2017992

Morgenmagazin vom Dienstag, 11. November 2014

11.11.2014 | 07:20 Uhr |

Was heute wichtig wird: 11. November 2014 +++ Apple: Tool löst SMS-Probleme nach Handy-Wechsel +++ Sonnet: Dualer 10GbE Thunderbolt 2-Adapter im Handel +++ 200 Mbit/s: Kabel Deutschland erhöht Surf-Tempo +++ Netflix: Gutscheine-Karten demnächst erhältlich +++ WhatsApp zieht Lesebestätigung wieder zurück +++ Tipp: Fotos ausblenden für Fotosammler mit Trennungsangst +++ Test: Aufgaben automatisieren mit Hazel 3.3.2

Was heute wichtig wird: 11. November 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Unser heutiger Gruß geht an alle Gesinnungskölner und solche, die es noch werden wollen, schließt aber den Düsseldorfer und Mainzer Teil der Jeckenschaft mit ein: Helau und Alaaf zu Beginn der neuen Session! Warum es ausgerechnet der 11.11. sein muss, dürfte den wenigsten Narren bekannt sein. In seine heiße Phase geht der Karneval bekanntlich erst zu Ende des Winters, weshalb die Jahreszeit im Süden auch Fasching genannt wird. Dieses Wort geht auf den Besen zurück, mit dem der Winter "ausgekehrt" und vertrieben werden soll - weswegen in Bayern der Faschingsdienstag auch "Kehraus" heißt. Von vielen Traditionen kennt der Großstädter von heute die Hintergründe nicht mehr, in früheren Zeiten war die auf den Fasching folgende Fastenzeit nicht aus Jux und Dollerei angesetzt, sondern schlicht und ergreifend die Vorräte zu Ende, so dass sie bis Ostern rationiert wurden. Auch das Datum des 11.11. hängt mit einer Phase zusammen, in der Schmalhans Küchenmeister war, die 40 Tage vor Weihnachten waren dafür angesetzt. Am 11.11. konnte man noch so richtig schlemmen, nicht von ungefähr Federvieh. Denn das durch den Winter zu bringen, war nicht so leicht wie heute. Praktisch, dass man dem Gänseschmauß auch gleich die Bedeutung der Ehrung des Heiligen Martin von Tours geben konnte, den angeblich schnatternde Gänse in seinem Versteck verraten hatten - Martin wurde von denjenigen gefunden, die ihn zum Bischof küren wollten. Unser Gruß gilt auch heute früh also auch jenen Eltern und Großeltern, die sich nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Nachwuchs auf Laternenumzug begehen - lassen Sie sich am wärmenden St.-Martins-Feuer die Pfeifenmänner schmecken und womöglich auch gleich den ersten Glühwein der Saison.

Im Apple-Jahr spielt der 11. November hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Die Herbstkollektion ist vorgestellt, von den nächsten Entwicklungen erhält man nur ab und an einen kurzen Einblick. iOS 8.1.1. erwarten vor allen diejenigen begehrlich, die sich iOS 8 auf einen iPad 2 oder ein iPhone 4S gespielt haben, das seither in Sachen Tempo sehr zu wünschen übrig lässt. Ansonsten bereitet sich Apple auf die Einkaufssaison vor, am 28. November ist wieder Black Friday, an dem interessante Rabatte die Einkäufer in die Stores locken sollen. In den USA ist der Tag nach Thanksgiving ein "Fenstertag", an dem die meisten Arbeitnehmer zu diesem Zweck frei genommen haben, wir müssen eben nach Feierabend in den Apple Store schauen. Üppig werden bei Apple die Preisnachlässe wieder nicht ausfallen, womöglich weisen sie aber darauf hin, bei welchen Geräten es sich um ein Auslaufmodell handelt. Das nächste Retinagerät könnte zum Beispiel der iMac mit 21,5-Zoll-Bildschirm werden - oder das Macbook Air. Seien wir gespannt, auf welches Produkt Apple den höheren Rabatt gibt - wenn unsere Theorie stimmt, sollte man dann von dem Gerät die Finger lassen, wenn man auch ein bisschen mehr ausgeben kann und will, um dafür ein Retinadisplay zu bekommen. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:

iMessages und iPhone entkoppeln: Es soll ja Leute geben, die ihr iPhone verkaufen und zu einem Mobiltelefon wechseln, das nicht von Apple ist und dabei ihre Nummer mitnehmen. Wenn nun iPhone-Nutzer iMessages an diese Nummern senden, gehen die Nachrichten im digitalen Nirwana verloren, da die Nummer nach wie vor mit dem iPhone verknüpft ist. Apple hat nun ein Webtool veröffentlicht welches diese Bindung aufhebt.

Apple und der Enterprise-Markt I: Apple hat im Sommer mit IBM eine Kooperation für mobile Unternehmenssoftware und den verkauf von Geräten in Unternehmen geschlossen. Laut eines exklusiven Berichts der Nachrichtenagentur macht Apple nun Ernst und verstärkt mit neuem spezialisierten Personal die Verkaufsbemühungen. Auch Entwickler von Unternehmenssoftware will man enger einbinden. Die Aktion tut Not: Das iPad hatte zuletzt drei Quartale in Folge an Umsatz verloren.

Apple und der Enterprise-Markt II: Wo sich das iPad weiter schwer tut, ist das iPhone unangefochten die Nummer eins, geht aus von Zahlen von Marktforschern hervor. Demnach hätte das iPhone in Unternehmen einen Marktanteil von 70 Prozent. Vor allem die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus hätten für einen neuen Schub gesorgt.

Jailbreak für iOS 8.1 : Wer sein iPhone von den Zwängen des App Store befreien will, hat mit dem Pangu8-Jailbrak für iOS 8.1 nun die Gelegenheit, zumindest funktioniert das Entsperren unter OS X. Pangu8 ist ein sogenannter untethered Jailbreak, die Entsprerung funktioniert also auch nach einem Neustart des Gerätes, ohne dass man dieses am Mac angeschlossen haben muss. Mit dem Jailbreak installiert sich der alternative App Store Cydia. Zu Vorsicht sei gemahnt: Malware ist für jailbroken iPhones die weit größere Gefahr als für an den App Store gebundene, zudem könnte das nächste iOS-Update auf iOS 8.1.1 den Jailbreak nicht nur wirkungslos, sondern das iPhone vorerst nutzlos machen - bis es einen neuen Jailbreak gibt.

Weitere Nachrichten:

Apple: Tool löst SMS-Probleme nach Handy-Wechsel

Beim Wechsel von iPhone auf ein Smartphone mit einem anderen mobilen Betriebssystem kann es zu Problemen beim SMS-Empfang kommen, wenn man sich vor dem Wechsel nicht bei iMessage abgemeldet hat. Diese Probleme löst nun ein von Apple zur Verfügung gestelltes Web-Tool.

Frühere iOS-Nutzer hatten darüber geklagt, dass sie keine SMS oder Text-Nachrichten erhielten, wenn diese von anderen iPhone-Nutzern an sie gesendet wurden. Und das obwohl iMessage beim sendende iPhone-Nutzer die erfolgreiche Übermittlung meldete. Auf dieser Website bietet Apple nun eine Lösung für dieses Problem an. Wer noch im Besitz des iPhones ist, kann wie gewohnt über die Einstellungen iMessage vor dem Wechsel deaktivieren.

Wer das iPhone nicht mehr besitzt, der kann sich bei iMessage über das Web-Tool abmelden. Dazu müssen Sie zunächst Ihre Rufnummer angeben. Sie erhalten dann an diese Rufnummer per SMS einen sechsstellige Bestätigungscode, den Sie dann zur erfolgreichen Abmeldung in das dazugehörige Eingabefeld eingeben müssen.

Sonnet: Dualer 10GbE Thunderbolt 2-Adapter im Handel

Der Twin 10G Adapter ist Thunderbolt-zertifiziert für Mac- und Windows-Systeme. Er ist mit je zwei Anschlüssen für RJ45 und Thunderbolt 2 versehen. Wenn RJ45 genutzt wird, könne der Adapter mit einem günstigen 55 Meter langen CAT-6- oder 100 Meter langen CAT-6A-Kupferkabel an eine 10-Gigabit-Infrastruktur angebunden werden. Einer der beiden Thunderbolt-Anschlüsse kann per mitgeliefertem Kabel direkt mit dem Computer verbunden werden, der andere unterstützt die Anbindung in Reihenschaltung (Daisy-Chaining) von bis zu sechs Geräten.

Das Aluminium-Gehäuse des Twin 10G leite Hitze gezielt ab, verspricht der Hersteller. Über den temperaturgesteuerten und leisen Lüfter eigne sich der Adapter auch für den Einsatz in lärmsensiblen Umgebungen. Der Twin 10G kann auch in den xMac Pro Server oder in den RackMac Pro eingebaut werden. Diese Gehäuse mit PCIe-Erweiterungssystemen für den neuen Mac Pro hat Sonnet kürzlich vorgestellt.

Zu den weiteren Features des Adapters gehört die Link-Aggregation der beiden 10GbE-Ports, die einen deutlich höheren Durchsatz als eine einzelne Verbindung bieten sollen. Transparentes Failover zwischen den 10GbE Ports sorgt für eine sichere Verbindung zum Computer, auch wenn ein Kabel abgezogen wird oder einer der Anschlüsse ausfällt, heißt es beim Anbieter ferner. Wake-on-LAN unterstützt die Remote-Wake-Funktion des Computers und schützt so vor unnötigem Energieverbrauch. Der Adapter wird durch die OS X-Netzwerkverbindung (ab OS X 10.8.5) oder den Windows Device Manager konfiguriert. Der Twin 10G (Artikelnummer TWIN10G-TB2) ist zu einem UVP von 629 Euro inklusive Mehrwertsteuer verfügbar.

200 Mbit/s: Kabel Deutschland erhöht Surf-Tempo

Kabel Deutschland bietet ab sofort seine Internet-Anschlüssen über TV-Kabel mit der neuen Surf-Höchstgeschwindigkeit von 200 Mbit pro Sekunde und einem Upload von 12 Mbit/s an. Zum Start sind derart schnelle Anschlüsse in 1,1 Millionen Haushalten verfügbar. Bis Ende März 2015 sollen zwei Millionen Haushalte und bis Herbst 2015 etwa sieben Millionen Haushalte mit 200-Mbit/s-Anschlüssen versorgt werden.

Die neuen Internetanschlüsse sind ab sofort in folgenden zehn Städten bei insgesamt 1,1 Millionen Haushalten verfügbar: Aurich, Bassum, Bendorf, Frankfurt (Oder), Gransee, Koblenz, Mainz, Meppen, Papenburg, Saarbrücken und Wilhelmshaven.

Kabel Deutschland bietet mit "Internet & Telefon 200" einen Tarif an, der einen Internetanschluss mit bis zu 200 Mbit/s im Download und bis zu 12 Mbit/s im Upload enthält. Hinzu kommt eine Telefon-Flatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz. Neukunden erhalten den neuen Tarif für 39,90 Euro im Monat in den ersten 12 Monaten und anschließend 59,90 Euro pro Monat. Die Mindestvertragslaufzeit liegt bei 24 Monaten.

Mit "Premium 200" bietet Kabel Deutschland außerdem eine Kombination aus Internet & Telefon 200, HD- und zeitversetztem Fernsehen. Der Preis hierfür beträgt in den ersten zwölf Monaten 59,90 Euro monatlich und anschließend 79,90 Euro pro Monat.

Bisher lag die Surf-Höchstgeschwindigkeit bei Kabel Deutschland bei 100 Megabit pro Sekunde für rund 14,3 Millionen Haushalte im Verbreitungsgebiet von Kabel Deutschland. In ersten Feldversuchen hat Kabel Deutschland im Kabelnetz auch bereits Daten mit einer Geschwindigkeit von 4,7 Gigabit pro Sekunde übertragen. Die Kapazität der Kabelnetze soll langfristig auf bis zu 20 Gbit/s erhöht werden.

Der Provider M-Net hatte erst vor wenigen Tagen eine neue Ultraspeed-Flatrate mit 300 Mbit/s vorgestellt. Diese setzt allerdings ein bis ans Haus verlegtes Glasfaserkabel voraus. Dementsprechend sind derart schnelle Internet-Anschlüsse derzeit auch nur für eine fünfstellige Zahl an Haushalten verfügbar.

Netflix: Gutscheine-Karten demnächst erhältlich

Bisher müssen Netflix-Kunden bei der Anmeldung ein Zahlungsmittel angeben. Ab Mitte November entfällt dieser Zwang. Ab diesem Zeitpunkt werden im Handel nämlich Gutscheinkarten für Netflix erhältlich sein. Das hat der Video-On-Demand-Anbieter Netflix nun am Montag angekündigt.

Die Gutscheinkarten können Bestandskunden zum Aufladen ihres Netflix-Kontos nutzen. Sie eignen sich aber auch zum Verschenken eines Netflix-Zugangs. Neukunden können dann einfach bei der Anmeldung die Gutscheinkarte verwenden und müssen keine Kreditkartennummer oder ein anderes Zahlungsmittel angeben.

Die Gutscheinkarten für Netflix werden im Handel in den folgenden drei Varianten erhältlich sein:

  • 1 Monat für 8,99 Euro

  • 3 Monate für 26,97 Euro

  • 5 Monate für 44,95 Euro

Die Netflix Gutscheinkarten werden in Deutschland in Filialen von Rewe, Penny, Expert und Shell erhältlich sein. In Österreich wird man sie bei Media Markt und Saturn finden.

Im Monatsabo ist Netflix ab 7,99 Euro pro Monat erhältlich. Für 8,99 Euro kann der Dienst auf zwei Geräten gleichzeitig genutzt werden und die Inhalte können in HD-Qualität angeschaut werden. Für Ultra-HD und die Nutzung auf bis zu vier Geräten werden monatlich 11,99 Euro fällig.

WhatsApp zieht Lesebestätigung wieder zurück

Seit der letzten Woche finden sich in der Messaging-Anwendung WhatsApp blaue Häkchen , die anzeigen, ob der Empfänger die Nachricht gelesen hat. Schon früher gab es zwei graue Haken, die allerdings nur eine erfolgreiche Zustellung der Botschaft quittierten.

Die Umstellung sorgte in der WhatsApp-Community für Verärgerung. Viele sahen den Datenschutz verletzt. Eine Deaktivierung der blauen Häkchen ist über Umwege zwar möglich, allerdings mit viel Aufwand für den Nutzer verbunden.

Die Betreiber könnten daher schon bald mit einer Änderung der Funktion reagieren. Darauf deuten zumindest Twitter-Posts des Beta-Tester Ihlan Pektas hin. Auf einem Screenshot, der aus einer kommenden Version von WhatsApp stammen soll, lassen sich die blauen Lesebestätigungen in den Einstellungen deaktivieren. Wird das Häkchen unter „Read receipts“ entfernt, so erfolgt auch keine Bestätigung mehr.

Wann genau das Update von WhatsApp ausgeliefert werden soll, steht noch nicht fest.

Tipp: Fotos ausblenden für Fotosammler mit Trennungsangst

Auch an unentschlossene Naturen, die sich nicht endgültig von Fotos trennen möchten, denkt iPhoto: Sie können Fotos ausblenden, anstatt sie zu löschen. Dazu wählen Sie diese aus und drücken „Befehl-L“ oder klicken auf „Fotos > Foto ausblenden“. So markierte Fotos zeigt iPhoto nicht mehr an, sie sind aber weiterhin vorhanden. Über „Darstellung > Ausgeblendete Fotos“ beziehungsweise „Umschalt-Befehl-H“ können Sie die Fotos wieder einblenden. Sie sind dann mit einem orangenen Kreuz markiert. Mit „Befehl-L“ können Sie die Markierung als Ausgeblendet wieder rückgängig machen.

Wer sich nur ungerne von seinen Fotos trennt, kann die überflüssigen Fotos ausblenden.
Vergrößern Wer sich nur ungerne von seinen Fotos trennt, kann die überflüssigen Fotos ausblenden.

Test: Aufgaben automatisieren mit Hazel 3.3.2

Das Aufräumen des Schreibtischs und Download-Ordners gehört zu den lästigen Routine-Aufgaben, die man gerne vor sich her schiebt. Abhilfe verspricht die Software Hazel, die Daten automatisch verwalten und löschen kann. Die Bedienung erfolgt über eine Systemeinstellung, hier weist man ausgewählten Ordnern wie dem Download-Ordner automatisch startende Aktionen zu. Auf Wunsch löscht das Tool beispielsweise alle abgebrochenen Downloads, löscht Duplikate,  kopiert alle heruntergeladenen PDFs in einen eigenen

Ordner oder bewegt Video-Dateien in den Video-Ordner. Einige vorgegebene Regeln helfen bei einer ersten Konfiguration, das Prinzip ähnelt Apples intelligenten Ordnern. Trotz großem Funktionsumfang ist die Bedienung relativ einfach, schade ist allerdings die fehlende Lokalisierung. Bei der Definition einer Regel sind recht komplexe Aktionen möglich: Bei der Dateiauswahl berücksichtigt die Software Attribute wie Datum, Ort oder Größe und kann insgesamt 26 vorgegebene Aktionen starten. Dazu gehören unter anderem Uploads auf einen Server, Taggen, Import in iPhoto und iTunes oder die Einsortierung in einen Unterordner. Profis können eigene Automator-, Applescript- und Shell-Skripte ausführen lassen, unter OS X 10.10 wird außerdem Javascript unterstützt. Hazel läuft nach der Konfiguration permanent im Hintergrund und meldet auf Wunsch jede Aktion als Systemnachricht. Über die Rubrik „Trash“ kann man einige interessante Zusatzfunktionen nutzen. So löscht das Tool mit der Option „App Sweep“ beim Löschen eines Programms automatisch auch die zugehörigen Hilfsdateien und kann den Papierkorb regelmäßig entleeren.

Empfehlung Hazel

Sinnvoll finden wir das nicht ganz billige Hazel für Anwender, die große Dateimengen verwalten oder häufig Daten aus dem Netz laden. Etwas Einarbeitung ist allerdings erforderlich: Die erste Konfiguration einer Regel dauert einige Zeit, danach kann Hazel aber viel Zeit sparen.

2017992