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Morgenmagazin vom Dienstag, 16. Juni 2020

16.06.2020 | 07:02 Uhr | Peter Müller

Corona-Warn-App ist fertig +++ Studie: App-Wirtschaft mit 519 Mrd. US-Dollar Umsatz +++ WWDC-Keynote am Montag, neue Hardware erwartet +++ Forscher der TU Darmstadt kritisieren Corona-APIs von Apple und Google +++ Asteroiden-Einschläge auf dem Mond lassen Felsen in die Tiefe stürzen +++ Tesla Model 3 bekommt USB C und kabelloses Aufladen +++ Städtetag fordert Verbotszonen und Tempolimits für E-Scooter +++

16. Juni: Bloomsday

Macwelt wünscht Guten Morgen! Freunde der Literatur wissen, was heute für ein Tag ist: Der Bloomsday. Die Handlung des Romans "Ulysses" des irischen Schriftstellers James Joyce spielt an jenem 16. Juni vor 116 Jahren in Dublin. Zum Feiertag für Literaturbegeisterte ist er aber erst seit seiner 50sten Wiederkehr im Jahre 1954 geworden, als erstmals Joyce-Leser sich in Dublin auf die Spuren der Romanfiguren Leopold Bloom oder Stephen Daedalus machten.

Ulysses ist gewiss keine leichte Kost, und eher nicht an einem Tag wie dem heutigen 16. Juni 2020 gelesen - es sei denn Sie haben heute etwas mehr Freizeit als sonst oder kennen das Werk schon gut. Immerhin bekommt man es - im englischen Original - dank des Gutenberg-Projekts gratis in Apples Bookstore oder bei Amazon. Der Autor ist mehr als 70 Jahre tot, die Urheberrechte somit erloschen.

130 Jahre alt wäre heute Stan Laurel geworden, dessen Werke zwar einen leichteren Zugang bieten aber auch alles andere als banal sind. Unterschätzt haben ihn anscheinend nur deutsche Fernsehredakteure, die in siebziger Jahren Laurels mit seinem kongenialen Partner Oliver Hardy in für Vorabendserien passende Teile zerlegten und die Protagonisten als "Dick und Doof" präsentierten. Doch zeigt Laurel immer wieder eindrucksvoll, dass sich nur intelligente Menschen dumm stellen kennen - umgekehrt ist das nicht möglich. Eine weitere Fehleinschätzung, unter der das deutsche Fernsehpublikum zu leiden hatte: Stan Laurel sprach keineswegs ständig im Falsett, seine Stimmlage war eher ein Bariton. In Erinnerung bleibt aber vor allem seine Mimik und so mancher Kniff wie das verwunderte Kratzen am Kopf und der zweite, erschrockene Blick.

Lesetipps für den Dienstag

Keynote: Wie jedes Jahr beginnt die WWDC am kommenden Montag mit einer Keynote, ab 10 Uhr Ortszeit in Cupertino, 19 Uhr MESZ. Apple wird die Veranstaltung live auf seiner Event-Website übertragen, ebenso via Apple TV. Anders als in den letzten Jahren ist natürlich kein Publikum zugelassen. Apple wird die Keynote vorproduziert live aus dem Apple Park streamen. Neugierig sind wir in jedem Fall, die wichtigste Information an die weltweite Entwicklergemeinde könnte der geplante Umstieg auf die ARM-Plattform werden. Im Jahr 2005, als Apple den Umstieg auf Intel ankündigte, wurde es still im Saal – so still, als handelte es sich bereits damals um eine Show ohne Live-Publikum.

Neue Hardware: Nächsten Montag beginnt die WWDC, Apple wird neue Betriebssysteme wie macOS 10.16 oder iOS und iPadOS 14 vorstellen. Gut möglich, dass Apple die virtuelle Keynote dazu nutzt, auch neue Hardware zu zeigen. Im vergangenen Jahr war das etwa der lange schon vorangekündigte Mac Pro samt Pro Display XDR, ein wahrscheinlicher Kandidat könnte ein ARM-Macbook sein, das Apple aber erst später im Jahr 2020 oder gar erst in der ersten Jahreshälfte 2021 tatsächlich marktreif haben wird. War mit dem Mac Pro und dem iMac Pro im Jahr 2017 ja auch nicht viel anders. Doch ist ein neuer iMac beinahe schon überfällig, die letzte Revision hat das Erfolgsmodell im Frühjahr 2019 erfahren und der derzeitige Formfaktor besteht seit Herbst 2012. Der russische Twitterer iFinder will nun in einem geleakten Quellecode von iOS 14 einen Hinweis auf ein neues iMac-Modell bekommen haben, ein Icon und somit ein schematische Darstellung des All-in-One. Auf dieser sollen vor allem schmalere Rahmen erkennbar sein, der iMac 2020 würde im Look dem Pro Display XDR ähneln. Das ist aber hoch spekulativ - und über die Innereien des iMac 2020 ist damit auch nichts gesagt. Beim Umstieg auf Intel war der der iMac im Januar 2006 der erste Rechner, der die neue CPU bekam, ansonsten sah er aber wie sein Vorgänger iMac G5 aus. Bis Apple auch den iMac auf ARM umstellt – vermutlich kommen hier erst die mobilen Rechner dran – könnte es in der Tat noch eine Revision mit Intel-Chip geben, die in ein oder zwei Jahren äußerlich unverändert dann als ARM-iMac eine weitere Überarbeitung erfahren könnte.

Gesundheit: Die Corona-Warn-App ist da, nach mehreren Monaten Entwicklungszeit. Ende April hatten Apple und Google die APIs veröffentlicht, auf die die Tracing-Apps beruhen, die nationale Gesundheitsbehörden herausgeben. In Deutschland fällt dem Robert-Koch-Institut diese Aufgabe zu, entwickelt haben im Auftrag der Bundesregierung die Deutsche Telekom und SAP die Anwendung für Android und iOS. Die Installation mag ratsam sein, um das Virus unter Kontrolle zu halten, verpflichtend ist sie nicht. Per Bluetooth tauschen Smartphones mit aktivierten Apps anonyme Kennungen aus, sobald die Geräte mindestens 15 Minuten sich zwei Meter oder näher befinden. Hat sich jemand mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, lässt sich das in der App hinterlegen, diese informiert daraufhin alle Kontakte der letzten 14 Tage und lässt eine Warnmeldung ausgeben. Auch dann ist Handeln ratsam, in Form eines Tests und bei positivem Ausgang sollte häusliche Isolation erfolgen, verpflichtend ist der Test auch nicht. Experten schätzen, dass bei einer Installationsrate von 60 Prozent der Virus gestoppt werden könnte, doch schon ein weit geringerer Prozentsatz sollte dabei helfen, die Pandemie zu bremsen. Installation ist also auf jeden Fall sinnvoll, zumal selbst skeptische Sicherheitsexperten den dezentralen Ansatz und den damit verbundenen Datenschutz loben. Doch es gibt auch Kritik - siehe Text weiter unten.

Wirtschaftszweig : Apple gibt Ergebnisse einer Studie bekannt, nachdem die App-Ökonomie von iOS, iPadOS und macOS im Jahr 2019 global einen Umsatz von 519 Milliarden US-Dollar erzielte. Dabei entfallen nur 15 Prozent auf direkte Käufe von Apps und anderen digitalen Gütern, an denen Apple Provisionen von 15 oder 30 Prozent verdient. Der große Rest entfalle auf physische Güter und Dienstleistungen außerhalb der App Stores. "Der App Store ist ein Ort, an dem Innovatoren und Träumer ihre Ideen zum Leben erwecken können und Benutzer sichere und vertrauenswürdige Werkzeuge finden, um ihr Leben zu verbessern", freut sich Apple-CEO Tim Cook laut Presseerklärung. "In einer herausfordernden und unruhigen Zeit bietet der App Store dauerhafte Möglichkeiten für Unternehmertum, Gesundheit und Wohlbefinden, Bildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen und hilft den Menschen, sich schnell an eine sich verändernde Welt anzupassen." Für die Studie hatte Apple die unabhängige Analysis Group beauftragt.

Frage des Namens: Der Nachfolger von iOS 13 wird iOS 14 heißen und der von watchOS 6 watchOS 7. Fest steht wohl auch, dass Apple an der Nomenklatur des Mac-Betriebssytems festhalten wird und der Catalina-Nachfolger die Nummer 10.16 bekommt. Aber welchen Namen sonst noch? Macrumors nennt drei Kandidaten: Mammoth, Monterey und Skyline. Diese Wortmarken, die Apple schon vor längerer Zeit beantragt hat, sind noch aktiv und könnten jederzeit für die Bezeichnung des Betriebssystems herangezogen werden. Anders als Rincon, diese Marke hat Apple nach drei Jahren nicht mehr verlängert. Doch muss der Name nicht aus dem engeren Kandidatenkreis oder dem weiteren mit insgesamt 20 Namen kalifornischer Sehenswürdigkeiten kommen, das war vor einem Jahr bei Catalina der Fall. Schon 2019 war Apple damit eine kleine Überraschung gelungen, der Name des Systems kursierte vor der Keynote nicht, auch in diesem Jahr besteht in Craig Federighis Namenskommission offenbar keine undichte Stelle.

Hat geklappt: Gewiss arbeitet auch Apple an einem faltbaren Smartphone, um womöglich Huawei, Samsung und andere zu zeigen, wie man es richtig macht. Oder um den Beweis zu führen, dass ein derartiges Produkt weder gewünscht noch notwendig ist. Der zuletzt recht treffsichere Leaker Jon Prosser hat nun behauptet, es gebe bei Apple einen Prototypen eines solchen Gerätes. Dabei handele es sich aber nicht im wahrsten Sinn um ein faltbares iPhone, Apples Ansatz für das Klapphandy seien zwei unabhängige Displays, die über ein Scharnier verbunden sind. Eine Sollbruchstelle entfällt damit, das Bildschirmerlebnis wird dadurch aber nicht nahtlos.

Weitere Nachrichten:

Forscher der TU Darmstadt kritisieren Corona-APIs von Apple und Google

Ab Dienstag ist die offizielle deutsche Corona-App erhältlich, die von SAP und der Telekom entwickelte App basiert auf Technologien von Apple und Google.

Das Konzept wurde schon oft erläutert, es ist aber doch recht erklärungsbedürftig: Ein Nutzer der App sendet nach Installation und Aktivierung permanent Signale aus. Diese werden von allen anderen App-Nutzern in der Nähe per Bluetooth empfangen und Nähe und Dauer der Kontakte wird dadurch gespeichert – die Entfernung wird etwa anhand der Signalstärke bestimmt. Wie versprochen ist die Nutzung der App aber freiwillig und man wird anonym über einen eventuellen Kontakt mit einem Infizierten informiert. Der Staat erhält keine Informationen, wer mit wem im Kontakt war und nur der potenziell Infizierte wird informiert.

Das soll Befürchtungen der Nutzer vor Überwachung und Zwangs-Quarantäne beruhigen, so hatten anfangs Staaten und auch deutsche Landesbehörden die Kontaktdaten der Nutzer verlangt. Apple und Google hatten dies aber rigoros ausgeschlossen – zum nicht geringen Ärger einiger Länder wie Frankreich und Australien.

Das Konzept der beiden IT-Konzerne blieb aber nicht ohne Kritik, so hatte die EFF schon kurz nach Vorstellung des Systems einige kritische Anmerkungen geäußert. Einige dieser Kritikpunkte wurden nun von Forschern der TU Darmstadt in der Praxis getestet und bestätigt. Wie eine Studie zeigt, hat das Konzept der App doch einige Schwächen, die von Angreifern ausgenutzt werden könnten.

Was man vorab erklären sollte: Bei der Kritik geht es nicht um die von der Bundesregierung veröffentlichte App selbst, sondern das von Apple und Google entwickelte Tracing-Konzept, auch GAP API genannt. Die Corona-App ist die nur in Deutschland eingesetzte „Bedienoberfläche“ für diese Technologie, die auch in vielen anderen Ländern verwendet wird oder werden wird. Deshalb müssten Google und Android diese Schwachstellen beheben oder zumindest kommentieren.

Erkannt werden die Kontakte über anonymisierte Identifikationsdaten, die per Bluetooth übertragen werden: Sogenannte Tracing Keys, die täglich neu generiert werden. Auf GPS-Informationen wurde zum Schutz der Privatsphäre eigens verzichtet. Mit genügend Aufwand sind aber laut den Forschern doch Profile der Nutzer erstellbar – wenn auch nur indirekt. Stellt man beispielsweise an mehreren Standorten Empfangsgeräte auf, die diese sogenannten Tracing Keys eines Nutzers auffangen und speichern, kann man seine Bewegungen nachvollziehen. Das genügt oft für eine Zuordnung, kann man eine Person doch einem bestimmten Arbeitsplatz oder Wohnort zuordnen. Im Einzelfall könnte man so auch einen Infizierten „deanonymisieren“.

Leider gibt es immer wieder „Trolle“, die einfach nur Schaden anrichten wollen. Auch hier bietet die App Angriffspunkte für eine sogenannte „Wormhole-“Attacke. So könnten Angreifer die Tracing Keys von Infizierten auffangen und an anderen Stellen wiederholt abspielen. Dies würde zu einer Fülle an unnötigen Zahl an Kontakten führen und vermutlich auch zahlreichen Fehlalarmen.

Wie die Entwickler ergänzen, könnten allerdings so gut wie alle Tracing-Apps durch solche Angriffe beeinträchtigt werden. Nach ihrer Einschränkung ist das System aber eindeutig verbesserungsfähig. Eine Lösung können Sie nicht anbieten.

Unsere Meinung: Das von Apple und Google entwickelte Tracing-System ist offensichtlich nicht völlig sicher vor Angriffen. Nach unserem persönlichen Eindruck ist die Gefahr für die Nutzer aber in der Praxis eher begrenzt: Angriffe sind zwar möglich, das sollte aber niemanden von der Nutzung der für die Eindämmung der Pandemie sehr wichtigen App abhalten. Die Erstellung von Nutzerprofilen ist äußerst aufwendig und die Gefahr von Trollen attackiert zu werden aktuell recht gering. Konzipiert ist das System außerdem nur für eine sehr begrenzte Nutzungsdauer, was die langfristige Gefährdung weiter reduzieren sollte.

Asteroiden-Einschläge auf dem Mond lassen Felsen in die Tiefe stürzen

Wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen mitteilt, haben Wissenschaftler des MPS und der ETH Zürich erstmals eine globale Karte aller Felsstürze auf dem Mond erstellt. Sie zeigt 136.610 Gesteinsabgänge.

Die Forscher werteten für die Karte ein Archiv mit mehr als zwei Millionen Aufnahmen der Mondoberfläche aus. Dabei zeigte sich, dass der Grund für Felsstürze auf dem Mond meist ein anderer ist als auf der Erde. Denn nicht in erster Linie Mondbeben lassen Felsbrocken ins Tal stürzen, sondern Asteroideneinschläge sorgen dafür, dass sich auf dem Mond Trümmer lösen und ins Tal rollen oder rutschen.

Direkt oder indirekt spielen demnach Asteroideneinschläge bei mehr als 80 Prozent aller Felsstürze eine Rolle, denn „ein Großteil der Felsstürze findet sich in der Nähe von Kraterwänden“, wie Prof. Dr. Simon Löw von der ETH Zürich erläutert. Einige Felsbrocken lösen sich wohl direkt nach dem Einschlag, andere dagegen erst nach einiger Zeit. Für die übrigen rund 20 Prozent der Felsstürze dürften dagegen Erdbeben oder Vulkane verantwortlich gewesen sein.

Diese Felsstürze hinterlassen auf dem Mond durchaus ihre Spuren, wie das Bild zu dieser Meldung zeigt. Die meisten Felsbrocken sind allerdings klein und haben nur einen Durchmesser von sieben bis zehn Meter. Lange Zeit war es für die Mond-Forscher deshalb nicht möglich, die Spuren dieser kleinen abrutschenden Felsbrocken auf der Mondoberfläche zu verfolgen. Mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA hat sich das seit 2010 aber geändert. Der erfasst die gesamte Mondoberfläche mit der nötigen räumlichen Auflösung und Abdeckung, um auch Felsrutsche solch kleiner Brocken noch erkennen zu können.

Die Forscher durchsuchten die Aufnahmen des Lunar Reconnaissance Orbiter aber nicht von Hand, sondern programmierten dafür einen Suchalgorithmus, „der auf der Grundlage neuronaler Netzwerke nach und nach lernt, die typischen Spuren abgehender Felsstürze in Satellitenbildern zu erkennen“, wie das MPS erklärt. So entstand schließlich eine Karte der Mondoberfläche zwischen 80 Grad nördlicher und 80 Grad südlicher Breite, die exakt 136.610 Felsstürze mit Durchmessern von mehr als zweieinhalb Metern zeigt.

Tesla Model 3 bekommt USB C und kabelloses Aufladen

Tesla verbessert beim Model 3 die Smartphone-Anbindung. Laut der auf Themen rund um Elektroautos spezialisierten US-Webseite Electrek stattet Tesla das Model 3 in den USA standardmäßig mit USB-C-Anschlüssen und Qi-Ladeschalen für das kabellose Aufladen von Smartphones aus. Damit ziehen die in der Teslafabrik im kalifornischen Fremont hergestellten Tesla Model 3 ausstattungsmäßig mit den Model-3-Exemplaren aus China gleich.

Das Model Y, Teslas neuestes SUV-Modell auf der Basis des Model 3, wird bereits standardmäßig mit USB C und Ladeschale für kabelloses Aufladen ausgeliefert. Tesla liefert das Model Y seit März 2020 an seine Kunden aus.

Für die in Deutschland ausgelieferten Model 3 liegen noch keine Informationen dazu vor. Sie können grundsätzlich aber auch jede andere Qi-Nachrüstlösung für USB-Ports in ein Model 3 integrieren.

In unserem Test des Model 3 stellten wir bereits fest, dass die Innenausstattung und insbesondere die Smartphone-Anbindung eher durchschnittlich sind. Letztere Schwäche würde mit den hier erwähnten Neuerungen behoben. Beim Thema "Neuerungen für das Model 3" dürfte aber das kommende Akku-Update für das Model 3 besonders spannend werden: Tesla will nämlich ab Ende 2020 oder Anfang 2021 Akkus in sein Model 3 einbauen, die eine Lebensdauer von mindestens 1 Million Meilen (1,6 Millionen Kilometer) haben und weniger als 100 Dollar pro Kilowattstunde kosten sollen. Damit sollen die Kosten für ein Elektroauto auf das Niveau eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor fallen.


Städtetag fordert Verbotszonen und Tempolimits für E-Scooter

Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, fordert Verbotszonen für E-Scooter. Das berichtet Spiegel Online.

Konkret fordert der Deutsche Städtetag, dass E-Scooter vor Sehenswürdigkeiten und auf Volksfesten verboten werden oder zumindest Geschwindigkeits-Begrenzungen für die E-Scooter eingeführt werden. Spiegel Online zitiert Dedy mit folgenden Worten: "Für besonders stark besuchte Orte wie vor historischen Sehenswürdigkeiten und auf Plätzen mit vielen Menschen muss die Leistung der Roller auf Schrittgeschwindigkeit begrenzt werden". Dabei gehe es vor allem um den Schutz von älteren Menschen und von Menschen mit Behinderungen sowie von Kindern.

Zusätzlich solle ein neues Verkehrszeichen eingeführt werden, das  "Elektrokleinstfahrzeuge verboten" bedeutet. Also vermutlich ein durchgestrichener E-Scooter. Dieses Verbotsschild sollen die Städte überall dort aufstellen können, wo E-Scooter andere Verkehrsteilnehmer gefährden könnten.

Diese beiden Änderungswünsche – Tempolimit und Verbotszonen – könnten im Rahmen der für Ende des Jahres angekündigten neuen Novelle der Straßenverkehrsordnung eingeführt werden.

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