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Morgenmagazin vom Dienstag, 14. Oktober 2014

14.10.2014 | 07:20 Uhr |

Was heute wichtig wird: 14. Oktober 2014 +++ Quark Xpress Document Converter für Quark Xpress 10 +++ iPad Air 2 angeblich mit A8X-Chip und TouchID +++ Banken fürchten Apple, Google und Amazon +++ WLAN: 802.11ad überträgt 4,6 GBit pro Sekunde +++ Soundcloud hat Wachstumsschmerzen +++ Dashcam-Video: Polizei jagt Apple-Shop-Räuber

Was heute wichtig wird: 14. Oktober 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Noch zwei Tage, dann steht Apples nächste Keynote an, zum ungewöhnlichen Donnerstagstermin. Vielleicht wollte Apple einfach nur quälende Erinnerungen vermeiden, denn als der 14. Oktober im Jahr 2008 zuletzt auf einen Dienstag fiel, war ebenfalls eine Keynote angesetzt. Es sollte um Notebooks gehen, um sonst nichts, verriet die Einladung. Im Mittelpunkt des Interesses standen aber dann nicht die überarbeiteten Macbook Air und die neuen Unibody-Macbooks und Macbook Pro, die unter anderem das weiße Macbook in Rente schickten, sondern der Zustand von Steve Jobs. Der war merklich abgemagert in den Wochen und Monaten davor. Was niemand bestätigen wollte, aber viele fürchteten: Der Krebs war zurück. Bei einer Fragestunde am Ende der Keynote ließen Jobs, Schiller und Cook aber nur Fragen zu Apple allgemein und den neuen Macbooks im Speziellen zu, nicht aber solche zum Gesundheitszustand des CEO. Dessen Blutdruck betrage 110 zu 70, mehr wollte man nicht sagen. Nun ist der Gesundheitszustand jederzeit Privatsache, für den CEO, das Aushängeschild, die Legende des Unternehmens Apple gar aber womöglich nicht. Als börsenorientiertes Unternhmen ist Apple dazu verpflichtet, seinen Anlegern nicht nur regelmäßig Bilanzen vorzulegen, sondern auch Mitteilungen zu machen, ändern sich wesentliche Dinge im Unternehmen. Schon rund um seine Operation im Jahr 2004 hatten einige Großinvestoren Apple mangelnde Informationspolitik vorgeworfen und mit Klagen gedroht.

Erst Ende 2008 kündigte Steve Jobs der Öffentlichkeit (vor allem den Investoren...) eine gesundheitlich bedingte Auszeit an, Ärzte hätte ein Stoffwechselproblem identifiziert, das für den Gewichtsverlust gesorgt habe. Wie erst Jahre später bekannt wurde, war das eine starke Untertreibung, es stand schon damals kritisch: Jobs brauchte eine Spenderleber, die er in Kalifornien nicht bekam, sondern in Nevada. Erst im September 2009 war er zurück auf der Bühne, es folgten schon bald weitere Auszeiten in einer langen Agonie...

Die am 14. Oktober 2008 vorgestellten Produkte waren jedoch der Rede wert, auf ihre Art und Weise waren sie bahnbrechend. Das Grundprinzip des Macbook-Gehäuses hat Apple seither nicht mehr verändern müssen, sie sind nach wie vor aus einem Block Aluminium gefräst und verbrauchen somit nur wenig Material. Wesentlich anders sind heute nur die hochauflösenden Bildschirme (Retina-Dispalys), die ihren Weg noch in dieser Woche auch in den iMac finden könnten. Wesentlich dichter gepackt als die Keynote von vor sechs Jahren wird die Veranstaltung am Donnerstag zudem, nicht nur ein Produkt steht vor einer Neuerung. Und nach dem Gesundheitszustand von Tim Cook muss glücklicher Weise niemand fragen. Peter Müller

Lesetipps für heute morgen:

14. Oktober ist der Weltnormentag : Was wäre die Industrie ohne IOS, IEC und ITU? Standards erleichtern das Leben, da sie Produkte unterschiedlichster Hersteller miteinander kooperieren lassen. Apple hat in seiner Geschichte gerne mal eigene Standar gesetzt (Apple Desktop Bus) oder exotische Standards benutzt, die sonst kaum jemand in dem Zusammenhang gebrauchte (SCSI, Firewire), mittlerweile hält sich das Unternehmen nicht nur an die gängigen Formate, sondern bringt die Industrie mit voran. Wobei man mit Thunderbolt und Lightning schon wieder ein schmackhaftes eigenes Süppchen kocht...

Durchbruch in der Akku-Forschung : Physikern der Nanyang Technology University (NTU) in Singapur ist es die Entwicklung einer Batterie gelungen, die bis zu 20 Jahren halten soll und innerhalb weniger Minuten aufgeladen ist. Erst nach 10.000 Ladezyklen soll sich erster Verschleiß bemerkbar machen. Das Geheimnis: Nanotubes aus Titandioxid an der Anode.

Apple Pay soll am 18. Oktober starten: Apples Bezahlsystem steht vor dem Start, jüngsten Berichten zufolge soll es kommenden Samstag soweit sein. Bis dato nur in den USA.

Apples Wette auf größere Bildschirmen geht auf : Die Marktforscher von Cancord wollen festgestellt haben, dass iPhone 6 und iPhone 6 Plus aufgrund ihrer größeren Bildschirme bisherige Android-Nutzer anlocken. Samsung und Konsorten hatten schon länger 4,7-Zoll-Smartphones und größere Größen im Angebot, für Apple sind die "Riesenmonitore" hingegen ein Paradigmenwechsel - der sich auszahlen könnte.

Apple an Finnlands Niedergang schuldig : Ratingagenturen haben am Montag die Kreditwürdigkeit Finnlands herabgestuft. Den Übeltäter will der Ministerpräsident Alexander Stubb jedoch in Cupertino gefunden haben: Apple habe zwei Kernindustrien des Landes nachhaltig beschädigt, Nokia und die Papierhersteller.

Weitere Nachrichten:

Quark Xpress Document Converter für Quark Xpress 10

Quark Xpress 10 unterstützt Dokumente, die mit Quark Xpress 7-10 erstellt wurden, jedoch keine Dokumente aus den Versionen 3-6. Durch die einfache Benutzeroberfläche des Quark Xpress Document Converter können Anwender nunmehr von Quark Xpress 10 ein einzelnes Quark Xpress Dokument oder einen ganzen Ordner auswählen und die Dateien in ein mit Quark Xpress 10 kompatibles Format umwandeln, beschreibt der Entwickler sein neues kostenloses Tool. Bevor der Quark Xpress Document Converter verfügbar war, mussten Anwender zusätzlich die Version Quark Xpress 9 benutzen, um auf alte Dokumente vor Version 7 zugreifen zu können. Der Quark Xpress Document Converter bietet auch den zusätzlichen Vorteil der Batch-Konvertierung (Stapelverarbeitung), die von Quark Xpress 9 nicht unterstützt wird. Der Quark Xpress Document Converter lässt sich hier herunterladen .
 

iPad Air 2 angeblich mit A8X-Chip und TouchID

Die Enthüllung eines neuen iPads steht möglicherweise kurz bevor. Schon am Donnerstag könnte ein entsprechender Termin abgehalten werden. Erste Hinweise auf die im iPad Air 2 verbaute Hardware liefert ein ungewollt an die Öffentlichkeit gelangtes Foto . Dieses zeigt angeblich das Mainboard des Tablets, auf dem ein A8X-Chips verbaut ist.

Offiziell angekündigt wurde dieser Prozessor noch nicht, Insider gehen jedoch davon aus, dass Apple die Grafikperformance verbessern konnte und dem Tablet nun endlich zwei GB Arbeitsspeicher zur Verfügung stellt.

Auch die Gerüchte, dass das iPad Air 2 über einen Fingerabdrucksensor verfügen könnte, werden von neuen Fotos bekräftigt. So ist darauf ein Kabel zu sehen, mit dem Mainboard und Touch-ID-Sensor auf der Vorderseite des Tablets verbunden werden. Der goldene Ring könnte als Hinweis darauf verstanden werden, dass Apple das iPad Air 2 auch in Gold anbieten möchte.

Banken fürchten Apple, Google und Amazon

Apple Pay Teaser
Vergrößern Apple Pay Teaser
© Apple

Das zeigt eine Studie von Temenos, einem Schweizer Anbieter von Branchensoftware für Banken. Die Umfrage stützt sich auf die Antworten von 198 Bank-Managern , von denen 23 Prozent sagen, der schärfste Wettbewerb komme von außerhalb des Finanzsektors. 2013 hatten in einer vergleichbaren Umfrage 18 Prozent diese Meinung geäußert, eine Jahr davor lediglich elf Prozent.

Apple Pay startet zuerst in den USA. Die passende Apple Watch kommt erst 2015.
Vergrößern Apple Pay startet zuerst in den USA. Die passende Apple Watch kommt erst 2015.
© Apple

Insbesondere im Payment-Bereich fürchten die Institute, dass ihnen die IT-Riesen die Butter vom Brot nehmen könnten. Google Wallet, das 2011 angekündigt wurde, gilt als Bedrohung, ebenso das kürzlich vorgestellte Apple Pay. Ähnliches gilt für "Bezahlen mit Amazon": Immer mehr E-Tailer nutzen diesen Payment-Dienst.

Studienautor Ben Robinson schreibt: "Die rasante Digitalisierung zusammen mit Faktoren wie abnehmende Kundenloyalität und transformative Technologiesprünge öffnet diese Branche für Technologieanbieter. Deren Geschäftsmodelle basieren ja oftmals auf der Fähigkeit, aus großen Datenmengen wertvolle Kundeneinblicke zu gewinnen."

Neben Technologieunternehmen sind es auch Peer-to-Peer-Services, auf denen sich Kreditgeber und -nehmer auch ohne zwischengeschaltete Banken finden - Smava, Zopa oder eLolly etwa. 19 Prozent der Umfrageteilnehmer halten diese für die größte Herausforderung.

Die Studie empfiehlt den Banken, ihre Legacy-Systeme auszumustern und in Analytics zu investieren. Das Fenster, in dem gegengesteuert werden könne, verkleinere sich zusehends, da der Wandel rasant und die Innovationsgeschwindigkeit im Markt hoch sei.

WLAN: 802.11ad überträgt 4,6 GBit pro Sekunde

WLAN: 802.11ad überträgt 4,6 GBit pro Sekunde (c) Samsung
Vergrößern WLAN: 802.11ad überträgt 4,6 GBit pro Sekunde (c) Samsung
© Samsung

Daten könnten in einem WLAN-Netzwerk schon bald deutlich schneller als bisher übertragen werden. Und zwar mit der von Samsung nun neu vorgestellten 60GHz-Technologie 802.11ad. Laut der offiziellen Mitteilung von Samsung sollen sich so Daten fünf Mal schneller als bisher kabellos übertragen.

Die Geschwindigkeit steige, so Samsung, von bisher 866 Megabit pro Sekunde (oder 108 Megabyte pro Sekunde) mit 802.11ad auf 4,6 Gigabit pro Sekunde beziehungsweise 575 Megabyte pro Sekunde. Der Inhalt einer vollen DVD ließe sich damit in unter 10 Sekunden übertragen. Und auch unkomprimierte Filme in HD-Qualität ließen sich künftig in Echtzeit von einem mobilen Gerät auf einen Fernseher streamen.

Laut Samsung werde bei der 60GHz-Wi-Fi-Technologie stets die maximale Geschwindigkeit erreicht, egal wie viele Geräte in einem Netzwerk miteinander verbunden sind. Möglich werde dies durch die Eliminierung der Störungen zwischen der Co-Kanäle. Bisher war die kabellose Übertragung von Daten mit einer derart hohen Geschwindigkeit nur über eine sehr kurze Entfernung und nur innerhalb der Sichtlinie zwischen Sender und Empfänger möglich. Samsung hat diese Probleme laut Angaben gelöst. Und damit auch das bisher existierende Problem zwischen der theoretischen und tatsächlichen Geschwindigkeit einer Funkverbindung. Die ersten 802.11ad-Geräte sollen bereits 2015 auf den Markt kommen.

Soundcloud hat Wachstumsschmerzen

Soundcloud hat bereits mehr als 175 Millionen Hörer pro Monat und die 200 Millionen schon im Visier. "TechCrunch" schrieb nun am Wochenende unter Berufung auf kürzlich veröffentlichte Unterlagen , Soundcloud habe im Geschäftsjahr 2013 seinen Umsatz um 40 Prozent auf 11,2 Millionen Euro (14,1 Millionen Dollar) gesteigert. Gleichzeitig verdoppelte sich allerdings der operative Verlust beinahe von 12,4 Millionen auf 23,1 Millionen Euro (29,2 Millionen Dollar).

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© Soundcloud

Die Wachstumsphase habe die Company zu Investitionen in Technik, Personal und Marketing genötigt, schreibt Soundcloud in dem Jahresbericht: "Unsere Overhead-Basis ist stärker gewachsen als unser Umsatz". Soundcloud hatte zu Ende 2013 224 Mitarbeiter verteilt über die Standorte Berlin, London, San Francisco sowie Sofia (Letzteres kam durch 2012 die Übernahme von Instinctiv für 10 Millionen Dollar dazu; 2013 gab es keine Akquisition).

Soundcloud wurde von den beiden Schweden Alex Ljung und Eric Wahlforss zuerst in Stockholm gegründet und 2007 nach Berlin umgezogen. Die Firma hat bislang 123,3 Millionen Dollar Wagniskapital erhalten. Die vierte Runde über 60 Millionen Dollar früher in diesem Jahr bewertete das Startup mit 700 Millionen Dollar.

Weiterhin stellt sich die Frage nach dem Geschäftsmodell. Neben kostenpflichtigen Premium-Dienste ("Freemium") bemüht sich Soundcloud auch um Partnerschaften mit Markenartiklern und Plattenfirmen. Die Labels sollen Anzeigen im Umfeld von Musik schalten können, die Soundcloud-Nutzer hören. Jedoch sind diesbezügliche Verhandlungen laut "Financial Times" ins Stocken geraten, weil die Musikfirmen erstens bessere Konditionen wollen und zweitens Vorbehalte wegen Urheberrechtsverstößen auf der Plattform haben.

Dashcam-Video: Polizei jagt Apple-Shop-Räuber

Dashcam-Video: Polizei jagt Apple-Shop-Räuber (c) IDG/IDG
Vergrößern Dashcam-Video: Polizei jagt Apple-Shop-Räuber (c) IDG/IDG

Mit einem Fahndungsvideo weitet die Berliner Polizei nun ihre Jagd auf die Räuber eines Apple-Store am Berliner Kurfürstendamm aus. Die bewaffneten Täter hatten am 20. September einen Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens überfallen, der sich gerade auf dem Weg vom Apple-Store befand. Dabei entrissen sie ihm neben dem Geldbehälter auch seinen Revolver.

Der gewählte Zeitpunkt dürfte kein Zufall sein, denn der Überfall fand einen Tag nach dem Start des iPhone 6 statt. Die Täter dürften also auf eine möglichst hohe Beute spekuliert haben.

Im veröffentlichten Video ist zu sehen, wie die Täter vom Ort des Überfalls über die Straße in einen schwarzen Citroen steigen und dann mit hoher Geschwindigkeit flüchten. Das Fahrzeug wurde laut Angaben der Polizei bereits am 6. März gestohlen und nach der Bundesallee in Brand gesetzt.

Das Video selbst stammt von einer in einem Fahrzeug eines Zeugen angebrachten Dashcam. Die im Video angezeigte Uhrzeit ist falsch. Interessanterweise erfolgt die Veröffentlichung des Dashcam-Videos in einer Zeit, in der offen über einen Verbot solcher Dashcams diskutiert wird. Im Video selbst sind die Kennzeichen anderer Straßenteilnehmer unkenntlich gemacht. Die Gesichter von Passanten - und leider die der Täter - sind nicht gut zu erkennen. Weitere Infos zum Überfall und den Tätern finden Sie in dieser Meldung der Berliner Polizei.

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