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Morgenmagazin vom Dienstag, 13. Oktober 2020

13.10.2020 | 06:53 Uhr | Peter Müller

EU will Big Tech stärker regulieren +++ watchOS 7.0.2 will Akku-Problem lösen +++ Foxconn will Steuererleichterung in WIsconsin – abgelehnt +++ Amazon Prime-Day: Wer will iPad, Pencil zum Schnäppchenpreis? +++ PSN und Co.: Sony legt Accounts zusammen +++ US-Armee testet Hunde mit AR-Brillen für Kampfeinsatz +++ Angebote von Anker während des Amazon Prime-Days

13. Oktober: Mach' doch mal Mause

Macwelt wünscht Guten Morgen! Seit dem 1. März läuft das Jahr 2020 wie das Jahr 2015, was die Abfolge der Wochentage anbetrifft. Der 3. Oktober: Ein Samstag. Allerheiligen am 1. November: Ein Sonntag. Und dann eben der 13. Oktober: Ein Dienstag. Aber vieles ist anders, wir sind nicht nur fünf Jahre, ähh, interessanter geworden und reifer, sondern die Zeiten auch problematischer. Dachten wir doch noch am 1. März, dass die Vorfälle tags zuvor in Sinsheim, die beinahe zu einem Spielabbruch geführt hätten, wirklich schlimm seien und in jeden Jahresrückblick kämen. Nichts sehnlicher wünscht man sich aber heute zurück als volle Stadien, selbst wenn darin honorige Leute beleidigt werden. Ist eben alles relativ.

Ein weiterer Unterschied zu 2015, der die gleichen Ursachen hat wie leere Fußballstadien: iPhones gibt es erst heute, ab 19 Uhr lesen Sie bei uns die Details. Dafür gibt es aller Voraussicht keine neuen Macs, Apple hebt sich die Premiere des ersten Macs mit Apple Silicon für einen späteren Zeitpunkt auf, wir rechnen mit einer weiteren virtuellen Show im November. Eine bloße Pressemitteilung wird Apple bei diesem wichtigen Thema zu wenig sein.

Diesen Weg zur Information der Öffentlichkeit beschritt Apple an jenem Dienstag heute vor fünf Jahren, als neue iMac-Modelle anstanden. Der iMac 21,5 Zoll war nun erstmals auch mit Retina-Display zu haben, eine ältere Variante mit niedrigerer Auflösung verblieb noch im Angebot. Die neuste Generation der Intel-Core-Chips blieb den 27-Zöllern vorbehalten, der kleine iMac arbeitete mit Broadlake statt mit Skylake. Allein hieran erkennen wir einen Nutzen von Apples anstehendem Wechsel der Prozessorplattform: Bei der Frage A12 oder A14 weiß man immer gleich, welche der neuere ist, man muss sich nur merken, dass der A12Z mehr Kerne hat als der A14 …

Auch die Peripherie erneuerte Apple: Das Magic Trackpad bekam fortan Unterstützung für Force Touch, das Magic Keyboard wurde flacher und kam mit Akku statt mit Batteriefach - und das zu einem deutlich höheren Preis. Teurer wurde auch die Magic Mouse, auch sie bekam eine wiederaufladbare Batterie. Die Buchse dafür baute Apple an eine seltsame Postion: An den Boden der Maus. Sprich, wenn der Akku vom vielen Mausen mal wieder leer ist, kann man eine Weile nicht arbeiten, solange die Maus am Lightning-Kabel hängt.

Das war durchaus beabsichtigt: Nicht wegen der  zusätzlichen Pausen, die stressgeplagte Büroarbeiter bekommen, sondern aus dem Grund, dass diese das Lightning-Kabel als Verbindungsstück zu Rechner betrachten, um die Maus daran anschließen zu können. Denn was bei Tastatur und Trackpad ja ganz gut funktioniert – und wegen Ärger mit Bluetooh gerade am Mac Mini auch öfter als gedacht funktionieren muss – geht mit der Maus gar nicht: Während des Betriebes ein Lightning-Kabel eingesteckt lassen. Robust ist etwas anderes, wissen iPhone- und iPad-Nutzer aus eigener Erfahrung, man mag sich gar nicht ausmalen, nach wie vielen, oder eher: wenigen, Wochen das Lightning-Kabel der Maus kaputt gegangen wäre.

Manche Desing-Entscheidungen Apples sind erst auf den zweiten Blick sinnvoll, der reicht bei manchen Produkten aber immer noch nicht. Die Puck-Maus des ursprünglichen iMac hätte man mit den Fingerspitzen statt mit der Handfläche bewegen sollen, meinte Apple um die Jahrtausendwende herum, um dann mit der Pro Mouse wieder eine länglichere Form zu etablieren. Die Magic Mouse indes scheinen Apples Kunden richtig verstanden zu haben.

Wir sind mal gespannt, was wir heute zu verstehen bekommen und ob wir nicht das ein oder andere Mal den Kopf schütteln müssen, bis wir einen zweiten Blick wagen können.

Lesetipps für den Dienstag

Regulierung : Laut eines Berichts der Financial Times will die EU große Technologiefirmen stärker regulieren, allein voran Apple, Amazon, Google und Facebook. Ziel sei es, den Wettbewerb im Technologiesektor zu fördern und die großen einzuschränken, damit diese nicht mehr kleinere Konkurrenten vom Markt drängen könnten. Vor allem beim Umgang mit Kundendaten fordere die EU mehr Transparenz. Die Pläne sehen vor, dass die EU schneller die großen Unternehmen dazu zwingen könnte, ihre Geschäftspraktiken zu ändern - oder sogar zu zerschlagen, ohne dass Gesetzesänderungen oder weitergehende Untersuchungen vorausgesetzt würden. Die Liste umfasst insgesamt 20 Unternehmen, bei denen die EU genauer hinsehen möchte als bei kleineren Firmen.

Update: Es ist nicht alles iPhone bei Apple, auch an Keynotetagen oder unmittelbar davor pflegt der Hersteller auch seine anderen Systeme. So ist gestern Abend das Update auf watchOS 7.0.2 erschienen, das konkret zwei Fehler behebt. So solle unter watchOS 7.0.2 der Akku sich nicht mehr so schnell leeren, einige Anwender hatten nach dem Update auf watchOS 7 mit derartigen Problemen zu kämpfen, die sich in einigen Fällen nur mit einer Neuinstallation der Uhr lösen ließen. Das andere Problem betrifft die EKG-Funktion, die einige Anwender nicht mehr nutzen konnten, obwohl sie in ihren Ländern zur Verfügung stand.

Hinweis : Eines der zahlreichen Gerüchte um das heute erwartete iPhone 12 dreht sich um ein MagSafe-Ladegerät. Dieses soll sich magnetisch an die Rückseite des iPhone anheften und dieses per Induktion laden – ob es in der Schachtel mit dabei ist oder als Zubehör Aufpreis kostet, werden wir heute Abend erfahren. Ein erster Dritthersteller hat gestern bereits eine Lösung vorgestellt: Das bisher namenlose Ladegerät von MPOW Japan soll sich an die neuen Magnete im iPhone 12 ankoppeln. Dabei sieht der Charger ein wenig aus wie der Ladepuck der Apple Watch, nur etwas flacher und mit größerem Durchmesser.

Verspätet: Man mag ja schon beinahe vergessen haben, vor der heutigen iPhone-Keynote gab es vor gut vier Wochen ein Event um Apple Watches und iPads. Während die Uhren weltweit Handgelenke zieren und eifrig die Blutsauerstoffsättigung vermessen, lässt eines der neuen iPads weiter auf sich warten. "Nächsten Monat" solle das iPad Air 4 in den Handel kommen, hatte Apple seinerzeit versprochen. Der Oktober ist schon beinahe halb rum, einen genaueren Termin hat Apple noch nicht genannt. Das könnte sich heute ändern, prognostiziert der bekannte Leaker Jon Prosser. Apple werde das iPad Air 4 zusammen mit den (ersten) neuen iPhones in den Handel bringen - und eben den Termin für beide Geräte auf dem heutigen Event nennen. Der Grund der Verzögerung sei nicht unbedingt in durch die Pandemie ausgelösten Produktionsverzögerungen zu suchen, Apple habe einfach nicht wollen, dass der A14-Chip zunächst im iPad Air bei den Kunden ankommt und nicht als CPU der neuen iPhones.

Kleine Brötchen: Mit großem Getöse und allerlei Falschbehauptungen hatten im Sommer 2017 der Gouverneur des US-Bundesstaates Wisconsin zusammen mit dem Präsidentendarsteller und Vertretern des Herstellers Foxconn den ersten symbolischen Spatenstich für eine neue Fabrik von Apples wichtigstem Zulieferer getätigt - 13.000 Arbeitsplätze im Milchland der Vereinigten Staaten solle die Fabrik schaffen. Wenig später entpuppte sich das als Luftnummer, nur ein bescheideneres Technologiezentrum entsteht nun zwischen Viehweiden und Dachsbauten für wenige hundert Spezialisten. Die dafür zuständige Behörde Wisconsin Economic Development Corporation hat nun einen Antrag Foxconns auf Steuererleichterung für den Betrieb zurückgewiesen, mit der Begründung, dass die Anlage deutlich kleiner ausfalle als seinerzeit geplant und versprochen. Wisconsin, im dem der derzeitige Amtsinhaber vor vier Jahren mit nur wenigen Stimmen mehr entscheidende Wahlmänner holte, tendiert nach Umfragen dazu, wieder ein "blauer" Staat zu werden und damit einem neuen Präsidenten ins Amt zu verhelfen.

Weitere Nachrichten

Amazon Prime-Day: iPad, Pencil zum Schnäppchenpreis

Ab Dienstag dem 13.10. um 00:00 Uhr startet bei Amazon der so genannte Amzon Prime Day 2020. Auch für Apple-Anwendern könnte sich ab Mitternacht ein Blick auf die Angebote lohnen: Unter den zahlreichen Schnäppchen gibt es laut ersten Gerüchten auch zahlreiche Apple-Produkte wie iPad und iPhones, die Amazon vom 13.10 bis 14.10. anbieten wird. Vor einem Jahr gab es am Prime Day etwa hohe Rabatte auf das iPhone 7 und das iPhone XR. Mehr zu den Angeboten hier .


PSN und Co.: Sony legt Accounts zusammen

Sony will den bevorstehenden Release der Playstation 5 am 19. November 2020 dazu nutzen, um die unzähligen Konten der unterschiedlichen Online-Dienste zusammenzulegen. Künftig sollen die Nutzer der unterschiedlichen Sony-Dienste mit nur einem Login auskommen. Dieses eine Konto soll genügen, um sich bei den zahlreichen Diensten des Konzerns anzumelden. Neben den zum Playstation Network gehörenden Diensten wie Playstation Plus oder Playstation Now sollen auch Sony Mobile, Sony Electronics oder die Sony Rewards künftig mit nur einem Login auskommen.

Zu den teilnehmenden Diensten gehören PlayStation Network, PlayStation Plus, PlayStation Music, PlayStation Video, PlayStation Now, Sony Mobile, Xperia Lounge, Xperia Store, Xperia Care, My Support, SonyMobile.com, My Account, Developer World, Sony Electronics, Sony Community und die Sony Rewards. Als Ergebnis der Zusammenlegung erhofft sich Sony eine bessere Kundenerfahrung und weniger Wirrwarr um endlose Kombinationen aus Nutzername und Passwort. Die Zusammenlegen soll dabei so einfach wie möglich ablaufen: Wer sich bei einem der oben genannten Dienste anmeldet, soll einfach seine bevorzugten Daten eingeben, beispielsweise die Daten für das Playstation Network. Dadurch werden die Konten zusammengelegt, künftig genügt eine Kombination aus Nutzername und Passwort. Eine gute Gelegenheit, um alte Passwörter gegen sichere Passwörter auszutauschen.

 

US-Armee testet Hunde mit AR-Brillen für Kampfeinsatz

Die US-Armee entwickelt Augmented-Reality-Brille (AR-Brillen) für Hunde! Über die AR-Brillen sollen die Hunde Anweisungen erhalten, wie die IT-Nachrichtenseite The Verge berichtet .

Die AR-Brille für Hunde befindet sich derzeit in der Erprobung durch die US-Armee. Sollten die Experimente erfolgreich verlaufen, so könnte das den Einsatz von Hunden in der Armee grundlegend ändern. Denn viele Armeen setzen Hunde schon seit langer Zeit ein: Zum Aufspüren von Sprengsätzen, als Begleitung für Patrouillen oder auch als Meldehunde, die auf dem Schlachtfeld Nachrichten überbringen.

Bisher geben die soldatischen Hundeführer ihren vierbeinigen Kollegen ihre Anweisungen per Handsignal oder zeigen diesen die Ziele mit einem Laserpointer an. Das erfordert jedoch, dass sich der Hundeführer nahe bei seinem Hund befindet. Die Einsatzmöglichkeiten des Hundes schränkt das erheblich ein.

Trägt der Hund jedoch eine AR-Brille, kann der Hundeführer seinem Hund aus sicherer Entfernung Hinweise auf der Brille einblenden. Der Hunde kann sich also weit von seinem Führer entfernen und Einsätze absolvieren, ohne dass der Hundeführer in unmittelbarer Nähe sein muss. Die AR dient bei der Brille also zum Einblenden von Befehlen und Hinweisen. In der Brille ist ein Head-Up-Display integriert, das die Kommandos für den Hund anzeigt. Die AR-Hunde-Brille überträgt zudem das Echtzeitbild, das der Hund sieht, zum Empfangsgerät des Soldaten. Der Soldat sieht also das Gleiche, was auch sein Hund sieht.

Die derzeitigen Prototypen der AR-Hunde-Brillen entwickelt Command Sight, ein Privatunternehmen aus Seattle. Das Projekt leitet das Army Research Laboratory. Die derzeitigen Prototypen sind noch verkabelt, die finalen Versionen dagegen sollen ihre Daten kabellos übertragen. Bis diese Wireless-AR-Hundebrille aber reif für die Serienfertigung ist, dürften noch zwei Jahre vergehen.

Die AR-Hunde-Brillen wurden aus bereits erprobten Hundeschutzbrillen wie der „Rex Specs“ entwickelt. Jede dieser Brillen kann an den Hund individuell angepasst werden.


Angebote von Anker während des Amazon Prime-Days

Vom 13.10 bis 14.10 veranstaltet Amazon den so genannten Prime Day: Zahlreiche Produkte gibt es an diesem Tag mit hohen Rabatten, darunter auch Angebot des Herstellers Anker. Wir haben hier eine Übersicht der Angebote des Herstellers - nicht zuletzt sind viele Peripherie-Geräte für iPhone und Mac mit dabei.

 Mit im Angebot sind Powerbanks, Ladegeräte  und unter "Kabel" zwei günstige USB-C-auf-Lightning-Kabel, unter "Hub" mehrere USB-C-Hubs. Hier finden Sie alle Angebote .

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