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Montag, 19. Dezember

19.12.2011 | 00:00 Uhr

Digitimes: Apple bringt kleineres iPad +++ Plant Apple gravierende Design-Änderungen für sein iPad 3? +++ Samsung baut Apples A5-Chips in Texas +++ Seagate und Western Digital verkürzen Garantie für Festplatten +++ Amazon verkauft Millionen von Kindles - jede Woche +++ SMK: Bluetooth Calculator Keypad für Macbook & Co. +++ Facebook und Greenpeace einigen sich bei Energiedisput +++ Macwelt am iPad lesen +++ Durchgespielt: Jurassic Park -The Game +++ Siri legal auf älteren iPhone-Modellen möglich +++ Streng limitierte Batman-Version des Lumia-Smartphones +++ Farbstick in Camera Raw genauer bestimmen +++ AAPL im Plus

Morgenmagazin Mondsichel
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Digitimes: Apple bringt kleineres iPad

Digitimes hat ein neues Gerücht gemeldet, wonach im vierten Quartal ein kleines iPad mit 7,85-Zoll-Display auf den Markt kommen soll. Das iPad-Mini wird nicht etwa das iPad 3 ersetzen, das im ersten Quartal 2012 erwartet wird, sondern soll die Modell-Palette mit neuen Größen abrunden.

Digitimes ist überzeugt, dass Apple nach dem Erfolg von Amazons Kindle Fire und Smartphones mit großem Display mit dieser Neuentwicklung in deren Marktsegment einsteigen will. Laut Digitimes Quellen werden die neuen kleinen Bildschirme von LG und AU Optronic gefertigt und die Produktion soll noch im zweiten Quartal 2012 anlaufen.

Korea Times hat im November das Gerücht verbreitet, wonach Apple an einem 7,35-Zoll iPad-Mini-Modell arbeiten soll. Interessanterweise versteifen sich beide Quellen auf LG as Lieferant für die neuen Displays .

Plant Apple gravierende Design-Änderungen für sein iPad 3?

Die Gerüchteküche brodelt speziell bei Apple im Vorfeld neuer Veröffentlichungen immer besonders stark. Noch hat sich das Unternehmen zwar nicht offiziell zu einem iPad 3 geäußert, doch in letzter Zeit sprudeln an dutzenden Stellen vermeintliche Informationen zum überarbeiteten Tablet-PC von Apple an die Oberfläche.

So spricht der chinesische iPhone -Lieferant TVC-Mall beispielsweise auf seiner Website über ein neues Mikrofon, welches im iPad 3 zum Einsatz kommen soll. Das Bauteil soll im Vergleich zum im iPad verwendeten Mikrofon über veränderte Schaltkreise verfügen. Auch in der äußeren Form unterscheidet sich die Komponente deutlich von den im iPad 2 genutzten Bauteil. Dies legt natürlich nahe, dass Apple auch das Innenleben des iPad 3 neu gestalten könnte.

Ob das erwähnte Bauteil jedoch auch wirklich im iPad 3 zum Einsatz kommt, ist derzeit noch nicht geklärt. Oft werden mehrere Hersteller mit der Entwicklung einzelner Bauteile betraut, die dann für unterschiedliche Prototypen verwendet werden.

Bislang liegen noch keine offiziellen Informationen zum iPad 3 vor. Insider rechnen jedoch mit einem neuen Display , welches über eine Auflösung von 2.048×1.536 Pixeln verfügt. Auch ein neuer Prozessor und mehr Arbeitsspeicher sind fast sicher.

Samsung baut Apples A5-Chips in Texas

Während dank Plagiats-Vorwürfen und Patenten für Tablet und Smartphones zwischen Samsung und Apple der Rechtsstreit andauert, beeinträchtigt dies nicht etwa den Normalbetrieb der beiden Firmen. Apple bezieht auch weiterhin seinen A5-Chip für das iPhone 4S und iPad 2 von seinem Zulieferer Samsung, berichtet The Guardian .

Gefertigt wird der Chip jetzt in der Samsung-Produktionsanlage in Austin (Texas) und ist somit eine der wenigen Komponenten, die in der USA hergestellt werden. Samsung hat in Austin für 3,6 Milliarden US-Dollar eine Fabrik ausgebaut, seit Anfang Dezember auf voller Auslastung fährt. Alle Logik-Chips von dort werden exklusiv an Apple geliefert, während in der Anlage aber auch NAND-Speicherchips gefertigt werden. Der A5-Prozessor -Chip ist nach der Übernahme von PA Semi im April 2008 eine Eigenentwicklung von Apple und nutzt Lizenzen von der englischen Firma ARM Holding .

Apple hat es - wie üblich - abgelehnt, Einzelheiten über Lieferanten preiszugeben. Auch eine Pressesprecherin bei Samsung kommentierte weder zum Auftraggeber Apple noch den genauen Chip-Bezeichnungen und berichtete lediglich, dass seit der Investition in Austin dort jetzt auch Logik-Chip hergestellt werden. Zirka 1100 neue Angestellte wurden für die Herstellung von Logik-Chips angeworben - zusätzlich zu den bisher 2400 in der NAND-Speicherchip Produktion. Mit einer Investition von insgesamt neun Milliarden US-Dollar ist der koreanische Betrieb die größte ausländische Fabrik in Texas.

Austin ist ein idealer Standort für Halbleiter-Herstellung, da die Universität nebenan jede Menge Ingenieure ausbildet. Auch Freescale Semiconductor und Fertigungsanlagen von ARM , Intel und Advanced Micro Devices (AMD) sind dort angesiedelt.

Seagate und Western Digital verkürzen Garantie für Festplatten

Die Festplatten-Hersteller wollen statt in Garantie-Leistungen lieber in Weiterentwicklungen investieren. Für eine Reihe von Standard-Festplatten bedeutet dies ab Jahresende eine Reduzierung von fünf auf künftig nur noch ein Jahr.

Sowohl Segate als auch Western Digital (WD) werden gegen Jahresende ihre Garantiezeiten drastisch reduzieren: In einigen Fällen von bisher fünf auf künftig nur noch ein Jahr, berichtet The Register . Das dadurch gesparte Geld wollen beide Firmen in die Weiterentwicklung ihrer Produkte investieren.

Seagate

Seagate will seine Garantie-Zeiten für Laufwerke am 31. Dezember 2011 umstellen. Für alle zuvor verkauften Festplatten gelten natürlich unverändert die derzeitigen Garantieleistungen. Zur Rechtfertigung der Verkürzung beruft sich Seagate auf den derzeit üblichen Industriestandard.

Die neuen Garantie-Zeiten werden auf interne Festplatten für Laptops, Desktops Computer und elektronische Geräte angewendet. Geräte für kritischen Unternehmenseinsatz, wie zum Beispiel die Cheetah -Reihe, oder externe Festplatten bleiben unter unveränderten Garantie-Bedingungen.

Die Änderungen betreffen laut Seagate die Nearline-Festplatten (mit größerem Pufferspeicher für ununterbrochenen Einsatz in Server), wie zum Beispiel die Constallation-2-Modellreihe, und die neue Hybrid-Festplatte Momentus XT , für die beide die Garantie von fünf auf drei Jahre reduziert wird. Noch radikaler fällt die Kürzung für eine Reihe von internen Desktop- und Laptop-Platten aus: Von fünf auf künftig ein Jahr fallen sowohl alle Barracuda und Barracuda Green 3,5-Zoll-Modelle, als auch die Momentus 2,5-Zoll-Platte .

Western Digital

Western Digital will seine für eine Auswahl von Festplatten verkürzten Garantieleistungen am 2. Januar 2012 einführen. Gründe zur Änderung hat ein Pressesprecher von WD nicht genannt, aber beteuert, dass die Entscheidung nichts mit der Flut im Oktober in Thailand zu tun hat, die große Teile der Produktion lahm legte.

Western Digital wird die Garantie-Zeiten für alle Modelle der Caviar Blue-, Caviar Green- und Scorpio Blue -Reihe von derzeit drei auf zwei Jahre reduzieren. Der Pressesprecher der Firma schrieb in einer E-Mail, dass die Standard-Garantie auf einen Computer lediglich ein Jahr beträgt und WD für seine Premium-Festplatten-Modelle Caviar Black , Scorpio Black und Velociraptor auch weiterhin fünf Jahre Garantie zusichert. Außerdem will die Firma verlängerte Garantie-Zeiten gegen Aufpreis anbieten.

Amazon verkauft Millionen von Kindles - jede Woche

Amazon hat am letzten Donnerstag veröffentlicht, dass die Firma seit drei Wochen jede Woche eine Million Kindle-Geräte verkauft hat. Gleichzeitig wurden in der Pressemitteilung genaue Zahlen vermieden, welches Kindle-Modell nun wie oft über die Ladentheke ging.

Seit Jahren lobt Amazon seine Kindle-Umsatzzahlen, ohne genaue Statistiken zu liefern. So hat im November Amazon stolz verkündet, den Millionen-Meilenstein mit Kindle-Verkäufen zum ersten Mal erreicht zu haben. Am Black Friday , dem offiziellen Start des Weihnachtsgeschäft in den USA, meldete Amazon, dass an dem Tag die höchsten Kindle-Verkaufszahlen aller Zeiten registriert wurden und der Kindle Fire sich seit acht Wochen am besten verkauft.

So während sich der Kindle Fire (200 US-Dollar) am besten verkauft, liegen "nur" die Gesamt-Verkaufszahlen aller Kindle-Geräte bei zirka einer Million pro Woche und Umfragen zeigen, dass die Kunden gerne zu den Modellen mit der elektronischen Tinte (e-Ink, ab 80 US-Dollar) greifen. Die Studienergebnisse zeigen große Schwankungen bei der Auswahl und laut einem Bericht der New York Times könnte Kindle Fire langfristig hinter seine Kindle-Kollegen zurückfallen. Analysten schätzen, dass erst Anfang nächsten Jahres Amazon selbst ein klares Bild hat, ob der Kindle Fire wirklich der erhoffte große Erfolg ist, denn die Geschäfts-Regeln von Amazon erlauben den Kunden eine Rückgabe innerhalb von drei Monaten.

Unterm Strich hat sich Kindle Fire im Tablet-Markt zweifelsfrei durchgesetzt und ist damit das erste erfogreiche Tablet ohne ein kleines "i" vor seinem Namen.

SMK: Bluetooth Calculator Keypad für Macbook & Co.

Vom kalifornischen Hersteller SMK-Link Electronics Corporation kommt jetzt zumindest in den USA ein Keypad, das als selbstständiger Rechner funktioniert, sich aber auch via Bluetooth als zusätzliches Eingabegerät für Apple-Geräte ohne Ziffernblock eignet. Dazu zählen neben den diversen Macbooks (Pro, Air) auch aktuelle iMacs oder Macs Pro, die mit dem reduzierten Apple-Keyboard ausgerüstet sind. Hier kann der Bluetooth Calculator Keypad für Abhilfe sorgen und beispielsweise die Eingabe in Tabellenkalkulationen über den externen Ziffernblock wesentlich vereinfachen. Da das Keypad über ein eigenes LC-Display verfügt, ist es auch als eigenständiges Rechengerät einsetzbar. Da die aktuellen Macs über Bluetooth verfügen, ist die Verbindung, die bis zu zehn Meter betragen soll, kein Problem. Ansonsten kommt ein Dongle (wie der Nano Bluetooth Dongle von SMK) zum Einsatz. Ein direkter Versand nach Europa ist nach Angaben des Herstellers nicht vorgesehen. Die Liste der Distributoren ist derzeit noch leer, so dass über Preis und Verfügbarkeit in Deutschland noch nichts gesagt werden kann. In den USA kostet das Keypad 60 US-Dollar.

Info: SMK-Link Electronics Corporation

Facebook und Greenpeace einigen sich bei Energiedisput

Greenpeace ist mit einer eigenen Website bei Facebook vertreten. Gleichzeitig kämpfen die Umweltaktivisten seit 2010 unter anderem mit einem drastischen Animationsvideo gegen die Energie-Versorgung der Datenzentren von Facebook und anderen Cloud-Anbietern durch Kohlekraft. "Unfriend Coal" heißt die Kampagne, die Greenpeace unter anderem in diesem Video auf lustig animierte und kommentierte, aber unmissverständliche Weise betrieben hat. Die Hauptforderung der Umweltaktivisten: Facebook muss bei der Versorgung seiner Rechenzentren mit Strom auf saubere Energiequellen umsteigen und von fossilen Energieträgern Abschied nehmen. Nach eigener Aussage hatten sich bereits 700.000 Online-Aktivisten der Kampagne angeschlossen. Nun geben beide Parteien eine Einigung bekannt. Demnach habe man sich auf eine Zusammenarbeit zur Förderung der erneuerbaren Energien in und um die Cloud herum geeinigt. Gemeinsam wolle man Energieversorger dazu bringen, stärker auf umweltverträgliche Energiequellen zu setzen. Insbesondere die eigenen Server und Rechenzentren will Facebook zunehmend durch saubere Energieträger speisen. Seinerseits wird Greenpeace das Open Compute Project unterstützen, an dem wiederum Facebook beteiligt ist und das umweltverträgliche Technologien für Server, Speicher und Rechenzentren öffentlich verfügbar macht. Facebook beschreibt und bestätigt diese Vereinbarung ebenfalls . Die gemeinsame Erklärung lässt sich auch als PDF nachlesen.

Info: Greenpeace Blog

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