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Morgenmagazin vom 24. Februar 2015

24.02.2015 | 06:43 Uhr |

Was heute wichtig wird: 24. Februar 2014 +++ Zweiter Seed für OS X 10.10.3 mit vielfältigen Emoticons +++ Seele GmbH bei Augsburg: Tim Cook besucht deutschen Glaszulieferer +++ Apple an der Börse dopplet so viel wert wie Exxon +++ G-Technology: G-RAID-Speicherlösungen mit USB 3.0 und Thunderbolt 2 +++ Neues Samsung-Tool soll alte SSDs wieder flott machen +++ Youtube Kids nun für Android und iOS erhältlich

Was heute wichtig wird: 24. Februar 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen. "Oh, let the sun beat down upon my face / with stars to fill my dream / I am a traveler of both time and space to be where I have been / To sit with elders of a gentle race this world has seldom seen / who talk of days for which they sit and wait / When all will be revealed" Exakt auf den Tag 40 Jahre ist es heute her, dass die britische Rockband Led Zeppelin ihr wegweisendes Doppelalbum "Physical Graffiti" mit dem die erste Platte beschließenden Longtrack "Kashmir" veröffentlichte. Klar, dass der i Tunes Store in dieser Woche das Werk besonders hervorhebt . Die Redaktion des Musikkaufladens hat aber ein anderes epochales Werk vergessen, das ebenfalls an einem 24. Februar Premiere feierte.

Zur Entschuldigung sei gesagt, dass es kein rundes Jubiläum ist und auch verdammt lang her das Jahr 1876, in dem in Oslo Henrik Ibsens Epos Peer Gynth als Drama mitsamt der von Edvard Grieg dafür komponierten Musik zur Uraufführung kam. Sie wissen schon: Die Morgenstimmung, die aber keineswegs einen norwegischen Sonnenaufgang in Klängen malt, sondern einen afrikanischen. Das irre Crescendo in der Halle des Bergkönigs, Solvejgs Liebeslied, Anitras Tanz und die Trauermusik für Aase. Die bekanntesten acht Stücke, in zwei Suiten zusammengefasst, sind aber nur ein Teil des Gesamtwerkes und kommen in den meisten Aufnahmen ohne Gesang, Chor und Rezitative aus. Wer nicht gleich das Gesamtwerk hören möchte, dem sei aber die Aufnahme der Göteborger Symphoniker aus dem Jahr 1989 empfohlen: Solvejgs Lied von Barbara Bonney gesungen, die Halle des Bergkönigs von einem Chor von Trollen gefüllt. Auf alle Fälle hörenswert. An der Oper in Oslo hatte im Dezember 2014 eine Neuvertonung des Dramas Premiere, Jüri Reinvere heißt der Komponist. Das Werk ist bisher kaum bekannt, aber Griegs Bühnenversion hatte es auch schwer, so kam es erst zur Auskopplung der beiden Suiten als "Best of". Eine Art von Zweitverwertung haben übrigens auch Led Zeppelin auf Physical Graffiti betrieben, praktisch besteht die komplette zweite Seite aus Stücken, die es nicht auf die frühere Werke I-IV respektive Houses of the Holy gebracht haben.

Steve Jobs hat Led Zeppelin bestimmt gefallen, bei Edvard Grieg sind wir uns da nicht so sicher. Doch ist die Trennung von U-Musik und E-Musik eher eine Eigenart der deutschen Verwertungsgesellschaft Gema, Musikkenner und andere geschmackssichere Menschen unterscheiden nur zwischen guter und schlechter Musik, zwischen belangloser und relevanter. Da der iTunes Music Store schon früh ein umfangreiches Klassikangebot hatte, kann man davon ausgehen, dass in Cupertino keine Vorbehalte gegenüber gewissen Musikgenres bestehen. Was Steve Jobs von Klassik hält, können wir leider nicht mehr fragen . Heute wäre er 60 Jahre alt geworden. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Fünf sinnvolle Erweiterungen für Safari: Manche Safari-Plug-ins stellen ein Sicherheitsrisiko dar, andere fallen nach einem Update einfach aus. Unser Macworld-Kollege Kirk McElhearn hat aber fünf sinnvolle Erweiterungen gefunden, die das Surferlebnis verbessern.

Apple doppelt so viel wert wie Exxon: Apples Kursrallye hält an, die Aktie steigt und steigt. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 133 US-Dollar kommt sie auf ein neues Allzeithoch und Apple ist an der Börse 775 Milliarden US-Dollar wert. Exxon Mobile, in der Liste der wertvollsten US-Firmen auf Platz zwei, kommt gerade mal auf die halbe Marktkapitalisierung.

Apple bringt Emojis in unterschiedlichsten Hautfarben: Apple hat am Montag Entwicklern eine neue Beta-Fassung von OS X 10.10.3 bereit gestellt. Auffällige Neuerung sind die Emojis, die für Diversität stehen. Jedes Emoji, das ein Gesicht oder eine Handgeste repräsentiert, liegt nun in unterschiedlichen Färbungen vor. Neu sind auch im Build 14D87h neue Länderflaggen als Emojis. Wie schon in der ersten Beta von OS X 10.10.3 ist das neue Fotos in OS X enthalten, das iPhoto und Aperture ablösen soll. Ebenso bringt das Update Unterstützung für die zweistufige Bestätigung von Google, legt man in den Systemeinstellungen einen neuen Account an.

Zwölf Zeichen für Apples Expansion: Apple is doomed? Von wegen! Dem Unternehmen geht es gut wie nie zuvor und es rüstet sich für die Zukunft - gleich in mehreren Geschäftsfeldern.

Tim Cook besucht deutschen Glaszulieferer

Apple-Chef Tim Cook hat am Montag den Glashersteller Seele in Gersthofen bei Augsburg besucht. Das mittelständische Unternehmen mit rund 1000 Mitarbeitern ist seit Jahren Apple-Zulieferer. Aktuell stellt das Unternehmen 2500 Glaspanele für den neuen Apple-Campus 2 in Cupertino her. Die größten der Glasscheiben sind 14 Meter lang und 3 Meter hoch. "Ihr seit die Besten der Welt" sagte Tim Cook l aut der Augsburger Allgemeinen zu den Mitarbeitern von Seele. Christine Schauer, Pressesprecherin des Unternehmens, hat gegenüber Macwelt den Besuch Cooks bestätigt. Das Glas kommt in der Fassade zum Einsatz und bei den Vordächern. Daher muss das Glas leicht gekrümmt sein, um sich der Torusform des Gebäudes anzupassen.

Das Unternehmen, das die riesigen Glasflächen für die Fassade des neuen Apple Campus einbauen soll, stammt ebenfalls aus Deutschland, die Josef Gartner GmbH aus Gundelfingen. Seele ist schon seit vielen Jahren Partner von Apple , einen ersten Kontakt gab es bereits im Jahr 2001 über ein befreundetes Ingenieurbüro, als Apple nach einem Ausstatter für die Apple Stores suchte. Das Unternehmen lieferte bislang unter anderem die ikonischen Glastreppen für die Apple Stores und die neuen, größeren Glasscheiben für den Glaswürfel des Apple Store an der Fifth Avenue in New York.Insgesamt stammt das Glas von rund 70 Apple Stores weltweit - und der meisten in Deutschland - von Seele respektive dem eigens gegründeten Tochterunternehmen Sedak.

G-Technology: G-RAID-Speicherlösungen mit USB 3.0 und Thunderbolt 2

Die zwei neuen Modelle von G-Technology kommen im Aluminiumgehäuse und können im RAID 1 oder RAID 0 betrieben werden. Sie sind mit einem internen RAID-Controller sowie einem laut Hersteller extra-leisen Lüfter ausgestattet. Für hohe Zuverlässigkeit sollen jeweils zwei austauschbare Hochleistungsfestplatten mit 7.200 U/Minute sorgen. Die G-RAID mit Thunderbolt 2 und USB 3.0 erreicht demnach eine Datenübertragungsrate von bis zu 440 MB/Sekunde und sei besonders für den Einsatz in der professionellen Film- und Videobearbeitung geeignet. Damit lassen sich G-Technology zufolge auch die großen Datenvolumen, die im Multistream HD, 2K oder komprimierten 4k Video-Workflow anfallen, problemlos bewältigen. Mit der G-RAID mit USB 3.0 können Daten mit bis zu 400 MB/Sekunden übertragen werden. Die mitgelieferten Festplatten sind für Mac formatiert, lassen sich aber problemlos für Windows umformatieren. Vorausgesetzt wird mindestens OS X 10.7. Die Größe der Thunderbolt 2/USB 3.0-Lösung gibt der Hersteller mit 302,26 x 226 x 134,62 Millimetern (L x B x H) an.

Die G-Technology G-RAID mit Thunderbolt 2 und USB 3.0 kostet 850 Euro mit 8 TB Speicherkapazität sowie 1075 Euro mit 12 TB sowie 1375 Euro mit 16 TB. Die G-RAID mit USB 3.0 mit 8 TB ist für 649 Euro erhältlich, mit 12 TB beziehungsweise 16 TB Speicherkapazität kostet sie 850 Euro respektive 1275 Euro. Alle Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen inklusive Mehrwertsteuer. Beide Modelle sind ab März erhältlich.

Neues Samsung-Tool soll alte SSDs wieder flott machen

Die von Samsung im Jahr 2013 auf den Markt gebrachten Samsung 840 EVO SSDs arbeiten mit der Zeit immer langsamer. Die sequentiellen Lesegeschwindigkeiten sinken von den beworbenen 520 MBps auf deutlich unter 100 MB pro Sekunde. Bereits im Oktober 2014 hatte Samsung das Problem erkannt und per Firmware-Update einen Fix dagegen veröffentlicht. Grund für die reduzierte Geschwindigkeit waren Management-Probleme beim NAND-Flash-Speicher.

Das Problem wurde aber durch das Firmware-Update offenbar nicht völlig gelöst. Wie PC Perspective meldet, hat Samsung eingeräumt, dass ein kleiner Teil der 840-Evo-Besitzer wieder mit Performance-Problemen ihrer SSDs zu kämpfen habe. Das Firmware-Upgrade habe zwar ursprünglich wieder für hohe Lesegeschwindigkeitsraten gesorgt. Mittlerweile sei aber zu beobachten, dass die SSDs bei einigen Besitzern wieder deutlich langsamer werden. Samsung hat die Gründe analysiert und will nun im März eine neue Version der Samsung SSD Magician Software veröffentlichen. Aktuell ist derzeit die Version 4.5 des Tools.

Offen ist, ob mit der neuen Version die Probleme endgültig gelöst werden. Die gute Nachricht: Die aktuelleren Samsung 850 Pro und 850 EVO SSDs nutzen einen NAND-Speichertyp , der von den Problemen nicht betroffen ist.

Youtube Kids nun für Android und iOS erhältlich

Googles Youtube hat am Montag den Startschuss für die neue App Youtube Kids gegeben. In der vergangenen Woche wurde noch über die Veröffentlichung einer kinderfreundlichen Youtube-App spekuliert. Diese ist nun mit Youtube Kids ab sofort für iOS und Android erhältlich. Zum Start ist Youtube Kids aber nur für US-Nutzer verfügbar.

In einem Blog-Eintrag erläutert Youtube, dass es sich bei Youtube Kids um das erste Google-Produkt handelt, das von Grund auf für Kinder entwickelt worden ist. Die App soll es Kindern erlauben, in einer sicheren und einfachen Umgebung für sie geeignete Youtube-Videos zu entdecken und anzuschauen.

Youtube Kids bietet ausschließlich den Zugriff auf Videos, die für Kleinkinder und Kinder geeignet sind. Darunter auch Videos von DreamWorks TV, Jim Henson TV, Talking Tom and Friends und National Geographic Kids. Über die Einstellungen der App können Eltern einfach festlegen, wann, wie oft und wie lange sich die Kinder Videos über die App anschauen können. Außerdem können über die App-Einstellungen auch die Hintergrund-Musik und Sound-Effekte ausgeschaltet werden, um die empfindlichen Kinderohren vor zu viel Lärm zu schützen.

Youtube macht keine Angaben darüber, ab wann Youtube Kids auch für andere Länder angeboten wird.

Deutsche Geschäfte können sich in Apples Karten eintragen

Apple erlaubt es Unternehmern jetzt, ihre Geschäfte in Apple Karten-Anwendung einzutragen oder beispielsweise Kontaktdaten und allgemeine Informationen zu editieren. Dazu gibt es zusätzlich eine Schnittstelle, um Indoor-Navigation für das eigene Geschäft anzulegen. Mit dem Zugang über "Maps Connect" sollen kleinere Unternehmen die Möglichkeit haben, einen Eintrag in Apples Karten zu pflegen und gleichzeitig soll dies den Datenbestand der Apple-Karten verbessern.

Jetzt können sich auch deutsche Unternehmen bei Apple Maps eintragen.
Vergrößern Jetzt können sich auch deutsche Unternehmen bei Apple Maps eintragen.

Für Maps Connect ist eine Apple-ID nötig, dazu muss man im Zweifelsfall nachweisen, Vertreter des Unternehmens zu sein, das man als das eigene markieren will. Apple hatte Maps Connect im Herbst 2014 zunächst in den USA und einigen weiteren Ländern gestartet. Neben Deutschland sind jetzt auch Frankreich und Kanada neu zu dem Programm Maps Connect hinzugekommen.

Apple hatte die eigene Kartenapp 2012 mit iOS 6 gestartet und dabei zunächst überwiegend auf Daten des Kooperationspartners Yelp zurückgegriffen, um Daten zu Geschäften und Restaurants einzubinden. Inzwischen folgt Apple mit Maps Connect dem Beispiel Google, die es Inhabern schon seit vielen Jahren erlauben, den Eintrag ihres Geschäftes selbst zu verwalten.

Wer einen Eintrag für sein Geschäft anlegen will: Das Blog Apple Maps Marketing hat einige wichtige Fragen und Regeln für Maps Connect zusammengestellt .

Link: Apple Maps Connect

Toyota plant vorerst keine Carplay-Integration

Als Apple Carplay Anfang 2014 offiziell startete , gehörte Toyota zu den ersten Herstellern, die Apple als offizielle Kooperationspartner bekannt gab. Obwohl mittlerweile die ersten Autoradios mit Carplay-Support von Herstellern wie Pioneer und Alpine erhältlich sind, gab Toyota nun bekannt, vorerst weiterhin auf das eigene Entertainment System zu setzen anstatt Carplay zu integrieren. In einem Interview mit der New York Times teilte der Toyota Unternehmenssprecher John Hanson mit, dass es zwar durchaus möglich sei, dass in ein paar Jahren alle neuen Fahrzeuge auf Android Auto oder Carplay setzen werden, momentan das Unternehmen jedoch noch das eigene, proprietäre System bevorzuge.

Bei der Keynote zu iOS 7, im September 2013, war Toyota noch kein erklärter Kooperationspartner von Apple.
Vergrößern Bei der Keynote zu iOS 7, im September 2013, war Toyota noch kein erklärter Kooperationspartner von Apple.
© Apple

Einen komplett anderen Ansatz verfolgt der Carplay-Partner Ford. Schon bis Ende 2015 sollen alle neuen Fahrzeuge des Herstellers Android Auto und Apple Carplay offiziell unterstützen. Dem Unternehmen zufolge unterstützt Ford beide Plattformen, damit die Käufer von neuen Fahrzeugen das Auto nicht danach aussuchen müssen, ob Sie ein Android-Smartphone oder ein iPhone besitzen.

Apple hatte Carplay erstmals auf der Keynote zu iOS 7 auf der WWDC im Juni 2013 - noch unter dem Namen "iOS in the Car" - kurz vorgestellt (damals noch ohne Erwähnung Toyotas), im März 2014 hat Apple den offiziellen Startpunkt für Carplay festgelegt und erste Modelle mit der Technik angekündigt. Seitdem steht Toyota als Kooperationspartner auf der Apple-Webseite. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch VW . Bis zum Ende des Jahres sollen alle neuen Fahrzeuge optional Entertainment-Systeme bieten, die mit Android Auto, Apple Carplay und sogar Mirrorlink kompatibel sind. Ab iOS 8.3 soll es zudem möglich sein, Carplay auch kabellos zu nutzen.

Quelle: New York Times

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