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Montag, 19. Januar

19.01.2009 | 00:00 Uhr

Steve Jobs will keine weiteren Angaben zu Gesundheitsproblemen machen +++ Macbook Air mit 15 Zoll? +++ Vorwurf: Zerstörung statt Recycling bei Apple Australien +++ iLife 09 geht in Produktion +++ Steinberg stellt Cubase 5 und iPhone App vor +++ Nintendos Wii dominiert US-Spielemarkt - Konkurrenz abgeschlagen +++ Brüssel nimmt Microsoft erneut ins Viser +++ Neue Kontakte zwischen Yahoo und Microsoft +++ AAPL weiter im Minus

Morgenmagazin - Rauhreif
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Steve Jobs will keine weiteren Angaben zu Gesundheitsproblemen machen

Apple-Chef Steve Jobs will trotz der Forderungen von Anlegern und Branchenexperten keine weiteren Angaben zu seinem Gesundheitszustand machen. «Warum lasst ihr Jungs mich nicht in Ruhe - warum ist das so wichtig?», sagte Jobs der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Telefon in einem seiner seltenen Interviews am Freitag. Um die Gesundheit der 53-Jährigen gibt es seit Monaten viel Aufsehen, weil er als treibende Kraft hinter den Erfolgen des Computer- und iPhone-Herstellers gilt. Jobs kündigte vor einigen Tagen an, er werde wegen seiner Gesundheitsprobleme eine Auszeit bis Ende Juni nehmen, da die Behandlung komplexer sei als zunächst angenommen. Laut bisherigen Angaben leidet er an einer Hormonstörung.

Bloomberg berichtete außerdem unter Berufung auf Personen, die Jobs' Gesundheitszustand «beobachten», von Überlegungen über eine Lebertransplantation. Es blieb allerdings unklar, ob es um Menschen geht, die tatsächlich mit dem Krankheitsverlauf des Apple-Chefs vertraut sind, oder um Experten, die seinen Zustand aus der Ferne analysieren.

Nach Jobs' Angaben hindert die Hormonstörung seinen Körper daran, Proteine zu verarbeiten, wodurch er an Gewicht verliere. Im Jahr 2004 war Jobs wegen eines Krebs-Tumors an der Bauchspeicheldrüse operiert worden. Es hieß zuletzt mehrfach, er habe keinen Krebs.

Bereits seit im Juni 2008 erstmals der Gewichtsverlust von Jobs auffiel, wird die Informationspolitik von Apple kritisiert. Das Unternehmen machte nur zögerlich und nur sehr allgemeine Angaben über Jobs' Gesundheit. Zahlreiche Investoren und Branchenexperten fordern aber, dass Apple angesichts der herausragenden Rolle des Mitbegründers für das Geschäft des Konzerns lückenlos über seinen Gesundheitszustand unterrichtet. In diesem Zusammenhang werden auch Aktionärsklagen nicht ausgeschlossen. Die immer wieder aufkeimenden Spekulationen um Jobs' Gesundheit hatten den Kurs der Apple-Aktie in den vergangenen Monaten stark belastet.

Jobs gilt wie kaum ein anderer US-Manager als Motor und Garant des Erfolgs seines Konzerns. Apples Siegeszug in den vergangenen Jahren mit Produkten wie dem Musikplayer iPod und dem iPhone-Handy wird zu einem Großteil Jobs zugeschrieben. Er werde auch während der Auszeit an wichtigen strategischen Entscheidungen beteiligt bleiben, betonte der charismatische Konzernlenker vor einigen Tagen. Er will sich demnächst auch in den Verwaltungsrat des Disney-Konzerns wiederwählen lassen, an dem er seit dem Verkauf des Animationsfilm-Studios Pixar einen Anteil von 7,5 Prozent hält. (dpa)

Macbook Air mit 15 Zoll?

Vom stromsparenden Prozessor bis hin zum großen Display, Laufwerk und üppigen Schnittstellen - der flache große Bruder des Macbook Air soll keine Wünsche offen lassen. Apple arbeitet an einer größeren Ausgabe des Macbook Air, berichtet eine Gerüchteseite aus Taiwan . Obwohl die derzeitige 13,3-Zoll-Variante so dünn und klein wie möglich entwickelt wurde, wird Apple jetzt demnach die Auswahl mit einem 15-Zoll-Modell erweitern.

Laut einem Bericht von Macnn soll die Neuentwicklung auf einem der neuen stromsparenden Intel Core 2 Prozessoren basieren und möglicherweise ein optisches Laufwerk und mehr Schnittstellen bieten. Das Original-Macbook Air wurde augiebig kritisiert , dass die Firewire-Schnittstelle weggelassen wurde und somit das Gerät nicht im Target-Modus mit einem anderen Mac verbunden, bzw. eine Vielzahl von Zubehör nicht mehr angeschlossen werden kann.

Der derzeitige Startpreis für das 13,3-Zoll Macbook Air liegt bei 1.700 Euro - ein großer Bruder wäre deutlich teurer. Die Internetseite aus Taiwan liegt gelegentlich mit den Hardware-Prognosen von Apple goldrichtig. Während im Oktober nur einige Entwürfe des Aluminium-Macbooks sich als akkurat herausstellten, waren die Gehäusefotos des Macbook Pros im Juli ein Volltreffer.

Vorwurf: Zerstörung statt Recycling bei Apple Australien

Apple in Australien zerstört angeblich jede Menge kaputte Macs, die problemlos zur Reparatur oder für Einzelteile-Recycling noch geeignet wären, berichten gleich mehrere Mitarbeiter von verschiedenen Recyclingstellen. Ein Arbeiter in einem Warenhaus in Sydney behauptet, dass er aufgefordert wurde, Apple Geräte im Gegenwert von ca. 200 000 Euro zu zerstören, von iMacs, Xserves, Macbooks, Macbook Pros bis hin zu Apple-Mäusen, Handbüchern und Software wie Final Cut Studio. Die Mitarbeiter arbeiteten angeblich mit Hammer und Schraubenziehern und setzten schließlich Gabelstapler zum Pressen ein, dass alles in die Müllcontainer passte.

Umstritten ist, dass zumindest einige der Macs sogar noch bootfähig waren. Email-Ausdrucke von Korrespondenz zwischen Apple und Dienstleistungs-Technikers enthüllen, dass in einigen Fällen der Kunde auf einem Austausch statt Reparatur bestand. Ein weiterer Mitarbeiter behauptet, dass Apple bevorzugt Hardware austauscht, anstatt die Reparaturkosten in China zu tragen.

Laut einem Bericht von Macnn kommt der Auftrag zur Zerstörung der Apple Geräte angeblich von einem der leitenden Angestellten. Rob Small, der Marketing Direktor von Apple Australien, besteht hingegen darauf, dass Apple keinesfalls funktionierende Computer zerstört. "Wir zerstören lediglich Hardware, deren Reparatur sich nicht mehr lohnt oder nicht mehr zum Verkauf geeignet ist." , sagt Small.

Small dementiert auch, dass Apple in Australien willkürlich Hardware wegwirft. "All unser Recycling wird verantwortungsvoll von zertifizierten Recycling-Unternehmen ausgeführt. Nichts davon endet auf der Müllhalde oder wird ins Ausland abgeschoben."

Die Firma Apple setzt sich aktiv für Recycling ein und vermeldet stolz, dass in 2007 die wieder verwertbare Menge um 57 Prozent angewachsen ist. Falls die Anschuldigungen gegenüber Apple Australien zutreffen, dann sortieren die Subunternehmen in Australien nur die Rohstoffe, wie Gold, aus oder ignorieren die Strategie von Apple komplett.

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