1463635

Montag, 6. Dezember

06.12.2010 | 00:00 Uhr

Apple stellt Regeln für den Mac App Store klar +++ FTC untersucht Flash-Cookies +++ Juice Pack für iPhone 4 von Mophie +++ Neuer Chrome-Browser mit PDF-Viewer und 13 Fehlerbereinigungen +++ Bundesregierung will mehr Datenschutz im Internet +++ Druck auf Wikileaks wächst - Spenden schwieriger +++ Politik und IT-Wirtschaft treffen sich zum IT-Gipfel in Dresden +++ AAPL verliert leicht

Morgenmagazin - Rauhreif
Vergrößern Morgenmagazin - Rauhreif

Apple stellt Regeln für den Mac App Store klar

Seit dem Special Event im Oktober ist es ruhig um den angekündigten Mac App Store geworden, aber nur Apples Seite. Während die Kunden schon gespannt auf die Eröffnung warten und die Entwickler bereits ihre Apps zur Zulassung einreichen , gab es kaum neue Nachrichten von Apple.

Am letzten Freitag jedoch hat Apple auf seiner Webseite für Entwickler einige Regeln zum Einsenden der neuen Apps klargestellt.

Entwickler sollen für den Einsatz von Kontroll-Elementen in ihren Programmen sich an Apples Richtlinien für Benutzeroberflächen halten . Apple bietet als Teil der Mac-OS X Aqua-Oberfläche eine Reihe von Standard-Bedienungselementen mit empfehlenswerten Farben, Transparenz-Optionen und Animationen. Entwickler dürfen jedoch laut Apple auch gerne zu eigenen Kreationen greifen, solange sie die Richtlinien befolgen.

Apple stellt auf der Webseite auch noch einmal klar. Dass Entwickler bitte nur Vollversionen der Anwendungen und keine Demos, Beta-Versionen oder Apps zum Ausprobieren einreichen sollen. Im App Store für iOS-Programme gibt Apple hingegen die Möglichkeit, abgespeckte und meist kostenlose Versionen ihrer Entwicklungen einzustellen. Für den Mac App Store hingegen rät Apple den Programmieren, Test- oder Betaversionen auf ihren eigenen Webseiten zur Verfügung zustellen. Wie genau Anwender auf diese Versionen hingewiesen werden sollen, wenn der Mac App Store nur den Kauf der Voll-Version anpreist, hat Apple gnädigerweise ausgelassen.

Apple weist auf der Webseite noch einmal ausdrücklich daraufhin, dass alle Programme auf das Apple-Dateisystem korrekt zugreifen sollen. Ziel ist es, dem Anwender über alle Programme hinweg eine möglichst intuitive Bedienoberfläche zu bieten und Apple will keine Apps sehen, die ihre Datenbank im Dokumente-Ordner des Anwenders ablegen oder die Library des Benutzers mit einer Vielzahl von kryptischen Dateien füllen. Sicherheitshalber stellt Apple auch diese Richtlinien für die Nutzung des Datei-Systems auf seiner Webseite für Entwickler zur Verfügung.

Während die Eröffnung eher für das Ende von Apples 90-Tage-Frist, d.h. ab Mitte Januar 2011, erwartet wird, zeigt das Update der Webseite, dass Apple eifrig am Mac App Store arbeitet und einige Fragen zu den bereits eingereichten Programmen beantworten will. Alle anderen hitzigen Diskussionen, wie gut oder schlecht der Mac App Store für Kunden, Entwickler oder Zwischenhändler sein wird, bleiben bis zur Freigabe offen.

FTC untersucht Flash-Cookies

Die US-Handelsbehörde FTC hat Untersuchungen eingeleitet , wie Adobes Flash-Installation Cookies auf dem Computer ablegt, berichtet Electronista . Datenschützer legten Beschwerden ein, dass die Standard-Einstellungen in Browsern offensichtlich die Flash-Cookies nicht zu löschen vermögen. Flash ist weltweit auf 98 Prozent aller Computer installiert und Untersuchungen zeigten, dass ein Löschen aller Cookies im Browser alle Programme, die Nutzereinstellungen brauchen, blockiert - aber nicht Flash . Für die nächsten zwei Monate hat FTC jetzt die Öffentlichkeit für Kommentare eingeladen.

Adobe hat in einer ersten Stellungsnahme beteuert, dass die Cookies in Flash nicht geeignet sind, um Benutzeraktionen zu verfolgen. Ein Pressesprecher von Adobe fügte hinzu, dass Adobe keinerlei Benutzerdaten ohne ausdrückliche Genehmigung speichert. Zur weiteren Entlastung weist Adobe auch daraufhin, dass die aktuelle Version von Googles Webbrowser Chrome Flash-Cookies löschen kann. En schwacher Trost, denn Browser mit weitaus höherem Verbreitungsgrad wie zum Beispiel Firefox von Mozilla oder der Internet Explorer von Microsoft können dies nicht.

Juice Pack für iPhone 4 von Mophie

Unter dem Namen Juice Pack Plus hat Mophie eine neue Hartschale mit eingebautem Akku für das iPhone 4 herausgebracht. Im Gegensatz zu Mophies superdünnem Zusatzakku Juice Pack Air mit einer 1500 mAh-Batterie bietet die neue Hartschale mit stoßsicherem, griffig gummiertem Rand einen 2000 mAh-Batterie und ist nur ein Millimeter "dick".

Um auf die Zusatzbatterie umzuschalten muss am Gehäuse ein kleiner Schalter umgelegt werden. Laut Mophie wird der Zusatzakku die Lebensdauer der iPhone-Batterie mehr als verdoppeln: Bis zu acht zusätzliche Stunden für Gespräche via G3 (16 Stunden via G2), sieben Stunden G3-Internetverbindung, elf Stunden im Wi-Fi-Netzwerk, 44 Stunden Audio- oder 11 Stunden Video-Wiedergabe soll der Akku durchhalten. Vier LEDs zeigen auf Knopfdruck an, wie viel Saft noch in der Batterie übrig ist. Als Extra verspricht Mophie, dass die Konstruktion der Hartschale die Klangqualität der iPhone 4-Lautsprecher verbessern wird.

Mit einem beigelegten USB-Kabel kann das iPhone auch in der Hartschale geladen und synchronisiert werden. Gegenwärtig liefert Mophie den Akku Juice Pack Plus für iPhone 4 für knapp 100 US-Dollar nur in der Farbe Schwarz aus, aber will demnächst auch Cyan, Magenta und Gelb anbieten.

Neuer Chrome-Browser mit PDF-Viewer und 13 Fehlerbereinigungen

Am letzten Donnerstag veröffentlichte Google Chrome 8 . Die neue Version mit der internen Freigabenummer 8.0.552.215 soll gleich 13 Sicherheitslücken der Vor-Version stopfen und hat ein eigenes PDF-Leseprogramm eingebaut. Mit dem PDF-Viewer will Google die Abhängigkeit vom Adobe-Reader -Plugin beenden, dank dem sich immer wieder neue Malware über Chrome auf den Computer einnisten konnte.

Bei der Liste der Fehlerbehebungen beschreibt Google vier als "hoch", fünf als "mittel" und vier als "niedrig" eingestufte Prioritäten zur Bewertung der Sicherheitslücken, d.h. es gab keine als "kritisch" eingestufte Bugs zu beheben. Zum Aufspüren der Fehler hat Google an fünf Entwickler 4.000 und außerdem seit Mitte August an Endanwender insgesamt 29.000 US-Dollar Belohnung gezahlt. In der Danksagung für Unterstützung führt Google auch Nirankush Panchbhai auf, ein Mitarbeiter des Microsoft Sicherheitsteams.

Google bietet Chrome über drei Kanäle an : Die stabile Version für Endanwender, eine weiterentwickelte Beta-Version zum Ausprobieren und eine experimentelle Test-Version für Entwickler. Der eingebaute PDF-Viewer wurde von Google im letzten Sommer in der Entwickler-Version eingeführt. Das Anzeigeprogramm rendert PDF-Dateien als HTML-Seiten und basiert auf der gleichen "Sandkasten"-Architektur (" Sandbox ") wie Chrome selbst, dank der die Software weniger angreifbar für Exploits sein soll. Am letzten Mittwoch hat Google auch die Entwickler aktualisiert und diese Version beinhaltet jetzt auch eine Sandbox zum Abwehren von Angriffen über Sicherheitslücken in Adobe Flash .

Neu in Chrome 8 ist die Anbindung an den Chrome Web Store, dem Google im Mai ankündigte. Somit sollte Google jetzt kurz vor der Eröffnung des Web Stores stehen, über den Programme gekauft und geladen werden können, die in Chrome oder über Erweiterungen in anderen Standard-Webbrowsern laufen. Entwickler können bereits seit Monaten auf den Chrome Web Store zugreifen und offiziell will Google ihn "noch vor Jahresende" für alle freigeben.

Vor acht Wochen wurde Chrome 7 als stabile Version veröffentlicht und Google hält sich ans seine Prognose, alle sechs bis sacht Wochen ein neues Browser-Update zur Verfügung zu stellen. Erfahrungsgemäß steigen die Chrome-Anwender innerhalb von zwei Wochen auf eine neue Version um, berichten die Webanalysten der Firma "Net Applications", da Chrome ohne Benutzerinteraktion automatisch die aktuelle Version lädt. Die gleiche Quelle berichtet auch, dass mittlerweile der Einsatz von Chrome weltweit einen Anteil von 9,3 Prozent erreicht hat.

Macwelt Marktplatz

1463635