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Dienstag, 8. November

08.11.2011 | 00:00 Uhr |

80 Euro für eine chinesische App - viele Apple IDs offenbar gehackt +++ Apples Sicherheitschef ist zurückgetreten +++ iPhone 4S in Hong Kong in 10 Minuten ausverkauft +++ Kauf von C3: Apple steigt tiefer ins 3-D-Mapping ein +++ Commodore USA kündigt C64x Extreme an +++ Launch2net Premium 2.4 veröffentlicht +++ iWork- und Office-Dateien mit Vorschau öffnen und verschicken +++ Alternative iTunes-Oberfläche nutzen mit Crystal Black for iTunes 1.2 +++ Schönes Labyrinth mit Tücken +++ Windows auf dem Mac nutzen

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80 Euro für eine chinesische App - viele Apple IDs offenbar gehackt

Besondere Apps sorgen im App Store seit kurzem für Aufsehen: ein chinesisches Spiel befindet sich in der Top Ten der umsatzstärksten Apps. "Island Empire" ist ein kostenloses Spiel, zu dem man über In-App-Käufe zusätzliche Erfolge etc. erkaufen kann. Nun häufen sich aber Kundenbeschwerden direkt im App Store als auch in Apple Diskussionsseiten, dass die App nicht autorisiert hohe Beträge von etlichen iTunes-Konten abbucht.

Es schein aber, dass "Island Empire" nicht die einzige App mit ungewöhnlich hohem Umsatz im App Store ist. Noch mehr Beschwerden häufen sich auf Apples Foren über eine nicht mal auf Deutsch übersetzte chinesische App, die beim Download gleich rund 80 Euro für einen In-App-Kauf abbucht. Der App-Hersteller ist mal mit Renren Games, mal mit Bejing Qianxiang Wangjing Technology Development bezeichnet und betreibt eine Support-Seite, die ohne Mandarin-Kenntnisse nicht brauchbar ist.

Bis jetzt ist nicht klar, wann Apple die Sicherheitslücke für die Abzocker schließt. Das Problem mit geknackten Konten ist beim iTunes-Betreiber bekannt. Dafür wurde eine Kontakt-Mail angerichtet: its_account_security_de@apple.com . Die meisten gemeldeten Beiträge wurden innerhalb wenigen Tagen erstattet. In Antwort-Mails an die betroffenen Kunden meldet Apple: "Wir haben derzeit ein unerwartet hohes Aufkommen an Anfragen und hoffen, dass wir umgehend wieder auf einen normalen Bearbeitungsstand zurückkehren können."

Damit man sich vor solchen Vorfällen absichert, muss man sein iTunes-Konto mit keiner Kreditkarte oder Click-and-Buy-Account verbinden. Dafür wählt man in iTunes in der Menüleiste die Option "Store - Meinen Account anzeigen…", danach die Einstellung "Kreditkarte" auf "keine" setzen.

Im Sommer 2010 hatte Apple mit vergleichbarer Sicherheitspanne zu kämpfen: Ebooks angeboten vom Entwickler Thuat Nguyen kletterten innerhalb kurzer Zeit in Top Ten der meist verkauften Bücher. Die Store-Nutzer meldeten aber Betrug-Fälle. Apple hat die sämtlichen Angebote des Hackers aus dem Store genommen. An die Daten seiner Opfer ist er mit Hilfe Phishing-Mails gekommen.

Apples Sicherheitschef ist zurückgetreten

Ex-FBI-Agent John Theriault, welcher seit 2007 für die Sicherheit bei Apple verantwortlich war, geht nach eigenen Angaben in den Ruhestand. Anderen Medienberichten und bekannten Blogs zufolge ist der Rücktritt die Konsequenz aus dem Verlust von zwei geheimen iPhone-Prototypen.

Den ersten Fauxpas erlaubte sich ein Mitarbeiter im März 2010. Dieser ließ ein Vorserienmodell des iPhone 4 in einer Bar in Redwood, Kalifornien liegen. Das Gerät wurde an den bekannten IT-Blog Gizmodo verkauft, welcher wiederum die Bilder im Blog online stellte.
Das zweite Missgeschick während Theriaults Amtszeit passierte im Juli 2011, als ein Prototyp des damals noch unveröffentlichten iPhone 4S in einer Bar in San Francisco vergessen wurde. Besonders der Verlust des 4S-Modells soll für den Rücktritt ausschlaggebend gewesen sein.

Hausdurchsuchung von Apple-Mitarbeitern?

Der iPhone 4S Prototyp konnte elektronisch zu einem Mann namens Sergio Calderon zurückverfolgt werden. Apple entsandte eigene Sicherheitsleute, um das Telefon sicher zu stellen. Begleitet wurden sie von vier Polizeibeamten in Zivilkleidung. Sergio Calderon stimmte der Hausdurchsuchung zu nach dem ihm angedroht wurde, mit einem offiziellen Durchsuchungsbefehl zurückzukehren. Die Durchsuchung wurde aber nur von den Apple-Mitarbeitern durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt war sich Calderon jedoch gar nicht bewusst, dass es sich um Apple-Mitarbeiter handelte, da sie ebenfalls in Zivil auftraten. Den Apple-Mitarbeitern hätte Calderon nach eigenen Angaben den Zutritt nämlich verwehrt. Die Suche blieb erfolglos und die Aktion ist bis heute noch ungeklärt.

Apple iPhone 4S im Test

iPhone 4S in Hong Kong in 10 Minuten ausverkauft

Wie der Mac-Blog 9to5mac berichtet, hat Apple iPhone 4S am letzten Freitag in weitere 14 Länder gebracht. Damit ist ein Großteil des asiatischen Kontinents abgedeckt, China folgt im Dezember. In Hong Kong wurde der erste Schub von neuen iPhone nur in 10 Minuten ausverkauft. Dabei relativiert sich in asiatischen Ländern der stärkste Verkaufsargument fürs iPhone 4S: bislang versteht Siri kein Mandarin oder Kantonesisch.

Dass Apples Geräte in Asien willkommen sind, konnte man zuletzt an der Anzahl von Fälschungen der Apple Produkte verfolgen. In diesem Sommer wurden gar mehrere falsche Apple Stores aufgedeckt. Die tüchtigen Chinesen wollten der Zeit voraus sein und haben schon an einem iPhone-5-Klon gearbeitet. Gegen die falschen Stores ließ Apple die lokalen Behörden kämpfen, iPhone-5-Klone müssen wohl bis zum nächsten Jahr auf ihre Premiere warten.

Kauf von C3: Apple steigt tiefer ins 3-D-Mapping ein

Dies berichtet Macrumors.com . Neben realistisch wirkenden 3-D-Karten soll es mit C3-Software auch sowohl Street View als auch mittels eines fortgeschrittenen, komplexen Kamerasystems mit sich überlappenden Blickwinkeln Panoramen beispielsweise vom Inneren von Bürogebäuden geben. Dazu allerdings benötigen die Kameraleute eine entsprechende Einladung in das Gebäude. Ob Apple auch diese Technologie in naher Zukunft nutzen will, ist unbekannt. Währenddessen weist iPhone News Blog im Anschluss an 9to5Mac daraufhin, dass Apple mit C3 Technologies bereits die zweite 3-D-Mapping-Firma gekauft hat: Poly9 wurde schon vorher erworben. Angeblich arbeiten die leitenden Manager von C3 aktuell in der iOS-Abteilung, wo man die Integration in die iOS Maps-App vorbereiten könnte. Ferner finden sich dort einige Hinweise auf die Hintergründe der eingesetzten Technologien, die offenbar ursprünglich aus der militärisch genutzten Zielfindung von Fernlenkgeschossen stammen und detaillierte 3D-Karten von hoher Qualität praktisch selbstständig erarbeiten kann.

Commodore USA kündigt C64x Extreme an

Das berichtet das IT-Magazin Golem.de . Damit soll eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem bereits früher angekündigten C64 mit Atom-Prozessor erreicht werden. Wie dieser soll der Extreme dem legendären Vorläufer äußerlich gleichen ("Brotkasten"-Design"), aber nicht nur mit den inneren Werten (wie oben genannt) im aktuellen PC-Zeitalter glänzen. Auch die äußeren Anschlüsse wie USB 2.0 und sogar USB 3.0-Ports, dazu DVI-D sowie HDMI dürften für ein zeitgemäßes Feeling auf dem Retrogehäuse sorgen, bei dem die Tasten nun klicken sollen. Selbst ein DVD-RW-Brenner an der Gehäuseseite wird laut der Meldung noch Platz finden. Der C64x Extreme wird Linux-Distribution Ubuntu 10.10 an Bord haben und soll voraussichtlich etwa 1500 US-Dollar kosten. Die angekündigte Linux-Distribution Commodore OS Vision, mit der sich unter anderem C64-Programme des klassischen Commodore nutzen lassen sollen, ist jedoch immer noch nicht veröffentlicht, wie Golem.de betont.

Info: Commodore USA

Launch2net Premium 2.4 veröffentlicht

Mit der Version 2.4 von Launch2net Premium bringt Nova Media die Unterstützung für weitere Modems von Huawei und ZTE, die vielfach als gebrandete Versionen erhältlich sind. Außerdem lassen sich mit der neuen Version die Verbindungsdaten im Statistik-Modul via Reset-Button zurücksetzen. Die Entwickler haben noch Fehler behoben, die zu einer längeren Netzsuchen und Verbindungsabbrüchen geführt haben. Und schließlich wurde ein Bug beseitigt, der die Textdarstellung im Einstellungsfenster beeinträchtigte.

Das Update Launch2net Premium 2.4 ist für alle bisherigen Nutzer kostenlos erhältlich.

iWork- und Office-Dateien mit Vorschau öffnen und verschicken

Man kann zwar schon ab Mac-OS X Snow Leopard (Version 10.6) Word-Dateien mit Textedit öffnen, doch ab OS X Lion funktioniert das auch mit Vorschau: Man kann damit problemlos Word-, Powerpoint- und Excel-Dateien öffnen und ansehen. Ist weder Microsoft Office noch Apple iWork auf dem Mac installiert, ist Vorschau automatisch das Programm, in dem sich diese Dateiarten öffnen. Bei Macs mit Office erscheint im Kontextmenü "Öffnen mit" (oder über den Befehl "Ablage > Öffnen mit"), Vorschau als Alternative zum Öffnen der Office-Dateien. Wer will, öffnet das Fenster "Informationen" ("Befehlstaste-I") und legt Vorschau dort als Standardprogramm für diese Dateien fest.

Dank des Vollbildmodus (Einschalten über "Befehl-Control-Taste-F") eignet sich Vorschau in OS X Lion als Leseprogramm für lange Texte oder Präsentations-Tool. Drucken und Durchsuchen lassen sich die Office-Dateien ebenfalls. Die gleiche Kompatibilität gilt auch für alle Dateien aus iWork (Keynote-Präsentationen, Numbers-Tabellen und Pages-Texte). Nur wer Texte ändern möchte, muss Word-Dokumente nach wie vor in Textedit öffnen, falls Microsoft Word nicht installiert ist.

Alternative iTunes-Oberfläche nutzen mit Crystal Black for iTunes 1.2

Mars Themes bietet mit Crystal Black ein sogenanntes Theme für Mac-OS X. Alle Programme und der Finder erhalten ein dunkles, optisch recht gut gelungenes neues Design. Einige Nutzer berichten allerdings von kleineren Problemen. Weniger tief ins System greift eine kostenlose Spezialversion für iTunes ein, die dem Medienverwalter ein schwarzes Design verleiht. Optisch ist das Skin gut gelungen, allerdings ist Laufschrift deutlich schlechter lesbar. Die neue Version ist mit iTunes 10.5 kompatibel, die Installation für deutsche Anwender aber nicht ganz problemlos. Für die Installation und Deinstallation muss man nämlich die Systemsprache auf Englisch stellen. Dazu zieht man in der Systemeinstellung Sprache und Text Englisch an vorderste Stelle.

Systemanforderungen OS X 10.6 Hersteller Leland Scott Preis Freeware

Downloadgröße:

34 MB

Download:

Crystal Black

Schönes Labyrinth mit Tücken

Um die schwarze Kugelfigur "Petit" in Contre Jour HD fortzubewegen kann der Spieler den Untergrund verformen, ihn absenken oder anheben und die Schwungkraft verschiedener Gummiseile und Katapulte nutzen. Ziel ist es die verstreuten Haufen von Lichtpunkten einzusammeln und schlussendlich sicher das nächste Level zu erreichen. Doch dazu muss der Spieler Hindernisse überwinden, stacheligen Barrieren ausweichen und tödliche Fallen vermeiden. Weitere Spielelemente wie Portale und Gebläse gilt es in den Spielverlauf von Contre Jour HD geschickt einzubinden. Man findet gut in die Physik und Steuerung des Spiels hinein, das durch die Kombination von insgesamt zehn unterschiedlichen Elementen rasch schwieriger wird. Eine beruhigende Musik untermalt die dunkle, auf Dauer etwas eintönige Szenerie. Ein möglichst hoher Punktestand und mehrere Erfolge stacheln den Spielerehrgeiz an. Die App, wie auch die Spieleinführung sind in Englisch.

Fazit

Die präzise Steuerung, eine gelungene Animation der Physik und entspannende Klänge machen Contre Jour HD zu einem angenehmen Zeitvertreib. Etwas mehr Farbe würde Abwechslung in das Spiel bringen, das an Cut the Rope und Angry Birds erinnert.

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