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Morgenmagazin vom Dienstag, 10. Februar 2015

10.02.2015 | 06:45 Uhr |

Was heute wichtig wird: 10. Februar 2015 +++ Erste Beta von iOS 8.3 mit drahtlosem Carplay +++ NEC: 4K-UHD 32 Zoll-Display für anspruchsvolle farbkritische Anwendungen +++ Kurioser Bug: Raspberry Pi 2 mag nicht geblitzt werden +++ Hitchbot: Roboter trampt allein durch Deutschland +++ Regierungen wollen mehr von Twitter wissen +++ Tipp: Optik von Keynote-Präsentationen schnell ändern

Was heute wichtig wird: 10. Februar 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Bisher nur wenig bekannt ist der Aktionstag Safer Internet Day, den in Deutschland der Branchenverband Bitkom und das Bundesministerium für Verbraucherschutz tragen - der zuständige Minister ist in Deutschland wohl noch weniger bekannt. Nun geht es heute nicht darum die sichersten Programme zum Schutz von Daten und Kommunikation zu erörtern oder die Architektur des Netzes, sondern vor allem, bei jungen Nutzern Sensibilität für das Thema zu schaffen. Das Internet ist ein großartiges Werk, das vielerlei Möglichkeiten bietet, aber auch gewisse Untiefen und Gefahren. Anders als das Fernsehen früher, vor dem vor ein paar Jahrzehnten Bedenkenträger mit ähnlichen Worten gewarnt haben, ist das Internet aber nicht zu umgehen. Nicht nur Medienkompetenz muss man täglich bei den Streifzügen im Web erlernen, sondern viel mehr noch Sozialkompetenz. Welche Inhalte kann ich mit wem teilen? Wie schütze ich sie mit einem sicheren Passwort, das außer mir niemand anderes einfach so erraten kann? Mit Verboten oder Filtern kommt man nicht weiter, ganz besonders nicht nach dem Siegeszug mobiler Geräte. Kann man etwa den Login zu einem Mac noch zuverlässig zeitlich einschränken und zu bestimmten Tageszeiten gar ganz sperren, sind die von iOS angebotenen Einschränkungen eher rudimentär und kranken vor allem daran, dass iOS kein Mehrbenutzersystem ist. Bleibt nur eins: Genau hinschauen, was der minderjährige Nutzer mit dem Gerät im Internet veranstaltet und zum vernünftigen Umgang mit der Technik und dem Netz erziehen. So gesehen sollte jeder Tag ein Safer Internet Day sein, es schadet aber durchaus nicht, in jedem Jahr am zweiten Wochentag der zweiten Woche des zweiten Monats daran zu erinnern. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

Familienfreigabe nutzen : Mittlerweile erlaubt Apple auch Kindern unter 13 eine eigene Apple ID, sofern diese ein Familienoberhaupt verwaltet. Dieses kann dann auch bestimmen, in welchem Maße Einkäufe erlaubt sind. Über die Familienfreigabe erworbene Songs, Alben, Serien und Filme können dann auch alle Familienmitglieder gemeinsam nutzen.

Alle Fragen zu Fotos in OS X erörtert : Die ersten Reaktionen auf die Vorabversion von Apples neuer Fotosoftware waren eher positiv, erste Rezensenten lobten Übersichtlichkeit und Geschwindigkeit der Software. Was aber bedeutet nun Fotos in OS X für Mac-Anwender, insbesondere solche, die ihre Bilder beruflich organisieren und sich nun nicht mehr auf eine Weiterentwicklung von Aperture hoffen können? Unser Macworld-Kollege Christopher Breen hat die Antworten .

Wenn das Apple TV selbstständig einkauft: Allen Sicherungen zum Trotz kann es vorkommen, dass Einkäufe in der Mediathek landen, die man nie getätigt hat. Apple storniert schnell und unbürokratisch solche Einkäufe und sperrt die Apple ID vorerst, der Ursache sollte man auf alle Fälle auf den Grund gehen. Wie das Thema aus "Der Exorzist" in die Mediathek unseres Kollegen Glenn Fleishman kamen und welche Rolle dabei zwei Apple Remotes und ein Stromausfall spielten, ist eine interessante Geschichte.

Erster Seed von iOS 8.3: Obwohl iOS 8.2 noch nicht veröffentlicht ist, haben Entwickler bereits eine erste Betaversion von iOS 8.3 erhalten. Laut 9to5Mac kommt iOS 8.3 mit einigen wesentlichen Neuerungen. So sei Car Play fortan drahtlos möglich, auch neue neue Emojis - wie etwa betende Hände - ergänzen das mobile Betriebssystem. Mit iOS 8.3 soll Apple Pay auch in China Einzug halten, über weitere Märkte ist indes nichts bekannt. Zunächst wird Apple aber iOS 8.2 veröffentlichen, womöglich erst kurz vor der Apple Watch, die bis Ende April auf sich warten lassen dürfte.

Regierungen wollen mehr von Twitter wissen: Von der ersten zur zweiten Hälfte 2014 sind die Anfragen von Regierungsbehörden nach Daten von Twitter-Nutzern um 40 Prozent gestiegen, gibt das Unternehmen an. Insgesamt habe man zu mehr als 7000 Konten Anfragen erhalten, die Regierungen der USA, Russlands und der Türkei haben dabei am meisten Fragen gestellt. In 52 Prozent aller Fälle musste Twitter den Behörden Auskunft geben.

Windows 365: Plant Microsoft ein Windows-Abo?

Bereits seit geraumer Zeit kursiert das Gerücht, Microsoft könnte Windows künftig ähnlich wie Office in einem kostenpflichtigen Abo-Modell anbieten. Nun gibt es einen weiteren Hinweis dafür. Laut einem Bericht von Neowin.net hat Microsoft am 29. Januar die Rechte für die Marke "Windows 365" zugesprochen erhalten.

Mit Office 365 bietet Microsoft bereits erfolgreich seine Office-Software in einer Abo-Variante an. Anstatt das Office-Paket zu einem vergleichsweise hohen Preis einmal zu kaufen, erhalten die Office-365-Abonnenten gegen eine wiederkehrende Gebühr den Zugriff auf die Office-Programme inklusive Cloud-Funktionen in der jeweils aktuellen Version.

Bei Windows 10 hüllt sich Microsoft derzeit noch über das geplante Preismodell in Schweigen. Bisher ist nur bekannt, dass Privat-Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 Upgrade kostenlos auf Windows 10 innerhalb des ersten Jahres nach Verfügbarkeit umsteigen dürfen und dann auf dem betreffenden Gerät auch Windows 10 ohne Zeitbegrenzung kostenfrei weiter nutzen dürfen.

Nicht bekannt ist dagegen, ob und in welchen Varianten Microsoft Windows 10 in den Handel bringen wird und wie diese sich preislich unterscheiden werden. Microsoft beantwortet diese Frage derzeit immer mit einem: "Dazu haben wir noch nichts mitzuteilen." Selbst wenn Microsoft mit Windows 365 ein Windows-Abo-Modell einführen sollte, wären die Windows-7- und Windows-8.1-Umsteiger nicht betroffen. Diesen hat Microsoft das kostenlose Upgrade bereits ausdrücklich zugesichert.

NEC: 4K-UHD 32 Zoll-Display für anspruchsvolle farbkritische Anwendungen

Der Spectraview Reference 322UHD verfügt über eine Bildschirmgröße von 31,5 Zoll und eine Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln. Der neue Monitor 322UHD erfüllt Laut Anbieter farbkritische Anforderungen unter anderem mit 4K-UHD-Auflösung und 10-Bit IGZO-Technologie. Das breite Farbspektrum deckt demnach 99 Prozent des Adobe-RGB-Farbraums ab. Weitere Funktionen sind Hardwarekalibrierbarkeit von 14-Bit LUT, die Farbgenauigkeit aus allen Blickwinkeln gewährleisten soll, ferner Digital Uniformity Control für verbesserte Farbtreue auf dem gesamten Bildschirm sowie 3D-LUT für die Emulation von Druckfarbräumen. Dazu kommt das Arbeiten mit mehreren Plattformen durch ”Bild-in-Bild“-Funktionen und eine ”Null-Fehler-Pixelgarantie” von sechs Monaten ab Kaufdatum sowie eine fünfjährige Garantie auf das Display. Als Zielgruppe sieht der Hersteller insbesondere Profis aus dem Kreativbereich, Designer, Fotografen, Verantwortliche in CAD-CAM, Videobearbeitung und Rundfunk. Der NEC Spectraview  322UHD ist ab Februar 2015 verfügbar.

Kurioser Bug: Raspberry Pi 2 mag nicht geblitzt werden

Über einen kuriosen Bug berichtet einer der ersten Besitzer des neuen Raspberry Pi 2. Im Raspberry-Pi-Forum berichtet der Nutzer, dass der Mini-PC beim Versuch ihn mit einem Blitzlicht zu fotografieren einfach abstürze. "Ich habe es nun drei Mal versucht und jedes Mal passierte dies", schreibt der Nutzer.

Weitere Nutzer bestätigten den Bug. Das Knipsen mit einem Smartphone - einem Samsung Note 2 - ließ sich das Raspberry Pi 2 beispielsweise gefallen. Beim Einsatz der Kamera Samsung K Zoom schaltete sich der Mini-PC ab.

Weitere Recherchen ergaben, dass die Abstürze dann eintreten, wenn eine Kamera mit Xenon-Blitz zum Einsatz kommt. Dessen Energie reicht offenbar aus, um die Stromversorgung des Mini-PCs instabil werden zu lassen. Schuld ist wahrscheinlich ein Chip, der sehr lichtempfindlich und schlecht abgeschirmt ist.

Ein Raspberry-Pi-2-Besitzer hat in einem Youtube-Video das fotoscheue Verhalten des Mini-PCs dokumentiert.

Die Raspberry-Pi-Stiftung hatte den neuen Raspberry Pi 2 in der vergangenen Woche überraschend vorgestellt und er ist seitdem auch erhältlich. Er ist deutlich schneller als der Vorgänger. Dafür steckt im Raspberry Pi 2 der System-On-Chip BCM2836 der mit 900 MHz getaktet ist und vier Kerne besitzt. Zur weiteren Ausstattung gehören 1 GB LPDDR2 SDRAM, der VideoCore IV-Grafik-Prozessor von Broadcom und diverse Anschlüsse, wie etwa vier USB-Ports, ein HDMI-Ausgang, ein Ethernet-Anschluss, ein MicroSD-Slot und GPIO-Pins. Der Preis: Günstige 35 US-Dollar. Microsoft hat für den Raspberry Pi 2 eine speziell angepasste Windows-10-Version angekündigt, die es kostenlos geben wird. Parallel dazu kann natürlich auch Linux installiert werden.

Hitchbot: Roboter trampt allein durch Deutschland

Im Juli 2014 sorgte ein witziges Roboter-Experiment für Schlagzeilen: Der von zwei kanadischen Forschern entwickelte Roboter HitchBot reiste ganz allein durch Kanada. Am 13. Februar 2015 tritt der süße Roboter seine nächste Reise an. Dieses Mal will er ganz allein quer durch Deutschland reisen.

Das einfache Prinzip: HitchBot wartet am Straßenrand darauf, von Autofahrern mitgenommen zu werden. Über seine Reise führt der Roboter Buch und sendet hierzu regelmäßig Beiträge und Fotos auf Twitter, Facebook und Instagram. Die Autofahrer unterhält der Roboter per Sprachausgabe mit seinem aus Wikipedia gespeisten Wissen. Ansonsten ist HitchBot sehr genügsam: Er möchte nur bei einer Fahrt am Zigarettenanzünder aufgeladen werden. Nach Abschluss der Fahrt stellt man ihn einfach wieder an den Straßenrand, wo der Roboter dann auf die nächste Mitfahrgelegenheit wartet.

Die Reise von HitchBot durch Deutschland ist für zehn Tage angesetzt. Am 13. Februar startet der Roboter in München und soll dort auch am 22. Februar wieder zurück kehren. Begleitet wird das Experiment hierzulande von der Pro-7-Sendung Galileo. Die Deutschlandreise von HitchBot können Internet-Nutzer über Facebook , Twitter oder Instagram verfolgen.

Für seine Deutschland-Reise hat HitchBot extra die deutsche Sprache erlernt. In diesem (nicht ganz ernst gemeinten) Video ist zu sehen, wie die HitchBot-Erfinder David Harris Smith und Frauke Zeller dem Roboter Deutsch beigebracht haben. Bei seiner Reise durch Deutschland soll der knapp acht Kilogramm schwere HitchBot unter anderem Neuschwanstein, Frankfurt, Köln, Sylt, Berlin und Görlitz besuchen. Dabei handelt es sich aber nur um einen sehr groben Reiseplan.

Das Projekt HitchBot verfolgt übrigens auch einen sehr ernsten Zweck. Ein Ziel ist es zu erforschen, wie sich die Reaktionen der Menschen auf Roboter ändern, sobald sie auf einen Roboter wie Hitchbot treffen. Dieser sei immerhin voll und ganz auf sich allein gestellt und die Menschen könnten alles mit ihm anstellen. In Kanada waren fast alle Reaktionen der Menschen freundlich und sie halfen ihm, ein Stück näher an sein Ziel zu kommen.

Microsoft prüft Lizenzen tausender deutscher Kunden

Microsoft überprüft laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazin Bilanz derzeit die Lizenzen von rund 15.000 mittelständischen Kunden. Seit Ende 2014 verschicke Microsoft demnach an die Unternehmen Briefe, in denen sie dazu aufgefordert werden, die gekauften Lizenzen in einem Fragebogen zu erfassen.

Anhand der Fragebögen, so heißt es in dem Bericht weiter, überprüfen Wirtschaftsprüfer, ob die Anzahl der erworbenen Microsoft-Lizenzen eines Unternehmens mit der Anzahl der genutzten Produkte übereinstimme. "Microsoft kann bei dieser Prüfung mit Mehreinnahmen in zweistelliger Millionenhöhe rechnen", so das Wirtschaftsmagazin.

Tipp: Optik von Keynote-Präsentationen schnell ändern

Ab und zu muss man einen Vortrag zu einem bestimmten Thema noch einmal halten. Dabei besteht meist die Aufgabe nicht nur darin, den Inhalt auf den neuesten Stand zu bringen, sondern auch das vor ein paar Jahren noch topmoderne Folien-Design nicht mehr altbacken wirken zu lassen. Was also tun? Alle Farben, Schriften und Grafiken noch einmal anfassen? Nein, denn zum Glück lässt sich in Keynote das Thema einer Präsentation über „Ablage > Thema ändern ...“ jederzeit verändern, auch nachträglich. Es reicht, bei der geöffneten Präsentation in Keynote ein neues Thema aus dem Dialog anzuklicken um allen Folien eine komplett neue Optik, zum Beispiel durch Hintergrund, Schriftfarbe, Größe und Layout zu verpassen. Ratsam ist es dabei, die Option „Stiländerung beibehalten“ ausgewählt zu lassen. Sie stellt sicher, dass zuvor gemachte, manuelle Stiländerungen durch die Stile des neu gewählten Themas überschrieben werden.

Ein neues Thema ist der schnellste Weg zur frischen Optik für eine Präsentation.
Vergrößern Ein neues Thema ist der schnellste Weg zur frischen Optik für eine Präsentation.

Aber Vorsicht: Da ein neues Thema oft massive Änderungen bei Schriftgröße und im Layout bedeutet, kann der Wechsel genau so massiven Aufwand beim Nacharbeiten mit sich bringen.

Zum Glück ist Herumexperimentieren leicht möglich: Neues Thema zuweisen, Folien durchsehen und wenn die Nacharbeit zu viel wäre, einfach mit „Bearbeiten > Wiederrufen“ den Themawechsel wieder rückgängig machen. Mit Glück steht aber auch das neue Thema dem Inhalt gut und mit nur etwas Feinarbeit sind die Folien in kurzer Zeit auch optisch auf dem neuesten Stand.

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