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Morgenmagazin vom 22. März

22.03.2016 | 05:40 Uhr |

+++ iPhone SE: iPhone 6S-Power im kleineren Gehäuse +++ Apple stellt iPad Pro mit 9,7-Zoll-Display vor +++ iPhone SE mit vier Zoll, iPad Pro mit 9,7 +++ Dobrindt will öffentliches WLAN weiter ausbauen +++ Fälschung: Fotos von Lightning Earpods aus China +++ Neue OLED-Displays für Apple (Watch) +++

iPhone SE: iPhone 6S-Power im kleineren Gehäuse

Hurra! Es ist ein iPhone. Und es heißt

iPhone SE . Die Eckdaten: Apples neuestes iPhone kommt im bekannten Gehäuse des iPhone 5S. Allerdings hat Apple die Technik des iPhone 6S in das iPhone SE gepackt. Und so liest sich die technische Liste des iPhone SE fast so wie die des iPhone 6S. Die Unterschiede: Das Gehäuse des iPhone SE ist identisch mit dem des iPhone 5S, bietet also ein 4 Zoll großes Display statt dem 4,7 Zoll großem Display des iPhone 6S. Allerdings gibt es das iPhone SE anders als das iPhone 5S in den vier Farben Silber, Gold, Space Grau und Roségold - wie das übrige iPhone-Line-Up. Die Preise sind - wie nicht anders zu erwarten - niedriger als die des iPhone 6S. Das iPhone SE mit 16 GB Speicherplatz kostet 489 Euro, die 64-GB-Version 589 Euro. Das ist deutlich günstiger als ein iPhone 6S, das mit 16 GB Speicher 744,95 Euro kostet. Vorbestellen kann man das iPhone SE sofort, ab dem 31. März ist es bereits in den Shops.

Kleineres Display des iPhone SE

Marktuntersuchungen haben laut Apple gezeigt, dass sehr viele Erstkäufer eines iPhone ein 4 Zoll großes Gerät wählen - sprich ein iPhone 5S oder ein älteres Gerät. Vor allem im Boom-Land China sind 4 Zoll große iPhones sehr beliebt. Grund genug also für ein iPhone, das ein kleineres Display mit aktueller Technik vereint.Das iPhone SE bildet so das kleinste Modell in der iPhone-Familie, das mit dem iPhone 6S ein 4,7 Zoll und mit dem iPhone 6S Plus ein 5,5 Zoll großes Display bietet.

Allerdings ist das Display des iPhone SE keine geschrumpfte 1:1-Version vom iPhone-6S-Display sondern entspricht laut den technischen Daten exakt dem des iPhone 5S. So bieten beide Displays ein Kontrastverhältnis von 800:1 und eine Auflösung von 1136 x 640 Pixel. Die maximale typische Helligkeit beträgt 500 cd/m². Das Display des iPhone 6S bietet dagegen ein deutlich besseren Kontrast von 1400:1.

iPhone SE so schnell wie das iPhone 6S

Bei dem deutlich günstigeren Preis des iPhone SE gegenüber des iPhone 6S ist es erstaunlich, dass Apple die Technik seines iPhone-Boliden auch in das kleinste iPhone gepackt hat. Denn so ausgestattet ist das iPhone SE eben so schnell wie das iPhone 6S. Beide Modelle verwenden einen A9 Chip mit 64‑Bit Architektur, der einen integrierten M9 Motion Coprozessor nutzt.So ausgestattet soll die CPU-Geschwindigkeit des iPhone SE (wie die des iPhone 6S) doppelt so schnell sein wie die eines iPhone 5S.

12 Megapixel Kamera

Das iPhone SE bietet die gleiche Kamera, die auch das iPhone 6S verwendet. die von Apple iSight genannte rückwärtige Kamera bietet eine Auflösung von 12 Megapixel sowie Focus Pixels, die den Autofokus verbessern. So sind Panorama-Aufnahmen von bis zu 63 Megapixel möglich, zudem nimmt die Kamera Videos in 4K-Auflösung auf. Als nettes Gimmick sind Mini-Animationen bei Fotoaufnahmen mögich. Das heißt, dass die Kamera der Foto-Aufnahme eine kurze Animations-Sequenz zufügt, Live Photos nennt Apple diese Technik.

Längere Akku-Laufzeit

Laut Apple soll der Akku des iPhone SE länger halten als der des iPhone 5S. Beispielsweise sollen so 50 Stunden Audio-Wiedergabe möglich sein, beim iPhone 5S dagegen nur 40 Stunden.

Doppelt so schnell wie das iPhone 5S

Die mobile Datenverbindung mit dem iPhone SE soll laut Apple 50 Prozent schneller sein als mit dem iPhone 5S. Denn die LTE-Verbindung des iPhone SE soll bis zu 150 Mbps schnell sein. Zudem unterstützt das iPhone SE Voice over LTE. Auch der WLAN-Empfang ist schneller, denn das iPhone SE unterstützt im Gegensatz zum iPhone 5S das schnelle 802.11ac.

Unsere Einschätzung zum iPhone SE

Auf den ersten Blick mag das iPhone SE nicht sexy wirken. Denn neue Technik hat Apple mit diesem iPhone nicht präsentiert. Doch der vergleichsweise günstige Preis für die gebotene Leistung lassen das iPhone SE sicher zum Verkaufs-Schlager werden. Wir sind gespannt, ob sich zum Start des iPhone SE am 31. März lange Schlangen vor den Apple-Stores bilden.

Apple stellt iPad Pro mit 9,7-Zoll-Display vor

Der Nachfolger vom iPad Air 2 heißt: 9,7" iPad Pro. Apple hat bei seinem Event in Cupertino am Montagabend (deutscher Zeit) nicht nur das neue iPhone-Modell iPhone SE vorgestellt, sondern mit dem iPad Pro mit 9,7-Zoll-Display auch einen Nachfolger des iPad Air 2 präsentiert.

Das iPad Pro mit 9,7-Zoll-Display soll laut Angaben von Apple nicht nur einfach ein neuer Tablet-PC sein, sondern auch als PC-Ersatz dienen. "Über 500 Millionen PCs sind über 5 Jahre alt", so Apples Marketing-Chef Phillip Schiller. Und fügte hinzu: "Das ist sehr traurig." Mit dem neuen iPad-Pro-Modell wolle Apple die Windows-Nutzer ansprechen. Passend  dazu bringt Apple auch ein Tastatur-Cover namens "Smart Keyboard" für das neue 9,7" iPad Pro auf den Markt, welches das Arbeiten mit dem Gerät erleichtern soll.

Das iPad Pro mit 9,7-Zoll-Display erbt alle Eigenschaften, die Apple mit dem 12,9" iPad Pro im Herbst 2015 eingeführt hat. Dazu gehört auch der Apple Pencil, also der Eingabestift. Auch im iPad Pro mit 9,7 Zoll Display steckt Apples A9X, der Coprozessor M9 und die Grafikeinheit mit 12 Kernen. Im Vergleich zum iPad Air 2 soll das neue 9,7" iPad Pro eine 1,8fache höhere CPU- und eine 2fach höhere Grafikleistung besitzen. Die Akkulaufzeit gibt Apple mit 10 Stunden an.

Bisher beste(r) iPad-Bildschirm und -Kamera - behauptet Apple

Außerdem besitzt das neue iPad-Modell laut Apple den" bisher besten Bildschirm", den man für ein iPad entwickelt habe. So spiegelt der neue Bildschirm 40 Prozent weniger und ist 25 Prozent heller als der Bildschirm vom iPad Air 2. Damit besitzt das neue iPad Pro den hellsten Bildschirm, der derzeit bei einem Tablet zum Einsatz kommt.

Beim neuen Retina-Display setzt Apple auch diverse fortgeschrittene Display-Technologien ein, zu denen True Tone Display gehören. Sensoren sorgen für eine dynamische Anpassung des Weißabgleichs auf dem Display, indem das Umgebungslicht verwendet wird. Das soll für eine natürlichere und  präzisere Betrachtungserfahrung wie auf weißem Papier sorgen.

Das neue 9,7" iPad Pro besitzt außerdem 4 Lautsprecher, jeweils einen Lautsprecher an jeder Ecke. Das 4-Lautsprecher-Audiosystem soll für einen satteren Stereoklang sorgen und verdoppelt auch die Soundleistung. Hinzu kommen eingebaute Sensoren, die automatisch den Ton anpassen und optimieren, je nachdem wie man das iPad Pro hält.

Die Hauptkamera beim neuen iPad Pro ist die bisher fortschrittlichste Kamera, die für ein iPad entwickelt worden ist. So Apple. Bei der 12MP iSight-Kamera mit Focus Pixel-Technologie kommt ein neuer Bildsignal-Sensor zum Einsatz. Mit der Kamera können Panorama-Aufnahmen mit bis zu 63 Megapixeln, Live-Fotos und sogar 4K-Videos erstellt werden. Die Vorderkamera löst mit 5 Megapixeln auf. Die True Tone-Belichtung soll die Aufnahmen bei dunklen Lichtverhältnissen sowie beim Scannen von Dokumenten verbessern.

Neben dem Tastatur-Cover wird Apple für das neue iPad-Modell auch diverses Zubehör anbieten. Darunter einen USB-Kamera-Adapter und einen SD-Karten-Leser.

Das neue iPad Pro ist 6,1 Millimeter dünn und 437 Gramm leicht. Zum Vergleich: Das iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display ist 6,9 Millimeter dünn. Es unterstützt 23 LTE-Bänder für bis zu 300 Mbit/s Download-Geschwindigkeit (LTE Advanced).

Ebenfalls unterstützt wird die drahtlose Datenübertragung mit 802.11ac WLAN mit MIMO-Technology. Im 9,7" iPad Pro ist die Apple SIM integriert.

Premiere: In neuer Farbe und mit 256 GB Speicher  - ab dem 31. März erhältlich

Das neue iPad Pro mit 9,7 Zoll-Display kann ab dem 24. März vorbestellt werden und wird ab dem 31. März ausgeliefert. Es ist in folgenden Farben erhältlich: Gold, Silber, Space Grau und - eine Premiere bei iPads - Roségold.

Eine weitere Premiere gibt es bei den zur Auswahl stehenden Modellen. Das iPad Pro 9,7 Zoll wird nicht nur mit 32 GB und 128 GB ausgeliefert, sondern zum ersten Mal gibt es auch ein Modell mit 256 GB.

Die Preise für das neue 9,7" iPad Pro

iPad Pro (9,7 Zoll) mit 32 GB WiFi: 689 Euro

iPad Pro (9,7 Zoll) mit 128 GB WiFi: 869 Euro

iPad Pro (9,7 Zoll) mit 256 GB WiFi: 1.049 Euro

Und

iPad Pro (9,7 Zoll) mit 32 GB WiFi+LTE: 839 Euro

iPad Pro (9,7 Zoll) mit 128 GB WiFi+LTE: 1.019 Euro

iPad Pro (9,7 Zoll) mit 256 GB WiFi+LTE: 1.399 Euro

Das neue iPad Pro kann ab dem 24. März auf dieser Apple-Seite vorbestellt werden.

Die Preise für das Zubehör

Sowohl Apple Pencil als auch das Smart Keyboard müssen extra erworben werden. Hier die Preise.

* Apple Pencil: 109 Euro

* Apple Smart Keyboard: 169 Euro (Farbe: Anthrazit)

* Apple iPad Pro Smartcover / Silikon-Hüllen: 59 Euro / 79 Euro (diverse Farben)

* Lightning zu SD Card Camera Reader: 35 Euro

* Lightning zu USB 3 Camera Adapter: 45 Euro

* Apple 29W USB-C Power Adapter: 59 Euro

* Lightning zu USB-C Cable (1 Meter): 29 Euro

* Lightning zu USB-C Cable (2 Meter): 39 Euro

12,9" iPad Pro ebenfalls mit 256 GB demnächst erhältlich

Außerdem wird zeitgleich auch eine 256-GB-Variante des 12,9" iPad Pro auf den Markt kommen. Die Preise:

iPad Pro (12,9 Zoll) mit 256 GB WiFi: 1.269 Euro

iPad Pro (12,9 Zoll) mit 256 GB WiFi+LTE: 1.419 Euro

iPhone SE mit vier Zoll, iPad Pro mit 9,7

Ungewöhnlich kurz war die Produktvorstellung in Apples Townhall in Cupertino: Nach gerade mal einer Stunde fasste Tim Cook bereits die Neuheiten zusammen, bedankte sich beim Publikum und bevor er zurück an die Arbeit in seinem Büro ging, kündigte er lediglich noch an, diese Präsentation sei mit hoher Wahrscheinlichkeit die letzte an diesem Ort mit Geschichte gewesen. Schon in etwa einem Jahr wird Apple sein neues Gebäude beziehen können, in dem auch ein Theater mit rund 1000 Sitzplätzen eingebaut ist.

Im Sommer zur WWDC wird Apple wieder das Moscone West in San Francisco nutzen, im Herbst dann vermutlich in das Yerba Buena Center eben dort einladen. Die Anlässe werden dann gewiss auch größer. Denn die Keynote heute war auch deshalb so kurz, weil Apple nicht viel Neues zu zeigen hatte. Eigentlich nur bewährte Technik in neuer Form und ein paar neue Armbänder für die Apple Watch. Hinzu kamen gewiss wichtige Softwareupdates und erst einmal nur für die US-Medizin bedeutende Verbesserungen an den Gesundheitsfunktionen des iPhone. Aber der Reihe nach.

Verantwortung für Daten und Umwelt

40 Jahre in 40 Sekunden: Apple wird am Freitag nach Ostern 40 Jahre alt, weshalb zu Beginn der Keynote ein kurzes Video abspielt, in dem vor allem Produktnamen schnell abgespielt werden. "Apple hat über die letzten Jahre immer wieder die Welt der Technologie verändert, eine Milliarde Apple-Geräte sind weltweit in Nutzung", freut sich Tim Cook und muss dann Ernst werden. Zur Sprache kommt natürlich der Streit mit dem FBI. "Wir haben das iPhone für Sie gebaut", Apple sieht sich daher in der Verantwortung, die Sicherheit der Daten und die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. "Von dieser Verantwortung werden wir nicht abrücken," verspricht Cook.

Das Statement Cooks ist kurz, aber klar, weiter auf den Stand der juristischen Dinge muss er nicht eingehen. Apple ist am morgigen Dienstag zu einer Anhörung über seinen Widerspruch geladen, der Gerichtstermin könnte Geschichte schreiben. Für Apple womöglich eine sehr unangenehme, trotz der überragenden öffentlichen Unterstützung, für die sich Cook bedankt.

Apple sieht sich aber nicht nur in Sachen Datenschutz verantwortlich, sondern auch für viel größere Dinge. Unmittelbar nach Cook betritt die Umweltbeauftragte des Unternehmens Lisa Jackson die Bühne und spricht über die Verantwortung, in der sich Apple in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sieht. Apple kommt seinen selbst gesteckten Zielen näher, 93 der Energie seiner Anlagen bezieht Apple nun aus erneuerbarer Energie, in den US, China und vor allem europäischen Ländern betreibt Apple all seine Bürogebäude und Stores mittlerweile CO 2 -neutral. Den Strom dafür generiert Apple teilweise in eigenen Kraftwerken: Jackson zeigt Solaranlagen in China und Singpore, wo Apple etwa Panels auf Dächern errichtet.

Apple Renew

Auch in Sachen Verpackung gibt sich Apple als Musterknabe: 99 Prozent des Kartons, in denen iPhone, iPad und Mac verpackt sind, stammen laut Lisa Jackson aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die meisten iPhones, die Apple von den Kunden im Rahmen des Recycling-Projekts zurückgenommen werden, würden sich nach einer Aufbereitung wieder weiter verwenden lassen. In Sachen Recycling möchte Apple aber neue Wege geben. Ein hausinternes Forschungsprojekt hat einen "Liam" genannten Roboter entwickelt, der die nicht mehr verwendungsfähigen iPhones nicht schreddert, sondern fachgerecht wieder auseinander nimmt, damit die darin enthaltenen Materialien wieder in den Rohstoffkreislauf geraten. Apple Stores nehmen die alten Produkte entgegen, lassen sich aber auch per Post kostenfrei an Apple senden, Versandetiketten dafür gibt es auf Apples Website.

Gesundheit

Mit Health will Apple das Leben seiner Kunden verbessern und Medizinern bei ihren Forschungen unterstützen. COO Jeff Williams gibt ein Update über die im Rahmen von Research Kit erreichten  Fortschritte. Parkinson, Asthma und Diabetes wollen Wissenschaftler mit den per iPhone erhobenen Daten auf die Schliche kommen. Die mit Research Kit betriebenen Studien sind aber vor allem in den USA relevant, hierzulande haben die medizinischen Fakultäten der Universitäten noch nicht viel von Research Kit erfahren, hat man den Eindruck. In einer Studie zur Epilepsie kommt sogar auch die Apple Watch mit ihren Sensoren zum Einsatz. Hier ist das Ziel ein Frühwarnsystem, das Anfälle präzise vorhersagen kann.

Eine weitere Erweiterung seines iOS stellt Apple mit CareKit vor. Entwickler sollen damit Apps bauen, mit denen Patienten  ihre Behandlung steuern und die Wirkungen der Maßnahmen protokollieren. Dabei speichert man Daten über Symptome, Medikamenteneinnahme und Wohlbefinden, der behandelnde Arzt soll unmittelbar die Gelegenheit bekommen, in den Prozess einzugreifen, um die Behandlung zu optimieren. Ein weiteres Beispiel, wie viele vertrauliche Daten auf dem iPhone liegen, bei denen man sich genau überlegen muss, mit wem man sie teilt und die man gewiss nicht kompromittiert sehen will.

Apple Watch erfolgreich und beliebt - Preise sinken

Wie viele Apple Watches Apple bisher verkauft hat, verrät Cook nicht, die Uhr sei aber die meist verkaufte Smartwatch der Welt - und die Kunden würden sie lieben. Sehr gerne wechselten diese auch die Armbänder und haben nun mit einigen neuen Modellen noch mehr Gelegenheit dazu. Neu ist unter anderem ein Band aus gewebtem Nylon und Sportarmbänder in Frühlingsfarben- gelb, blau und rot. Der Einstiegspreis sinkt auf 299 US-Dollar - nur diesen Preis nennt Cook zunächst. Das war's auch schon in Sachen Apple Watch, ein neues Modell wird es nicht vor Herbst geben. Die Apple Watch Sport kostet in Deutschland nun 349 Euro in der 38-mm-Version, mit 42-mm-Gehäuse kostet sie 399 Euro - jeweils 50 Euro weniger als bisher. Die Edelstahluhren kosten nun 749 und 799 Euro. Die Armbänder aus gewebtem Nylon kosten keinen Aufpreis, ein zusätzliches ist für 59 Euro erhältlich. Sie sind in pink, blau, rosegold und schwarz erhältlich. Hinzukommen Lederarmbänder in mehrere Farben und mit Magnetverschluss, die sich vor allem an der Apple Watch mit Edelstahlgehäuse gut machen dürften. Die Auswahlvarianten für die Apple Watch potenzieren sich so weiter.

Apple TV ist kein Hobby mehr

Auch zum Apple TV gibt es keine Verkaufszahlen, von der Box habe man seit Herbst ab so viele verkauft "wie noch nie zuvor". Neu an der Apple TV ist tvOS 9.2, das ab heute verfügbar ist. Apps lassen sich in Ordnern ablegen, Siri arbeitet auch in den App Stores und vieles mehr.

Neues Familienmitglied: iPhone SE

Die Vorstellung des 4-Zoll-iPhones ist Greg Joswiak überlassen. Im vergangenen Jahr habe Apple immerhin 30 Millionen Stück mit Vierzollbildschirm verkauft, begründet Joswiak das neue Modell im bewährten Formfaktor. Vor allem Einsteiger hätten zu einem Vierzöller gegriffen.  Das Design des iPhone SE genannten Modelles in den Farben spacegray, silber, gold und rosegold sieht mehr nach iPhine 5(S) aus als nach iPhone 6(S), im Inneren ist aber der moderne A9-Prozessor verbaut, das Neue soll daher doppelt so schnell sein wie das iPhone 5S sein, der Grafikchip das dreifache leisten. So wird zum Beispiel Hands free Siri möglich: "Hey Siri!" also auch, wenn das Gerät nicht am Strom hängt. Die Kamera löst mit 12 Megapixel auf und kommt auch mit dem True-Tone-Blitz des iPhone 6S. Live-Photos beherrscht das neue Telefon natürlich auch. LTE-Geschwindigkeiten bis zu 150 Mbps werden unterstütze, ebenso Wi-Fi 802.11ac. Der eingebaute NFC-Chip erlaubt das Bezahlen über Apple Pay, das es weiterhin nun in der englischsprachigen Welt und in China gibt, aber nicht in Deutschland. Der Einstiegspreis ist interessant: 399 US-Dollar (489 Euro!) kostet das 16-GB-iPhone, 499 US-Dollar (589 Euro) die Variante mit 64 GB.

Bestellungen nimmt Apple ab Donnerstag, dem 24. März entgegen, ab dem 31. März steht es in den wichtigsten Märkten in den Läden.
 Auf 80 Prozent aller iPhones läuft laut Joswiak die aktuelle Version des Betriebssystems, iOS 9. Mit iOS 9.3 kommt ein Zwischenupdate, das auch etliche neue Funktionen bringt, etwa Nightshift, den Blaulichtfilter für ein wärmeres Display am Abend und Passwortschutz für Notizen. Verbesserungen gibt es auch bei Karten, CarPlay, Health und News. Mit Education Preview lassen sich vor allem iPads in der Schule oder der Universität mit einer Art von Mehrbenutzersystem konfigurieren. iOS 9.3 steht noch heute zum Download zur Verfügung.

Mehr Details zum iPhone SE hier

iPad Pro mit 9,7 Zoll

Das iPad Pro sei für viele schon zum einzigen Computer geworden, freut sich Tim Cook und überlässt die Bühne dem Marketing-Chef Phil Schiller, der das Feedback begeisterter Kunden wie John Lasseter (Pixar) vorstellt: "Die Leute lieben das iPad Pro". Das iPad Pro bekommt einen Partner mit 9,7-Zoll-Monitor zur Seite gestellt. Über 200 Millionen iPads mit 9,7-Zoll-Bildschirm habe Apple bereits verkauft und bietet nun die Pro-Features auch im ursprünglichen Format des iPad an. Das iPad Pro soll nun auch verstärkt Windows-Nutzer anziehen, meint Schiller, 500 Millionen PCs da draußen seien älter als fünf Jahre - was traurig sei. Aber man habe ja nun ein Angebot für diese vielen Anwender.

Warum aber iPad Pro 9,7 und nicht iPad Air 3? Das beginne bei Display, das heller sei und weniger reflektiere, erklärt Schiller, auch der Farbumfang sei deutlich größer. Zum Nightshift komme nun noch ein True-Tone-Display hinzu, das die Farbtemperatur des Displays dem der Umgebung anzupassen verspricht. "Was für ein Durchbruch," jubelt Schiller.

Wie das große iPad Pro hat auch das kleine vier Lautsprecher eingebaut, für Stereoklang in jeder Ausrichtung, und den A9X-Prozessor an Bord. Das Smart Keyboard hat Apple natürlich auch an das kleinere iPad Pro angepasst, auf dem neuen Tablet lässt sich auch der Apple Pencil verwenden. Die Kamera ist von den Features die gleiche wie im iPhone SE: 12 Megalpixel, Focus Pixel, True-Tone-Flash. Die Frontkamera löst mit 5 Megapixel auf: "Das beste iPad ever und das ultimative Gerät, den PC zu ersetzen". Erstmals ist ein iPad auch in rosegold zu haben, ansonsten auch in spacegray, gold und silber. Preise und Konfigurationen: 32 GB für 599 US-Dollar (689 Euro),  128 GB für 749 US-Dollar (869 Euro) und 256 GB für 899 (1049) US-Dollar. Die Varianten mit LTE-Chip kosten jeweils 150 Euro mehr. Wie das iPhone SE kann man es am Gründonnerstag bestellen, in die Läden kommt es eine Woche später, am 31. März, einen Tag vor Apples 40sten Geburtstag. Das iPad Air 2 ist weiterhin im Angebot und kostet 100 US-Dollar weniger. Die 256-GB-Konfiguration ist auch für das iPad Pro mit 12 Zoll zu haben, dieses kostet 1099 US-Dollar.

Mehr über das kleine iPad Pro

Kein Ton zum Mac

Vor einem Jahr hatte der Mac auf dem Event "Spring forward" eine bedeutende Nebenrolle gespielt (Macbook 12 Zoll), heute gar keine. Wir erwarten, dass Apple im Vorfeld der WWDC seine Macbooks mit neuen Chips der Skylake-Reihe ausstatten wird und dies auf der WWDC zumindest am Rande erwähnt. Immerhin hat Apple heute auch das Update auf OS X 10.11.4 frei gegeben, das in Sachen verschlüsselte Notizen mit iOS 9.3 korrespondiert.

Dobrindt will öffentliches WLAN weiter ausbauen

Laut der Frankfurter Allgemeine setzt sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt verstärkt für die Einführung freier WLAN-Hotspots in Deutschland ein. Demnach unterstützt er in der Debatte um ein neues Telemediengesetz die Netzpolitiker der schwarz-roten Regierungskoalition.

„Die Hürden, die das neue Telemediengesetz stellt, sind zu hoch. Die Störerhaftung führt meiner Meinung nach nicht dazu, dass wir unkompliziert ein freies WLAN organisieren können“, erklärte Dobrindt gegenüber der FAZ. Bei der Störerhaftung sieht die Gesetzgebung vor, dass die Anbieter von öffentlichem WLAN im Fall des Missbrauchs der Hotspots haftbar sind.

Darüber hinaus wolle Dobrindt dem Bundestag nahe legen, „das Telemediengesetz zu überarbeiten und der Durchsetzung des öffentlichen WLANs  weniger Hindernisse in den Weg zu stellen. „Wir brauchen ein offenes WLAN mit einfachem Zugang für jedermann.“ Im Zuge dessen soll auch die Deutsche Bahn für kostenloses WLAN in den Zügen und in Hauptbahnhöfen sorgen. Demnach habe die DB von Dobrindt klare Anweisungen erhalten, die Digitalisierung weiter voranzubringen. „WLAN in der zweiten Klasse im ICE muss bis Ende des Jahres ausgebaut sein.“

Fälschung: Fotos von Lightning Earpods aus China

Die herkömmliche Kopfhörerbuchse im iPhone ist 3,5 Millimeter dick. Da aber für den iPhone-Hersteller selbst jeder Mikrometer beim Design zu viel ist, kursieren seit langem die Gerüchte, das nächste iPhone könnte ohne die Buchse auskommen. Dafür müsse der Lightning-Anschluss herhalten und für Ton-Beschallung in den Kopfhörern sorgen. Technisch gesehen ist dem keine Hürde mehr gesetzt – Lightning kann deutlich mehr als der herkömmliche Dock noch im iPhone 4S, das Audio-Output ist auf jeden Fall dabei.

Diese Entwicklung sollten die neuen Bilder bestätigen, die dieses Wochenende in den Tiefen des Netzes aufgetaucht sind. Zwei Bilder aus zwei verschiedenen Quellen zeigen die Earpod-Kopfhörer mit einem Lightning-Anschluss. Man könnte meinen, das Gerücht sei damit bestätigt und das iPhone 7 kommt ohne Kopfhörer-Buchse. Doch zu früh gefreut. Bei dem einen Bild, gefunden bei 9to5mac , hat sich der eigentliche Autor gemeldet und bestätigt , dass das Bild eine Photoshop-Montage war. Gleichzeitig damit ist ein anderes, aber sehr ähnliches Bild aus China aufgetaucht, das wohl auch die Lightning-Kopfhörer zeigen sollte . Doch der aufmerksame Betrachter wird sofort skeptisch: Die vermeintlichen Kopfhörer haben keine Fernsteuertasten auf dem Kabel. Zudem sehen sie auf dem Foto ungewöhnlich lang aus. Eher unwahrscheinlich, dass Apple die praktische Erweiterung bei den eigenen Earpods kappt, daher lässt sich schließen, dass das Bild eine eher ungeschickte Photoshop-Retusche ist, keine reale Neuerung.

Neue OLED-Displays für Apple (Watch)

Immer wieder gibt es Berichte, Apple werde in seinen kommenden iPhones OLED-Displays verwenden. In der Apple Watch werden Displays mit dieser modernen Technologie bereits verbaut. Wie die koreanische Etnews jetzt unter Berufung auf Industriekreise berichtet , hat Apple mit Samsung Displays einen neuen Vertrag über die Lieferung von flexiblen OLED-Panels geschlossen. Auffallend klein ist aber die berichtete Liefermenge von 60 000 Stück pro Monat, für ein iPhone-Modell deutlich zu wenig. Wir vermuten deshalb, das die Displays eher für die kommende Apple Watch gedacht sein könnte, die bereit mit einem flexiblen OLED-Display von LG ausgestattet ist. Laut IDC soll Apple in diesem Jahr etwa 14 Millionen Watches verkaufen, was über eine Million Stück pro Woche entspricht.

Ein Wechsel bei den iPhones zur OLED-Technologie wird dagegen erst 2017/2018 erwartet.

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