1233374

Montag, 29. August

29.08.2011 | 06:00 Uhr

Üppiges Aktienaket für Neu-CEO Tim Cook +++ Keine TV-Serien mehr im Verleih bei iTunes +++ Prämie lockt Entwickler für Android auf dem Touchpad +++ Panasonic bringt Megazoom-Kamera +++ Google stellt Social Apps von Slide ein +++ Apples Aktienkurs steigt

Morgenmagazin: Wolken
Vergrößern Morgenmagazin: Wolken

Üppiges Aktienaket für Neu-CEO Tim Cook

Jobs-Nachfolger Tim Cook erhält zu seinem Job ein großzügiges Aktienpaket: Cook erhält die Option auf eine Million Apple-Aktien. Diese hätten einen derzeitigen Wert von über 380 Millionen US-Dollar. Cook erhält die Aktien allerdings nicht sofort, sondern gestaffelt. 2016 bekommt Tim Cook eine Hälfte, die andere Hälfte ist erst 2021 fällig. Der Hintergrund ist klar: Der neue Apple-Chef soll eine persönliche Motivation bekommen, lange bei Apple zu bleiben und das Unternehmen erfolgreich weiter zu führen.

Es ist nicht bekannt, nach welchen Regeln und in welcher Anzahl Cook die Aktien später verkaufen und damit tatsächlich zu Geld machen darf. Tim Cook tritt nach Steve Jobs' Rücktritt die Nachfolge als Apple-CEO an. Cook ist seit 13 Jahren bei Apple und wirkte dort zuletzt als COO.

Keine TV-Serien mehr im Verleih bei iTunes

Während die Gerüchteküche von mangelnden Einkommen oder zu beschränktem Angebot spricht, ist offiziell der Kunde mehr am Kauf als am Verleih interessiert.

Beim Launch von Apple TV 2G war diese Option noch ein großes Verkaufsargument. Ende letzte Woche hat Apple aber alle Hinweise und Links, Fernsehserien über iTunes auszuleihen, aus iTunes entfernt. Auch die Produktseite von Apple TV erwähnt diese Option nicht mehr, berichtet ipodnn . Der Verleih bleibt somit ausschließlich Filmen vorbehalten, während TV-Shows nun gekauft werden müssen.

Hintergrund war wohl, dass der Deal mit Apple für Fox und ABC nicht lukrativ genug war. Während für Filme über iTunes fast alle großen Verleihe bei Apple einstiegen, blieb der Verleih von Fernsehshows auf zwei (von vier) großen Sendern beschränkt. Da TV-Sender allgemein unter Einnahme-Einbußen leiden, war der Verleih ein beliebtes Ziel für die Klage, dass das Verleih-Modell dem Verkauf der Programme schade und nicht genug Umsatz generiert. Offiziell jedoch besagen Apple und Fox einstimmig, dass Kunden den Verkauf von Fernsehshows klar den Vorzug geben und kaum die Option zum Verleih nutzen.

Wahrscheinlich planten Apple oder die Sender den Ausstieg schon früher, aber warteten die Fertigstellung von Apples Rechenzentrums in North Carolina ab. Erst mit diesem Hintergrund können Daten zum Apple TV gestreamt werden, ohne lokal auf dem Computer oder einem iOS-Gerät zwischengespeichert zu werden.

Es wird erwartet, dass Apple mit iOS 5 und iCloud in Zukunft verstärkt auf das Streamen von Daten für Apple TV und iTunes setzen wird. Damit ist ein Computer zum Einsatz von Apple TV 2G dann überflüssig.

Prämie lockt Entwickler für Android auf dem Touchpad

Wer Android voll lauffähig auf HPs mittlerweile abgesetzem Touchpad angpassen kann, kann von der Entwicklercommunity einen kleinen Geldsegen bekommen.

Die Prämie ist mittlerweile auf 2.200 US-Dollar angewachsen. Ursprünglich hatte die Hacker-Webseite " Hack n Mod " am letzten Montag 1.500 US-Dollar in bar angeboten, um Entwickler zum Einsatz von Android auf HPs Touchpad zu ködern. Das Preisgeld wird auf verschiedenen Funktionen verteilt: die beste Prämie war für den grundlegenden Einsatz von Android ausgesetzt (950 US-Dollar), der Rest wurde auf dringend notwendige Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel Wi-Fi (350 US-Dollar), verteilt.

Mittlerweile nimmt die Webseite aber auch Spenden zur Unterstützung an und hat die Prämie auf derzeit 2.200 US-Dollar erhöht. Seit HPs abrupten Ausstieg aus dem Tablet-Geschäft vor einer Woche ist das Interesse, HPs Touchpad unter Android statt WebOS einzusetzen, rasant gestiegen. Kunden mit Touchpad befürchten, dass HP bald komplett die Unterstützung von WebOS einstellen wird und sie trotz dem fantastischen Schnäppchenpreis auf einem kaum zukunftsträchtigen Tablet sitzen bleiben. Mit Andoid als Betriebssystem wäre dank den Schleuderpreisen beim HP-Ausverkauf ein Touchpad mit 99 statt 499 US-Dollar ein unschlagbar günstiges Android-Tablet.

Eine Gruppe von Entwicklern hat ursprünglich sich fast schon mit der Prämie in der Hand gesehen, aber Streitigkeiten innerhalb der Gruppe scheint die Entwicklung drastisch verlangsamt zu haben. So ist die Wiki-Seite und das Forum über das Touch-Droid-Projekt noch erreichbar, aber eine dazu verlinkte Webseite und der damit verbundene Twitter-Account scheinen gelöscht. Auf der anderen Seite ließen sich eine ganze Reihe von eigenständigen Programmierern auf die Herausforderung ein und stellen ihre Projektfortschritte über Twitter bereit.

Besitzer des Touchpads, die auf Android hoffen, müssen sich allerdings darauf einstellen, in absehbarer Zeit nur die Smartphone-Version 2.x nutzen zu können. Die Tablet-Variante 3.x ist derzeit nur für manche Hersteller verfügbar und noch nicht nicht als Open Source freigegeben.

1233374