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Morgenmagazin vom Dienstag, 15. April 2014

15.04.2014 | 07:21 Uhr |

Was heute wichtig wird: 15. April +++ Samsung führt Verkaufserfolge auf Marketing zurück +++ Carplay per Nachrüst-Kit in älteren Wagen nutzen +++ M-Store: Kostenlose Internet-Lehrgänge für Jahrgang 50 plus +++ Samsung soll falsche Zahlen genannt haben +++ Apple macht mehr Gewinn als HP, Google und Intel zusammen +++ 44% der Twitter-User haben noch nie getweetet +++ iPad mit XXL-Display angeblich in Planung

Was heute wichtig wird: 15. April

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! 15. April... da war doch was? Richtig, an dem Tag ist im Jahr 1912 die Titanic im Nordatlantik nach einer Kollision mit einem Eisberg versunken. Das Unglück erscheint im Rückblick wie eine Verkettung unglücklicher Umstände, oder wie es Jürgen Wegmann sagen würde: "Erst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech hinzu." Wie in der letzten Woche zu lesen stand , war das Jahr 1912 nicht einmal besonders eisreich. Aber ohne das spektakuläre Unglück hätte es keine neuen Notfallregeln in der Seefahrt gegeben wie das international einheitliche SOS - und Leonardo DiCaprio hätte vielleicht doch schon einen Oskar. Die Nachricht vom Untergang des Schiffes verbreitete sich erstaunlich schnell für die damalige Zeit, schon am Morgen des 15. April wussten die New Yorker zunächst von der Kollision und wenig später vom Untergang des Dampfers, bald darauf die ganze Welt - schließlich war nicht nur der Flugschreiber Zeuge. 102 Jahre später drehen sich Nachrichten meist so schnell um den Globus, dass sie schon vor dem eigentlichen Geschehen beim Publikum angekommen sind. Wenn Apple also demnächst neue Hardware und Produktkategorien vorstellen wird, weiß das geneigte Publikum schon so viel darüber, dass die bloßen Fakten eigentlich nur noch enttäuschen können. Das Geschwurbel erreicht bezüglich iPhone 6, iTV und iWatch derzeit abstruse Windgeschwindigkeiten, man kann fast meinen, Apple hat einen 55-Zoll-Fernseher für das Handgelenk in Produktion, der nicht nur Live-TV sendet, sondern nach der Messung diverser Gesundheitsdaten dem Nutzer auch sagt, wann er zu Bett gehen soll. Wir müssen vorsichtig sein, bei aller Begeisterung über Zukunftstechnik dürfen wir nicht die Gegenwart aus dem Auge verlieren. Und die sagt uns ganz prosaisch: Heute ist Dienstag. Und der Mac Mini ist an sich überfällig. OS X 10.9.3 könnte allmählich auch die Freigabe erhalten. Warten wir den Tag ab und bleiben bei den Fakten und überschlagen uns nicht. Peter Müller

Lesen Sie heute auf www.macwelt.de:

iBeacons, die neue Indoor-Navigation. Was kann die Technik überhaupt und welche Angebote sind bereits in Betrieb? Volker Riebartsch und Patrick Woods haben sich Yoints genauer angesehen.

Ratgeber: Die Menüleiste von OS X. Neben einigen Systemfunktionen können sich auch Programme von Drittanbietern bequem steuern lassen, indem man einfach rechts oben auf seinen Bildschirm klickt. Welche Menüleistenprogramme etwas taugen und welche nur verwirren, erklärt Florian Kurzmaier.

Test: WD My Passport Pro - Chris Möller hat sich die Festplatte von Western Digital näher angesehen.

Lesetipps für heute Morgen:

Apples langer Weg zum umweltbewussten Unternehmen ( Macworld UK )

Samsung fragt: Warum verklagt Apple eigentlich nicht Google? ( Fortune )

Android war ursprünglich nicht für Touch gedacht ( Cnet )

Und für später am Abend:

Wie jeden Dienstag steht wieder eine neue Folge des Expertentalks Macbreak Weekly mit Leo Laporte, Andy Ihnatko und Rene Ritchie auf dem Programm. In der letzten Woche sprachen die drei über ihre Erwartungen an iOS 8 und OS X 10.10 zur WWDC Anfang Juni, sind wir gespannt, womit sie uns heute den Abend bereichern.

Weitere Nachrichten:

Samsung führt Verkaufserfolge auf Marketing zurück

Samsungs Verkaufserfolge beruhen nicht darauf, Technologien von Apple kopiert zu haben, verteidigt sich der koreanische Konzern vor dem Gericht in San Jose. Stattdessen habe aggressives Marketing dabei geholfen, Marktanteile zu gewinnen erklärt etwa Samsung Marketing-Chef Todd Pendleton. Im Kreuzverhör von Apples Anwälten gab Pendleton jedoch zu, die Kampagnen bewusst gegen Apple-Produkte ausgerichtet zu haben, etwa zum Start des iPhone 5 im Jahr 2012. Samsung war im Frühjahr auch mit teuren Fernsehspots zur Superbowl-Übertragung aufgefallen und dem Selfie-Stunt bei der Oscar-Verleihung.

Dass Apple konkret im Fokus von Samsung stand, beweist auch eine Mail, die der damalige Chef von Samsung Mobile in den USA, Dale Sohn, im Jahr 2012 an Mitarbeiter schrieb. "Apple zu schlagen, ist mehr als nur ein Option. Es ist unsere Überlebensstrategie. Wir müssen Kunden von ihnen zurückgewinnen und zu einer Kundenloyalität kommen, wie sie Apple genießt," heißt es in dem dem Gericht vorgelegten Schreiben. Die höchste Priorität habe seinerzeit das Phablet Galaxy Note gehabt, das Samsung zum Top-Seller hatte ausbauen wollen. Samsung versteift sich in seiner Verteidigung zudem darauf, dass fast alle von Apple für sich reklamierten Patente Bestandteil von Googles mobilen Betriebssystem Android seien, mit Ausnahme des "Slide to unlock".

Carplay per Nachrüst-Kit in älteren Wagen nutzen

Carplay per Nachrüst-Kit in älteren Wagen nutzen (c) Apple
Vergrößern Carplay per Nachrüst-Kit in älteren Wagen nutzen (c) Apple
© Apple

Alpine will eine Nachrüst-Option für Apples Carplay anbieten. Das berichtet in dieser Woche die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei unter Berufung auf brancheninterne Quellen. Ein entsprechendes Kit soll noch in diesem Jahr in Europa und den USA auf den Markt kommen. Der Preis liegt den Mutmaßungen zufolge zwischen 500 und 700 US-Dollar zuzüglich der Kosten für den Einbau.

Angeschlossen wird das Apple-Smartphone dabei über den Lighning-Connector im Alpine-Gerät. Kompatibel wären damit also aktuell nur iPhone 5, iPhone 5S und iPhone 5C. Ältere Modelle werden voraussichtlich nicht unterstützt.

Apple hatte Carplay im vergangenen Monat angekündigt. Per Hersteller-Kooperation soll das System unter anderem in neuen Modellen von BMW, Volvo, Mercedes-Benz, Ford, Honda und GM zum Einsatz kommen. Mit entsprechenden Nachrüst-Lösungen könnten auch Besitzer älterer Wagen die neuen Apple-Funktionen nutzen. Neben Alpine arbeitet angeblich auch Clarion an einem entsprechenden Kit.

M-Store: Kostenlose Internet-Lehrgänge für Jahrgang 50 plus

Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013 sind die über 70-jährigen inzwischen zu über 30 Prozent im Internet und am Computer aktiv. M-Store unterstützt mit seinem Forum 50plus diese Altersgruppe der ”Silver Surfer” dabei, das Medium Rechner noch besser kennen zu lernen. Am Donnerstag, den 17. April 2014, findet von 16.00 bis 18.00 Uhr das nächste Treffen des Forums 50plus bundesweit in allen M-Store-Filialen statt.

Das Forum 50plus bietet dem Anbieter zufolge die Möglichkeit, sich in ungezwungener Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen mit den Experten von M-Store und Gleichgesinnten auszutauschen. In kostenlosen Unterrichtseinheiten erläutern die Experten des Apple-Resellers, wie mobiles Internet am iPhone, iPad oder Mac funktioniert und was man beim Surfen berücksichtigen muss beziehungsweise welche Programme hilfreich sind. Auch das Thema Datensicherheit am Mac wird behandelt. Die Besucher des Forum 50plus haben die Möglichkeit, den Mac oder die iPads mit dem gut lesbaren Retina Display zu testen.

Samsung soll falsche Zahlen genannt haben

Samsung soll falsche Zahlen genannt haben (c) Samsung
Vergrößern Samsung soll falsche Zahlen genannt haben (c) Samsung
© Samsung

Wie Fortune berichtet , sind die Samsung-Verkaufszahlen der Galaxy Tabs von Anfang 2011 falsch. Damals meldeten die Koreaner zwei Millionen verkaufte Galaxy Tabs in circa sechs Wochen (in den USA) – und damit war das iPad von 95 Prozent Marktanteil auf 75 Prozent zurückgedrängt worden. Doch wie Fortune nun aus internen "Top Secret"-Dokumenten von Samsung erfahren haben will, seien in Wirklichkeit das ganze Jahr 2011 über in den USA gerade einmal halb so viele Galaxy Tabs verkauft worden.

Die Dokumente seien im Rahmen des aktuellen Patentstreits zwischen Apple und Samsung ans Licht gekommen. Die neuen Zahlen zeigen sehr gut, wie schwer es auf dem Tablet-Markt war (und zu großen Teilen wohl auch noch heute ist), die Apple-Dominanz zu brechen.

Apple macht mehr Gewinn als HP, Google und Intel zusammen

Apple macht mehr Gewinn, als HP, Google und Intel zusammen (c) IDG/IDG
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Einer Übersicht von San Jose Mercury News ist zu entnehmen, wie erfolgreich Apple tatsächlich ist. Die Zeitung hat für ihre Website Siliconvalley.com eine Übersicht mit den 150 erfolgreichsten Unternehmen im Silicon Valley zusammengestellt. Mit großem Abstand belegt Apple hier sowohl was den Umsatz als auch den Gewinn angeht den ersten Platz.

Der Übersicht ist außerdem zu entnehmen, dass Apple mit 37 Milliarden US-Dollar in 2013 mehr Gewinn gemacht hat, als die auf den folgen Plätzen folgenden Silicon-Valley-Unternehmen Hewlett-Packard (5,9 Mrd. US-Dollar), Google (12,9 Mrd. US-Dollar), Intel (9,6Mrd. US-Dollar) und Cisco Systems (8,1 Mrd. US-Dollar) zusammen.

Der Umsatz von Apple lag 2013 bei 173 Milliarden US-Dollar und damit deutlich höher als beim Zweitplatzierten Hewlett-Packard, der laut letztem Geschäftsbericht einen Umsatz von 112 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete. Bei Google lag der Umsatz im letzten Geschäftsjahr bei 59,8 Milliarden US-Dollar.

44% der Twitter-User haben noch nie getweetet

Fast jeder zweite Twitter-Nutzer hat noch nie einen Tweet geschrieben. Das meldet das Wall Street Journal und konkretisiert die Zahlen unter Bezugnahme auf einen Report von Twopcharts: Von 974 Millionen angemeldeten Nutzern haben 44 Prozent, also rund 430 Millionen Nutzer, noch nie getweetet. Dem Report sei aber nicht zu entnehmen, wann sich die Nutzer zuletzt eingeloggt hätten. Es ist also nicht zu differenzieren, wie viele Nutzer von den 44 Prozent inaktiv sind und wie viele lediglich andere Tweets mitlesen ohne selbst aktiv zu werden.

Twitter selbst behauptet jedoch, in den letzten drei Monaten des Jahres 2013 241 Millionen monatlich aktive Nutzer gehabt zu haben. Monatlich aktiv bedeutet, dass der Nutzer sich wenigstens einmal im Monat einloggt. Tweeten muss ein Nutzer nach dieser Definition nicht, um als aktiv gezählt zu werden.

Die Zahlen von Twopcharts sagen außerdem aus, dass 30 Prozent der Twitter-Nutzer bislang zwischen ein und zehn Tweets geschrieben hätten und nur 13 Prozent mehr als 100 Tweets verfasst haben. Nur 23 Prozent der Nutzer haben, den Zahlen zufolge, binnen der letzten 30 Tage getweetet. Twitter selbst wollte dem Wall Street Journal gegenüber keine Stellung beziehen. Für Twitter spielt die Zahl der aktiven Nutzer eine wichtige Rolle - schließlich will Twitter Geld verdienen und je mehr aktive Nutzer, desto mehr Werbegelder können fließen.

iPad mit XXL-Display angeblich in Planung

iPad mit XXL-Display angeblich in Planung (c) IDG/IDG
Vergrößern iPad mit XXL-Display angeblich in Planung (c) IDG/IDG

Eine chinesische News-Website berichtet am Montag, dass Apple die Veröffentlichung eines neuen iPad-Modells mit größerem Display plant. Dabei bezieht man sich auf die Angaben eines taiwanischen Zulieferers. Das iPad Air hat einen 9,7 Zoll großen Display und des kleiner Bruder iPad Mini verfügt über 7,9-Zoll-Display.

Die gleiche Quelle gibt an, dass Apple sich dazu entschieden habe, das kommende iPhone in mindestens in zwei wenn nicht gar in drei Größen auf den Markt zu bringen. Demnach soll das kommende Modell mit 4,7-Zoll- und 5,5-Zoll-Display auf den Markt kommen. Es könnte aber sein, dass Apple zusätzlich auch an der bisherigen Display-Größe von 4 Zoll festhält und das kommende iPhone auch in dieser Größe anbietet. Auf alle Fälle werde das neue iPhone aber knapp 2 Millimeter dünner als das iPhone 5S, welches 7,6 Millimeter dick ist.

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