zuletzt beim Tod von Michael Jackson und er Amtseinführung von Präsident Obama hat der große Nutzeransturm die Site an ihre technischen Grenzen geführt und ins Stottern gebracht, erklärt Shawn White von Keynote Systems, der Zugriff auf Twitter.com sei von den üblichen drei Sekunden auf 20 bis 30 Sekunden angewachsen, die Verfügbarkeit von Twitter habe in der Zeit von 20.50 bis 21.05 Uhr Ostküstenzeit um bis zu 40 Prozent nachgelassen.

Clickto: Schneller ans Ziel jetzt auch auf dem Mac

Laut Entwickler Axonic ersetzt Clickto im digitalen Alltag anfallende und ständig wiederkehrende Handgriffe durch wenige Klicks, um den Desktop respektive Finder sowie Webdienste, Suchanfragen oder Anwendungen näher zusammenbringen. Clickto baut auf einer Aktion auf, die auch auf dem Mac häufig genutzt wird: die Funktion Copy-and-Paste.

Die Idee hinter dem kostenlosen Clickto, das bislang schon für Windows erhältlich war: Statt sich umständlich von einer Desktopapplikation zur nächsten zu hangeln, lässt sich ein kopierter Inhalt mit einem Klick in der Zielapplikation einfügen. Als Beispiele nennt der Entwickler:

  • Der User wählt ein Bild auf dem Desktop respektive Finder aus, betätigt Befehlstaste-C (Kopieren), und sofort bietet Clickto direkt über dem Mauszeiger dazu passende App-Icons an. So kann man etwa das Facebook-Icon auswählen, und Clickto postet das gewünschte Bild auf dem persönlichen Facebook Profil - vollautomatisch, mit einem Klick, verspricht der Anbieter.

  • Man liest einen Text beispielsweise in einem PDF-Dokument und möchte ein Wort nachschlagen. Wort markieren, Befehlstaste-C drücken, und mit Mausklick auf das Clickto-Google-Icon öffnet sich der Browser, geht selbstständig auf die Google-Website und liefert dort die Suchergebnisse.

Insgesamt sind über 25 Schnellzugriffe bereits eingebaut, darunter Twitter, Wikipedia, Flickr, Outlook und Youtube. Die Funktionen sind Axonic zufolge sehr vielseitig, so lässt sich etwa auch von einem markierten Text mit einem Klick ein PDF erstellen. Weitere konkrete Beispiele finden sich hier . Bisher konnten neun Kooperationspartner gewonnen werden, die den Service ihren Nutzern direkt anbieten, so der Entwickler weiter, dazu zählen demzufolge Amazon, Evernote, Xing, Simplenote, Toodledo und Box.net. Clicktos Kooperationen sollen weiter ausgebaut werden, auch Apps für das iPhone und Android-Smartphone folgen demnach bald. Die Version 1.0.44 steht jetzt zum Download auf dem Mac zur Verfügung, konkrete Angaben zu den Systemanforderungen macht der Entwickler nicht.

Info: Axonic

Garagetunes: Music-Player für Mac und Netzwerk

Garagetunes ist laut Entwickler Iwascoding ein neuer, schlanker Music-Player für den Mac. Dabei findet die Software Musik auf allen verbundenen Laufwerken, aber auch auf anderen Macs im selben (lokalen) Netzwerk. Garagetunes erkennt und listet laut Anbieter unabhängig von einer speziellen Bibliothek (Library) alle Musikdateien im MP3- respektive AAC-Format, sobald diese dem eigenen Mac, einer externen Festplatte oder auch anderen Macs im lokalen Netzwerk hinzugefügt wurden. Zudem kann jeder Mac, auf dem Garagetunes installiert ist, gewissermaßen als Lautsprecher für Musik von allen im Haushalt oder Netzwerk verbundenen Macs genutzt werden. Die Anzeige der Songs oder Musikstücke geschieht dynamisch, das heißt sobald sie einem Laufwerk oder Mac im Netzwerk hinzugefügt wurden, zeigt Garagetunes sie dem Entwickler zufolge auch an. Da die Software nicht zwangsläufig auf eine bestimmte Bibliothek zugreifen muss, ist es prinzipiell egal, wo man ein Musikstück als MP3 oder AAC ablegt. Garagetunes 1.0 ist ab sofort im Mac App Store zum Preis von 4 Euro erhältlich.

Info: Iwascoding

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