1462315

Montag, 6. April

06.04.2009 | 00:00 Uhr |

Aufsichtsbehörde soll Skype-Sperre untersuchen +++ Stanford bietet kostenlose Unikurse für iPhone-Entwickler +++ 600 Hackerangriffe auf die Bundesregierung +++ Musikmesse: Besucherzuwachs in Frankfurt +++ Keine Verlagerung der Quimonda-Forschungsabteilung +++ AAPL: Positiver Trend setzt sich fort

Morgenmagazin: Sonnenaufgang III
Vergrößern Morgenmagazin: Sonnenaufgang III

Aufsichtsbehörde soll Skype-Sperre untersuchen

Die US-Aufsichtsbehörde Federal Communications Comission (FCC) soll die Sperre des VoIP-Dienstes Skype auf dem iPhone untersuchen. Dies fordert die Organisation "Free Press". In einem offenen legt Free Press dar, dass die Sperrpraxis der Netzanbieter wie AT&T möglicherweise gegen die Richtlinien für Internetanbieter der FCC verstoße. Im Mobilfunknetz kann man die Telefoniefunktion von Skype nicht verwenden. Die Anbieter zeigten "diverse kundenfeindliche Praktiken", so Free Press.

Allerdings funktioniert Skype nicht ausschließlich wegen der Netzanbieter nicht in den Mobilfunknetzen. Apple verbietet die VoIP-Funktion in Handynetzen generell in den Nutzungsbedingungen für iPhone-Entwickler. Zudem sperrt beispielsweise in Deutschland nicht die Telekom das mobile Telefonieren über das Mobilfunknetz. Während Skype auf normalen iPhones die Verbindung verweigert, funktioniert dies mit der neuen Betaversion der Firmware 3.0 problemlos. Es handelt sich demnach um eine Softwaresperre auf dem iPhone und keine Sperre des Anbieters.

Stanford bietet kostenlose Unikurse für iPhone-Entwickler

Seit letztem Hebst hat die Universität Stanford Kurse für Entwicklung von Anwendungen auf dem iPhone im Angebot. Jetzt brauchen Interessenten aber nicht mehr für die Studiengebühren tief in die Tasche zu greifen, sondern können den Kurs " Programmieren von iPhone-Anwendungen " kostenlos von der Stanford on iTunes U -Seite laden.

Die erste von zehn geplanten Lektionen steht mit knapp 470 MB Video-Download seit dem 4. April bereit. Von Stanfords Webseite für den Kurs CS 193P können sich Interessenten Zusatzmaterial wie Übungsaufgaben und weitere Informationen laden.

Erfahrene Apple-Entwickler halten die Kurse

Die Kurse werden von einer Reihe von Apple Angestellten gehalten. Evan Doll, ein Standford-Absolvent in Informatik, hat bei Apple bereits an der Ur-Version des iPhones gearbeitet. Alan Cannistraro und Paul Marcos weisen zusammen über 20 Jahre Apple-Erfahrungen auf und arbeiten an aktuellen iPhone-Anwendungen. Marcos hat bereits in der Informatik-Fakultät andere Programmierkurse für Stanford gehalten.

Der Kurs im letzten Herbst war ein voller Erfolg und 150 Studenten hatten sich um nur 60 verfügbare Plätze beworben. Ein Assistent der Uni Stanford beschreibt in einem Interview den Kurs als hervorragende Einführung für Programmier-Anfänger für mobile Plattformen in Strukturierung, Entwurf und Design.

Voraussetzungen für den Kurs

Während Stanford die Inhalte zusammenstellt, bietet die Zusammenarbeit mit Apple dank iTunes die ideale Plattform zur weltweiten Verbreitung, lobt Brent Izutsu, der Projektmanager von Stanford on iTunes U . Für die Programmierarbeit wird ein Intel-Mac vorausgesetzt, aber die Kursteilnehmer in Stanford brauchen kein eigenes iPhone oder iPod Touch mitzubringen, sondern können sich die Geräte ausleihen. Alle Online-Studenten erhalten die gleichen Anleitungen wie die Teilnehmer vor Ort, aber keine Teilnahme-Scheine.

Potentielle Einsätze von iPhones für den Bildungsbereich

Seit Einführung des App Stores verzeichnete Apple bisher über 800 Millionen Downloads und bietet somit die ideale Testwiese für neue Dritthersteller-Anwendungen. Auch die Anwendungen von einigen Studenten des Herbst-Kurses bei Stanford stehen im App Store zum Download bereit. Zum Beispiel das iStanford -Programm, das Kayvon Beykpou in Zusammenarbeit mit der Universität entwickelt hat und Karten und Informationen des Campus zeigt.

Die Einsatzmöglichkeiten von iPhone-Anwendungen sind so vielseitig, dass andere Universitäten das Potential für den Bildungsbereich anerkennen und jetzt nachziehen. So bieten nun auch MIT und die Universität von Missouri Programmierkurse für die iPhone-Plattform an und die Abilene Christian University in Texas hat auf einer Konferenz über 400 Teilnehmers den möglichen Einsatz von iPhone und iPod Touch in Klassenzimmern vorgestellt.

600 Hackerangriffe auf die Bundesregierung

Die Bundesregierung registriert nach einem Bericht des Spiegels jährlich rund 600 Cyber-Attacken gegen ihr Computernetzwerk. "Wir stellen täglich Angriffsversuche auf Rechner der Bundesregierung fest", sagte der Abteilungsleiter für Spionageabwehr beim Bundesamt für Verfassungsschutz, Burkhard Even, dem Magazin. Es würden allerdings bei weitem nicht alle Einschleuseversuche für ausgefeilte Spionageprogramme erkannt. Fast die Hälfte aller diagnostizieren Angriffsversuche richten sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen gegen das Auswärtige Amt. Man gehe davon aus, dass viele Angriffe aus China kommen.

In der vergangenen Woche hatten kanadische Forscher ein international operierendes Spionagenetz enttarnt. Nach Erkenntnissen der Forscher hatte das Netz weltweit in weniger als zwei Jahren mindestens 1.295 Rechner in 103 Ländern ausgespäht. Es sei fast ausschließlich von Computern in China kontrolliert worden. (dpa)

1462315