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Montag, 28. November 2011

28.11.2011 | 00:00 Uhr

Gericht hält Verkaufsverbot für Samsung-Tablet in Australien unfair +++ Sharp soll LCD-Panels für nächstes iPad liefern +++ Finnische Forscher wollen Smartphones stromsparender machen +++ AT&T will angeblich auf 40 Prozent von T-Mobile verzichten +++ Plextor kündigt neue SSDs mit True Speed an +++ Hulu plant deutschen Ableger +++ Samsung stellt Netbook-Produktion im nächsten Jahr ein +++ Disney verleiht seine Filme auf YouTube +++ Google plant OnLive-Konkurrent für Chrome +++ Im Finder die Festplatte den Favoriten hinzufügen +++ Externe Festplatte Freeagent GoFlex 1,5TB USB3.0 +++ AAPL verliert weiter

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Gericht hält Verkaufsverbot für Samsung-Tablet in Australien unfair

Ein Richter eines australischen Berufungsgerichts hat in Frage gestellt, ob der Gerichtsentscheid zum Verkaufsverbot der Tablets des iPad -Rivalen Samsung wirklich fair ist, berichtet Bloomberg . In einer Anhörung vor dem Berufungsgericht am letzten Freitag in Sydney hat Richterin Lindsay Forster kritisiert, dass das Urteil in dem Plagiatsprozess nur fair gegenüber Apple ausfiel. Die Bundesrichterin Annabelle Bennett fällte am 13. Oktober das Urteil , wonach der Verkauf von Samsung Galaxy 10.1-Tablets in Australien verboten bleibt, bis der laufende Patent-Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung beigelegt ist.

Neil Young, der Anwalt von Samsung, bemängelte in der Anhörung am letzten Freitag, dass Richterin Bennett im Urteilsspruch nicht ausreichend die schwerwiegenden Konsequenzen des Banns für Samsung in Betracht zog. Young hat bereits am 4. Oktober vor Gericht beklagt, dass Samsung das Galaxy 10.1-Tablet als "tot" völlig vom australischen Markt zurückziehen muss, wenn der Verkaufsstopp während der kommenden Weihnachtssaison aufrechterhalten wird.

John Dowsett, einer der drei Richter im Anhörungsverfahren, versprach eine Revision des Urteils zu Beginn dieser Woche. Dowsett kritisierte, dass Apple nicht einfach über potentielle Umsatzeinbußen beim iPad 2 in Australien Buch führt und, falls Apple den Patent-Rechtsstreit gewinnt, nachträglich entsprechende Schadenseratz-Forderungen gegenüber Samsung geltend macht.

Während Young seinen zweieinhalb-stündigen Monolog vor dem Richterausschuss ohne Unterbrechung vortragen konnte, wurde hingegen Apples Rechtsvertreter Stephen Burley wiederholt von zwei Richtern in ein Verhör genommen, wo sowohl Burleys Argumente als auch die Entscheidung von Bennett in Frage gestellt wurden. Die Fragen der Richter können allerdings nicht in jedem Fall als Vorzeichen einer Urteilsänderung gedeutet werden.

Burley hatte vor der Urteilsentscheidung Mitte Oktober vorgetragen, dass Samsung strategischen Druck ausübt, nur zu einem baldigen Prozess im Patentsverfahren zuzustimmen, wenn kein Bann verhängt wird. Dieser Schachzug habe dann Bennett in ihrem Urteilsspruch bestärkt. Burley hatte damals auch argumentiert, dass ein potentieller Verkauf des Galaxy 10.1-Tablets in 600 Läden australienweit auch Auswirkungen auf Apples Verkäufe von iPhones, Macs und Apple-Programmen haben wird, da Kunden von einem Gerät oft zu Zubehör und weiteren Geräten des gleichen Herstellers greifen. Dowsett hingegen hat nun angezweifelt, ob ein Galaxy-Tablet im australischen Handel wirklich Apple echten Schaden zufügen kann.

Samsungs Anwalt Neil Young klagte vor dem Berufungsgericht, dass Richterin Bennett in ihrem Urteil im Oktober versäumte, Apples Chancen im schwebenden Patentsrechtsstreit realistisch zu beurteilen. Laut australischer Gesetzgebung ist sie zu einer solchen Einschätzung verpflichtet. Young mutmaßt, dass Bennett Apples Klage auf schwachen Füßen sehen muss und folglich Apples Forderung auf einen Verkaufsbann hätte abweisen müssen.

Der Patents-Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung mit mehreren Klagen und Gegenklagen zieht sich seit April in vier Ländern hin. Nach den ursprünglich in den USA eingereichten Plagiatsvorwürfen gegen Samsung hat die Firma in Australien gegen Patentsverletzung durch Apple bei der Wi-Fi-Übertragung des iPhones und iPad 2 geklagt. Apple hält auch in Australien eine Gegenklage wegen zwei Patenten gegenüber Samsung aufrecht. Richterin Bennett hat am 15. November ein Gerichtsverfahren für März 2012 angesetzt, obwohl Apple spätere Termine vorschlug.

Sharp soll LCD-Panels für nächstes iPad liefern

Apple hat die japanische Firma Sharp nun auf die Liste seiner Zulieferer gesetzt. Laut einem Bericht des Wall Street Journal am letzten Donnerstag arbeitet Apple ohnehin an einer breiteren Zulieferer-Basis und Sharp soll künftig Displays für das nächste iPad liefern. Sharp hat sich in Osaka derzeit auf die Fertigung von LCD-Bildschirmen spezialisiert, die für Smartphones, Tablets und Fernseher geeignet sind. Sharp soll ohnehin derzeit daran arbeiten, sein Geschäft durch die Produktion von kleineren Displays zu steigern.

Das iPad 3 wird in 2012 erwartet und die Produktion für die Touchscreens soll in Japan in Sharps Produktionsstätte Kameyama 2 übernommen werden. Die gleiche Quelle des Wall Street Journal berichtet auch, dass Apple aktiv in Sharps Fertigungsanlagen investiert, um ausreichende Lieferung von Komponenten für das iPad und iPhone sicherzustellen. Apple hingegen hält sich bedeckt und gibt keine offizielle Zuliefererliste preis.

Sharp hat mittlerweile offiziell bekannt gegeben, dass bis Jahresende die Fertigungsanlage Kameyama 2, die bisher lediglich LCD-Bildschirme für Fernseher herstellte, auf kleinere Displays für mobile Geräte umgestellt werden wird.

Die andauernde hohe Nachfrage nach iPhones und iPads hat Apple steigende Gewinne beschert, auch wenn Apples viertes Quartal am 24. September hinter den Erwartungen von Wall Street zurückblieb.

Die Entscheidung von Apple für Sharp kommt zwar mitten im Patent-Rechtsstreit zwischen Apple und seinem LCD-Zulieferer Samsung, aber Nobuo Kurahashi, ein Analyst von Mizuho Investors Security, will dass nicht als Zeichen gegen künftige Zulieferungen durch Samsung werten. Er sieht einen Apple-Vertrag für Sharp als Gelegenheit, künftig hohe Absatzvolumen zu sichern und weltweit mehr Interesse für Sharp-Produkte zu gewinnen. Auf der anderen Seite bleibt aber auch Samsung mit Speicherelementen und Bildschirmen auf Apples Zuliefererliste für iPhones und iPads, da für Apple Liefergarantien zu bestimmten Preisen und technischen Spezifikationen weit vor Patentklagen im Hintergrund rangieren, erwartet Kurahashi.

In der Tat hat Lee Jae-yong, Samsungs COO und Präsident, bereits im Oktober über Verhandlungen mit Apples CEO Tim Cook berichtet, wonach die Zuliefer-Verträge von Komponenten durch Samsung an Apple bis 2013-14 verlängert werden. Auch die koreanische Firma LG Display Co . hat bestätigt, an Apple LCD-Bildschirme zu liefern.

Finnische Forscher wollen Smartphones stromsparender machen

Forscher der Aalto Universität in Finnland haben ein Gerät vorgestellt, das den Energiebedarf eines 3G-Smartphones um bis zu 74 Prozent drosseln soll, berichtet Electronista . Die neue Entwicklung übernimmt die Aufbereitung und Übertragung von Daten an das Smartphone und kann als Netzwerk-Proxy zwischen das Internet und das Smartphone geschaltet werden.

Bei der Entwicklung hatten die finnischen Forscher besonders Entwicklungsländer im Auge, insbesondere Afrika, wo für Internet und Kommunikation vorwiegend Handys eingesetzt werden und das Hauptproblem der Bedarf und Zugang zum Wiederaufladen der Akkus ist.

Die gemessenen Sparwerte stammen aus Studien der Aalto Universität in Tansania, Uganda und Kenia. Als eines der Ergebnisse wird hervorgehoben, dass der Energieverbrauch von Smartphones mit für mobile Geräte optimierten Webseiten, HTTP-Komprimierung und effizienter Cache-Nutzung deutlich gesenkt werden kann - eine Anregung, die bereits zum Beispiel von den Entwicklern von Opera Mini in die Praxis umgesetzt ist.

AT&T will angeblich auf 40 Prozent von T-Mobile verzichten

Mit einem letzten Zugeständnis will AT&T versuchen, den Zusammenschluss mit T-Mobile in den USA durch die Handelsbehörde (FCC) doch noch genehmigen zu lassen.

Zwar haben die beiden US-Netzwerkbetreiber AT&T und T-Mobile USA am letzten Freitag bei FCC ihren offiziellen Antrag auf Fusion zurückgezogen, aber keineswegs die Absicht zur Zusammenlegung aufgegeben. Um die Kartellbehörden günstig zu stimmen, etwaigen Bedenken vorzubeugen und die Genehmigung vielleicht doch noch im ersten Anlauf ohne langwierige Rechtsverfahren zu ergattern soll AT&T nun im Antrag an das US-Justizministerium angeboten haben, vierzig Prozent von T-Mobile USA abzustoßen, berichten Bloomberg und Electronista .

Weder das US-Justizministerium noch die beteiligten US-Netzwerkbetreiber haben offiziell zu diesem Gerücht Stellung genommen. Der Erfolg des Zugeständnisses, 40 Prozent von T-Mobile USA aus der Fusion auszuklammern, ist zweifelhaft. Die US-Handelsbehörde FCC hat in einer Anhörung bereits argumentiert, dass ein Zusammenschluss nicht im Interesse der Öffentlichkeit ist. In der Klage des US-Justizministeriums gegen die Fusion vor zwei Monaten wurde bereits eine klare Aussage getroffen, dass Zugeständnisse diesen Konflikt nicht lösen werden.

AT&T hat in den Vorverträgen mit T-Mobile USA sich zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von vier Milliarden US-Dollar verpflichtet, falls die Zusammenlegung nicht klappt. Dennoch wird auch in diesem Fall T-Mobile das Nachsehen haben: Die Firma hat ihr Netzwerk in den USA vernachlässigt und den Aus- und Umbau für das iPhone verschlafen und daraufhin jede Menge Kunden verloren. Die Zusammenlegung sollte T-Mobile von den Kosten des Sorgenkindes US-T-Mobile befreien und Aktieninhaber der deutschen Telekom hatten die Ankündigung der Übernahme im März begrüßt .

Plextor kündigt neue SSDs mit True Speed an

Die SSD-Geräte der M3-Serie sind mit der True Speed-Technologie ausgestattet und sorgen dadurch laut Hersteller für konstant hohe Performance - auch nach langem Gebrauch. Dieses Versprechen soll die fünfjährige Garantie für die Geräte unterstreichen.

Um die Tradition seiner SSD-Performances fortzuführen, hat Plextor nach eigener Aussage hochwertige Komponenten verwendet, darunter den neuesten Marvel-Control-Chip und den Toshiba-NAND-Flash-Speicher. Damit verspricht Plextor seinen Kunden die weltweit schnellsten SSDs - in der tatsächlichen Anwendung, nicht nur in Tests, wie das Unternehmen betont - zu liefern.

Plextor arbeitet eng mit Marktführer Toshiba zusammen. So habe Plextor für die "M3"-Serie den neuesten 24nm Toggle-NAND-Flash-Speicher verbaut, der Übertragungsraten von 133 MB/s bieten soll. Damit sei er wesentlich leistungsstärker als der Standard von 40 MB/s, den eine traditionelle SDR-Technologie aufweist. Das optimierte Design stellt ein Maximum an Lese- und Schreibvorgängen sicher und sorgt so für die Beständigkeit und Langlebigkeit der "M3"-Serie, verspricht der Anbieter. Plextor will mit der 5-Jahres Garantie auf die Geräte der "M3"-Serie dem Verbraucher zusätzliche Sicherheit geben. Es setzt sich aus dem Dreijahres-"Fast Warranty Service" (inklusive Abholung und Rücksendung) in der EU, Norwegen und der Schweiz (1 Jahr anderswo) sowie einem darauf folgenden 2-jährigen Bring-In Service, zusammen. Der Anwender kommuniziert bei der Reparatur eines nicht-funktionsfähigen Produktes direkt mit Plextor - so soll der Kunde sicher sein können, dass sein Gerät dauerhaft versorgt ist und es keine Schwierigkeiten mit Drittanbietern oder Retailern gibt. Die Preise für den neuen SSDs gibt der Hersteller jeweils kurz vor Markteinführung bekannt.

Info: Plextor

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