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Morgenmagazin vom Dienstag, 14. Januar 2014

14.01.2014 | 07:18 Uhr |

E-Books: Apple muss Watchdog behalten +++ Analyst: Wearables starten erst mit Apples iWatch durch +++ Mac Pro kommt in Europa zur Auslieferung +++ Google kauft Nest für 3,2 Milliarden US-Dollar +++ Prosoft: Neue Version von Picture Rescue für Mac und PC +++ Android 4.4 (Kitkat) nur auf 1,4 Prozent aller Geräte +++ Syrische Aktivisten kapern erneut Microsofts Twitter-Konto +++ Telefonbetrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus +++ Mobile WLAN-Festplatte von Trekstor mit Akku +++ Windows 9 soll im April 2015 erscheinen

E-Books: Apple muss Watchdog behalten

Richterin Denise Cote hat den Antrag Apples, den vom Gericht bestellten Kartellaufseher Michael Bromwich von seiner Aufgabe abzuziehen, abgelehnt. Apple hatte sich im November beschwert, Bromwich würde bei seiner Untersuchung zu aggressiv vorgehen, zudem sei der hohe Stundensatz von 1.100 US-Dollar Anreiz, die Untersuchung so gründlich und intensiv wie möglich durchzuführen. Cote hatte nach dem Urteil im Juni, das Apple der Kartellbildung zur Erhöhung von E-Book-Preisen bezichtigte, den Aufseher bestellt. Dieser hatte sich seinerseits verteidigt, Apple mangele es am Willen zur Kooperation. Allein diese Verteidigung sei Indiz für seine Voreingenommenheit gegen Apple, argumentierten die Anwälte des Mac-Herstellers vergeblich vor Gericht. Cote will, dass die Maßnahme gegen Apple "zum Erfolg führe". Sobald das Urteil Apple schriftlich zugegangen ist, kann der Konzern binnen 48 Stunden beim Berufungsgericht in New York vorstellig werden. Apple hat laut seinen Anwälten vor, die Gelegenheit zur Berufung gegen die Entscheidung Cotes auch zu nutzen.

Analyst: Wearables starten erst mit Apples iWatch durch

Wearbale Devices waren letzte Woche zwar im Fokus der CES gestanden und können nun zurecht als eine "eigene, neue Produktkategorie" gelten, erklärt der Cantor-Fitzgerald-Analyt Brian White Anlegern, doch werden Wearables erst dann durchstarten, wenn Apple seine längst spekulierte iWatch herausbringe. Indizien, dass Apple an einem Produkt in der der Richtung arbeite, gebe es genügend. So hat Apple-CEO Tim Cook im letzten Jahr erklärt, der Wearables-Bereich sei "interessant zu erforschen", wobei er weniger Brillen wie Googles Glass spannend fände als am Handgelenk getragene Geräte und Sensoren wie die seit 2013 immer häufiger werdenden Fitnessarmbänder. Apple hält zudem in vielen Ländern das Recht am Markenbegriff iWatch. Erneut blickt laut Whites Prognose eine gesamte Branche auf Cupertino auf der Suche nach Inspiration...

Mac Pro kommt in Europa zur Auslieferung

Fast ein Jahr ist vergangen seitdem Apple in Europa zuletzt den Mac Pro verkauft hat, das alte Modelle musste nach einer EU-Vorgabe am 1. März 2013 auf das Alteisen geschickt werden. Laut der französischen Website Macgeneration erhalten nun diejenigen Mac-Pro-Kunden, die bereits am Erstverkaufstag im Dezember bestellten, heute endlich ihre Geräte geliefert. Wer mit der Bestellung zögerte, wurde noch vor Weihnachten auf Januar als Liefertermin vertröstet, mittlerweile gibt der Apple Store den Februar als Auslieferungszeitpunkt an und nennt keine konkreteren Termine. Testgeräte haben unsere Macworld-Kollegen in den USA und in Großbritannien bereits erhalten, unser eigenes Testgerät hat uns Apple für den Mittwoch dieser Woche avisiert. Dann werden wir im Macwelt-Test verifizieren, wie schnell und leise der neue Mac Pro wirklich ist. Stay tuned!

Google kauft Nest für 3,2 Milliarden US-Dollar

Google baut sein Engagement im "Internet der Dinge" aus und kauft für stolze 3,2 Milliarden US-Dollar die Firma Nest, die das selbstlernende Thermostat gleichen Namens und den Nest Protect Rauchmelder entwickelt hat. Nest wurde bisher geleitet vom ehemaligen Apple-Manager Tony Fadell, der als einer der Väter des iPod gilt. Das Thermostat ist Wi-Fi-Fähig und steuert die Heizung nach Vorgaben des Besitzers, die es nach und nach zu lernen versteht. So genügt eine Annäherung an das Gerät, um ihm zu zeigen dass der Bewohner da ist und es im Zimmer warm haben möchte. Das Nest überzeugt auch durch sein Design, ebenso der neue intelligente Rauchmelder und Kohlenmonoxidwarner von Nest.

Während Nests Tony Fadell sich in einem Statement als erfreut zeigt, dem Google-Konzern beizutreten, lobt dessen Chef Larry Page die "faszinierenden Produkte, die sofort kaufen kann" der neuen Tochterfirma. Vorerst werde sich bei Nest in den Entwicklungs- und Geschäftsabläufen nichts ändern, verspricht die Firma auf ihrer Website. So werde man die Daten der Nutzer weiterhin nur eingeschränkt verwenden, um das Produkt zu verbessern, auch werde es die Thermostate und Rauchmelder nach wie vor in Apple Stores zu kaufen geben. Die weiteren Pläne Googles mit Nest sind ungewiss, womöglich will der Konzern jedoch seine Plattform Android@Home damit wieder beleben.

Prosoft: Neue Version von Picture Rescue für Mac und PC

Picture Rescue 2.0 scant Kamera-Speicherkarten oder USB-Memorykarten nach verloren geglaubten digitalen Fotos und Videos, zeigt Fundstellen in einer Vorschau und versucht sie wieder herzustellen. Dies soll etwa nach dem versehentlichen Löschen von Dateien gelingen oder auch, wenn das Medium neu formatiert wurde oder sogar korrumpiert ist, so dass es im normalen Gebrauch nicht mehr verwendbar ist. Die Bedienung soll dabei sehr einfach sein. Um festzustellen, ob Picture Rescue 2.0 voraussichtlich Erfolg hat, kann man zunächst die kostenlose Demoversion des Programms installieren und sich bis zum Vorschaufenster vorarbeiten. Um Fotos und Filme dann tatsächlich zu rekonstruieren, ist der Kauf des Tools erforderlich – lediglich eine Datei ist im Rahmen der Demo wieder herstellbar. Alternativ lässt sich eine exakte Kopie des Mediums auf den Computer klonen und diese dann auf Mac oder PC untersuchen, so dass sich die verschwundenen oder beschädigten Dateien auch später bearbeiten lassen. Picture Rescue 2 versucht laut Entwickler nicht, eine beschädigte Karte oder ein anderes Medium zu reparieren, umso zusätzliche Beschädigungen oder Verlust von Fotos zu vermeiden. Auf seiner Website führt Prosoft im Einzelnen auf, welche Arten von SD-Karten und anderen digitalen Speicherkarten für Fotoapparate das Programm unterstützt und auch, welche digitalen Video- und Fotogeräte, inklusive bestimmter Einschränkungen insbesondere bei Olympus- und Fuji-Kameras, die eine XD-Picture-Card nutzen. Unterstützte Formate sind beispielsweise JPEG, TIFF, GIF, PNG, MOV, MPEG und AVI.
Zum Einsatz von Picture Rescue 2.0 ist mindestens OS X 10.7 Lion respektive Windows 7 erforderlich. Eine Einzelplatzlizenz für das Tool schlägt mit 20 US-Dollar (Download) zu Buche, bezahlt werden kann mit Paypal. Ein Upgrade von Klix , dem Vorläufer von Picture Rescue, gibt es nach Eingabe der Seriennummer zum Preis von zehn US-Dollar.
 
Info: Prosoft Engineering

Android 4.4 (Kitkat) nur auf 1,4 Prozent aller Geräte

Einer Grafik von Google ist zu entnehmen, dass die Anzahl der Geräte mit installiertem Android 4.4 (Kitkat) nur langsam wächst. Vor einem Monat hatte Google den Anteil noch mit knapp 1 Prozent angegeben. Der nun veröffentlichten Grafik zufolge kommt Android 4.4 (Kitkat) auf 1,4 Prozent. Die Berechnung der Anteile basiert auf den Zugriffen der Android-Geräte-Nutzer auf Google Play innerhalb von 7 Tagen bis einschließlich zum 4. Februar 2013. iOS 7 hingegen läuft laut einer von Apple im Dezember veröffentlichten Statistik auf drei von vier dafür geeigneten Geräten - insgesamt ist die Fragmentierung auf der iOS-Plattform deutlich geringer, was Entwicklern zupass kommt.

Die derzeit am häufigsten genutzte Android-Version ist Android 4.1.x (Jelly Bean) mit einem Anteil von 35,9 Prozent. Auf Platz 2 landen mit 21,2 Prozent die im Jahr 2011 veröffentlichten Android-Versionen 2.3.3 bis 2.3.7 (Codename: Gingerbread). Auf dem dritten Platz folgen mit 16,9 Prozent Geräte mit Android 4.0.3/4.0.4 (Codename: Ice Cream Sandwich).

Die Anteile im Detail:

Syrische Aktivisten kapern erneut Microsofts Twitter-Konto

Syrische Aktivisten kapern erneut Microsofts Twitter-Konto (c) twitter.com/Official_SEA16
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© twitter.com/Official_SEA16

Am Neujahrstag war es der Syrian Electronic Army (SEA) gelungen den Microsoft-Blog und das Skype-Twitter-Profil des Windows-Herstellers zu hacken. In dieser Woche war die SEA erneut am Werk und kaperte den Twitter-Account von Microsoft News sowie den offiziellen Microsoft-Blog. Über beide Portale hinterlegten die Internetaktivisten eine Weiterleitung auf ihre eigene Propaganda-Website.

Während die Schadensbegrenzung der ersten Hacker-Attacke einige Zeit dauerte, reagierte Microsoft bei dem erneuten Angriff umgehend und löschte die von der SEA verfassten Beiträge. Der Microsoft-Blog ging für wenige Stunden offline und ist mittlerweile wieder erreichbar. Die SEA verbreitet unterdessen interne Mailkommunikation zwischen Microsofts Public Relations Team und Steve Clayton, dem Manager für Microsofts Unternehmenswebsites, über Twitter.

Hacker greifen Skype an

Auf Nachfrage des IT-Magazins The Verge bekannte sich die Syrian Electronic Army (SEA) zu den Angriffen und betonte, dass es sich bei der Aktion nur um ein Ablenkungsmanöver gehandelt habe. Die Aktivisten hätten Microsofts Support Team beschäftigen wollen, während sie ihr eigentliches Hauptziel weiterverfolgten. Worum es sich dabei handelt, ist derzeit noch unklar.

Telefonbetrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus

Telefonbetrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus (c) istockphoto.com/alexskopje
Vergrößern Telefonbetrüger geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus (c) istockphoto.com/alexskopje
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In einer offiziellen Mitteilung warnt das Cybercrime-Kompetenzzentrum des Landeskriminalamtes NRW (LKA-NRW) vor einer neuen Telefonbetrüger-Masche. Dabei geben sich die meist englischsprachigen Anrufer als angebliche Microsoft-Support-Mitarbeiter aus und weisen ihre ahnungslosen Opfer auf einen angeblichen Virenbefall oder einen Windows-Ausfall ihres PCs hin.

Fällt der Angerufene auf die Phishing-Masche herein, bieten ihm die Täter gegen eine Zahlung zwischen 80 und 200 Euro die angebliche Reparatur seines Rechners per Fernwartung sowie eine lebenslange Garantie an. Um die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, muss das Opfer ein Programm herunterladen und installieren. Bei der Software handelt es sich jedoch nicht um ein Microsoft-Tool, sondern um einen Trojaner mit dem die Täter den PC sperren oder Banking-Daten auslesen können.

Die 10 fiesesten Online-Fallen

Markus Röhrl, Leiter des Cybercrime-Kompetenzzentrums, rät in diesem Fall zu einer gesunden Portion Misstrauen. Potenzielle Opfer sollten keine sensiblen Daten am Telefon preisgeben und keine Programme von dubiosen Internetseiten herunterladen.

Mobile WLAN-Festplatte von Trekstor mit Akku

Die Wi-Fi-fähige Festplatte Trekstor Datastation Pocket Air steht dank integriertem Akku auch unterwegs als mobiler Datenspeicher zum Streamen von Daten, Video- oder Musik-Dateien zur Verfügung, verspricht der Hersteller Trekstor. Die 2,5-Zoll-Festplatte ist zusätzlich mit USB 3.0 ausgestattet und bietet wahlweise 500 GB oder 1 TB Speicherkapazität. Das Modelle unterstützt die WLAN-Standards IEEE 802.11b/g/n, die Datastation kann aber auch per Ethernetkabel mit dem Router verbunden und anschließend als NAS-Server genutzt werden.

Laut Hersteller können bis zu fünf Nutzer gleichzeitig auf die Festplatte zugreifen und Daten abrufen. Geschützt durch eine leichte Pufferung via Gummimuffen im Gehäuse bietet sich diese WLAN-Festplatte mit ihrem integrierten Lithium-Polymer-Akku und der Hot Spot-Funktion als Datenspeicher für unterwegs an. Der Akku der Festplatte lässt sich unterwegs auch zum Aufladen von iPhone und anderen mobilen Geräten nutzen.

Die Trekstor Datastation Pocket Air 2,5 Zoll Festplatte ist ab sofort wahlweise mit 500 GB oder 1 TB Speicherkapazität zum Preis von 80 Euro bzw. 120 Euro erhältlich.

Windows 9 soll im April 2015 erscheinen

Wie der Microsoft-Kenner Paul Thurrott schreibt , soll die unter dem Codenamen " Threshold " begonnene Arbeit Windows 9 sein und im April 2015 Windows 8 als aktuelles MS-Betriebssystem ablösen. Doch über die Namensgebung sei sich Microsoft zur Zeit noch nicht im Klaren, schreibt Thurrott. Man wolle sich vielmehr vom Windows-8-Debakel, wie Thurrott es nennt, distanzieren und das nächste Windows darum vielleicht nicht "Windows 9" taufen. Doch der Name sei noch Diskussionsgegenstand und keine beschlossene Sache. Beschlossen sei aber bereits, dass man Entwicklern keine frühe Alpha-Version von Threshold auf der Build-Konferenz im April geben werde. Denn die eigentliche Entwicklung von Threshold soll erst später in diesem Monat starten. Im aktuellen Projektstand befasse sich Microsoft noch mit der Ideensammlung, welche Features integriert werden sollen und welche nicht.

Auf jeden Fall, glaubt Thurrott, werde sich Microsoft intensiv in Windows 9 mit der Kacheloberfläche befassen und diese optimieren. Welche Änderungen zu erwarten sind, sei noch unklar, doch glaubt Thurrott fest daran, dass es einen klassischen Bereich mit Programmfenstern geben wird. Außerdem soll es in jedem Fall drei Meilensteine vor der Veröffentlichung von Windows 9 geben. Ob Microsoft der Namensgebung "Beta", "Release" und "Candidate" treu bleiben wird, bleibe abzuwarten. Sicher sei aber, dass Microsoft Windows 9 "Threshold" im April 2015 veröffentlichen will. In Windows 9 soll das Start-Menü in seiner alten Form wiederkehren. Außerdem sei mit Metro-Apps zu rechnen, die auf dem normalen Windows-Desktop laufen.

Thurrott ist für gewöhnlich gut unterrichtet- seine Quellen nennt er aber nicht.

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