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Montag, 21. Dezember

21.12.2009 | 06:00 Uhr

Psystar gibt nicht auf +++ Besitzer des iPod Touch sind Update-Muffel +++ Adobe rechtfertigt Verspätung beim Sicherheitsupdate für Reader +++ Bing verklagt Microsoft wegen Markenrechten +++ Letzte Beta von Firefox 3.6 veröffentlicht +++ Synology bringt NAS Disk Station +++ AAPL schließt stark

Morgenmagazin: Kaminfeuer
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Psystar gibt nicht auf

Entgegen anderslautender Berichte will der frühere Klon-Hersteller Pystar sein Geschäft nicht schließen. Dow Jones Newswire hatte berichtet, dass Psystar nach der Niederlage vor Gericht alle Geschäftstätigkeiten einstellen wolle. Der Anwalt von Psystar dementiert dies. Es gebe keine derartigen Pläne. Dennoch ist die Zukunft des Unternehmens, das als frecher Mac-Kloner bekannt wurde, mehr als fraglich.

Psytar hatte vor Gericht gegen Apple verloren und muss Schadensersatz an Apple zahlen. Das Gericht untersagt es Psystar zudem, jemals wieder hne Genehmigung Mac-OS X zu verkaufen, verändern oder auf nicht-lizensierter Hardware zu installieren. Dies zerstört Psystars Geschäftsgrundlage. Nicht zuletzt musste Psystar während des laufenden Verfahrens Insolvenz anmelden. Es ist nicht davon auszugehen, dass das Unternehmen wieder auf die Füße kommt.

Besitzer des iPod Touch sind Update-Muffel

Laut einer Auswertung des Werbevermarkters Chitika meiden viele Besitzer des iPod Touch die kostenpflichtigen Updates für die Pod-Firmware. Nur 55 Prozent haben bisher auf die Firmware 3.0 oder neuer aktualisiert. Beim Phone sind es hingegen 95 Prozent, die ihr Gerät mit der aktuellsten Firmware betreiben. Der Grund ist leicht auszumachen: Apple verlangt acht Euro für das Update des iPod, für iPhone-Nutzer sind auch große Versionssprünge der Firmware kostenlos.

iPhone-OS 3.0 brachte MMS und Copy/Paste, die Suchfunktion sowie einige weitere Neuerungen. Die ersten iPods ud iPhones wurden noch mit der Firmwarenummer 1.x ausgeliefert. Diese können App-Vermarkter nicht erfassen, da Werbung in iPhone-Software nur Geräte ab der Firmware 2.0 existiert, für ältere Firmware gibt es keine Apps. Inzwischen dürften die ersten Generationen der Firmware deshalb statistisch kaum noch eine Rolle spielen.

Adobe rechtfertigt Verspätung beim Sicherheitsupdate für Reader

Statt der umgehenden Behebung der letzten Akuten Sicherheitslücke beharrt Adobe auf seinen normalen Update-Zyklus und lässt Anwender bis zum regulären Update am 12. Januar warten.

Das nächste Sicherheits-Update von Adobe kommt erst Mitte Januar. Damit hat Adobe am Freitag bekannt gegeben, dass sie die akute Sicherheitslücke nicht umgehend schliessen werden, sondern den "normalen" Update-Zyklus beibehalten.

Damit bleiben Anwender von Adobe Reader 9.2 und Adobe Acrobat 9.2 bis zum 12. Januar angreifbar. Brad Arkin, der Direktor für Produktsicherheit bei Adobe, beteuert, dass ein sofortiger Patch nicht wirklich eine Option war. Damit wäre der Freigabetermin für das normale Sicherheitsupdate im Januar gefährdet und hätte bis Februar verschoben werden müssen. Arkin schätzt, dass die Behebung ohnehin zwei bis drei Wochen Entwicklung in Anspruch nimmt und am besten in das Mitte-Januar-Update eingebaut wird. Seit Mai überarbeitet Adobe seine PDF-Anwendungen zur Eliminierung von Sicherheitslücken und veröffentlicht regelmäßige Updates im Drei-Monats-Rhythmus.

Den Vergleich mit der Firma Microsoft, die umgehend Versionen zur Behebung zusätzlich zu den normalen Sicherheits-Updates ausliefern, lehnt Arkin ab. Er vermutet, dass Microsoft an den Behebungen meist bereits lange vor der Veröffentlichung der Sicherheitslücke arbeiten. Adobe hat erst am vergangenen Montag von der letzten Sicherheitslücke erfahren, auch wenn die Logdateien von mehreren Sicherheitsfirmen den Exploit seit dem 20. November belegen. Wie auch im letzten Oktober verspricht Adobe vermehrt an der Früh-Entdeckung von Sicherheitslücken zu arbeiten.

Letztendlich beruft sich Arkin auf die Bequemlichkeit von großen Unternehmen, die gleich zwei Updates innerhalb von zwei Monaten nicht unbedingt begrüßen. In der Zwischenzeit verweist er Anwender auf die seit Oktober verfügbare Javascript-Blacklist-Funktion, mit der Anwender und Systemadministratoren bestimmte Javascript-Funktionen abschalten können, ohne gleich komplett Javascript zu deaktivieren. Laut Arkin bestätigten interne Tests bei Adobe, dass ein Abschalten der verwundbaren API vor dem aktuellen Exploit schützt.

Einzelheiten gibt Arkin nicht bekannt, aber kündigt an, dass das kommende Sicherheitsupdate bei weitem nicht den Umfang von der letzten Update-Version im Oktober erreicht, in der gleich 29 Fehler behoben wurden.

Bing verklagt Microsoft wegen Markenrechten

Die Design-Firma Bing Information Design verwendet den Namen "Bing" seit 2000 und fordert nun Schadensersatz-Zahlungen.

Bing Information Design aus Missouri hat in St. Louis Klage gegen Microsoft wegen Markenverletzung und unfairem Wettbewerb eingereicht. Wegen Verwendung des gleichen Namens Bing für die Suchmaschine soll Microsoft zur Zahlung von Schadensersatz und richtig stellender Werbung wegen Verwechslung der Markennamen zur Kasse gebeten werden. Die Firma behauptet auf bing.biz , dass Microsoft durch aggressive Werbung für die Suchmaschine der Firma Bing sehr geschadet hat.

Die Design-Firma für Computer-Grafiken verwendet den Namen Bing seit 2000, hat aber laut dem US-Patentamt die Schützung für Bing! (mit Ausrufezeichen) erst am 26. Mai diesen Jahres beantragt In erster Instanz hat das Patentamt den Namen am 25. August abgelehnt. Microsoft hat die Schützung des Namens Bing (ohne Ausrufezeichen) am 2. März 2009 beantragt.

Microsoft hat von der Klage bisher nur durch die Presse erfahren, zeigt sich aber zuversichtlich. "Die Klage ist unbegründet. Für die Angebote der Forma und die Suchmaschine von Microsoft besteht absolut keine Verwechslungsgefahr." , nimmt eine Pressesprecherin von Microsoft in einer E-Mail Stellung

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