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Montag, 31. Mai

31.05.2010 | 07:00 Uhr

Neues Apple TV für 99 Dollar als Streaming-Gerät +++ WWDC: Apple könnte neuen Mac Pro und neues Macbook Air vorstellen +++ Gerücht: iTunes als Streamingdienst +++ iPhone: Sicherheitslücke ignoriert PIN +++ Anwälte warnen: Apple stehen Kartellklagen wegen iTunes ins Haus +++ AAPL legt weiter zu

Morgenmagazin: Herbstbaum
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Neues Apple TV für 99 Dollar als Streaming-Gerät

Zwar konnte Apple in den letzten zwölf Monaten seine Umsätze für Apple TV gegenüber dem Vorjahr verdreifachen, aber die Konkurrenz schläft nicht. Jetzt entscheidet sich, ob das Apple TV auch weiterhin ein nettes Nebenprodukt bleibt, oder Apple ernsthaft in den Markt einsteigt. Ein neues Konzept könnte das Gerät beleben. Gerüchte sprechen von einem neuen Apple TV mit 16 GB Flash-Speicher und iPhone-OS für 99 US-Dollar.

Steve Jobs hatte am 12. September 2006 das erste AppleTV vorgestellt Seitdem wurden dem Gerät einmal mehr Speicher und zweimal große Software-Upgrades verpasst. Der "iPod für den Fernseher" sollte die Lücke zwischen TV und Computer schließen und unterstützt mittlerweile auch Youtube, die Ausleihe von HD-Videos und Fotogalerien von Webdiensten wie Mobile Me und Flicker. Aber mit mageren 160 GB Festplattenspeicher und iTunes-Video-Streaming, das nur funktioniert wenn auch der Computer läuft, hat das Apple TV schon wieder harte Grenzen erreicht.

Alternativen zu AppleTV

Letzte Woche kündigte Google GoogleTV an. Mit der handlichen Geräteform hört die Ähnlichkeit zum Apple TV aber auch schon auf. Im Gegensatz zu Apples beschränkter Festplattenlösung bietet Google TV eine Lösung zwischen Internet und Fernseher: Statt vorhandene Inhalte in Wiedergabelisten zu finden, gibt der Kunde frei ein, was er sehen will und GoogleTV schlägt vor, wo das Video online bezogen werden kann, wie zum Beispiel von Amazon, Hulo oder anderen Online-Diensten. Da GoogleTV Googles Mobile-Betriebssystem Android einsetzt, laufen auch Smartphone-Apps und Flash-Spiele. Google hat mit einigen TV-Herstellern ein Abkommen getroffen, wonach GoogleTV direkt n den Fernseher eingebaut wird und keinerlei Zusatz-Hardware benötigt wird. Optional gibt es die Technik auch als Settop-Box.

Netflix hingegen setzt auf eine Lösung ohne eigene Hardware. Zwar ist das Hauptgeschäft von Netflix immer noch der Verleih von Blu-rays und DVDs, aber die Firma traf Abkommen mit Herstellern von DVD-Spielern und Spielkonsolen, so dass im kostengünstigen Abonnement der Anwender Internet-Videos von Netflix streamen kann. Auch Hulu soll angeblich aufs gleiche Pferd setzen: Laut Gerüchten will Hulu Pläne anbieten, dass für zirka zehn US-Dollar der Kunde beliebige Filme via Web-Browser auf Computer, iPad oder ähnliche Geräte laden kann.

Apple TVs Zukunft

Am letzten Freitag hat Engadget die Gerüchteküche um Apple TV mit der Information belebt, dass neue Apple-TV-Hardware anstehe und die Anbindung an den iTunes-Store komplett überarbeitet werden solle. Angeblich soll das nächste AppleTV eher ein "iPad für den Fernseher" sein, lediglich Arbeitsspeicher enthalten, 1080P HD-Video unterstützen, unter iPhone-OS 4.0 laufen und endlich Video-Inhalte aus dem iTunes-Store direkt aus dem Internet - der "Cloud" - streamen können.

Zwar sind die Gerüchte unbestätigt, aber für Apple TV Kunden erwarten vom nächsten Modell deutlich mehr, als nur eine größere Festplatte. Ursprünglich hatte sich iTunes als Erfolgsmodell durchgesetzt, dass Kunden einmal für einen Titel zahlen und dann jederzeit runterladen können und auch ohne Internet-Anbindung nutzen können. Aber vielleicht ist es jetzt Zeit, dem Jonglieren von Wiedergabelisten und den umfangreichen Backups den Rücken zu kehren und in Zukunft die Video-Filme wirklich nur in der Internet-Cloud zu speichern.

Apple soll mit einer Reihe von Filmstudios in Verhandlung stehen, um Video-Abonnements zu vereinbaren und "das iTunes-Erlebnis zu vereinfachen." Ziel soll mittlerweile sein, dass Apple zwei Abonnements anbietet: Nur für Video-Streaming oder Video-Streaming mit Download zur Offline-Wiedergabe. In jedem Fall gilt: Bereits zu Jahresanfang hat Apple mit dem Bau eines großes Rechenzentruma in North-Carolina übernommen. Mit der Übernahme des Musikdienstes Lala hat Apple hat die auch die passende Video-Streaming-Technik.

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