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Montag, 15. August

15.08.2011 | 00:00 Uhr

Samsung verteidigt sich am 25. August vor dem Landgericht Düsseldorf +++ Mehr Speicher für Tablets: Samsung bringt größere SSDs +++ Google+ jetzt mit Spielen +++ Firefox 8 blockt unerwünschte Add-Ons +++ Ricoh kündigt neues GXR-Modul an +++ Panasonic Blu-ray-Player mit Star Wars Trilogie +++ Zoll beschlagnahmt angebliches iPhone 5 +++ Google ändert Suchalgorithmus +++ Files Connect: Dateimanager für den Heimserver +++ Apples Schutzfilter gegen Schadprogramme einsehen

Morgenmagazin
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Samsung verteidigt sich am 25. August vor dem Landgericht Düsseldorf

Ende August wird Samsung in Deutschland vor Gericht antreten, um für die Verkaufsrechte seines Tablets Galaxy 10.1 in fast ganz Europa zu kämpfen. Nach dem Verkaufsstopp in Australien erwirkte Apple zu Beginn letzter Woche eine einstweilige Verfügung, die auch den Vertrieb des Galaxy 10.1 in der EU untersagt . Eine Ausnahme bilden die Niederlande, wo ein eigenes Gerichtsverfahren eingeleitet ist.

Samsung veröffentlichte eine Pressemitteilung, wonach sich die Firma enttäuscht zeigt, dass Apples Plagiatsvorwürfen stattgegeben wurden. Ein Sprecher des Gerichts in Düsseldorf verkündete per E-Mail, dass der Termin der Urteilsverkündung vom Ausgang der Anhörung am 25. August abhängen wird. Zwar kann das Urteil noch am gleichen Tag verhängt werden, aber der Sprecher erwartet, dass es bis zu zwei Wochen dauern wird, bis das schriftliche Endergebnis zugestellt wird.

Während der Rechtsstreit zwischen Samsung und Apple neben Deutschland auch in den Niederlanden, Australien und den USA derzeit noch weitergeführt wird, verlegen sich alle offiziellen Retailer aufs Abwarten. Händler, die Tablets vor der Gerichtsentscheidung erstanden, dürfen diese weiterverkaufen . Auch Telia Sonera, ein Händler mit exklusiven Verkaufsrechten für das Galaxy 10.1für Schweden, will nach Aussage seines Pressesprechers das Tablet weiterhin anbieten, bis Samsung sich dagegen ausspricht. Am letzten Freitag war das Tablet noch auf der Webseite angeboten.

Vodafon wird sein Samsung Tablet weiterhin auch in Deutschland verkaufen. Vodafon vertreibt jedoch eine Spezialversion "Galaxy 10.1v" mit leichten Gewichts- und Abmessungs-Unterschieden zum Galaxy 10.1, die nicht unter die einstweilige Verfügung von Apple fällt.

Mehr Speicher für Tablets: Samsung bringt größere SSDs

Für die Tablets der nächsten Generation hat Samsung schon jetzt den Speicher parat: Die Baureihe mit schnellen SSDs für Laptops und Tablets bietet jetzt auch 512 GB-Speicherelemente.

Samsung hat am letzten Donnerstag den neuen SSD-Chip PM830 angekündigt, mit dem sich ein Computers in nur 10 Sekunden booten lassen wird. Mit den Datentransferraten von sechs Gigabit pro Sekunde ist diese Chip dann doppelt so schnell wie die älteren SSDs von Samsung. Die Firma schweigt sich aber über Preise und Verfügbarkeit noch aus und verrät nur, dass es den PM830-Chip auch in den Kapazitäten von 128 und 256 GB geben wird. Mit einer kontinuierlichen Lesegeschwindigkeit von 500 beziehungsweise Schreibrate von 350 Megabyte pro Sekunde und der Unterstützung von der seriellen Schnittstelle ATA Revision 3.0 wird der neuen Chip bis Ende des Jahres erwartet.

Apples iPad 2 kommt mit bis zu 64 GB und der Einsatz von den neuen Chips würde die Kapazität zumindest verdoppeln. Während die SSDs gegenwärtig noch erheblich teurer als Festplatten sind, erwarten die Analysten bei Gartner, dass dank fallenden Preisen auch große SSD-Laufwerke bereits ab 2012 für alle Computer-Modelle erschwinglich sein werden. Die Marktforschungsfirma schätzt, dass in knapp einem Jahr ein Gigabyte nur noch einen US-Dollar kosten wird.

Der Vorteil des schnellen Bootens via SSD ist neben dem geringen Energiebedarf ein unschlagbares Argument zum Umsteigen. Bereits jetzt bieten alle namhaften Computer-Hersteller Laptops mit SSDs an und einige Firmen, wie zum Beispiel Lenovo , bauen SSDs fest auf der Hauptplatine ein, um das Betriebssystem so schnell wie möglich zu hochzufahren. Samsung baut seit einigen Monaten schon 512-GB-SSDs, aber diese Speicherelemente basieren noch auf dem älteren und langsameren Übertragungsstandard. Es darf nun mit Spannung erwatet werden, wie lange Samsung den technologischen Vorsprung halten kann. Die Konkurrenten bei Intel , Toshiba , OCZ und Super Talent werden bestimmt in Kürze nachziehen.

Google+ jetzt mit Spielen

Google+ ist noch keine zwei Monate alt und hat bereits das erste große Update hinter sich. Seit letztem Donnerstag gibt es auf den sozialen Netzwerkseiten von Google auch einen Knopf zum Aktivieren von Spielen. Dahinter verbergen sich Angebote wie Angry Birds Zombie Lane und Edgewold. In einem Blog kündigte Google Vizepräsident Vic Gundotra die neue Spiele-Option an und lobt, dass über die Knopf-Lösung der Anwender volle Kontrolle hat, ob er auf die Spiele-Seite wechseln will, oder das neue Angebot ignorieren kann.

"Das Miteinander Spielen wird unsere Erfahrungen mit Beziehungen nur bereichern. [...] Die Anwender können entscheiden, ob, wann, wie und mit wem sie zusammen spielen wollen." beschreibt Gundatra . Ezra Gottheil, ein Analyst von Technology Business Research, bezeichnet das neue Feature als eine wichtige Komponente für ein soziales Netzwerk. "Das Teilen von Spielerfahrungen sagt jede Menge über die Beziehung zwischen den Spielern aus und passt hervorragend zu Googles Circle-Konzept . Leute, die viel spielen, werden automatisch zu Gleichgesinnten Beziehungen aufbauen." Gottheil bezeichnet den neuen Ausbau von Google+ als "wenig überraschend, aber intelligenten Schachzug." für die Ausweitung von Google+ und zum Werben von neuen Anwendern und warnt Facebook : "Google+ wird deutlich beeinflussen, wo der Anwender in Zukunft seine Zeit im Internet verbringt."

In seinem Blog berichtet Gundotra, dass ab sofort Google mit der Auslieferung von Spielen beginnt. Jeder Anwender bekommt seine Highscore-Liste angezeigt, Nachrichten, welche Spiele Freunde bevorzugen, und Einladungen zum Teilen von Spielen mit Freunden und Familie. Gundotra weist ausdrücklich auf die Feedback-Option hin und hofft, dass alle Kunden die Spiele ausprobieren und anschließend Kommentare und Rückmeldungen hinterlassen.

Firefox 8 blockt unerwünschte Add-Ons

Ob Vor-Version, Neuinstallation oder Upgrade: der kommende Firefox wird alle Add-Ons von Drittherstellern deaktivieren und nur bei Zustimmung des Anwenders freischalten.

Für viele Firefox-Anwender kann diese Option gar nicht früh genug kommen. Mozilla kündigte am letzten Freitag an, dass ab Version Firefox 8 Add-Ons von Drittherstellern nur dann installiert werden, wenn der Anwender dem ausdrücklich zustimmt.

Add-Ons, die beim Installieren von beliebiger Software in Firefox mitinstalliert werden, waren schon lange ein Problem. Nicht selten waren Kunden total überrascht über die Menge der Zusatzdateien, die sie in ihrem Mozilla-Webbrowser finden konnten. In richtigen Verruf geriet diese Praxis zum Beispiel mit Skype , dessen Add-On so viele Abstürze von Firefox verursachte, dass Mozilla die Erweiterung im Januar 2012 auf die schwarze Liste setzte. Erwähnenswert ist aber auch eine Erweiterung, die Microsoft in 2009 in Firefox installierte und damit - wie Microsoft letztendlich zugab - dem Browser eine Sicherheitslücke verpasste.

Justin Scott, ein Produkt-Manager für Add-Ons bei Mozilla, beschreibt in seinem Blog , dass zwar einige Anwendungen beim Installieren den Kunden auf Firefox-Add-Ons hinweisen und um Erlaubnis bitten, aber ein Großteil der Programme dies sang- und klanglos hinter dem Rücken des Anwenders einfach durchführt. Der Kunde hat dann die Folgen zu tragen, die von langen Wartezeiten beim Laden des Web-Browsers bis hin zu unwartbaren Sicherheitslücken oder Fehlschlägen beim nächsten Firefox-Update reichen.

Firefox 8, der als Vor-Version über Mozillas Aurora-Kanal noch diese Wochen kommt, wird am 8. November offiziell freigegeben. Laut Schott wird diese Browser-Version alle Add-Ons von Drittherstellern blockieren, bis der Kunde dem Aktivieren zustimmt. Diese Regel trifft auch dann zu, wenn ein Anwender von einer älteren Firefox Version auf Version 8 umsteigt.

Michael Kaply, einer der Dritthersteller, die sich Mozillas Regeln hielten und für Erlaubnis beim Installieren von Add-Ons fragten, sieht im Kommentar im Mozilla-Blog aber folgendes Problem: Firefox-Anwender, die sein Programm installieren, werden nun doppelt um Erlaubnis gebeten: Zuerst von seinem Installations-Programm und dann noch einmal von Firefox 8.

Mozilla bietet dafür keine Lösung. Alex Faaborg, der Chef-Designer bei Mozilla, räumt ein, dass Firefox keine Ahnung hat, ob der Anwender der Installation bereits zustimmte und beim Start dann automatisch nachfragen wird. Scott fügt hinzu, dass die Menge von unerwünscht installierten Add-Ons Mozilla zum Handeln zwang und verspricht, dass die Kontrolle in Firefox 8 bei weitem mehr Vorteile als Nachteile für den Anbieter bringen wird.

Ricoh kündigt neues GXR-Modul an

Mit dem neuen Modul A12 lassen sich Objektive mit Leica M-Bajonett an das GXR Wechselmodulkamerasystem anschließen.

Ricoh will im September 2011 das neue GXR-Modul A12 herausbringen, an dem sich Objektive anschließen lassen, die dem Standard Leica M-Bajonett folgen. Das Modul bietet für die unterschiedlichen Objektive diverse Korrekturfunktionen an, damit ein Fotograf die Bildqualität verbessern kann. Das in Schwarz gehaltene Objektivmodul GXR Mount A12 ist mit einem CMOS in APS-C-Größe und einem Schlitzverschluss ausgestattet. Ricoh plant mit einer monatlichen Produktion von 3000 Einheiten. Das Modul, das in ein GXR-Gehäuse eingeschoben wird, soll rund 650 Euro kosten.

Das GXR-Kamerasystem hat Ricoh im Dezember 2009 in den deutschen Markt eingeführt. Die GXR-Kamera fasst unter anderem den Akku und die Speicherkartenaufnahme sowie die Aufnahmeschiene für die Module, die neben dem Objektiv den Bildsensor und den Bildverarbeitungsprozessor beinhalten. Dadurch soll laut Hersteller eine optimale Anpassung an die unterschiedlichen Anforderungen der Objektivvarianten erfolgen können.

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