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Montag, 7. März

07.03.2011 | 00:00 Uhr

iPad2 begeistert und enttäuscht Business-Kunden +++ Apple will Safari noch vor Pwn2own-Contest patchen +++ SSD in neuen Macbook Pro schon mit TRIM-Unterstützung +++ Adobe-CEO verdient 12 Millionen US-Dollar +++ HTC Flyer: Android-Tablet mit Extras +++ App-Test Digits Calculator - Taschenrechner mit Verlauf +++ Tipp: Sonderzeichen in Word-Dokumentnamen nicht erlaubt +++ AAPL legt leicht zu

Morgenmagazin: Kaminfeuer
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iPad2 begeistert und enttäuscht Business-Kunden

Apples neues iPad-Modell wird unweigerlich den Marktanteil von Geschäftskunden erhöhen. Laut einer Umfrage von Aberdeen Group wollen 88 Prozent aller beteiligten Firmen iPads einsetzen oder den Einsatz von privaten Geräten erlauben. Fast alle der restlichen Unternehmen "ziehen den Einsatz und Unterstützung des iPads in Erwägung".

A5-Prozessor für Programmleistung der nächsten Generation

Die G3-WiFi-Option unterstützt jetzt auch das CDMA-Netzwerk von Verizon in den USA. Der neue Dual-Kern A5-Prozessor wird sowohl die Leistung von Grafikdarstellung als auch die Geschwindigkeit von Apps dramatisch beschleunigen. Unter iOS 4.3 wird es eine verbesserte, schnellere Safari-Version mit einer überarbeiteten HTML-Rendering-Engine geben, die Java-Skript doppelt so schnell ausführen kann. Damit hat das iPad nun auch die Rechenpower, ressourcenhungrige Apps einzusetzen und neben Programmen von Oracle und SPA plant zum Beispiel Life Technologies, das komplexe Kunden-Verwaltungssysteme Seybold CRM demnächst auf das iPad zu bringen.

Gleichzeitig klagt aber Monoj Prasad, der Vizepräsident von Life Technologies, dass auch ein iPad 2 weder USB-Schnittstelle noch Flash-Unterstützung bietet. Besonders schmerzlich vermisst er die volle Unterstützung der Microsoft Office Suite und deutet an, dass nur dann seine 10.000 Mitarbeiter ihr Laptop gegen ein iPad tauschen können.

Während aber auf der einen Seite die Angestellten kaum warten können, endlich das Tablet in ihren Händen zu halten, sind auf der anderen Seite die IT-Administratoren eher frustriert. Weder das neue iPad 2 noch iOS 4.3 haben entscheidende Neuerungen eingeführt, um den Unternehmenseinsatz zu erleichtern.

Sicherheitsmanagement nach wie vor von Dritt-Herstellern abhängig

Für den Unternehmenseinsatz bringt das iPad 2-Modell keine neuen Verkaufsanreize, berichtet Jack Gold, der Geschäftsführer der Berater-Firma J. Gold Associations. Für ihn ist es sogar fraglich, ob das neue iPad-Modell seinen Konkurrenten wie Motorolas Xoom wirklich überlegen ist.

Auch von den Neuerungen in iOS 4.3 zeigt sich Gold enttäuscht. Apple hat seit der Einführung von kritischen Verwaltungs- und Sicherheits-API in 2010 in Sachen Sicherheit nichts weiter geleistet, berichtet Gold ernüchtert. Damit ist eine Verwaltung, Software-Updates und Patches der iPads im Firmen-Netzwerk auch weiterhin von Dienstprogrammen von Drittherstellern wie Botone, Good Technology, Mobile Iron, Sybase (SAP), Trust Digital (McAfee) und Zenprose abhängig.

Das iPad wird sich trotz Kritik gegen alle Konkurrenz durchsetzen

Andere Anlysten glauben, dass Apple mit dem neuen iPad 2 fast alle Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen hat. Für Carolina Milanesi , Marktforscherin bei Gartner, ist der Fokus auf Hardware völlig ausreichend. Andrew Borg, eine Analyst bei Aberdeen, schwärmt von Steve Jobs Vorführung . Zwar räumt er ein, dass die gezeigten Apps wie Garageband und iMovie fast ausschließlich von Privatkunden eingesetzt werden, aber Borg sieht darin auch für den Unternehmenseinsatz einen unwiderstehlichen Anreiz, von intelligentem Benutzer-Oberflächendesign zu profitieren.

Ken Dulaney, ein Vizepräsident bei Gartner, zeigt sich hingegen regelrecht frustriert, dass Apple all seine Energien nur für den Privateinsatz der Geräte aufzuwenden scheint. Die ideale Lösung für ihn wäre ein RIM-Tablet mit 10-Zoll-Bildschirm und Apples Benutzer-Oberfläche. In Wirklichkeit lehnen die Mitarbeiter aber Playbooks ab und verlangen iPads . Damit erwartet Dulaney für das iPad genau den gleichen Trend wie beim iPod im MP3-Player-Markt: "Es gibt dort eine Riesen-Auswahl an Geräten der Konkurrenz, aber letztendlich wollen alle nur einen iPod.", fasst Dulaney zusammen.

Apple will Safari noch vor Pwn2own-Contest patchen

Die nächste Can Sec West-Sicherheitskonferrenz wird vom 9 bis zum 11. März 2011 in Vancouver in British Columbia gehalten. Wie jedes Jahr wird auch in 2011 wieder zum Hacker-Wettbewerb Pwn2own eingeladen und Preisgelder von insgesamt 65.000 US-Dollar für Teilnehmer ausgesetzt, die erfolgreich die Sicherheits-Maßnahmen der aktuellen Browser-Versionen von Apples Safari 5, Googles Chrome 9, Microsofts Internet Explorer 8 und Mozillas Firefox 3.6 aushebeln können.

Apple will es offensichtlich nicht zu einfach machen und Sicherheitsexperten erwarten, dass Apple noch vor Start der Konferenz mit einem neuen Update alle bekannten Sicherheitslücken stopft. Letzte Woche hat Apple ein Update für iTunes 10.2 herausgegeben und von den 57 behobenen Fehler betrafen dort 50 Sicherheitslücken in Webkit , der gleichen Open-Source-Engine, auf der auch Safari basiert. Üblicherweise gab Apple bisher immer zuerst das Update für Webkit in Safari und erst anschließend vor iTunes frei, aber die französische Sicherheitsfirma Vupen mutmaßte in einer Twitter-Nachricht , dass die umgekehrte Reihenfolge nur den den Pwn2own-Wettbewerb im Auge hat und den Hackern möglichst wenig Zeit zum Üben lassen will.

30 der 50 Fehler im Webkit wurden von Entwicklern bei Google aufgedeckt, deren Browser Chrome auf der gleichen WebkitEngine wie Safari basiert. Google hat bereits letzte Woche einen Patch für 19 Lücken in Chrome veröffentlicht. Mozilla hat einen Tag später mit einem Update für Firefox 3.6 zum Schließen von elf bekannten Schwachstellen nachgezogen. Im letzten Jahr hat Mozilla in der Woche vor Pwn2own eine kritische Sicherheitslücke in Firefox bestätigt, aber konnte diese nicht rechtzeitig für den Hacker-Wettbewerb schließen. Die Veranstalter nahmen daraufhin Firefox aus dem Wettbewerb.

Wenn Apple jetzt noch vor der Pwn2own ein Update für Safari freigibt, dann bliebe nur Microsoft mit einer Internet Explorer 8 -Version, die seit dem üblichen Update am ersten Dienstag des Monats am 8. Februar, nicht aktualisiert wurde.

SSD in neuen Macbook Pro schon mit TRIM-Unterstützung

Bereits vor der Freigabe von dem nächsten Mac-Betriebssystem Lion Mac-OS X 10.7 sind die SSD-Speicherbausteine in den neuen Macbook Pro -Modellen bereits für Unterstützung von TRIM-Befehlen ausgelegt, berichtet Electronista . Macbook Pro-Kunden, die bei der Bestellung nicht die Standard-Konfiguration anforderten, bekommen im System-Profiler die Option zur TRIM-Unterstützung angezeigt. Beim Macbook Air -Modell hingegen ist auch bei neuen Auslieferungen ist noch kein Anzeichen von TRIM-Support zu sehen.

Die TRIM-Unterstützung ist derzeit nur auf die offiziellen Toshiba-SSDs bei Apple beschränkt, erwartet Electronista . Da offiziell noch ein Support erwartet werden kann, werden SSDs von Drittherstellern derzeit wahrscheinlich noch nicht einmal für Tauglichkeit getestet.

Dank Unterstützung des TRIM-Befehls sollen SSDs sich mit zunehmender Datenfüllung nicht durch Fragmentierung des Speichers verlangsamen. Bisher unterstützt Mac-OS X den Befehl noch nicht und Speicherblock-Größen unterhalb von 512 KB werden beim Löschen nicht als frei gekennzeichnet, so dass der Controller bei einer fast vollen SSD mehr und mehr mit dem Einlesen von Blöcken beschäftigt ist, ob die Daten dort wirklich noch in Gebrauch sind oder neu beschrieben werden können. Zwar merkt in der Praxis der Anwender den Unterschied erst mit einer fast vollen SSD, aber mit dem Schritt zur TRIM-Unterstützung nutzt Apple nun eine weitere Technologie, um neben Geschwindigkeit und sparsamen Stromverbrauch seine Laptops optimal zu nutzen.

Adobe-CEO verdient 12 Millionen US-Dollar

Für Adobes CEO und Präsidenten Shantanu Narayen war 2010 auf alle Fälle ein gutes Jahr. Adobe hat in seinem letzten Steuerjahr gegenüber dem Vorjahr seinen Umsatz um 29 Prozent auf 3,8 Millarden US-Dollar erhöht und dabei die Gewinne von vormals 386,5 Millionen auf 774,7 Millionen US-Dollar ziemlich genau verdoppelt.

Adobe hat nun zum Ende seines Steuerjahres zum dritten Dezember die Zahlen gegenüber der US-Börsenaufsichtsbehörde offen gelegt und offensichtlich bekommt nun Narayen auch seinen Anteil an Adobes Erfolg: Für 2010 erhält der CEO Zahlungen in Höhe von 12,2 Millionen US-Dollar, während er sich für 2009 hingegen mit "nur" fünf Millionen zufrieden geben musste.

In der Einzelaufstellung setzt sich die Summe aus einem Grundgehalt von zirka 900.000 US-Dollar, einem leistungsbasiertem Bargeld-Bonus in Höhe von 2,2 Millionen, Aktienanteilen für knapp 6,5 und Aktien-Optionen in Höhe von weiteren 2,7 Millionen US-Dollar zusammen. Zusätzliche Zahlungen wie zum Beispiel die obligatorische Lebensversicherungsprämie sehen mit 336 US-Dollars im Vergleich dazu recht bescheiden aus.

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