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Montag, 17. Oktober

17.10.2011 | 00:00 Uhr

Samsung verliert vor Haager Gericht gegen Apple +++ Hacker bringt Siri auf iPhone 4 +++ Siri versteht Befehle auch im gesperrten Zustand +++ Apple Store sollen zur Jobs-Gedenkfeier schließen +++ Google stellt Buzz ein +++ Devolo präsentiert dLAN-Adapter mit drei Gigabit-Ports +++ Apple-Rechner vor HP +++ Spekulationen um unspektakuläres iPad-Update +++ Tipp: Die Einstellungen von einer alten Time Capsule übernehmen +++ EXIF-Daten des iPhone aufbereiten +++ AAPL auf neuem Rekordwert

Morgenmagazin Morgendämmerung
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Samsung verliert vor Haager Gericht gegen Apple

Samsung hat am Freitag vor einem Gericht in der niederländischen Hauptstadt Den Haag eine weitere Niederlage im Patentstreit gegen Apple erlitten. Das Gericht wies das Ansinnen des koreanischen Herstellers nach einem Importverbot für iPhone 3GS, iPhone 4, iPad und iPad 2 ab. Laut Samsung würden Apples Geräte wichtige Patente des Unternehmens verletzen, die Richter kamen jedoch zur Ansicht, das die von Samsung geschützten Technologien Bestandteil internationaler Standards wie dem 3G-Funk geworden seien und somit weniger schützenswert. Samsung müsse Apple und auch anderen Firmen die Patente zu fairen, vernünftigen und nicht diskriminierenden Bedingungen (FRAND) gewähren. Laut Gericht widersprechen jedoch die von Samsung geforderten Lizenzbedingungen den FRAND-Kriterien, die verlangten Gebühren seien zu hoch gewesen. Weder Samsung noch Apple wollten das Urteil bisher kommentieren.

Hacker bringt Siri auf iPhone 4

Bereits am Freitag ist es dem Entwickler Steve Troughton-Smith gelungen, Apples Sprachassistenten Siri zu hacken und die Software auf dem iPhone 4 zu installieren. Der Hack sei ihm mit brute-force-Methoden gelungen, berichtet Electronista. Siri und sein Honescreen Springboard würden auf dem iPhone 4 genauso laufen wie auf dem iPhone 4S, lediglich die schlechtere Grafikleistung des iPhone 4 mache das System ein wenig langsam. Apple hat keine offizielle Begründung dafür genannt, das Siri nur auf dem neuesten iPhone läuft, womöglich will Apple enttäuschte Erwartungen verhindern, in dem es Siri nur auf dem besten verfügbaren iPhone-Modell laufen lässt.

Siri versteht Befehle auch im gesperrten Zustand

Auf ein potentielle Sicherheitslücke der Spracherkennung Siri machen unseren Kollegen von Macworld aufmerksam: Der Sprachassistent reagiert auch auf einem gesperrten iPhone auf Befehle. Hält man den Homebutton des iPhone 4S gedrückt, ist Siri aufnahmebereit, selbst wenn das iPhone gesperrt ist und alle anderen Funktionen erst nach Eingabe eines Sicherheitscodes frei schaltet. Was einerseits eine Erleichterung für den rechtmäßigen Besitzer ist, könnte Dritten eine Möglichkeit eröffnen, das iPhone zu missbrauchen. Siri ist nicht an eine bestimmte Stimme gekoppelt, jeder kann Mail oder Nachrichten aktivieren und somit beliebige Botschaften an Dritte schicken. Das iPhone 4S kennt jedoch eine Lösung für dieses Problem: die Zugangssperre. In dieser lässt sich Siri deaktivieren, der Sprachassistent reagiert erst dann, wenn man die Sperre des iPhone 4S aufgehoben hat.

Apple Store sollen zur Jobs-Gedenkfeier schließen

Kommenden Mittwoch wird Apple auf seinem Campus seinen verstorbenen Gründer Steve Jobs in einer Trauerfeuer auf dem Campus ehren. Wer zu dieser Zeit einen Kauf im Apple Store eingeplant hat, könnte vor verschlossenen Türen stehen, berichtet die Website 9to5Mac. Für die Stunde von zehn bis elf Uhr Ortszeit in Cupertino sollen am Mittwoch die Apple Stores schließen, die dortigen Mitarbeiter sollen die Trauerfeier per Videoübertragung verfolgen können. Ob die Trauerstunde auch außerhalb der USA den Betrieb der Apple Stores betrifft, geht aus dem Artikel nicht hervor. Wenn ja, kann man sich darauf einrichten, dass am kommenden Mittwoch die sechs deutschen Apple Stores schon um 19 Uhr für den Publikumsverkehr geschlossen sein werden.

Google stellt Buzz ein

Google stellt sein vor einem Jahr eröffnetes Social Network Buzz ein und will sich fortan auf die Weiterentwicklung von Google+ konzentrieren. Vor einem Jahr war Buzz durch schlechten Datenschutz ins Gerede gekommen, die US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) hatte Beschwere gegen Google erhoben. Ein mit Google geschlossener Vergleicht verpflichtet das Unternehmen für 20 Jahre zu unabhängigen Überprüfungen des Datenschutzes.

"Wir haben viel von Google Buzz gelernt und setzen dies jeden Tag in unsere Vision für Produkte wie Google+ um," erklärt Googles Produktvizepräsident Bradley Horowitz in einem Blog-Post. Google werde Buzz demnach "in ein paar Wochen" schließen. Ebenso stellt Google im Januar 2012 Code Search ein und das 2007 übernommene Twitter-Pendant Jaiku ein.

Devolo präsentiert dLAN-Adapter mit drei Gigabit-Ports

Der Aachener Powerline-Hersteller Devolo erweitert sein Portfolio. Mit dem dLAN 500 Avtriple+ kommt ein Gerät mit integrierter Steckdose auf den Markt, das eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis 500 Mbit/s bietet. An den dLAN-Adapter können bis zu drei Computer oder netzwerkfähige Geräte angeschlossen werden. Das ermöglicht ein integrierter Gigabit-Switch . Ein eingebauter Filter reduziert das Netzrauschen und soll so für eine optimale Datenübertragung sorgen. Gegen unbefugten Netzzugriff schützt sich das Gerät mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung, die auf Knopfdruck aktiviert werden kann. Im Betrieb regelt der dLAN 500 AVtriple+ die Energieaufnahme dynamisch; unter Vollast verbraucht das Gerät etwa 100 Watt, im Standby-Betrieb verbraucht es zirka 12 Watt täglich.

Details: Der Dlan AVtriple+ hat drei Netzwerkschnittstellen.
Vergrößern Details: Der Dlan AVtriple+ hat drei Netzwerkschnittstellen.
© Devolo

Der Adapter ist schnell konfiguriert. Er muss dazu lediglich in die Steckdose gesteckt und über das mitgelieferte Netzwerkkabel mit einem netzwerkfähigen Gerät oder dem DSL-Router verbunden werden. Ein Druck auf den Verschlüsselungsknopf stellt dann eine sichere Verbindung her. Eine weitergehende Konfiguration ist über die Monitoring-Software dLAN Cockpit möglich.

Den devolo dLAN 500 AVtriple+ gibt es einzeln oder im Starter-Kit mit zwei Adaptern. Das Einzelgerät kostet 99,90 Euro, das Starter-Kit mit einem dLAN 500 AVtriple+ und einem dLAN 500 Avplus kostet 179,90 Euro. (Thomas Hümmler)

Apple gewinnt Zufriedenheitsstudie vor HP

Kann nicht nur Tablets und Smartphone: Apple.
Vergrößern Kann nicht nur Tablets und Smartphone: Apple.
© www.alliphonewallpapers.com

Apple macht seine Kunden so glücklich wie kaum ein anderes Unternehmen. Und das gilt nicht nur für Tablet- und Smartphone-Nutzer, sondern auch für US-amerikanische PC-Anwender. Das zeigt der seit 1995 erhobene American Customer Satisfaction Index ( ACSI ), den die gleichnamige einst von der University of Michigan ausgegründete Firma ermittelt.

In diesem Jahr sind laut ACSI Apple-Rechner nicht nur im Vergleich zur Konkurrenz die Favoriten der Verbraucher - das ist bereits seit Jahren der Fall. Aber aktuell erreicht Apple auf der Skala von 0 bis 100 den höchsten je gemessenen Wert: 87.

Als einziger großer Hersteller liegt Apple damit aktuell über dem Durchschnittswert 78. HP erzielt als Nummer Zwei in Sachen Kundenfreundlichkeit exakt diesen Mittelwert. Dell und Acer liegen bei 77 Punkten. Schlusslicht ist das zum HP-Konzern zählende Compaq mit 75. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich Compaq aber ebenso wie Apple und HP um etwa mehr als einen Punkt verbessern. Die übrigen Werte blieben unverändert.

Die Rubrik Personal Computer ist neben größeren Haushaltsgeräten und Fernsehern eine von drei Kategorien, die im Index abgefragt und bewertet werden. Die Rechner schneiden gegenüber den anderen beiden Sparten mit Durchschnittswerten von 85 beziehungsweise 81 eindeutig am schlechtesten ab.

Besonders aufschlussreich am ACSI erscheint indes, dass er Vergleichbarkeit über den langen Zeitraum von 15 Jahren ermöglicht. Insgesamt stieg die Zufriedenheit der Nutzer mit ihren Rechnern von 2001 bis 2006 stetig auf den Punktwert 77 an. Nach drei schwächeren Krisenjahren wurde bereits im Vorjahr der Topwert 78 erreicht und jetzt bestätigt.

Apple hatte seinen Tiefpunkt mit 69 im Jahr 1998. Vom damaligen Status als fragwürdiger Hersteller kletterte man auf ein Top-Niveau und liegt seit 2004 mit dem Ausnahmejahr 2007 (79) konstant über der 80er-Marke.

HP (absolutes Tief 2003 mit 70) schnitt noch 2008 mit schwachen 73 Punkten ab, stabilisierte sich seither aber auf relativ gutem Niveau. Der Weltmarktführer, der seine PC-Sparte jetzt abstoßen will, hatte bei seinen Kunden zuletzt also merklich an Vertrauen zurückgewonnen.

Dell hatte zuletzt 2003 die Spitzenposition im Ranking inne. In den letzten Jahren schnitt der Hersteller wieder besser ab als zuvor. Gewachsen ist aber vor allem die Kluft zwischen Apple und dem Rest. 13 Prozentpunkte an Vertrauen gewann die Apfelmarke seit der Ersterhebung 1995 hinzu - auch das ein Spitzenwert.

Das detaillierte Ranking ist auf der ACSI-Homepage zu finden.

Spekulationen um unspektakuläres iPad-Update

Die Vorstellung des iPhone 4S und nicht des von vielen erwartete iPhone 5 war eine Überraschung, vor allem, weil das iPhone 4S zumindest in Sachen Hardware nur ein Update darstellt, mit dem das Smartphone mit der Konkurrenz wie dem Samsung Galaxy S2 gleichzieht. Von einem neuen iPhone hatten sich viele aber größere Veränderungen erhofft.

Wie DigiTimes meldet, könnten Apple-Fans nun auch bei dem nächsten iPad vor einer ähnlichen Situation stehen. Statt eines neuen iPad 3 könnte Apple demnach zuerst eine neue Version des iPad 2 veröffentlichen, das zu einem günstigeren Preis schon Anfang 2012 gegen das Kindle Fire von Amazon antreten soll.

Das wirklich neue iPad 3 werde dann in der ersten Jahreshälfte 2012 folgen. Eine Bestätigung für diese Gerüchte gibt es natürlich nicht.

Tipp: Die Einstellungen von einer alten Time Capsule übernehmen

Eine neu angeschaffte Time Capsule soll genauso konfiguriert werden wie das alte Modell, dass durch sie ersetzt wird. Wie lassen sich die Einstellungen vom alten auf das neue Gerät übertragen?

Man schaltet zuerst die bisher verwendete Time Capsule ein, schließt dann auch die neue Time Capsule an das Stromnetz an und startet das Airport-Dienstprogramm . Nach etwas Wartezeit werden beide Geräte links im Programmfenster angezeigt und man markiert das neue Gerät. Nach einem Klick auf "Fortfahren" öffnet sich das Fenster, in dem man die Time Capsule benennt und ihr ein Kennwort zuweist.

Nach dem obligatorischen Klick auf "Fortfahren" markiert man die Option "Eine bestehende Basisstation/drahtloser Router soll durch Time Capsule ersetzt werden", klickt nochmals auf "Fortfahren" und wählt das Gerät aus, das ersetzt werden soll. Anschließend öffnet sich das Fenster mit den Internet-Einstellungen, in dem man nur das Kennwort für die Internet-Verbindung angeben muss, die anderen Einstellungen werden automatisch übernommen.

Jetzt muss man noch entscheiden, ob man die Time Capsule für das Backup verwenden möchte oder nicht und wird dann dazu aufgefordert, das alte Gerät vom Netz zu nehmen. Man entfernt das Netzkabel der alten Station, schließt zudem das DSL-Modem an die neue Time Capsule an und klickt dann auf "OK". Die neue Station arbeitet nun mit den Einstellungen der alten Time Capsule.

EXIF-Daten des iPhone aufbereiten: Photo Stats

iPhone-Besitzern, die viele Fotos mit ihrem iOS-Gerät machen, liefert Photo Stats ein interessantes Profil ihres Hobby-Fotografen-Daseins. Die App gibt die bevorzugten Kamera-Anwendungen an und wertet Verschlusszeiten, ISO-Werte und den Einsatz des Blitzes aus. Der Benutzer erfährt in welchen Städten und an welchen Tagen er die meistens Fotos aufgenommen hat und zu welcher Uhrzeit sie entstanden sind. Ebenso analysiert das Programm das vorherrschende Bildformat: Portrait oder Landschaft.

Einen wirklichen Nutzen haben die gesammelten Angaben kaum, ergeben aber ein unterhaltsames Bild des eigenen Verhaltens. Zur Weitergabe der Auswertungen bietet das Tool Facebook und Twitter an. Den belegten Speicherplatz der Fotos auf dem iPhone führt die Anwendung ebenfalls auf. Im Test erkannte Photo Stats allerdings nicht alle verwendeten Kamera-Apps. Dies könnte damit zusammenhängen, dass nicht alle Programme ihre Fotos im Album abspeichern. Das Programm ist in Englisch.

Fazit: Interessante grafische Darstellung der iPhone-EXIF-Angaben. Die App stellt dazu mehrere Themes bereit. Wer wissen möchte wo und wann er die meisten Fotos macht, findet bei Photo Stats die Anwort.

Unterhaltsame Spielerei mit den EXIF-Daten von Fotos

Dear Future Astronaut AB

Preis: 0,79 €

Gesamtnote: 2,8

Vorzüge: Nette Aufbereitung der eigenen Fotosammlung

Nachteile: Nicht alle Daten werden korrekt ausgelesen

Typ: (iPhone, iPod touch (4. Gen.), iPad 2, iOS 4.2)

Alternativen: -

iTunes-Link: Photo Stats

AAPL auf neuem Rekordwert

Am Dienstag dieser Woche wird Apple nach Börsenschluss in New York die Bilanz für das vierte Quartal seines Geschäftsjahres vorstellen - kaum überraschen würden neue Rekordzahlen in Umsatz und Gewinn, die womöglich sogar jene aus dem letzen Weihnachtsquartal übertreffen könnte, zumindest in einigen Aspekten. In freudiger Erwartung der Bilanz haben Anleger am Freitag die Apple-Aktie schon auf einen neuen Rekordwert gehievt, der Schlusskurs von exakt 422 US-Dollar vom Freitag war so hoch wie nei zuvor und im Vergleich zum Handelstag zuvor um 13,57 US-Dollar oder 3,32 Prozent höher als am Handelstag zuvor.

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