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Morgenmagazin vom Dienstag, 1. Juli 2014

01.07.2014 | 07:28 Uhr |

Was heute wichtig wird: 1. Juli 2014 +++ Apple-Kantine: Niemand aß gern nahe bei Steve Jobs +++ Hacker sollen westliche Energieunternehmen ausgespäht haben +++ Google stellt Quickoffice ein +++ Steam knackt die 8-Millionen-Nutzer-Marke +++ Google will mehr Kontrolle über Android-Oberfläche +++ Suchmaschinen in Firefox clever nutzen +++ Test: Coverbilder für Videos suchen mit Covered 1.1

Was heute wichtig wird: 1. Juli 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! An dieser Stelle mal kein Wort über Fußball, obwohl: sieben müssen es doch sein: Die WM dauert noch fast zwei Wochen. Kümmern wir uns lieber um die zweite Jahreshälfte 2014, die heute beginnt. Seit Monaten spricht Apple davon, in diesem Zeitraum "unglaubliche" neue Produkte zu veröffentlichen, neben den alljährlich zu erwarteten Updates für iPhone und iPad sowie diversen Updates für Macs sollte es heuer etwas völlig Neues geben. Auf Seiten der Software hat Apple seine Hausaufgaben gemacht, Yosemite und iOS 8 auf den Weg gebracht und den bestehenden Betriebssystemversionen womöglich letzte Wartungsupdates verpasst. Neben OS X 10.9.4 liegt seit gestern Abend noch iOS 7.1.2 vor, das einige Fehlerbereinigungen etwa bei iBeaons bringt. Den genauen Fahrplan für Produktvorstellungen kennt nur Apple selbst, doch können wir anhand der jüngeren Vergangenheit Prognosen wagen. Anfang September – Dienstag der 9.9. wäre ein guter Termin – wird Apple zu einem Special Event nach San Francisco laden, bei dem es um das neue iPhone gehen wird. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass Apple für sein wichtigstes Produkt in diesem Jahr einen neuen Formfaktor wählen wird, der Bildschirm wird größer, der Rand dünner. Gespannt erwarten wir die Antwort auf die Frage nach der Strategie für preisgünstigere Modelle. Belässt Apple iPhone 5, 5S und iPhone 5C im Angebot zu reduzierten Preisen oder wird eines der Modelle in Rente geschickt und wenn ja welches? Oder gibt es ähnlich wie im Vorjahr ein zweites "neues" Modell, etwa das iPhone 5S in anderem Gehäuse? Kurz nachdem das neue iPhone auf den Mark gekommen sei wird, stehen Renovierungen für iPad Air und iPad Mini an. Diese fallen heuer wenig spektakulär aus, sodass Apple ihnen im Oktober - die zweite Hälfte des Monats ist dafür wahrscheinlicher – kein exklusives Event einräumen wird. Dann wäre es an der Zeit, endlich selbst im Markt für Wearables aktiv zu werden - mit einer iWatch. Oder verknüpft Apple einige Fadenenden neu miteinander, die den Homekit-Schnittstellen erst richtig Sinn geben? Genaue Prognosen sind ebenso schwierig, wie die Teilnehmer des WM-Finales vorherzusagen. Da steht mit dem 13. Juli aber immerhin ein Termin fest. Aber halt, das waren jetzt doch wieder ein paar mehr Worte über Fußball... Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Klingeltöne und Music Match synchronisieren ( Macworld )

Angriff auf den PC-Markt: Was Apples jüngste Preissenkungen wirklich bedeuten ( Macworld UK )

Apple TV steht im Mittelpunkt von Apples neuer Strategie ( Seeking Alpha )

Sharp reserviert komplette LCD-Fabrik für Apple ( Cnet )

Bilanz für das dritte Quartal wird am 22. Juli vorgestellt und diskutiert ( Apple )

Weitere Meldungen:

Apple-Kantine: Niemand aß gern nahe bei Steve Jobs

Nicht nur im Lift wollte man Steve Jobs nicht gern begegnen. Selbst in der geräumigen Umgebung eines Speisesaals wie der Apple-Kantine haben die Angestellten von Apple es vermieden, Plätze in seiner Nähe zu belegen. Denn auch hier schien Gefahr zu lauern, allzu schnell entlassen zu werden, wenn man keine gescheite Antwort auf Jobs bohrende Fragen nach dem Fortschritt eines Projekts geben konnte. Soäußerte sich der frühere Apple-Ingenieur David Black , in Cupertino fast zwölf Jahre lang zuständig für die Bereiche Java und Web Objects, gegenüber Business Insider, dass es mit dem Lunch recht schnell vorbei war, sobald Jobs den Raum betreten hatte. Offenbar war er aber gar nicht so ein großer ”Kantinen-Tyrann”, wie man das von den legendären Hire-and-Fire-Geschichten aus dem Aufzug kennt. Dennoch war sein schwarzer Humor berüchtigt, insbesondere, wenn er Mitarbeiter fragte, woran sie gerade arbeiteten. Alleine das konnte die Angestellten gehörig in Stress versetzen, für den Fall, dass sie dem Chef eine unbefriedigende Antwort gäben. Manchmal spielte Jobs allerdings nur mit der Erwartung der Leute. So berichtet Black davon, wie Jobs einen Mitarbeiter fragte, welche Arbeit er denn verrichtet habe, als er im Aufzug fuhr. Dieser antwortete, dass er für die Qualitätssicherung eines Produkts zuständig sei. ”Warum fährst du dann runter?”, wollte Jobs wissen. ”Du solltest lieber rauf zurück zur Arbeit fahren.“ Woraufhin der junge Angestellte total blass geworden sein. Steve Jobs beruhigte ihn mit den Worten: ”War doch nur ein Spaß“ (Hey, just kidding).

Anders als der verstorbene Apple-Mitbegründer Jobs hat sein Nachfolger Tim Cook dieses Problem, dass ihm keiner beim Lunch Gesellschaft leisten wollte, offenbar nicht. Im Gegenteil, dem heutigen Apple-Chef zahlt man sogar 600.000 US-Dollar und mehr, um mit ihm gemeinsam essen zu können.

Hacker sollen westliche Energieunternehmen ausgespäht haben

Symantec Dragonfly Illustration
Vergrößern Symantec Dragonfly Illustration
© Symantec

Die Hacker Gruppe "Dragonfly" habe seit 2013 gezielt Spionage-Attacken gegen Energieunternehmen (unter anderem Stromerzeuger, Pipeline-Betreiber sowie spezielle Ausrüster für den Energie-Bereich aus Deutschland, Spanien, USA, Frankreich, Italien, Türkei, Polen, Griechenland, Serbien sowie Rumänien) ausgeführt, berichtet Symantec . Die Attacken sollten demnach die attackierten Unternehmen vor allem ausspionieren, um letztlich gezielt Sabotage zu betreiben. Symantec vermutet die Hacker in Osteuropa; zudem gebe es Hinweise, dass sie "im Auftrag einer Regierung agierten".

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© Symantec

"Dragonfly" habe die Energieunternehmen gezielt über Lösungen von Drittanbietern oder Zulieferern angegriffen und sich dabei (ähnlich wie bei Stuxnet) darauf konzentriert, Software von Herstellern industrieller Steuerungssysteme (Industrial Control System, kurz ICS) mit einem Trojaner zu infiltrieren, heißt es weiter. Über Softwareaktualisierungen der entsprechenden Steuerungssysteme wurde Schadcode eingeschleust und die Hacker erhielten meist längerfristig Zugriff auf die Netze. Außerdem nutzte "Dragonfly" für gezieltere Attacken Spearphishing und sogenannte Waterhole Attacks wie mit Schadcode infizierte Webseiten.

Die Gruppe sei schon seit etwa 2011 aktiv, konzentriere sich aber erst seit 2013 auf den europäischen und amerikanischen Energiesektor. Aus Sicht von Symantec kurioserweise arbeiten auch die "Dragonfly"-Hacker wie normale Arbeitnehmer vor allem montags bis freitags zwischen neun Uhr früh und 18 Uhr abends. Weitere Informationen finden Interessierte in einem Symantec-Whitepaper (PDF-Link).

Google stellt Quickoffice ein

Google stellt Quickoffice ein (c) IDG/IDG
Vergrößern Google stellt Quickoffice ein (c) IDG/IDG

Google hatte im Juni 2012 Quickoffice übernommen und dessen Entwicklerteam in sein App-Entwicklerteam übernommen. Quickoffice ist eine bekannte und relativ weit verbreitete Office-App für Android und iOS sowie Symbian. Seit September 2013 ist Quickoffice vollkommen kostenlos erhältlich.

Mit Quickoffice können Sie auf einem Smartphone oder Tablet eine Microsoft Word-, Excel- oder Powerpointdatei öffnen und bearbeiten. Das können Sie auch weiterhin, sofern Sie Quickoffice bereits installiert haben. Denn Google stellt Quickoffice in den nächsten Wochen ein; die jeweiligen Apps werden von Google Play und aus dem Apple App Store verschwinden. Das teilte Google jetzt in einem Blogeintrag mit.

Denn die Techniken und Funktionen von Quickoffice haben die Entwickler von Google längst in ihr eigenes Online-Office, Google Drive alias Docs & Spreadsheets alias Google Texte und Tabellen, überführt.

Wer Quickoffice noch verwendet, soll die App auch weiterhin noch nutzen können. Google würde aber keine neuen Funktionen mehr hinzufügen. Google würde also vorerst niemanden zum Umstieg zwingen. Aber natürlich ist klar, dass Google sein eigenes Office bevorzugt.

Die Google Drive-App gibt es seit einigen Wochen als drei separate Apps für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen. Somit wurde Google Drive dem Quickoffice ohnehin immer ähnlicher.

Mit Google Docs, Sheets und Slides kann man mittlerweile auf Androidgeräten auch Microsoft Office-Dateien direkt bearbeiten, ohne diese zuvor konvertieren zu müssen.

Steam knackt die 8-Millionen-Nutzer-Marke

Steam knackt die 8-Millionen-Nutzer-Marke (c) IDG/IDG
Vergrößern Steam knackt die 8-Millionen-Nutzer-Marke (c) IDG/IDG

Erst Anfang Dezember 2013 hatte Steam mit 7 Millionen Nutzern , die gleichzeitig online waren, einen Rekord gefeiert. Grund dürfte unter anderem damals die Herbstaktion mit Spiele-Schnäppchen gewesen sein. Am Sonntag hat Steam nun die 8-Millionen-Marke geknackt . Gegen 11:30 Uhr waren 8.020.679 Nutzer gleichzeitig eingeloggt. Grund dafür dürfte wieder einmal der Steam Sale sein. Am 30.06.2014 bietet Valve auf seiner Spieleplattform das letzte Mal dutzende PC-Spiele zu teils stark reduzierten Preisen an.

Die Statistik gibt auch Auskunft über die derzeit am häufigsten auf Steam gezockten Spiele. Platz 1 - mit großem Abstand - nimmt der Strategie-Hit "Dota 2" ein. Platz 2 und 3 gehören "Counter-Strike: Global Offensive" und "Team Fortress 2". Erst auf den folgenden Plätzen tummeln sich mit "Garry's Mod", "Payday 2" und "Civilization V" keine reinen Multiplayer-Titel mehr.

Google will mehr Kontrolle über Android-Oberfläche

Google will mehr Kontrolle über Android-Oberfläche (c) IDG/IDG
Vergrößern Google will mehr Kontrolle über Android-Oberfläche (c) IDG/IDG

Google hat kürzlich mit Android Wear, Android Auto und Android TV neue Variante von Android vorgestellt. Bei diesen Android-Varianten für Android-Geräte am Handgelenk, in Fahrzeugen und in Wohnzimmern will Google auch die Kontrolle über die Oberfläche (User Interface, kurz: UI) behalten. Das kündigt Googles Engineering Director David Burke im Gespräch mit der IT-Site Ars Technica an. Bei Android-Smartphones und -Tablets hat Google den Herstellern die Gestaltung der Oberfläche frei gelassen, was dazu führte, dass sich deren Bedienung je nach Hersteller unterscheidet.

"Die UI ist mehr Teil dieser Produkte in diesen Fällen", sagte Burke. Seitens Google wolle man daher sicher stellen, dass die Nutzererfahrung immer gleich sei. So beispielsweise, wenn in einem Haushalt zwei Android-TV-Geräte von unterschiedlichen Herstellern im Einsatz sind. In solchen Fällen sollen beide Android-TV-Geräte nicht nur eine gleiche Oberfläche bieten, sondern auch gleich funktionieren.

Google wird auch verantwortlich für die Auslieferung von Updates für Geräte mit Android Wear, Android Auto und Android TV sein. Anders als bei Smartphones und Tablets sollen also nicht mehr Wochen und Monate vergehen, bis alle Anwender für ihre Geräte die neuesten Updates erhalten.

Suchmaschinen in Firefox clever nutzen

Über das Menü im Suchfeld kann man schnell zu jeder anderen der mitgelieferten Suchmaschinen wechseln. Man muss danach den Suchbegriff nicht neu eintippen, sondern drückt nach dem Wechsel einfach nochmals die Zeilenschaltung oder Eingabetaste. Um weitere Suchmaschinen hinzuzufügen, ruft man „Suchmaschinen verwalten“ im Suchmaschinenmenü auf und klickt im sich öffnenden Fenster auf „Weitere Suchmaschinen hinzufügen“. Alternativ öffnet man die Webseite einer alternativen Suchmaschine wie beispielsweise Duckduckgo oder Startpage und klickt dort auf „Zum Browser hinzufügen“ beziehungsweise „Zu Firefox hinzufügen“. Ein Neustart von Firefox ist nicht notwendig. In welcher Reihenfolge die Suchmaschinen im Menü angezeigt werden, legt man ebenfalls im Fenster „Suchmaschinen verwalten“ fest. Dort lassen sich Suchmaschinen auch löschen. Man kann einen Suchbegriff außerdem in das Adressfeld eintippen, Firefox verwendet bei dieser Suche ebenfalls die voreingestellte Suchmaschine.

Test: Coverbilder für Videos suchen mit Covered 1.1

Verwaltet man seine Videos mit iPad und Apple-TV, sind Coverbilder nicht nur optisch ansprechend: Sie sind zugleich hilfreich beim schnellen Auffinden eines Titels. Bei im iTunes Store gekauften Videos sind diese Grafiken bereits enthalten, bei eigenen Videos wie TV-Aufnahmen muss der Anwender sie selbst ergänzen.

Covered ist ein simples Spezialtool für die Suche nach solchen Bilddateien wie dem Filmposter oder dem Cover-Bild einer Serien-Box. Das einfache Programm durchsucht dazu den iTunes Store nach Bilddateien, den Namen des Videos muss der Nutzer manuell eingeben. Dank des großen Bestandes der Apple-Videothek sind die Erfolgsaussichten bei Spielfilmen recht groß, bei deutschen Serien trotz Unterstützung des deutschen Stores eher mäßig. Automatisch ergänzen kann Covered die aufgefundenen Coverbilder nicht, sie müssen manuell ergänzt werden. Dazu öffnet man in iTunes das Infofenster zu einem Video und ergänzt die Bilddatei über den Reiter „Cover“. Ein schneller Import ist per Drag-and-Drop oder Zwischenablage möglich. Vorteil gegenüber einer Bilder-Suche per Google: Die Grafiken des iTunes-Store liegen in hoher Qualität vor. Praktisch ist außerdem, dass die Grafiken bei Spielfilmen als längliche und bei Serien als quadratische Grafiken vorliegen: Das hilft bei der schnellen Unterscheidung zwischen den Genres. Ähnliche Tools wie iDentify können zusätzlich zum Coverbild aber sogar Filminformationen ergänzen.

Empfehlung Covered

Schnell und einfach spürt Covered Cover-Bilder für Videos auf, gegenüber einer Bilder-Suche per Google bietet das Tool aber wenig Vorteile. Begrenzt ist man außerdem auf Titel, die im iTunes Store erhältlich sind.

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