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Montag, 18. Oktober

18.10.2010 | 00:00 Uhr

Analyst rechnet mit 45 Millionen iPad-Verkäufen in 2011 +++ AMD: iPad hat Einfluss auf PC-Verkäufe +++ AT&T will iPad direkt an Geschäftskunden verkaufen +++ Updates für Logic Pro und Logic Express +++ AutoCAD kommt auf den Mac +++ Justizministerin geht gegen Netz-Betrüger vor +++ Facebook wegen Datenschutzlücke erneut in Kritik +++ Konsolensteuerung gefragt - Sony mit Lieferproblemen +++ AAPL schnellt in die Höhe

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Analyst rechnet mit 45 Millionen iPad-Verkäufen in 2011

Marktforscher erwarten, dass iPads der Renner der Weihnachtssaison 2010 sein wird und in 2011 bis zu 45 Millionen Mal über die Ladentheke gehen wird, berichtet Eweek . Analysten schätzen, dass Apple seinen gewaltigen Marktvorsprung auch nach der Einführung von Tablet-Computern der Konkurrenz halten wird.

Brian White , ein Analyst bei Ticonderoga Securities, veröffentlichte am 14. Oktober die Ergebnisse seiner Studie, wonach die Nachfrage in China und Taiwan nach dem iPad kontinuierlich weiter ansteigt. In den USA wird das iPad außer in Apple-Stores und bei Apple-Händlern nun ab Oktober auch durch weitere Vertriebskanäle wie Wal-Mart, Target, Best Buy und den Netzwerkbetreibern Verizon und AT&T angeboten. Verizon Einstieg in den iPad Markt hält White nur als ein Vorzeichen von dem baldigen Einstieg in den iPhone-Markt, womit AT&Ts iPhone-Verkaufsmonopol ein den USA endlich gebrochen wird.

"Der iPad-Verkauf durch Target seit dem dritten und Wal-Mart seit dem 15. Oktober und die Verträge mit Mobilnetzbetreibern wird die Verkaufszahlen für Apples Tablet besser als erwartet antreiben", schätzt White. Zwar sind in den sieben Monaten seit iPads Markteinführung bereits Konkurrenten wie das Galaxy Tab von Samsung , das Playbook vom Blackberry-Hersteller Research in Motion und Ankündigungen des Microsoft-CEOs Steve Ballmer für Windows-Tablets aufgetaucht, aber dank den neuen Verkaufsstrategien sieht White das iPad immer noch weit vor dem Mitwettbewerbern. Mit einer Schätzung von nun 45 Millionen iPad-Verkäufen in 2011 haben die Analysten bei Ticonderoga Securities ihre ursprünglichen Prognosen von 21,8 Millionen Geräten mehr als verdoppelt.

Colin McGranahan, ein Analyst bei Bernstein Research, schätzt die gegenwärtigen Verkaufszahlen auf 4,5 Millionen iPads pro Quartal. Für 2011 erwartet er für Apple für das iPad alleine Gewinne von zirka neun Milliarden US-Dollar. CNBC zitierte die Prognosen von McGranahan für das iPad als " Riesen-Erfolg mit unglaublichen Ausmaßen ".

AMD: iPad hat Einfluss auf PC-Verkäufe

AMD hat in seiner Telefonkonferenz mit den Investoren zugegeben, dass ein erheblicher Anteil seiner Gewinneinbußen im dritten Quartal 2010 direkt auf das iPad zurückzuführen sind, berichtet Electronista . Auf eine direkte Frage nach dem Einfluss von Tablet-Computern antwortete der CEO Dirk Meyer , dass - angeführt von Apples iPad - Tablets erhebliche Beeinträchtigungen für den Notebook Markt verursachten. Meyer weigerte sich, über weit reichende Einflüsse zu spekulieren, schätzte aber, dass Apples iPads sich auf den gesamten Notebook-Markt auswirken, und nicht nur auf Apples Konkurrenten.

Eher ausweichend bestätigte Meyer, dass alle Prognosen für Tablets auf unsicheren Füssen stehen. "Auf Anfrage werden fünf verschiedene Industriebosse mit fünf verschiedenen Antworten aufwarten, ob sich Tablets eher gegen Netbooks oder Notebooks das Rennen durchsetzen. [...] Ich denke, dass mit seinen Features das iPad beiden ernsthafte Konkurrenz bereitet und wahrscheinlich sogar gut ausgestattete Marken-Laptops aussticht.", erwartet Meyer.

AMD kann einen stetigen Zuwachs an Chip-Verkäufen für mobile Geräte ausweisen, erwartet aber erst in zirka zwei Jahren in den Tablet-Markt einzusteigen. In der Telefonkonferenz erwähnte AMD, sich stärker auf Grafik zu konzentrieren, da die "Fusion"-Prozessoren von AMD schnellere Grafik unterstützen, ohne dass ein Zusatzchip gebraucht wird. Alle neueren AMD-Laptop-Modelle profitieren klar von der Übernahme von ATI in 2006 und bieten fast alle schnellere integrierte Grafik als Intel.

Während Analysten zunehmend bestätigen, dass Tablet-Verkäufe auf Kosten von Netbooks oder günstigen Laptops gehen, sahen sich die Chip-Hersteller bisher auf der sicheren Seite. Auf der Basis eines mobilen Betriebssystems wie Apples iOS schätzen die Hersteller es als äußerst unwahrscheinlich, dass ein Tablet-PC sich als alleiniger Computer bei den Kunden durchsetzen wird.

AT&T will iPad direkt an Geschäftskunden verkaufen

Kurz nach der Bekanntgabe am letzten Donnerstag, dass Verizon und AT&T das iPad anbieten wollen, fügte AT&T am letzten Freitag hinzu, dass sie das iPad auch direkt an Firmen verkaufen werden.

AT&T bezeichnet es als Teil ihrer eigenen Geschäftsstrategie, anderen Firmen "zu erhöhter Produktivität und Flexibilität zu verhelfen" und will ab Donnerstag, dem 28. Oktober alle drei Wi-Fi + G3 Modelle an Unternehmen mit AT&T-Verträgen oder Privatkunden, deren AT&T-Rechnungen von ihrem Arbeitsgeber bezahlt werden, verkaufen.

AT&T verspricht sich viel von diesem Direktangebot: Im seinem Quartalsbericht im Juli berichtete AT&T , dass zunehmend Geschäftskunden nach dem iPad verlangen. Im gleichen Monat bestätigte Apples CEO Tim Cook auf der Investorenkonferenz , dass über 50 Prozent aller Unternehmen auf der Fortune 100-Liste das iPad bereits einsetzen oder für den Einsatz testen.

AT&T will für die Geschäftskunden die gleichen Datentarife wie für Privatkunden anbieten: Pro Monat gibt es für 15 US-Dollar 250 MB und für 25 US-Dollar 2 GB Datennutzung.

Updates für Logic Pro und Logic Express

Apple hat identische Updates für seine Musik-Suites Logic Pro und Logic Express veröffentlicht. Die Update-Version 9.1.2. soll neben kleineren Verbesserungen vor allem die Kompatibilität mit Mac Pros mit sechs und zwölf Prozessorkernen verbessern, nun Unterstützung für iOS-Apps zur Steuerung bieten, die das Open-Sound-Control Protokoll (OSC) nutzen, und die Zusammenarbeit mit einer Reihe von Audio Unit Plug-ins gewährleisten.

Beide Versionen des Audio-Softwarepakets Logic unterstützen außerdem nun REX-Dateien im 64-Bit-Modus. Besonders von Interesse ist dies zum Beispiel für Anwender der Software Recycle von Propellerhead .

Apple empfiehlt die 9.1.2-Update-Versionen (140 MB) für Logic Pro und Logic Express für alle Anwender der Versionen 9. Systemvoraussetzungen sind mindestens Leopard Mac-OS X 10.5.8 oder für 64-Bit-Unterstützung Snow Leopard Mac-OS X 10.6.2. Alle Einzelheiten für die Update-Versionen veröffentlichte Apple auf seinen Webseiten für Logic Pro und Logic Express .

AutoCAD kommt auf den Mac

Der Softwarehersteller Autodesk hat seine Ankündigung vom August wahr gemacht und das professionelle Design-Programm AutoCAD in einer Mac-Version herausgebracht. In den letzten 16 Jahren hat es die Software zur Konstruktion von Maschinenbauteilen, Architektur oder städtische Infrastruktur nur für Windows gegeben. AutoCAD, das als "Photoshop für Ingenieure" gilt, benötigt einen Intel-Prozessor mit 64 Bit und setzt Mac-OS X 10.5.8 oder 10.6.4 voraus. Die Preise für Autocad beginnen bei 3.975 US-Dollar, eine 30-Tage-Demo stellt der Hersteller auf seiner Website zur Verfügung. Im September hatte Autodesk bereits die kostenlose App AutoCAD WS für iPhone und iPad veröffentlciht.

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