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Montag, 5. Juli

05.07.2010 | 00:00 Uhr

iPhone hat weiterhin Probleme mit Exchange +++ Patch für Photoshop CS 5 +++ Zweifel an Apples Erklärung zu Empfangsproblemen des iPhones +++ Google spendiert Blogger Analyse-Tool +++ Arbeitnehmerdatenschutz birgt viel Konfliktstoff +++ Plus oder Minus? Bei neuer Batterie von Microsoft ist das egal +++ Ein Touchscreen zum treten: Studenten entwickeln digitalen Fußboden +++ AAPL verliert

Morgenmagazin: Phlox
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iPhone hat weiterhin Probleme mit Exchange

Für die Synchronisationsprobleme von iOS 4 mit Exchange-Servern hatte Apple Ende letzter Woche noch schnell einen Arbeitsgang vorgeschlagen, der das Problem umgeht. Nach einem Blog von Microsoft am letzten Donnerstag erwarten Experten jedoch, dass dem eine endgültige Lösung von Apple baldmöglichst nachgeschoben wird. "Apple hat zwar noch keinen Freigabetermin gesetzt, aber uns versichert, an der Lösung des Problems zu arbeiten", schrieb Adam Glick , einer der leitenden Produkt-Manager bei Microsoft.

Lee Dumas, einer der Systemarchitekten bei Azelos, einer Firma, die sich auf das Aufsetzten von Exchange-Servern spezialisierte, bestätigte, dass der Workaround von Apple hilft, da das ursprünglich benutzte Zeit-Intervall in der Tat zu kurz war, um eine Verbindung zwischen dem iPhone und einem Exchange-Server zuverlässig aufzubauen.

Aber Dumas weist darauf hin, dass damit noch lange nicht ein anderes Problem aus der Welt ist: Nach einer zu kurz bemessenen Zeitspanne zum Verbindungsaufbau sendet das iPhone die nächste Verbindungs-Anfrage, wartet wiederum nicht lang genug, bis die Verbindung aufgebaut ist, bricht ab und sendet die nächste Anfrage und so weiter. Der Server wird mit diesen Anfragen ausgelastet, ohne erfolgreich antworten zu können. Dumas ist sicher, dass dieser zusätzliche Netzwerkverkehr auf allen Exchange-Servern spürbar wird und fürchtet, dass eine Reihe von Netzwerkspezialisten keine Abhilfe für Überlastungen sieht, als ihre Server für iPhone-Anfragen zu blockieren. Damit bliebe den iPhone-Anwendern nur die Option, auf ihre Mails via Webmail zuzugreifen.

Dumas führt das ganze Problem auf einen Mangel an Interesse von Apple zurück. Apple hat seiner Meinung nach das iPhone nur für Privatkunden entworfen und das "Ignorieren der Exchange-Serverlast ist nur ein Seiteneffekt davon, dass Apple das Gerät nicht richtig für den Firmeneinsatz unterstützt.", schreibt Dumas.

Ein Anwender mit dem Benutzernamen " Austinatma " warnt in Apples Diskussions-Forum die Firma vor teuren Konsequenzen. "Für iOS 4 versprach Apple das Synchronisieren mehrerer Exchange-Accounts , und nun kann noch nicht einmal einer korrekt gehandhabt werden. [...] Dieser Fehler könnte Apple eine Menge Kunden kosten , da Hunderttausende - und nicht etwa nur Firmenkunden - auf die Synchronisation angewiesen sind.", berichtet Austinatma.

Patch für Photoshop CS 5

Anfang letzter Woche hat Adobe für Photoshop CS 5 das Update 12.0.1 veröffentlicht, um eine Reihe von Abstürzen und Leistungsschwächen zu beheben. Obgleich Adobe beteuert, dass Photoshop CS 5 weitaus stabiler als CS 4 sei, hat CS 5 noch einigen Spielraum für Verbesserungen. Die Umstellung von Photoshop auf Cocoa und 64-Bit-Operationen unter Mac-OS X hat als Seiteneffekte in CS 5 Probleme eingeführt, die das 11,3-MB große Patch 12.0.1 jetzt in den Griff bekommen soll.

Das Kontextmenü (hinter der rechten Maustaste) wählt unter 12.0.1 nun die richtige Ebene aus und weist dem Werkzeug zur Farbwahl das beabsichtigte Fenster zu. Beim Verflüssigungs-Filter soll nun die Arbeitsgeschwindigkeit wieder akzeptabel sein und nebenbei soll dieser Filtereinsatz auch keine Menüs mehr deaktivieren. Das Scrollen mit den Apple-Mäusen Mighty Mouse und Magic Mouse wurde verbessert, sowohl die Zeichensatz-Vorschau als auch ein Batch-Zugriff auf ein bereits geöffnetes Dokument führt nicht mehr zu Abstürzen, und ein weißes Bildschirmpixel, dass nach bestimmten Dialog-Fenstern hartnäckig angezeigt blieb, ist mit dem Patch 12.0.1 behoben.

Das Update ist kostenlos für registrierte Nutzer von CS 5 und setzt mindestens Leopard Mac-OS X 10.5.7 voraus.

Zweifel an Apples Erklärung zu Empfangsproblemen des iPhones

Nach wie vor kursiert das Gerücht, dass die Empfangsprobleme mit Apples iPhone 4 auf Produktionsfehler zurückzuführen sei, berichtet Electronista . Daran änderte sich auch nichts, als Apple am letzten Freitag bekannt gab, dass lediglich ein Berechnungsfehler zur Anzeige der Empfangsstärke vorliegt, und nicht etwa eine willkürliche Abschirmung und Unterbrechung von Verbindungen durch bestimmte Handpositionen am Gerät auftritt.

Laut Electronista liegt zumindest ein Bericht vor, in dem Apple-Mitarbeiter von einem Mangel an Beschichtung im Antennenbereich berichten. Ein Anrufer des Apple-Helpdesk erhielt die Anweisung, dass die Geräte nicht ausgetauscht werden können, bevor Apple eine offizielle Lösung des Antennen-Problems veröffentlicht.

Das bisher unbestätigte Gerücht über Materialfehler in der Produktion tauchte bereits einige Tage vor Apples Bekanntgabe auf, dass keinesfalls Antennen-Probleme existieren, sondern nur die Formel der Signalanzeige falsche Werte liefert. Die Kundenberichte spalten sich. Während auf der einen Seite hochzufriedene Anwender das Problem gar nicht nachstellen können, häufen sich auf der anderen Seite die Klagen, dass auch in "guten Empfangsregionen" die Empfangsstärke je nach Handposition stark variiert. Der Verbraucherschutz Consumer Reports berichtete , dass sie die Probleme nicht provozieren können. Das Testlabor der Macwelt ( siehe Video ) hingegen konnte im Test die Antennen-Stärke beeinflussen.

Google spendiert Blogger Analyse-Tool

Googles hat in seinen Blog-Dienst Blogger jetzt ein Werkzeug zum Überwachen der Blog-Nutzung eingebaut, samt Ausgabe von Statistiken und Grafiken. Da das neue Feature in Blogger fest eingebaut ist, müssen die Blogger-Anwender die Funktionen nicht aktivieren, sondern können sich jederzeit über einen neuen Tab im Kontrollmenü die Auswertungen anzeigen lassen. Laut Google zeigt das Analyse-Tool "fast in Echtzeit" die Zugriffsdaten an und erlaubt eine Staffelung pro Tag - Woche - Monat - oder beliebig längeren Zeitintervallen.

Das neue Analyse-Tool ist vorerst nur im Entwurfs-Modus verfügbar: Anwender können die neuen Funktionalitäten in Blogger in Draft ausprobieren, bevor Google sie in Blogger veröffentlicht. Blogger-Anwender, die bisher Dritthersteller-Programme für ihre Zugriffs-Analyse einsetzten, können dies laut Google natürlich auch weiterhin tun.

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