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Montag, 11. Juli

11.07.2011 | 00:00 Uhr

Apple macht die Hälfte aller Gewinne im Smartphone-Markt +++ Studie: iPod schafft Arbeitsplätze +++ Google+ für Unternehmen geplant +++ Googles Schmidt muss vor Komitee des US-Senats aussagen +++ iGrill: Schutzhülle und iOS-App für das drahtlose Grill-Thermometer +++ ASH: The Next Big Thing kommt als DVD +++ Firefox 6 ab sofort als Beta-Version erhältlich +++ Lion mit neuem Termin +++ RSS-Bildschirmschoner einstellen +++ Schneller lesen mit dem iPhone +++ AAPL legt zu

Morgenmagazin: Segelboote
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Apple macht die Hälfte aller Gewinne im Smartphone-Markt

Android kann die größere Anzahl von Smartphone-Kunden aufweisen, aber wenn es um reinen Gewinn geht, liegt Apple klar vorne, berichtet Yahoonews . Michael Walkley, Analyst bei Canaccord Genuity berechnete, dass im ersten Quartal 2011 glatte 50 Prozent aller Gewinne auf dem Smartphone-Markt durch Apples iPhone erzielt wurden. Und auch für das zweite Quartal sieht Apples Bilanz gut aus: In einem Interview gab Walkley gegenüber Appleinsider an, dass Apples iPhone 4-Geschäft im Juni starke Verkäufe vermeldete und die Kunden in den USA bei AT&T und bevorzugt zum iPhone griffen. Die Konkurrenten auf der Android-Plattform hatten trotz den beliebten High-End Modellen wie HTC Thunderbolt, Incredible 2, Motorola Droid X2, Samsung Droid Charge, Sony Ericsson Play und LG Revolution gegenüber dem iPhone 4 alle das Nachsehen.

Walkley erwartet, dass bei Verizon für das gesamte Jahr 2011 das iPhone auf Platz 1 bleibt, obwohl er für diesen Netzwerkanbieter seine iPhone-Umsatzprognosen von 16 auf 15,2 Prozent nach unten korrigierte. Trotz der niedrigeren Schätzung wird Apple im Laufe von 2011 100 Millionen iPhones verkaufen. Android hat in Verkaufszahlen Apple bereits im letzten März überholt : Nach 67,2 Millionen android-basierten Smartphones in 2010 wird für 2011 ein Umsatz von 329 Millionen Geräten erwartet.

Android hält auf dem Smartphone-Markt eine Spitzenposition Platz Eins mit 45,3 Prozent des Marktanteils und Walkley erwartet, dass diese Position bis Jahresende auf 50 Prozent ausgebaut wird. Apples iPhones unter iOS liegen mit 15,6 Prozent auf Platz Zwei. Über alle iOS-Geräte hinweg, von iPad bis hin zu iPod Touch und iPhone , erwartet der Analyse einen steigenden Umsatz von bis zu 250 Millionen Geräte bis Ende 2011 und bis zu 415 Millionen bis Ende 2012.

Studie: iPod schafft Arbeitsplätze

Eine neue Analyse in den USA untersuchte, ob Apple mit der Entwicklung des iPods Arbeitsplätze schaffte und der Ökonomie spürbar auf die Beine half. In einem Blog auf der Time .com-Webseite verglich die Studie von The Journal of International Commerce and Economics (das Internationale Ökonomie- und Handelsmagazin) die Auswirkungen von Apples iPod-Entwicklung auf die USA im Vergleich zum Rest der Welt.

Einige der Ergebnisse sind nichtwirklich überraschend: 13.920 neue Arbeitsstellen wurden in den USA geschaffen, aber ungefähr doppelt so viele im Ausland (27.250). Interessanter hingegen ist, dass von den letzteren nur 12.270, und damit weniger als die Hälfte, in China entstanden. Im Vergleich zur jeweiligen Gesamtbevölkerung profitierten die Philippinnen und Korea also wesentlich mehr. Wenn es aber um Einkommen geht, dass sind laut Chrystina bei Reuters die 13.920 US-Amerikaner die Top-Gewinner des iPod-Booms : Mit insgesamt 750 Millionen US-Dollar erhielten sie den Löwenanteil des Einkommens, wohingegen im Ausland lediglich 320 Millionen US-Dollar an alle Arbeiter verteilt wurden.

Laut dem Ökonom Ryan Avent zeigt dies, dass trotz dem Jammern der US-Politiker einheimische Firmen signifikant zum Bruttosozialprodukt der USA beitragen und die Ökonomie stärken. "Die Frage ist nicht: "Warum stellt Apple nicht mehr Amerikaner ein?" - die Frage ist vielmehr: "Warum gibt es nicht mehr Firmen wie Apple?" Vielleicht werden die Probleme verursacht durch begrenzten Ehrgeiz, unzureichendem technischen Fortschritt, ungenügender Ausbildung der Arbeiter oder begrenzenden Firmenrichtlinien. Zur Lösung muss an all diesen Problemen gearbeitet werden. Meckern, dass neben dem Beitrag zur amerikanischen Wirtschaft auch Arbeiter in China profitieren, schadet uns nur.", fasst Avent zusammen.

Roya Wolverson, die Autorin des Time-Blogs , sieht in der Logik von Avent einen Fehler. Sie glaubt nicht daran, dass mehr Apples der US-Ökonomie zu mehr Arbeitsplätzen verhelfen könnten, aber sie sieht keine Chance, mit genug Nachfrage die Gründung von mehr Apple-ähnlichen Firmen zu unterstützen. Wolverson argumentiert, dass bereits jetzt der Markt für technologische Neuerungen gesättigt ist und in der Tat uns mehr bescherte, als wir uns leisten können. Nicht nur die USA und Europa haben sich verschuldet, um beim Verbrauch mithalten zu können, sondern auch China droht eine Schuldenkrise. Die Messlatte für Verschuldung, das Verhältnis von Schulden zu Bruttoinlandsprodukt erreicht auch in China bereits 150 Prozent und liegt somit gleichauf mit Griechenland.

Und während die jede Menge US-Amerikaner unter den Seiteneffekten der Schuldenlast leiden, kann keine spürbare Erleichterung für das Land erwartet werden, wenn lediglich "6.101 hochqualifizierte US-Bürger bei Apple Spitzenlöhne einfahren.", kritisiert Wolverson.

Google+ für Unternehmen geplant

Google+ für den Privatanwender steckt noch in den Kinderschuhen, aber große Firmen wie Ford oder Dell setzen Google unter Druck. Bis Jahresende soll auch eine Version für den Firmeneinsatz fertig sein.

In Googles Blog gibt die Firma zu, dass Googles neues soziales Netzwerk Google+ einfach noch nicht für den Unternehmenseinsatz geeignet ist. Christian Oestlien, ein Entwickler im Google+-Projekt , beschreibt begeistert, dass einige Groß-Unternehmen bereits Interesse anmeldeten. Gleichzeitig schränkt er aber ein, dass zum Beispiel beim Anmelden die Abfrage nach dem Geschlecht einer Firma zeigt, dass das Produkt noch lange nicht reif für den Firmeneinsatz ist.

In einem Video-Blog forderte Oestlien Firmen und Unternehmen auf, die derzeitige Google+-Version noch nicht im Firmeneinsatz zu testen. Er räumte aber ein, dass Google bereits Test mit einer Auswahl von Firmen durchführt, wie diese Anwender Google+-Circles und Nachrichten-Streaming einsetzen. Im Moment konzentriert sich Google laut Oestlien nur auf Privatanwender, startete aber parallel dazu bereits ein Unternehmens-Projekt und plant, bis Jahresende Google+ auch für den Unternehmenseinsatz anbieten zu können.

Ford ist unter den Firmen, die sich sofort bei Google+ anmeldeten. In deiner Antwort zu den Kommentaren im Blog unterstreicht jetzt Google die guten Beziehungen zu Ford und spricht die Hoffnung aus, dass die Firma sich als Unternehmens-Betatester zur Verfügung stellt. Craig Daitch, ein Manager bei Ford für Soziale-Netzwerk-Auftritte, hat noch keine genauen Einzelheiten bekannt gegeben, was Ford mit Google+ erreichen will. Offenbar ist Google+ einfach die Gelegenheit, über einen weiteren Kanal mit Fans von Ford in Verbindung zu treten.

Ford geht noch einen Schritt weiter und befragt nun seine Kunden , wie diese sich einen Nutzen von Google+ durch Ford vorstellen. Erste Antworten beschreiben zum Beispiel öffentliche Foren mit Auto-Designern, öffentlichen Zugang zu Medien-Material wie Bilder und Informations-Broschüren, oder Vorschau auf kommende Entwicklungen.

Richard Binhammer bei Dell ist noch zurückhaltender. Er fragt auf der Blog-Seite ziemlich allgemein an, wie denn die Pläne für Google+ im Unternehmenseinsatz aussehen. Nur eins will Binhammer genau wissen, ob denn Google seine gegenwärtige Position gegenüber Markennamen beibehält oder Dell in Google+ gemäß seinen eigenen Firmenrichtlinen auftreten kann

Googles Schmidt muss vor Komitee des US-Senats aussagen

Google stimmte den Forderungen des Kartell-Komitees des US-Senats zu und schickt seinen Verwaltungsrats-Vorsitzenden Eric Schmidt , um zur Untersuchung zu Wettbewerb im Internet auszusagen. Am liebsten hätte Google natürlich seine Rechtsvertreter gesendet, aber zwei Senatoren haben im Juni Google schriftlich ausdrücklich entweder Schmidt oder Googles CEO Larry Page vorgeladen.

Die beiden Senatoren, Herb Kohl, ein Demokat aus Wisconsin, und Michael Lee, ein Republikaner aus Utah erklärten in dem Brief , dass sie unbedingt Page oder Schmidt für die Zeugenaussage vor der Anhörung benötigen, das grundlegende Geschäftsstrategien diskutiert werden und nicht rein rechtliche Fragen. Während ursprünglich Googles Zeugenaussage noch vor der Kongress-Sommerpause im August angesetzt war, betätigte Lee nun, dass Schmidt im September vor dem Komitee erscheinen wird.

Neben der US-Senats-Untersuchung wegen Wettbewerbs-Verstöße n hat Google noch weitere rechtliche Probleme am Hals: Die US-Handelsbehörde hat eine allgemeine Untersuchung von Googles "aggressiven" Geschäftspraktiken angekündigt.

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