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Montag, 8. August

08.08.2011 | 00:00 Uhr

Epic-Chef: iPhone macht Spielkonsolen obsolet +++ Aspen Avionics verknüpft iPad mit Flugzeugcockpit +++ Googlemail optimiert Layout nach iPad-Vorbild +++ Motion Composer für Flash und HTML 5 bewegt Websites +++ Chrome soll Web Intents bekommen +++ Bundesinnenminister fordert Ende der Anonymität im Internet +++ Wikipedia fehlen die Autoren +++ Anonymous greift Polizeiwebseiten an +++ Tipp: iOS-Geräten und Macs eigene IDs für Facetime zuweisen +++ App-Test: Lernspiel mit Elektro-Effekt - Electric +++ AAPL stabil

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Epic-Chef: iPhone macht Spielkonsolen obsolet

Mike Capps, Präsident von Epic Games , sieht durch die ständig zunehmende Leistung von Smartphones, wie dem iPhone , die Zukunft von Xbox und ähnlichen Spielkonsolen bedroht, berichtet Electronista . In einem Interview schätzte Capps letzte Woche, dass Apples Weiterentwicklung des iPhone bald eine Bedrohung für Hersteller von Spielkonsolen darstellen wird, wo zuvor nur Desktop-Computer mithalten konnten. Während Spielkonsolen-Entwickler es schon immer neue Technologien bis aufs letzte Bit und Taktrate ausreizen mussten, glaubt er nun, den Wettlauf zu verlieren: Künftige Smartphones werden schnell genug sein, um Spielkonsolen zu ersetzen.

"Das iPhone 8 kann wahrscheinlich drahtlos Spiele auf den Großbild-Fernseher übertragen und in voller Auflösung Spiele mit gutem Sound darstellen", erwartet Capps und fügt hinzu: "Von den Spielkonsolen der nächsten Generation kann nicht mehr erwartet werden. Und auf genau dieses Problem sollten wir uns in Zukunft konzentrieren - und nicht nur, wie wir Spiele von einer Nintendo-Plattform auf andere Spielkonsolen portieren können."

Sony zeigt schon mal, wie es geht: Sonys Playstation Vita besitzt einen Quad-Core-Prozessor, der fast so viel Rechenleistung wie eine Playstation 3 bietet. Ab nächstem Jahr plant Sony diesen Prozessor auch in Smartphones und Tablets einzusetzen.

Einige Spiele-Entwickler testen bereits mit zum Beispiel Real Racing 2 HD oder The Incident das Konzept, mit mobilen Geräten Spiele auf Fernseher zu bringen, aber die derzeitigen Smartphones können mit den Anforderungen noch nicht mithalten. Die gelieferte Grafik ist noch zu grob, die Wi-Fi-Bandbreite kann noch nicht mithalten und die Entwicklung von konsole-ähnlichen spiele-freundlichen Benutzerschnittstellen steckt noch in den Kinderschuhen.

Auch wenn die Smartphone noch nicht zu vollwertigen Spielkonsolen ausgereift sind, kann man jetzt schon die ersten Zugeständnisse messen: Nintendo beharrt darauf, dass der Schritt rein interne Gründe hat, als der Preis der Konsole 3DS um knapp 80 US-Dollar gesenkt wurde. Inoffiziell wird vermutet, dass Apple bereits jetzt den mobilen Spiele-Markt kannibalisiert. Spielkonsolen können weder mit den günstigeren Angeboten auf dem iPhone mithalten, noch mit der zunehmenden Bequemlichkeit der Anwender, die nicht neben dem iPhone oder MP3-Player noch weitere Geräte mit sich rumtragen wollen.

Aspen Avionics verknüpft iPad mit Flugzeugcockpit

Wer Flugzeuge und iPads mag, ist in Zukunft nicht mehr ausschließlich auf den Flugsimulator Flight Control HD angewiesen. Aspen Avionics hat eine neue Produktreihe angekündigt: Connected Panel wird drahtlos ein iPad mit der Avionik eines Flugzeugs verbinden, also die gesamte Bordelektronik zur Navigation, Kommunikation, Überwachung und Verwaltung auf das iPad übertragen. Damit können Piloten dann Aufgaben, wie das Kontrollieren und Verfolgen den Flugwegs oder die Überwachung von Radiokanälen direkt über das iPad erledigen.

Bisher konnten Piloten ihr iPad nur für Aufgaben wie Flugweg-Planung, Aufzeichnen von Flugdaten oder zur Anzeige von Karten einsetzen, aber nicht direkt für Interaktionen mit den Flugkontrollen nutzen. Mit Connected Panel soll das aber in Zukunft anders aussehen: Das erste Modell der Produktreihe Connected Pilot besteht aus einer neuen Hardware, der Aspen Avionics CG 100-Box, die hinter dem Instrumentenpult des Flugzeugs installiert wird. Damit kann das iPad mit der App Aircraft Manager von Av Connect über Wi-Fi oder Blutooth eine Verbindung herstellen und Kontrollsteuerungen übernehmen. Die Box enthält neben einer USB-Schnittstelle auch Flash-Speicher.

Brad Hayden, der Vizepräsident von Aspen Avionics , berichtete, dass bisher Piloten für mobile Geräte zur Flughilfe etliche tausend Dollar zahlen mussten. Mit dem iPad , einer Handvoll von stabilen Apps und Connected Panel verspricht Hayden den Piloten ab Jahresende nun bessere Technologien - und dabei mit unter 2.500 US-Dollar für einen Bruchteil des Preises.

Die App Aircraft Manger ist die erste App, die Connected Panel unterstützt. Mit der App können Flugzeiten und Leistung des Flugzeugs aufgezeichnet und direkt an die Flotte oder Wartungsteams weitergesendet werden. Aspen Avionics verkündete, dass die Firma die Entwicklung von Dritt-Hersteller-Apps begrüßt und bereits eine Reihe von Fluggesellschaften ihre Zusammenarbeit anboten, um ihre eigene Connected Panel-Apps zu entwickeln.

Ziel ist laut Hayden, Connected Panel so offen wie möglich zu halten, um auch in Zukunft die unterschiedlichsten Vorschläge und Bedürfnisse von Piloten und Fluggesellschaften unterstützen zu können. Connected Panel wird derzeit nur für Privat-Flugzeuge vermarktet, wie Propeller-Maschinen mit bis zu zwei Motoren oder Hubschrauber, aber Aspen Avionic hält die Technologie problemlos zum Einsatz für kommerzielle Linienflüge geeignet.

Googlemail optimiert Layout nach iPad-Vorbild

Nur einen Tag nach der Veröffentlichung von einer Reihe von Upgrades zur Mobil-Version von Googlemail hat Google noch eine weitere Neuerung nachgeschoben: Preview Panes , die Vorschau von E-Mail-Inhalten in einem eigenen Panel, kommt jetzt für die Desktop-Version des Webmail-Cients.

Maciek Nowakowski, Produkt-Manager bei Google, hat das neue Feature in seinem Blog vorgestellt und preist es als "klare Annäherung an die Darstellung von Googlemail auf einem Tablet" und spielt damit auf Googles Blogeintrag über Googlemail auf dem iPad an.

Der Vergleich ist angemessen. Wie in dem Googlemail-Client , der für das iPad optimiert ist, fügt Preview Panes auch im Desktop-Web-Client eine Vorschau von E-Mail-Inhalte hinzu, ohne dabei die Inbox zu verlassen. Die neue Vorschau wird unter den Einstellungen des Googlemail-Kontos im Abschnitt "Labs" aktiviert. Dort kann der Anwender dann auch konfigurieren, ob das Vorschau-Panel rechts (wie in den Standard-Voreinstellungen in Lion ) oder unterhalb des Eingangskorbes (wie in Snow Leopard ) angezeigt und nach wie vielen Sekunde Vorschau eine E-Mail als gelesen gekennzeichnet werden soll.

Motion Composer für Flash und HTML 5 bewegt Websites

Aquafadas hat ein neues Mac-Programm vorgestellt, mit dem Web-Entwickler nun Animationen auf die Webseiten bringen können, die sowohl unter Flash als auch HTML 5 laufen.

Motion Composer wurde am letzte Mittwoch freigegeben und kann in einem einzigen Schritt Code für beide Plattformen erzeugen. Nach Einbettung in Webseiten versucht der Code auf der Basis von Flash zu laufen, greift aber auf fFash-freien Plattformen wie iOS als Fallback-Lösung auf HTML 5 zurück. Die Entwickler betonen, dass die Grafikdarstellung auf beiden Code-Optionen identisch aussehen wird. Ein Demo-Video ist auf der Webseite des Herstellers verfügbar.

Das Programm kommt mit einer Reihe von vorgefertigten Text- und Video-Effekten zum Konfigurieren von Animationen für zum Beispiel Banner oder Grafiken. Die Benutzeroberfläche soll laut Aquafadas für alle Anwender von Apples Keynote oder Microsoft Powerpoint intuitiv bedienbar sein. Voraussetzung für den Einsatz auf einem Mac ist mindestens Mac-OS X 10.6.8 . Das Programm kann über die Webseite von Aquafadas bezogen werden und kostet knapp 110 Euro .

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