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Montag, 14. November

14.11.2011 | 00:00 Uhr

Apple geht weiteren Batterie-Problemen mit iOS 5 nach +++ iOS- und Android-Spiele überholen PSP und DS +++ Apple kündigt Entwickler Start von iTunes Match an +++ Bessere Kreise: Google übernimmt Katangoo +++ Apple tauscht bei Bedarf iPod Nano (1. Generation) aus +++ Sony will Fernsehgeräte revolutionieren +++ Nintendo: Verkäufe von 3DS nach Preisreduzierung deutlich besser +++ Test: Amazon Kindle eReader mit WiFi und 6-Zoll-Format +++ App-Test: Philips Battery Sense 1.3.0 +++ Tipp: Korrekturen und Änderungen in PDF-Dokumenten mit Vorschau überblicken +++ AAPL leicht im Minus

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Apple geht weiteren Batterie-Problemen mit iOS 5 nach

Das in der Nacht zum Freitag veröffentlichte Update auf iOS 5.0.1 sollte laut Apple auch die Akku-Laufzeiten von bestimmten Geräten verbessern, die seit dem Update auf iOS 5 schneller ihre Ladung verloren hatten als erwartet. Wie der iPhone-Hersteller jedoch am Wochenende einräumen musste, besteht bei einigen Nutzern das Akkulaufzeitproblem weiterhin. "Das letzte Software-Update für iOS 5 hat viele der Akku-Probleme gelöst, von denen uns einige Kunden berichtet hatten," erklärt Apple-Sprecherin Trudy Muller unseren Kollegen von Macworld. "Wir forschen weiter an den verbliebenen Problemen."

iOS- und Android-Spiele überholen PSP und DS

Die Analysten von Flurry haben in einer Untersuchung der von NPD zur Verfügung gestellten Daten die Erlöse aus Spielen für Handheld-Plattformen miteinander verglichen. Dabei wurde deutlich, dass die größten Umsätze in den USA mittlerweile auf Smartphones auf iOS- und Android-Basis entfallen. Bislang beherrschten Sonys PSP und Nintendos DS den Markt der Spiele für unterwegs.

Die Spiele für Smartphones und Medienspieler machen mittlerweile 58 Prozent der Umsätze aus, Nintendos Zugpferd DS liegt mit 36 Prozent deutlich dahinter. Vor zwei Jahren beherrschte der DS mit einem Marktanteil von 70 Prozent noch deutlich das Geschäft mit mobilen Spielen. Auch Sonys PSP sieht sich mit Umsatzeinbußen konfrontiert und fiel von 11 Prozent im Jahr 2009 kontinuierlich auf 6 Prozent im Jahr 2011.

Ein Grund für die immer größer werdende Beliebtheit von Spielen für Smartphones mit Apples iOS oder Googles Betriebssystem Android dürfte in den geringen Anschaffungskosten der Games zu finden sein. Viele der kurzweiligen Titel sind bereits für weniger als 80 Cent zu haben. Klassische Spiele für Nintendo DS oder Sony PSP schlagen hingegen mit 30 bis 40 Euro zu Buche.

Mit den neuen Plattformen Nintendo 3DS und PlayStation Vita wollen beide Hersteller diesem Trend entgegenwirken. Die Preise der dafür erhältlichen Spiele sind im Vergleich zu den Vorgängerplattformen jedoch noch einmal gestiegen.

Apple kündigt Entwickler Start von iTunes Match an

Den versprochenen Termin im Oktober hat Apple für den Start seines Angebotes iTunes Match verpasst, in Kürze sollen aber iCloud-Nutzer auch ihre nicht im iTunes Store gekauften Songs und Alben über Apples Cloud-Service abgleichen und so ihre Musikbibliothek auf allen Geräten mit Lion oder iOS 5 auf dem gleichen Stand halten können. Apple hat am Freitag an seine Entwickler eine Mail geschickt, in der das Unternehmen darauf hinweist, am Wochenende alle zu Testzwecken eingerichteten iTunes-Match-Konten zurück zu setzen. Damit ist klar, dass der Start des Angebotes unmittelbar bevor steht, wie Apple in der Mail schreibt. Zunächst kann Apple iTunes Match jedoch nur in den USA anbieten, iTunes Match kostet 25 US-Dollar im Jahr.

Bessere Kreise: Google übernimmt Katangoo

Google hat zur Verbesserung der Kreise seines sozialen Netzwerkes Google+ das Startup-Unternehmen Katangoo gekauft und dabei gewissermaßen bei der Konkurrenz gewildert. Katangoo ist nämlich darauf spezialisiert, die Kontakte von Facebook-Nutzern anhand diverser Parameter automatisch in Gruppen zu sortieren und damit ein Mehr an Ordnung und Sicherheit in die Kommunikation über das Netzwerk zu versprechen. Google will nun die Kantangoo-Algorithmen dazu nutzen, die Einteilung von Google+-Kontakten in Kreisen zu erleichtern und etwa Kollegen und Familie besser voneinander zu trennen. Katangoo hatte erst im Sommer seine Software veröffentlicht, eine App im Juli, eine Web-Version im August. Was mit den Katangoo-Apps passiert, die interessanter Weise nicht mit Google+ funktionieren, hat Google bisher nicht bekannt gegeben. Die iPhone-App von Katangoo ist jedoch nicht mehr im App Store erhältlich. Facebook hat im September eine eigene Technik zur automatischen Sortierung von Kontakten in sein Netzwerk integriert.

Apple tauscht bei Bedarf iPod Nano (1. Generation) aus

In sehr seltenen Fällen, so schreibt Apple an Besitzer des iPods Nano der ersten Generation, könnte es bei dem verbauten Lithium-Akku zu Überhitzungsproblemen und einem Sicherheitsrisiko einschließlich einem Feuerausbruch kommen. Betroffen sind Modelle des iPod Nano, die zwischen September 2005 und 2006 verkauft wurden. Man habe das Risiko auf die Batterie eines bestimmten Akku-Herstellers eingrenzen können. Trotz des geringen Risikos steige dieses mit dem Alter der Batterien. Man solle den iPod Nano deshalb bis zur Überprüfung der Seriennummer nicht mehr nutzen. Handelt es sich um einen betroffenen iPod Nano der 1. Generation, werde dieser innerhalb sechs Wochen kostenlos ausgetauscht, auf Gravuren muss man jedoch beim Austauschgerät verzichten. Schon früher hatte Apple in Südkorea (2009) und in Japan (2010) ein derartiges Ersatzprogramm gestartet. Nun geht der Hersteller das Problem offenbar weltweit an. Auf einer speziellen Internetseite kann man nach Eingabe der Seriennummer des iPod Nanos überprüfen lassen, ob das eigene Gerät zu den betroffenen gehört und einzuschicken ist.

Info: Macrumors

Sony will Fernsehgeräte revolutionieren

Apple hatte bereits angekündigt, in absehbarer Zeit auch in das Geschäft um TV-Geräte einzusteigen und diese durch den Einsatz von iOS einfacher bedienbar und gleichzeitig leistungsfähiger machen zu wollen. Nun meldet sich auch Sony-Chef Howard Stringer zu Wort und stellt ebenfalls neue Fernseher in Aussicht, die sich von klassischen Geräten stark unterscheiden sollen.

Es sei seiner Auffassung nach in Zukunft nicht mehr möglich, an der derzeitigen Produktpolitik festzuhalten, ohne dabei die Gewinne zu reduzieren. Man würde die diesbezüglichen Bestrebungen von Apple im Auge behalten, rechnet jedoch mit einem hohen Zeitaufwand, eh ein entsprechendes TV-Gerät von Apple auf den Markt kommen werde.

Apple plant voraussichtlich, seine Sprachsteuerung Siri auch auf Fernseher auszuweiten und so die klassische Fernbedienung überflüssig zu machen. Mit welchen Innovationen Sony das Geschäft um TV-Geräte revolutionieren möchte, ließ Stringer offen. Man sei jedoch jederzeit dazu bereit, die Konkurrenz durch Apple mit eigenen Ideen zu kompensieren. Der japanische Konzern hätte die letzten fünf Jahre an einer entsprechenden Plattform gearbeitet, die auch mit möglichen Neuerungen von Apple konkurrieren könnte.

Erst kürzlich nannte Sony offizielle Zahlen, die einen geringeren Umsatz im letzten Quartal beinhalteten. Darin wurde zudem ein gesunkener Absatz von TV-Geräten offengelegt.

Nintendo: Verkäufe von 3DS nach Preisreduzierung deutlich besser

Der Nintendo 3DS erschien im Februar 2011 in Japan, kurz darauf zunächst in den USA, und zeichnet sich durch zwei Bildschirme aus, von denen der obere über ein "3D-Display" verfügt, das sich ohne entsprechende Brille nutzen lässt. Die Verkaufszahlen blieben jedoch weit hinter den Erwartungen zurück, bis Nintendo sich zu einem Preisnachlass von 30 Prozent auf das Gerät entschloss. Seitdem geht der Absatz offenbar deutlich nach oben: 6,68 Millionen Nintendo 3DS-Exemplare wurden insgesamt weltweit verkauft, davon 3,61 Millionen Exemplare im vergangenen Steuerjahr (bis Ende März 2011), 3,07 Millionen im Zeitraum April bis September dieses Jahres, wie Gamasutra berichtet. In den USA sind es 1,65 Millionen Exemplare gewesen, schreibt Electronista . Für die Ferien- und Wintersaison erhofft sich das Unternehmen nochmals einen deutlich Verkaufsschub und erwartet, dass der 3DS die Verkaufszahlen des Vorgängers DS einstellen wird. Insgesamt sei der Verkauf von Handheld-Konsolen bei Nintendo gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent gestiegen. Freilich ist die Konkurrenz der Spielekonsolen wie der Microsoft Xbox, die in Führung liegt, und auch von Geräten wie iPod Touch und iPhone, die sich gut zum Spielen nutzen lassen, weiterhin ein großes Problem für Nintendo. Die Wii vollends verkauft sich trotz einer Preisreduzierung mit 250000 Einheiten pro Monat schlechter als zuvor.

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