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Montag, 11. Januar

11.01.2010 | 00:00 Uhr

Google überschwemmt von Flut an Beschwerden über Nexus One +++ HTC bereitete Einsteiger-Smartphone ohne Windows oder Android vor +++ Mac-Version von Google Chrome unterstützt jetzt Erweiterungen +++ Das jüngste Apple-Tablet-Gerücht: iWork mit Multitouch +++ Fishbeam Software veröffentlicht Goldfish 3.1 +++ Bundesministerin droht Google schärferes Recht an +++ Unterhaltungselektronik-Branche feiert Ende der Krise +++ MP3-Erfinder Fraunhofer IIS zeigt neue Audioformate +++ AAPL legt leicht zu

Morgenmagazin - Wintermorgen
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Google überschwemmt von Flut an Beschwerden über Nexus One

Anwender des neuen Google Smartphones Nexus One können bei Bedarf kaum auf Support hoffen. Das neue Smartphone wird von Google direkt an die Kunden verkauft und folglich wenden sich die Anwender direkt an Google, wenn Probleme auftauchen. Während normalerweise ein Netzwerkbetreiber Handys mit Vertrag verkauft und für Kundenberatung zuständig ist, hat Google kaum Ressourcen für diese Aufgabe.

Zurzeit werden ausschließlich Anfragen per E-Mail angenommen und eine Antwort innerhalb der nächsten zwei Werktage versprochen - viel zu langsam für die Anforderungen der Kunden. Sogar Bestätigungen für Bestellungen lassen länger als drei Tage auf sich warten.

Für Anwender, die sich direkt an ihre Netzwerkbetreiber HTC oder T-Mobile wenden, sieht es nicht besser aus. Laut den Online-Beschwerden werden meist die Kunden von einem Betreiber zum nächsten hin und her oder an Google verwiesen. Ein Kunde klagt, dass er in 90 Minuten gleich viermal zwischen den Netzwerkbetreibern weitergeleitet wurde, nur um schließlich zu hören, dass Google bedauerlicherweise keinerlei Unterlagen für Support zur Verfügung stellte. Andere Anwender werden gar mit Fehlinformationen abgespeist: Der HTC-Kundendienst erklärte einigen Kunden, die über schlechte 3G-Verbindungen klagten, dass Nexus One schlichtweg kein 3G unterstützt.

Insbesondere bei der Diskussion der Nexus One-Angebote scheiden sich die Geister. Gleich 516 Kommentare antworteten innerhalb kürzester Zeit auf eine Anfrage im Forum, wer welchen Dienst in Anspruch nehmen kann. So beklagen zum Beispiel langjährige T-Mobile-Kunden, dass sie letztendlich mehr als Neukundenzahlen müssen. Weder HTC noch T-Mobile oder Google nahmen bisher zu den Beschwerden Stellung.

HTC bereitete Einsteiger-Smartphone ohne Windows oder Android vor

High Tech Computer (HTC) kündigte ein Smartphone-Modell HTC Smart an, das als Betriebssystem Brew MP von Qualcomm einsetzen wird. Zwar veröffentlicht HTC noch keine Preisempfehlung, will es aber im Vergleich zu anderen Smartphones deutlich günstiger anbieten.

Auf den ersten Blick unterscheidet nur die Größe das Einsteiger-Smartphone HTC Smart von dem größeren Nexus One -Modell, das HTC für Google fertigt. HTC setzt auch hier seine eigene Sense -Oberfläche ein, die der Anwender individuell konfigurieren kann. Das Handy mit 2,8-Zoll-Touchscreen setzt zur Signalübertragung auf das WCDMA-Verfahren (Wideband Codemultiplex).

HTC Smart soll in Europa und Asien noch im ersten Quartal in den Handel kommen. Noch hat HTC nicht festgelegt, ob es auch in den USA verfügbar sein wird.

Mac-Version von Google Chrome unterstützt jetzt Erweiterungen

Knapp einen Monat nach der Freigabe der ersten Beta-Version für den Mac gibt es für Google Chrome ein Entwickler-Update . Diese Beta von Googles Webbrowser unterstützt jetzt auch Erweiterungen. Wie Firefox mit seinen Add-ons ermöglichen die Chrome-Erweiterungen die Unterstützung von Dritthersteller-Funktionen - bisher gab es dies nur in der Windows-Version von Chrome.

Zusätzlich bietet die Entwickler-Beta-Version eine direkt eingebaute Unterstützung zum Abgleich von Lesezeichen und die Möglichkeit, die Titel von Tabs auf ihr Icon zu reduzieren und somit in der Tab-Leiste jede Menge Platz zu sparen. Sobald diese Funktionen in der offiziellen Beta-Version eingebaut sind, kann Chrome versuchen, mit Safari und Firefox mitzuhalten..

Das jüngste Apple-Tablet-Gerücht: iWork mit Multitouch

Die Gerüchte um ein mögliches Apple-Tablet spitzen sich immer weiter zu. Electronista beruft sich auf einen ehemaligen Apple-Designer, wonach Apple in den letzten zwei Jahren an einer Multi-Touch-Version von iWork gearbeitet haben soll. Die Quelle legt sich aber nicht fest, ob diese Entwicklung gezielt einen Tablet-PC mit Touchscreen oder aber generell für alle Macs mit Multi-Touch Trackpad als Ziel setzte. Laut den Aussagen einer Reihe von ehemaligen Entwicklern interpretiert Apple ziemlich aufwendige Bewegungsfolgen mit drei Fingern.

Die Anpassung von Apples Büropaket iWork und die Komplexität der Fingerbewegungen lassen darauf schließen, dass ein Apple-Tablet keineswegs nur ein Anzeigegerät für elektronische Bücher oder zur Medienwiedergabe ausgelegt sein wird. Apple wird die Entwicklung aber auf jeden Fall brauchen, um mit der von Analysten erwarteten Flut von Tablet-PCs auf Basis von Windows oder Android mithalten zu können.

Fishbeam Software veröffentlicht Goldfish 3.1

Fishbeam hat seine Mac-Version von Goldfish 3 überarbeitet und lässt nun das direkte Einfügen von Text und Bild in eine Seitenvorlage zu. Auch per Copy-and-Paste über die Zwischenablage funktioniert das jetzt. Ferner wurden die Linkverwaltung und das Kontaktformular verbessert sowie viele Fehler beseitigt. Goldfish 3.1 gibt es neu ab 50 Euro, für Lizenzinhaber der Version 3.x ist das Update kostenlos. Die Software läuft laut Angabe auf der Fishbeam-Homepage ab Mac-OS X 10.1.

Info: Fishbeam

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