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Morgenmagazin vom Dienstag, 17. Januar 2017

17.01.2017 | 07:04 Uhr |

Iovine: "Apple Music kennt keine Grenzen" +++ macOS 10.12.3 lässt Display-Helligkeit reduzieren +++ Was gegen Supercookies hilft +++ Microsoft sichert sich Patent für faltbares Smartphone +++ Facebook startet Fake-News-Check in Deutschland +++ Samsung-Erbe soll wegen Bestechung verhaftet werden +++ Airpods: Zubehör für Apples drahtlose Kopfhörer +++ AR-Projekt Argus bei Zeiss: Auch Apple interessiert?

17. Januar: Der Champ und die Pizza

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Die Begründung des jungen Sportlers, den Kriegsdienst in Vietnam zu verweigern, klang nicht nur sinnvoll, sondern auch beschämend für diejenigen, die den Olympiasieger von 1960 gerne zum Sterben in den Busch geschickt hätten: „Ich habe keinen Ärger mit dem Vietcong. Keiner von denen hat mich je einen ‚Nigger‘ genannt.“ Muhammad Ali, heute vor 75 Jahren als Cassius Clay („Sklavenname“) in Louisville, Kentucky, geboren, brachte diese Weigerung eine langjährige Sperre und den Verlust seines Weltmeistertitels ein. Den er sich später in legendären Kämpfen zurück holte. Seine Goldmedaille aus Rom hatte er ebenfalls verloren, der Legende nach warf er sie aus Wut über rassistische Schmähungen in den Ohio River, vermutlich entspricht das aber nicht ganz der Wahrheit - die Plakette hatte der Champ wohl einfach so verloren. Tatsächlich erhielt er aus den Händen des IOC aber einen Ersatz für die verlorene Goldmedaille, als er 1996 das Olympische Feuer zur Eröffnung der Spiele von Atlanta entzündete - schon schwer vom Parkinson gezeichnet. Leider hat Ali seinen 75ten nicht mehr erlebt, gut zwanzig Jahre hatte er nach dem erschütternden Auftritt in Georgia noch überstanden, bis ihn das gnadenlose Jahr 2016 mit auf die andere Seite nahm. Rest in Peace, Champ.

Wir wollen uns aber nun einem angenehmeren Thema widmen, das uns nicht wie ein Boxer auf den Magen schlägt sondern ganz im Gegenteil den Gaumen erfreut. Seit 2008 steht am 17. Januar der IDIC im Kalender, der  International Day of Italian Cuisines. Die italienische Küche erfreut sich weltweit größter Beliebtheit, doch ist sehr oft recht wenig Italien drin, wo Pizza, Pasta oder Dolce drauf steht, meint die Vereinigung italienischer Köche GVCI (Gruppo Virtuale Cuochi Italiani) . Nun ist der Begriff der Nation allmählich nicht mehr  zeitgemäß, vor allem dessen Erhöhung, und eine nationale Küche kann man noch weniger als einen Nationalcharakter definieren. Wir denken da an Schwankungsbreiten von Leberkäs bis Labskaus oder von halve Hahn bis halbes Hähnchen. Aber bei der italienischen Küche kennen wir auch keinen Spaß, vor allem dann, wenn die Küche nur vorgibt, italienisch zuzubereiten. Spaghetti Carbonara sind doch nicht so schwer, muss man denn unbedingt Kochschinken statt Speck verwenden? Oder Costoletta Milanese: Das Fleisch muss vom Kalb stammen, nicht vom Schwein, sonst wird es zu einem faden Schnitzel Wiener Art. Von den Zutaten, die so manche Hersteller in ihre Pesto genannte Schmiere packen, ganz zu schweigen. Basilikum, Knoblauch, Öl, Pinienkerne, Pecorino oder Parmiggiano - sonst nichts und vor allem nichts anderes. Das Pesto-Rezept stammt aus Genua, das für das Costoletto aus der Lombardei und das italienischste Gericht überhaupt, das heute bei der zehnten Ausgabe des IDIC im Mittelpunkt steht, in der heute bekannten Form aus Neapel: Die Pizza. Zwar waren schon vor dem 19. Jahrhundert in Südeuropa bei großer Hitze gebackene Fladenbrote mit und ohne Belag bekannt, erst die Margaritha machte die Pizza so richtig populär: Einfach nur mit Basilikum, Mozzarella und Tomaten belegt, kommt sie seit gut 150 Jahren in den italienischen Nationalfarben grün-weiß-rot aus dem Ofen.

Und nur aus einem solchen soll sie auch kommen. Die Pizza ist womöglich das am häufigsten gefälschte italienische Gericht, aber meist ohne Absicht. Ein herkömmlicher Haushaltsofen kommt mit seinen maximal 250 Grad nicht auf die benötigten Temperaturen, vor allem sollte für die Pizza die Hitze von unten kommen. Feiern wir den heutigen IDIC also eher nicht in der heimischen Küche, sondern besser in der nächsten Trattoria oder dem Ristorante. Dort haben sie auch bestimmt einen feinen Bardolino oder Valpolicella für uns. Salute! Peter Müller

Lesetipps für den Dienstag

Keine Grenzen: Auf der Television Critics Association Press Tour hat der für Apple Music zuständige Apple-Manager Jimmy Iovine erklärt, das es für den Dienst keine Grenzen gäbe - und auch keinen Plan, wohin genau die Reise gehen soll. Doch werde sich Apple Music nicht auf Musik beschränken, sondern durchaus auch Videoinhalte der Populärkultur über seine Infrastruktur verbreiten: "Wenn die von South Park in meine Büro kommen, werde ich sie gewiss nicht wegschicken, weil sie keine Musiker sind." In Kürze wird es bei Apple Carpool Karaoke des britischen Komikers James Corden zu sehen geben.

Kritik: Apple als Produzent von originären Video-Inhalten? Das passt nicht, meint der Analyst Horace Dediu und beruft sich dabei keineswegs auf altbackene Argumente à la "Das haben die doch noch nie gemacht, wo kommen wir denn da hin?" Dediu sieht aber eine Diskrepanz zwischen den Erfordernissen von Videoinhalten und Apples Unternehmenskultur. Denn während sich Videos nur auf einer lokalen, regionalen oder nationalen Ebene vernünftig vermarkten lassen, agiere Apple an sich als Firma global. Was in US-Fernseher passt und auch auf europäischen Mattscheiben noch gut ankommen könnte, würde in China überhaupt nicht funktionieren, ist Dediu überzeugt. Gleiche Probleme hätten auch Anbieter wie Netflix, doch die seien nicht vom Business in Fernost abhängig. Apples Aktivitäten hinsichtlich eigener Filme und Serie seien auch nicht ganz freiwillig, da es dem Unternehmen nicht gelinge, Inhalte von Netflix, Amazon und Konsorten zu lizenzieren.

Energie sparen : In der vierten Beta des nächsten Sierra-Updates auf Version 10.12.3 hat Apple eine neue Funktion eingebaut. In der Batterieanzeige der Menüleiste erscheint ein neuer Punkt "Bildschirmhelligkeit" immer dann, wenn diese 80 Prozent des Maximums erreicht oder überschreitet. Klickt man darauf, stellt sich der Bildschirm auf einen Wert darunter ein, das soll die Akkulaufzeit von Mobilrechnern verlängern helfen. Das Menü ist auch dann aktiv, wenn die automatische Helligkeitsanpassung eingeschaltet ist. Zuletzt hatte Apple die Berechnung der Restlaufzeit aus diesem Menü entfernt, insbesondere beim neuen Macbook Pro hatte sie falsche Werte ausgegeben, die in der Regel deutlich niedriger waren, als sie aus der tatsächlichen Restladung und deren Verbrauch hätten folgen müssen.

Unbedingt abwehrbereit: Nur das Krümelmonster würde niemals Cookies löschen und wäre sehr erfreut über solche, die sich von selbst wieder erzeugen oder dauerhaft und unlöschbar vorliegen. Alle anderen Internetnutzer haben großes Interesse daran, Cookies nur mit Bedacht sich geben zu lassen. Sie sind einerseits sehr sinnvoll, so kann man nämlich auf den Sites seines Interesses eingeloggt bleiben, auf der anderen Seite bieten sie Werbetreibenden die Möglichkeit, so viel über ihre potentiellen Kunden zu erfahren, dass sie diese immer und überall hinverfolgen. Während sich einfache Cookies ohne weiteres in Safari löschen oder gar blocken lassen, gibt es auch Evercookies und Supoercookies genannte hartnäckige Dateien. Wie man damit umgeht, erklärt unser Macworld-Kollege Glenn Fleishman. Silverlight und Flash deinstallieren, privaten Modus nutzen und Javascript deaktivieren sind die wichtigsten Maßnahmen.

Digitalisierung: Noch immer liegen in den Haushalten Schachteln voller analoger Fotos herum. Damit diese Erinnerungen nicht verblassen, wird es allmählich Zeit, sie zu digitalisieren. Einzelne Bilder kann man mit befriedigender Qualität mit der Smartphonekamera abfotografieren, bei größeren Bildmengen geht nichts an einem Scanner vorbei. Epson hat mit dem FastFoto FF-640 High-Speed Photo Scanner ein Gerät im Angebot, das nicht nur bis zu 30 Fotos in einem Rutsch einliest, sondern auch im gleichen Schritt verbessert, etwa hinsichtlich Sättigung Farben oder roter Augen. Bei 300 dpi Auflösung braucht der Scanner nur eine Sekunde pro Bild, bei 600 dpi rund dreimal so lang. Macworld hat das Gerät und die Software ausgiebig getestet.

Wer stört? Unter iOS 10 lassen sich bestimmte Kontakte blockieren, so dass diese nicht mehr mit Anrufen oder Messages stören können. Oft will man den Filter anders herum setzen und grundsätzlich alle Anrufe durchstellen, die in den Kontakten stehen, dazu auch noch die aus der eigenen Region. Möglich, dass höherer iOS-Versionen diese Funktionen anbieten, doch bisher muss man mit Apps arbeiten, die solche Anrufe direkt auf die Mailbox umleiten. Macworld hat drei davon näher betrachtet.

Weitere Nachrichten:

Microsoft sichert sich Patent für faltbares Smartphone

Microsoft hat sich ein Patent für ein faltbares Smartphone gesichert. Das Patent hatte Microsoft laut dem United States Patent and Trademark Office bereits im Oktober 2014 eingereicht und nun zugesprochen bekommen. Das Prinzip: Im gefalteten Zustand lässt sich das Gerät in der Größe eines Smartphones nutzen. Ausgefaltet verdreifacht sich nahezu die Displayfläche, wodurch das Gerät als Tablet verwendet werden kann. Das macht beispielsweise das Schreiben von Mails oder das Betrachten von Videos komfortabler.

Das Prinzip erinnert auch an den US-Serienhit Westworld, in dem die Techniker ebenfalls ein faltbares Smartphone einsetzen. In der Realität arbeiten bereits diverse Unternehmen, darunter Samsung, an entsprechenden Lösungen, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen könnten.

Facebook startet Fake-News-Check in Deutschland

Facebook beauftragt das Non-Profit-Recherchezentrum Correctiv damit, Nachrichten auf Facebook auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen und gegebenenfalls als Fake-News zu kennzeichnen. Das berichtet die Financial Times (Artikel hinter einer Paywall).

Correctiv soll konkret solche Nachrichten überprüfen, die Facebook-Nutzer als Falschmeldung gemeldet haben und die sich stark verbreiten. Kommt das Team von Correctiv zu dem Schluss, dass es sich bei der gemeldeten News tatsächlich um eine Fake-News handelt, so kennzeichnet Facebook die News mit dem Hinweis, dass sie von unabhängiger Seite angezweifelt werde. Zudem werde ein Link zu einem Text hinzugefügt, der die Fakten zu der Fake-News zeigen soll. Löschen wird Facebook die Fake-News aber nicht. Außerdem erscheint ein Warnhinweis, wenn jemand die angezweifelte News auf Facebook teilen will. Vielleicht reduziert Facebook auch die Sichtbarkeit solcher News, wie Spiegel Online schreibt.

Die Zusammenarbeit soll in den nächsten Wochen beginnen. In den USA hat Facebook einen ähnlichen Faktencheck bereits eingerichtet. Den Faktencheck will Facebook auf weitere Länder ausweiten.

Facebook soll für diese Arbeit nichts bezahlen, zumindest nicht während der Erprobungsphase, die bald anläuft. Correctiv profitiert aber davon, weil es dadurch deutlich bekannter werden könnte. Facebook will zudem weitere Medien für seinen Fake-News-Check gewinnen.

Das im Jahr 2014 gegründete Recherchezentrum Correctiv finanziert sich durch eine Stiftung, durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Es definiert sich selbst als „das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum.“ Weil Verlage aufgrund von Umsatz- und Gewinnrückgängen Zeitungen einstellen oder Etats kürzen und damit investigativer Journalismus immer schwieriger werde, will correctiv „aufklärenden Journalismus für jeden Verlag, für jeden Sender in Deutschland erschwinglich und zugänglich machen.“

Auch die Polizei geht gegen Falschmeldungen auf Facebook vor. So ermittelt die bayerische Polizei gegen eine Frau, die eine Fake-News zu einer erfundenen Vergewaltigung durch einen Asylbewerber auf Facebook verbreitet hat.




Samsung-Erbe soll wegen Bestechung verhaftet werden

Die Staatsanwaltschaft in Südkorea hat heute einen Haftbefehl gegen Jae-yong Lee erlassen. Dem Sohn des Samsung-Vorstandsvorsitzenden Kun-Hee Lee wird Bestechung und Unterschlagung vorgeworfen. Lee soll in fragwürdige Machenschaften mit der südkoreanischen Präsidentin Park verstrickt sein. Park wurde deswegen in der vergangenen Woche angeklagt.

Der Sohn des Samsung-Chefs soll einem engen Vertrauten von Park 2015 hohe Summen gezahlt haben. Als Gegenleistung wurde die Zusammenlegung von Samsungs Hauptgeschäft mit dem Konstruktionszweig von Park unterstützt. Der Deal wurde damals von den Anteilseignern scharf kritisiert und als Machtdemonstration von Lee innerhalb der Samsung-Führungsriege angesehen.

Am Mittwoch wird ein Gericht entscheiden, ob der Haftbefehl gegen Lee durchgesetzt wird. Bereits in der vergangenen Woche musste der Samsung-Erbe Fragen der Staatsanwaltschaft beantworten.

Airpods: Zubehör für Apples drahtlose Kopfhörer

Es lief nicht alles reibungslos mit den neuen Bluetooth-Kopfhörern von Apple. Nachdem die Airpods bereits am 7. September vergangenen Jahres vorgestellt wurden, plante Apple ursprünglich, diese Ende Oktober auf den Markt zu bringen. Das Release-Datum musste der Hersteller jedoch verschieben: Seit dem 13. Dezember sind die drahtlosen Kopfhörer aber im Laden und lassen sich online bestellen.

Doch bereits vor der Veröffentlichung hagelte es an Kritik: Vielen gefiel das Design der Kopfhörer nicht, manche zweifelten am praktischen Nutzen und im Internet spottete man bereits darüber, wie leicht die einzelnen Kopfhörer wahrscheinlich verloren gehen werden. Apple wiegelte ab, selbst beim Sport würden die Hörer in den Ohren verbleiben. Im Macwelt-Test konnten wir das aber nicht verifizieren, es kommt wohl sehr stark auf die Ohr-Form an .

„Einfach. Kabellos. Magisch.“ – so beschreibt Apple die neueste Generation der hauseigenen Kopfhörer. Für 179 Euro sind die Airpods, die Ladehülle und ein Lightning auf USB-Kabel im Lieferumfang enthalten, Ersatzteile kosten jeweils 69 Euro.

Die Highlights der Airpods: Automatisches Einschalten und Verbinden, schnelles Zugreifen auf Siri mit einem einfachen Doppel-Tipp, über 24 Stunden Batterielaufzeit mit Ladehülle, schnelles Aufladen in der Hülle, zudem verspricht Apple eine satte, hochwertige Audio- und Sprachwiedergabe. Dennoch klagen viele Nutzer, dass die Airpods nicht richtig passen würden und natürlich konnte man schon über Fälle enttäuschter Käufer lesen, die einen Kopfhörer verloren haben und sich letztendlich das fehlende Exemplar nachbestellen mussten. Um gar nicht erst in eine solche Notlage zu kommen, haben sich jedoch viele Hersteller was einfallen lassen. Wie stellen einige der beliebtestes Zubehör-Gadgets vor.

Halteband für Airpods

Das Feature „kabellos“ gefiel offenbar nicht vielen Käufern. Zumindest bieten viele Herstellern Haltebänder an, die extra für die Airpods hergestellt wurden und somit diese Funktion eliminieren. Viele dieser Bänder sind bereits für unter zehn Euro zu haben und sollen verhindern, dass die Kopfhörer während sportlicher Aktivitäten herunterfallen. Die Haltebänder sind in den unterschiedlichsten Farben zu erhalten.

Das Airpod Halteband von Spigen kostet 9,99 Euro und ist in den Farben Weiß und Schwarz verfügbar.

Der Preis für den Drahtgurt der Firma Beila liegt bei 8,99 Euro und ist ebenfalls in Schwarz und Weiß zu bekommen.

Der sogenannten Airpods Strap ist in den Farben Blau (13,88 Euro) , Gelb (9,21 Euro), Lila (14,98 Euro) und Weiß (6,55 Euro) angeboten, der Preis richtet sich also nach der Farbe.

  Mehr Stabilität für die Airpods

Für den Sport gibt es aber eine sogar recht stylische Lösung. Mit Hilfe von kleinen Silikon- und Plastikbügeln, die über das Ohr gespannt werden, sollen die Airpods mehr Stabilität erhalten.

Der Hersteller Earhoox bietet derartige Modelle bereits für 12,00 Euro an.

Ein ähnliches System hat Altec bereits für 3,45 Euro  und  zudem in mehreren Farben im Angebot.

Alternative Taschen und Cases

Erinnern Sie sie noch an die Zeiten der Handysocken? Lang ist es her, doch die Airpods könnten eine Art von Renaissance für das ungewöhnliche Zubehör einleiten.

Der Hersteller @ccessory bietet für 9,99 Euro drei verschiedenfarbige (blau, orange, grün) Mikrofaser-Taschen an, in denen sich die Airpods aufbewahren lassen. Das einzige Defizit: Die Airpods kann man in dem Behältnis natürlich nicht aufladen.

Wer lieber auf ein Plastik-Case setzt, der kann sich für 9,99 Euro den Airpods Holder von Veadigital anfreunden.

AR-Projekt Argus bei Zeiss: Auch Apple interessiert?

Apple entwickelt zusammen mit der deutschen Carl Zeiss AG eine Augmented-Reality-Brille. Das will der IT-Blogger Robert Scoble im Rahmen der CES 2017 von einem Zeiss-Mitarbeiter erfahren haben. Wie hoch der Wahrheitsgehalt dieses Gerüchts ist, bleibt abzuwarten. Weder Apple noch Zeiss wollten sich bislang öffentlich dazu äußern. Zeiss bestätigte lediglich, dass sich das firmeninterne Startup Smart Optics aktuell mit der Weiterentwicklung einer AR-Brille nach dem Vorbild von Google Glass beschäftige. Auf unsere Mail-Anfrage hat der Pressesprecher zu den vermeintlichen Kooperationsgerüchten nur gesagt: "Kein Kommentar".

Branchenexperten halten die aktuellen Mutmaßungen jedoch für glaubwürdig. Apple forscht der Gerüchteküche zufolge derzeit sehr intensiv an Augmented Reality und die Carl Zeiss AG hat für entsprechende Entwicklungsarbeiten ein eigenes Team abgestellt. Das Gemeinschaftsprojekt der beiden Unternehmen soll den Codenamen Argus tragen und die erste massentaugliche Datenbrille der Welt werden.

Während sich Google und Microsoft mit ihren AR-Lösungen speziell an Unternehmen richten, soll die Apple-Brille auf Endkunden abzielen. Dafür habe sich Apple den Gerüchten zufolge für ein sehr unauffälliges Design entschieden. Rein äußerlich soll die AR-Brille kaum von einer herkömmlichen Sehhilfe zu unterscheiden sein. Die verbaute Technik soll jedoch Augmented- und Mixed-Reality-Anwendungen erlauben.

Smart Optics entwickelt seine Augmented-Reality-Brille bereits seit 2014. Anfang des vergangenen Jahres stellte das Startup einen neuen Prototypen vor . Die Zeiss-Brille erlaubt nicht nur AR-Anwendungen, sondern kann mit passenden Gläsern auch Sehfehler korrigieren und Sonnenschutz liefern.

Kurz erklärt: Augmented und Virtual Reality

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