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Montag, 18. Juli

18.07.2011 | 00:00 Uhr

Warum wir uns auf Lion freuen: Airdrop +++ HTC verliert im Patentstreit gegen Apple +++ Extensis bringt Portfolio Server 10 +++ Intel geht möglichem Fehler in SSD 320 nach +++ iOS-Update schließt PDF-Sicherheitslücke +++ Gerücht über Apple-TV-Konkurrenten von RIM +++ Microsoft arbeitet an Social-Network-Suchmaschine +++ Android 3.2 für Tablets fertiggestellt +++ Tipp: Bilder direkt in eine Google-Mail einfügen +++ App-Test: Katzen verstehen - Katzen-Knigge 1.01 +++ AAPL im Plus

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Warum wir uns auf Lion freuen: Airdrop

Airdrop: Der Datenaustausch von Mac zu Mac wird bequemer
Vergrößern Airdrop: Der Datenaustausch von Mac zu Mac wird bequemer

Wer seine Daten nicht über iCloud von Mac zu Mac transportieren möchte, muss nach wie vor Dokumente direkt austauschen. Sind zwei Macs im gleichen Netz angemeldet, ist das nicht schwer zu bewerkstelligen: Die Rechner finden sich dank Bonjour - das 2002 zu seinem Start noch Rendezvous hieß - sofort, sofern die Dateifreigabe - bis Mac-OS X 10.5 noch Sharing genannt - aktiviert ist. Je nachdem, welche Rechte der Administrator des Servers eingerichtet hat, können Gäste oder registrierte Benutzer in bestimmten Ordner Dateien ablegen oder sogar welche daraus kopieren. Die Systemeinstellungen in Mac-OS X 10.5 und 10.6 sind überaus variantenreich und können fast jeden Wunsch erfüllen, doch benötigen sie einiges an Überlegung - sonst steht der Mac offen wie ein Scheunentor.

Airdrop erleichtert die Freigabeprozedur erheblich. Kommen sich zwei Lion-Macs nahe, Apple gibt eine Distanz von zehn Metern an, erkennen sie sich gegenseitig, sofern sie über aktuelle WLAN-Hardware verfügen, was für die meisten Lion-fähigen Macs gelten dürfte. Der Clou: Es ist keinerlei Einstellung nötig und die Rechner müssen nicht einmal in das Netz eingebucht sein. Gästen im heimischen WLAN muss man alos nicht sein Passwort verraten, um von Rechner zu Rechner Daten tauschen zu können, es genügt nur deren Anwesenheit.

Dokumente lassen sich nun einfach auf das Airdrop-Symbol ziehen, sie landen auf dem Rechner des anderen in dessen Download-Ordner, wenn er die verschlüsselte Datenübertragung genehmigt hat. Airdrop funktioniert also etwas anders als ein Briefkasten, am ehesten noch wie der Datentransfer über iChat. Um diesen zu ermöglichen, müssen aber nicht nur beide Rechner im gleichen Netz angemeldet sein, sondern auch iChat gestartet haben.

Für den schnellen Datenaustausch zwischen den eigenen Rechnern, etwa iMac und Macbook - haben wir uns eine derartige Funktion schon lange gewünscht, da jeder Konfigurationsaufwand entfällt. Auch der Datentausch mit Gästen in unserem Netz erleichtert sich mit Airdrop erheblich. Ein weiterer Grund zur Vorfreude auf Lion.

HTC verliert im Patentstreit gegen Apple

Ein Richter der US-Handelsbehörde ITC hat in erster Instanz entschieden, dass HTC gegen zwei Apple-Patente verstößt, berichtete HTC am letzten Freitag. Wenn das Urteil rechtskräftig ist, könnte HTCs Handy-Import in die USA verboten werden.

Die Niederlage von HTC signalisiert den Erfolg einer weiteren Attacke gegen Googles Betriebssystem Android , die von den Mitwettbewerbern Apple, Microsoft und Oracle eingefädelt wurde.

Der endgültige Urteilsbeschluss wird noch von einer Reihe von Richtern der US-Handelsbehörde geprüft, die im Zweifelsfall die erste Entscheidung ablehnen können,

Florian Müller, ein Patent-Experte, beschreibt in einem Blog die beiden fraglichen Patente als essentielle Betriebssystemkern-Komponenten von Android, Übrigens sind die gleichen Patente Grundlage eines Urheber-Rechtsstreites zwischen Apple und Motorola. Gleichzeitig ist dieses vorläufige nur das Ergebnis eines vorn zwei Rechtsverfahren von Apple gegen HTC und HTC hat zusätzlich auch eine eigene Klage gegen Apple am Laufe.

Müller schätzt, dass Apple nur dann sich auf eine lizenzierte Nutzung seiner Patente durch HTC einlässt, wenn die Firma im Gegenzug auch auf HTC-Patente angewiesen ist. HTC hingegen scheint die Hoffnung auf Ablehnung des Urteils zu setzen. Während HTCs Pressemitteilung das Ergebnis eher herunterspielt - immerhin basiert es auf nur zwei der ursprünglich von Apple zitierten zehn Patenten - wird die Firma das Urteil bis hin zur letzten Instanz anfechten, kündigt Grace Lei, die Rechtsberaterin von HTC, an. Weitere Hoffnung setzt HTC auch auf seine bevorstehende Übernahme von S3-Graphics, gegen deren Patente wiederum Apple laut einem Urteil von ITC verstößt.

Android steht aber auch weiterhin von allen Seiten unter Beschuss: Microsoft hat Hersteller von Android-basierten Handys zur Zahlung von Lizenzgebühren an Microsoft aufgefordert, aber bisher lenkte nur HTC ein. Oracle hat eine Klage wegen dem Einsatz von patentiertem Java-Code in Android gegen Google am Laufen und Apple hat seine Rechtstreitigkeiten auf weitere Android-Handyhersteller, wie Samsung ausgeweitet.

Extensis bringt Portfolio Server 10

Extensis hat Version 10 seiner Digital-Asset-Management-Software Portfolio Server veröffentlicht, die jetzt sowohl HD-Videoformate als auch Vorschau auf dem iPad unterstützen.

"Sowohl Firmen als auch Mitarbeiter sind zunehmend mobil und 75 Prozent der Unternehmen planen, bis Ende 2013 Tablets einzusetzen", zitiert Davin Klutz, Produkt-Manager bei Extensis, aktuelle Studien und fügt hinzu: "Unser Ziel ist es, dafür die effizienten Werkzeuge zur Verfügung zu stellen."

Die Extensis-Lösung Portfolio verwaltet digitale Dateien auf dem Server und stellt dort automatisch Versionen für verschiedene Plattformen zur Verfügung. Damit können Anwender ihre Mediendateien in Version 10 nun direkt auf iPad 2 liefern, ohne auf dem lokalen Rechner die Dateien konvertieren zu müssen.

Neu ist in Version Portfolio Server 10 die Netpublish-Tablet-Vorlage, mit der digitale Medien nun auch von oder auf iPads geladen werden kann, und die Suche, Vorschau und das Abspielen von Mediendateien auf dem iPad unterstützt. Außerdem gibt es eine verbesserte A/V-Unterstützung zur Verwaltung und Wiedergabe von Audio- und Videodateien über das Internet und einen Netmedia-MAX HD-Konverter zur Umwandlung von Videos in geeignete Formate für Internet und mobile Geräte.

Portfolio Server 10 gibt in drei verschiedenen Server Editionen und die Preise dafür fangen bei knapp 2000 US-Dollar an. Für Unternehmen mit gültigem Wartungsvertrag ist das Update kostenlos. Voraussetzung ist mindestens der Einsatz von Mac-OS X 10.5.8 oder Mac-OS X 10.6.7 Server. Extensis wird am 21. Juli um 20 Uhr MEZ ein Webcast mit allen Neuigkeiten in Portfolio Server 10 veröffentlichen und lädt auf seiner Webseite für Anmeldungen ein.

Intel geht möglichem Fehler in SSD 320 nach

Intel untersucht eine Fehlerquelle, die möglicherweise den Absturz das Solid State Laufwerks SSD 320 verursachen kann. Das Laufwerk ist seit März 2011 im Handel und wird in Macs und PCs eingebaut. In der SSD 320 Modellreihe werden Kapazitäten zwischen 40 und 600 GB angeboten. Während die Untersuchungen noch andauern, bietet Intel allen betroffenen Kunden den Austausch des SSD-Laufwerks an.

Im Intel-Forum beklagen Besitzer von SSD 320, dass die Laufwerke wegen Problemen der Stromversorgung abstürzen und anschließend Daten verloren sind. In einigen Fällen zeigen die Laufwerke nach einem Absturz nur noch eine Kapazität von acht MB an.

Daniel Snyder, ein Pressesprecher von Intel, empfiehlt allen besorgten Kunden, sich umgehend mit Intels Kundendienst in Verbindung zu setzen. Die Adressen sind auf Intels Webseite aufgelistet. Zusätzlich biete die Firma auch Live-Chats an.

Intel hatte auch in der Vergangenheit schon Probleme mit abstürzenden SSDs: In 2009 lieferte die Firma nur einen Tag nach Kundenberichten von fehlerhaften X25-M SSDs ein Firmware-Upgrade zur Behebung aus.

iOS-Update schließt PDF-Sicherheitslücke

Nach dem Bericht des deutschen Bundesamt für Sicherheit in Informationstechnik (BSI) über Sicherheitslücken beim Öffnen von PDFs in der iOS-Version von Safari hat Apple innerhalb weniger Tage Abhilfe geschaffen: Am letzten Freitag hat die Firma Updates für alle iOS-Geräte veröffentlicht und empfiehlt allen Kunden dringend die Installation.

Für die CDMA-Version des iPhone 4 gibt es das Update iOS 4.2.9 für alle anderen iOS-Geräte von iPod Touch 3G und 4G bis hin zum iPad 2 und iPhone 4 GSM ist iOS 4.3.4 zuständig.

Behoben wurden in den Updates sowohl der Mangel, dass über ein PDF in Apples Kern-Framework Malware ausgeführt werden konnte, als auch eine Lücke, dank der ein Exploit als Besitzer auftreten und Zugriffsdaten des Benutzers auslesen konnte. Die PDF-Schwachstelle wurde eine Woche vor dem Update durch eine neue Version von Jailbreak für iOS 4.3.3 aufgedeckt.

Alle Updates sind über iTunes verfügbar. Weitere Einzelheiten werden in Apples Dialog-Fenster vor dem Update eingeblendet oder können auf Apples Webseite abgerufen werden.

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