2112803

Morgenmagazin vom Dienstag, 1. September 2015

01.09.2015 | 07:00 Uhr |

1. September +++ Sechste Beta für El Capitan +++ Apple kooperiert mit Cisco +++ Android Wear für das iPhone +++ Apple auf Spuren von Netflix +++ Dualband-Gigabit-WLAN-Router von TP-Link +++ Wena Wrist: Neue Premium-Smartwatch von Sony per Crowdfunding +++ 5 Dinge, die Sie keinesfalls auf Facebook veröffentlichen sollten

Was heute wichtig wird: 1. September

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Musik war auch bei den Apple-Keynotes der letzten Jahre ein wichtiges Thema, doch das letzte dedizierte Musik-Event, zu dem Apple einlud, stieg heute vor fünf Jahren. Der 1. September 2010 sollte vor allem neu iPods bringen, in den Varianten Shuffle, Nano und Touch. Seither hat Apple die Modelle allenfalls sporadisch weiter entwickelt, in diesem Sommer bekamen die drei iPods immerhin neue Farben und der iPod Touch zudem neue Technik. Auf einen neues Modell mit Festplatte, seinerzeit schon als iPod Classic bekannt, wartete man vergeblich mittlerweile verkauft Apple den Klassiker nicht mehr und hat ihn gar mit dem Stichtag 8. September auf die Liste der obsoleten Produkte gesetzt.

Und auch ein weiteres Konzept vergrub Apple an jenem Dienstag vor fünf Jahren: Der "iPod für das Wohnzimmer", das Apple TV, verschwand im Archiv und das Apple TV 2, das an sich nur noch eine Streamingbox war, kam heraus. Will man den Spekulationen der letzten Tage Glauben schenken, dann steht das Konzept womöglich vor einem Comeback. Denn das Apple TV 4 soll nicht nur teurer werden, sondern für den Preis auch einiges bieten. Etwa Sprachsteuerung mit Siri oder Platz für die Programme von Drittherstellern. Somit könnte es wieder zu einem "iPod für das Wohnzimmer" werden und seine Besitzer mit Zugriff auf die komplette Welt von Apple Music erfreuen. Womöglich ist aber ein Flashspeicher von 128 GB oder gar mehr für das Apple TV vor allem wichtig, um TV-Programme zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt abzuspielen. Bis Apples TV-Streamingservice aber an den Start gehen wird, werden wir noch bis mindestens nächstes Jahr warten müssen. Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Partnerschaft: Apple unternimmt einen weiteren Schritt in die Unternehmen und hat eine Partnerschaft mit dem Netzwerkausrüster Cisco angekündigt. Ziel der Vereinbarung ist es, iPhones und iPads enger an die Unternehmensnetze zu koppeln. So sollen etwa wichtige Apps Priorität in den Intranets erhalten oder Gespräche besser über das Firmennetz abgewickelt werden. Mobile Geräte verdrängen in Unternehmen immer mehr die klassische IT, so würden heute bereits 30 Prozent aller internen Gespräche laut Cisco über mobile Geräte geführt. Wann erste Lösungen zur Verfügung stehen, haben Cisco und Apple noch nicht angekündigt.

Sechste Beta: In der Nacht zum Dienstag hat Apple den Teilnehmern des öffentlichen Beta-Tests eine weitere Vorabversion von OS X 10.11 El Capitan bereit gestellt. Es handelt sich mittlerweile um die sechste Public Beta. In den Release Notes finden sich keine Hinweise auf Neuerungen. Man kann aber davon ausgehen, dass Apple die üblichen Verbesserungen und Fehlerbereinigungen implementiert hat. Vor einem Jahr hatte es nur vier Public Betas für OS X 10.10 Yosemite gegeben.

iOS-Unterstützung für Android-Wear: Google hat gestern offiziell angekündigt, Android-Wear für iOS zu unterstützen. iPhone-Nutzer bekommen zwar nicht die volle Funktionalität, haben nun aber neben der Apple Watch dutzende andere Optionen für eine intelligente Armbanduhr, die Funktionen des iPhone auf das Handgelenk spielt oder als Fitnesshelfer dient. Zumindest in naher Zukunft, an aktuell verfügbaren Modellen unterstützt die Google-App derzeit nur die Urbane Watch von LG. Auf iPhone-Seite sind mindestens das iPhone 5 und iOS 8.2 vorausgesetzt. Das Vergnügen ist jedoch ein wenig eingeschränkt, für Android Wear spezialisierte Apps laufen auf dem iPhone nicht. Gut funktioniert die Anbindung jedoch mit den diversen Google-Apps und Services, auch Mitteilungen von iOS-Apps leitet die Google-Lösung auf das Handgelenk weiter.

Apple will eigene Inhalte für TV-Dienst: Dem Vorbild von Netflix und Amazon folgend, plant Apple angeblich die Produktion eigener TV-Serien oder Filem für seinen kommenden TV-Streaming-Service. Dies berichtet Variety. Die Planungen seien noch ein einem frühen Status und daher sei nicht klar, auf welche Art von Inhalten sich Apple konzentrieren möchte. Gesucht seien für die In-House-Produktionen aber Schauspieler und Regisseure. Apple habe zudem vergeblich versucht, das von der BBC gefeuerte Top-Gear-Team zu verpflichten, Amazon habe den Zuschlag bekommen.

Der AC1750 Dualband Gigabit-WLAN-Router von TP-Link unterstützt Funkraten von summarisch bis zu 1750 MBit/s, IPv6, Gigabit-LAN-Ports sowie zwei USB-Ports mit Print- und Mediaserver.

Im Vergleich zum Funkstandard IEEE 802.11n können über die drei Antennen bis zu dreimal schneller Daten übertragen werden. An den flotten WAN-Anschlüssen wird Hardware-NAT mit bis zu 900 MBit/s unterstützt. Die beiden USB- 2.0-Ports bieten Zugriff auf angeschlossene Peripheriegeräte im Netz und von unterwegs.

Hier gelangen Sie zu unserem IFA-Special

Die IFA 2015 geht vom 4. - 9. September 2015. TP-Link finden Sie auf der Messe in der Halle 17, Stand 113.

Wena Wrist: Neue Premium-Smartwatch von Sony per Crowdfunding

Sony nutzt seine eigene Crowdfunding-Plattform First Flight für die Finanzierung einer neuen Premium-Smartwatch: Die Wena Wrist. Das „Wena“ steht für "wear electronics naturally", was offensichtlich so viel wie “trage Elektronik ganz natürlich” bedeuten soll. Design und Form der Wena-Smartwatch entsprechen dem einer traditionellen Armbanduhr.

Die Wena Wrist unterstützt NFC und lässt sich für Bezahlvorgänge über den japanischen FeliCa-Standard nutzen. Dabei handelt es sich um ein von Sony entwickeltes kontaktloses Bezahlsystem. Die Wena kann entweder vibrieren oder per LED-Blinken Hinweise auf eingegangene Mails oder SMS an den Träger senden. Außerdem ist ein Fitness-Tracker integriert.

Sony will zwei unterschiedliche Versionen bauen, jede in zwei unterschiedlichen Ausführungen. In der Chronograph-Version zeigt die Wena mit mehreren Zeigern Uhrzeit, Stunden, Minuten und Sekunden gleichzeitig an. Die "Three Hands"-Version dagegen hat nur ein klassisches Ziffernblatt mit einem Zeiger. Beide Versionen gibt es in Silber und in Premium Black. Der Durchmesser der Uhr ist mit 42 Millimeter aber immer gleich groß. Der Lithium-Ionen-Akku im Armband muss laut Produktbeschreibung nach zirka einer Woche wieder aufgeladen werden. Die Ladezeit soll eine Stunde betragen.

Die Apps zur Wena unterstützen derzeit nur iOS 8.0. Die Wena ist wasserdicht nach IPX5/IPX7. Für die Datenübertragung wird Bluetooth 4.0 LE verwendet. Sony geht von einer Dauerbetriebszeit von drei Jahren bei der Three-Hands-Version aus. Bei der Chronograph-Version geht Sony von einer Dauerbetriebszeit von fünf Jahren aus. Uhr und Armband sind aus Edelstahl, bei der Premium Black wird außerdem eine Titanverbindung für die Oberfläche verwendet.

Die verschiedenen Versionen der Wena Wrist
Vergrößern Die verschiedenen Versionen der Wena Wrist

Mit dem Verkaufsstart wird im März und April 2016 gerechnet, sofern das japanische Crowdfunding Erfolg hat. Die Preise beginnen bei umgerechnet 256 Euro für die Silber-Ausführung des Three Hands-Modells und gehen bis zu 514 Euro für die Chronograph-Version in Premium Black.

Sonys Crowdfunding-Plattform First Flight

Sony hatte im Juli 2015 seine neue Crowdfunding-Plattform First Flight gestartet. Damit sollen Projekte finanziert werden, die Sony-Mitarbeiter entwickelt haben.

 

5 Dinge, die Sie keinesfalls auf Facebook veröffentlichen sollten

Wer auf Facebook zu viele Details über sich preisgibt, dem drohen Identitäts-Diebstahl und weiteres Ungemach. Die folgenden fünf Details sollten Sie von sich keinesfalls auf Facebook veröffentlichen.

Telefonnummer nie veröffentlichen

Ihre Telefonnummer hat nichts auf Ihrer Facebookseite zu suchen. Damit laden Sie Stalker, Scammer (Vorschussbetrüger) oder Identitäts-Diebe geradezu ein. Außerdem kann dann jeder mit Hilfe Ihrer Telefonnummer Ihre Facebookseite aufspüren.

Sofern Sie Ihre Telefonnummer doch in Ihrem Profil eingetragen haben

So prüfen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Telefonnummer: Klicken Sie auf Ihren Namen oben auf der Facebookseite, dann auf den „Informationen aktualisieren“-Button rechts unten im Titelbild. Dann klicken Sie links auf „Kontaktinformationen und allgemeine Infos“. Und dann auf “Handy hinzufügen”. Sofern Sie hier tatsächlich eine Telefonnummer hinterlegen wollen – nur für Facebook zur Identifizierung oder zur Wiederherstellung des Accounts – dann sollten Sie die Privatsphäreneinstellungen dazu so einstellen, dass die Nummer nur Sie sehen können. Also das Vorhängeschlosssymbol auswählen.

Ihre Adresse geheim halten

Veröffentlichen Sie nie Ihre Adresse auf Facebook. Und auch kein Foto ihres Hauses. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie eine Veranstaltung einstellen. Denn auch dort wird Ihre Adresse angezeigt.
 
Lässt es sich nicht vermeiden, dass Sie die Adresse des Events veröffentlichen müssen, dann löschen Sie den Event nach dessen Durchführung sofort wieder. Besser: Sie sagen in der Veranstaltungsbeschreibung, dass Sie die Adresse per PN zusenden. Dann müssen Sie diese gar nicht erst veröffentlichen.

Verschweigen Sie Ihren Beruf

Geben Sie nicht Ihren aktuellen Beruf und Arbeitgeber an. Denn darüber lässt sich Ihr Facebook-Profil aufspüren. Hacker nutzen solche Informationen zudem für Social-Engineering-Angriffe.

Verbergen Sie Ihren Beziehungsstatus

Das erspart Ihnen vor allem dumme beziehungsweise anzügliche Kommentare. Und bewahrt Sie vor Cyberstalkern. Zudem gibt es Betrüger, die sich auf einsame Herzen spezialisiert haben. Denen öffnen Sie Tür und Tor, wenn Sie auf Facebook sagen, dass Sie sich gerade getrennt haben und wieder Single sind.

Keine Bezahlinformationen angeben

Facebook verlangt nach einer Kreditkartennummer, wenn man bestimmte Einkäufe über Facebook tätigen will. Verzichten Sie auf diesen Komfort.

2112803