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Morgenmagazin vom Dienstag, 18. März 2014

18.03.2014 | 07:19 Uhr |

Steve Jobs hatte angeblich kein Interesse an Apple-Fernseher +++ Office für das iPad vermutlich am 27. März +++ OneNote gratis für Mac und PC erhältlich +++ Diese Features könnte Apples Smart Watch mitbringen +++ Apple plant 8-GB-Version des iPhone 5C +++ WhatsApp-Konkurrent Line erlaubt Telefon-Anrufe +++ Jony Ive beklagt Ideenklau +++ Test: Fotofilter nutzen mit FX Photo Studio 2.8

Steve Jobs hatte angeblich kein Interesse an Apple-Fernseher

Ein Buch hatte vor etwas mehr als zwei Jahren Spekulationen über einen Fernseher von Apple angeheizt, eine weitere Buchveröffentlichung nimmt nun Luft aus der Sache. Steve Jobs habe demnach nie Interesse an einem Fernsehapparat von Apple gehegt.

Während Walter Isaacson in seiner Steve-Jobs-Biographie den gerade verstorbenen Apple-Gründer sagen lässt, er hätte "das Fernsehen geknackt" und das beste Konzept für Bedienung und Inhalte eines Fernsehgerätes gefunden, behauptet nun laut Business Insider der Journalist Yukari Iwatani Kane in seinem Buch "Haunted Empire: Apple After Steve Jobs", Apple habe nie ein Fernsehgerät bauen wollen. In einer Fragerunde mit den 100 wichtigsten Managern des Unternehmens habe Jobs im Jahr 2010 auf die Frage, ob man ein "iTV" entwickle, klipp und klar geantwortet: "Nein. TV ist ein fürchterliches Geschäft." Die Margen seien zu gering, erläuterte Jobs, einen Fernseher würden die Leute auch frühestens nach acht Jahren gegen ein neues Gerät austauschen. Vor allem der Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster hat den letzten munter über einen Apple-Fernseher spekuliert. Indes erweitert Apple nach und nach sein Angebot für das Apple TV und verbessert die Oberfläche des Gerätes - nichts deutet auf einen Fernseher aus Cupertino hin.

Office für das iPad vermutlich am 27. März

Nachdem Microsoft gestern OneNote in einer Mac-Version herausgebracht hat, soll noch in diesem Monat das lang erwartete Office für das iPad folgen. Für den 27. März hat der neue CEO des Unternehmens laut The Verge eine Pressekonferenz in San Francisco einberufen, die sich um Microsofts Strategie "Mobile first, Cloud first" drehen soll. Laut informierten Kreisen soll dabei auch Office für das iPad das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Die App soll in ihrer Aufmachung ihrem Pendant für das iPhone ähneln, für die Nutzng wird ebenso ein Abo von Office 365 erforderlich sein. Erst in der letzten Woche hatte Microsoft eine neuen Lizenz für Einzelnutzer vorgestellt, welche die Nutzung von Office 365 auf einem Rechner und einem Tablet erlaubt.

OneNote gratis für Mac und PC erhältlich

Zehn Jahre nach dem Start von OneNote für den PC, veröffentlicht Microsoft nun eine Mac-Version. Die Software steht ab sofort kostenlos im Mac App Store zum Download bereit. Die Installation setzt OS X 10.9 voraus.

Zusammen mit dem Launch der Mac-Version, wird OneNote nun auch für Windows-Nutzer kostenlos. Besitzer von Office 2013 und Office-365-Abonnenten bekommen zusätzliche Funktionen wie eine Versionsverwaltung, SharePoint-Unterstützung und Outlook-Integration. Neue Daten können in die Notiz-Software nun außerdem durch einen Web-Clipper für Firefox, Chrome, Safari und Internet Explorer eingespeist werden.

OneNote wird unter anderem von Drittanbietern wie IFTTT, Feedly, Epson, Brother und Livescribe unterstützt. Weitere Entwickler sollen durch die Veröffentlichung der OneNote-API hinzukommen. Über das Developer-Kit kann so grundsätzlich jede Anwendung auf die App zugreifen.

Diese Features könnte Apples Smart Watch mitbringen

Diese Features könnte Apples Smart Watch mitbringen (c) apple.com
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© apple.com

Schon länger geistert Apples Fitness-App Healthbook durch die Gerüchteküche. Die Software soll Gesundheitsdaten erfassen und offenbar mit der ebenfalls noch nicht angekündigten Smart Watch von Apple zusammenarbeiten.

Neue Details zur App geben nun auch frische Hinweise zum Funktionsumfang der iWatch. Demnach soll die Uhr die Schritte ihres Besitzers zählen und die Nahrungsaufnahme überwachen. Doch Healthbook kann voraussichtlich auch Daten zum Sauerstoffgehalt im Blut, der Atemfrequenz oder dem Wassergehalt im Körper erfassen.

Zwar kann das iPhone 5S schon jetzt die Schritte des Nutzers zählen, für die anderen Informationen steht jedoch noch kein Gerät zur Erfassung von Apple zur Verfügung. Healthbook soll voraussichtlich zusammen mit iOS 8 noch in diesem Jahr erscheinen und als Sammelstelle für alle gesammelten Fitnessinformationen dienen.

Dr. Android: Gesundheits-Apps und -Gadgets für Android

Ob Apple diese Daten über die Geräte von Drittherstellern wie Fitbit oder Jawbone erheben lässt, bleibt allerdings unklar. Das Unternehmen hat in den vergangenen Monaten Experten aus dem Bereich Fitness und Gesundheit eingestellt, daher ist davon auszugehen, dass Apple in diesem Bereich an neuen Geräten arbeitet.

Apple plant 8-GB-Version des iPhone 5C

Mit dem iPhone 5C bietet Apple eine Version seines Smartphones für Einsteiger an. Bislang ist das Gerät nur mit einer Speicherkapazität von 16 GB oder 32 GB erhältlich. Hierfür müssen Kunden 599 bzw. 699 Euro investieren.

Offenbar plant Apple nun die Einführung eines Modells mit nur 8 GB Speicherplatz. Dies geht aus ungewollt ins Internet gelangten Dokumenten des Providers O2 Deutschland hervor. Der Preis des iPhone 5C mit 8 GB beläuft sich demnach auf 509 Euro. Angeboten werden, sollen die Geräte laut Ankündigung durch O2 ab dem 18. März. Ein weiterer Hinweis auf eine 8-GB-Version des Smartphones findet sich in einem angeblichen Foto der Verpackungsrückseite.

Apple veröffentlicht zum iPhone 5C keine offiziellen Verkaufszahlen. Experten gehen jedoch davon aus, dass sich das farbige Einsteigerhandy im Vergleich zum Premium-Modell iPhone 5S deutlich schlechter verkauft. Der Hersteller erhofft sich von der Version mit 8 GB Speicher offenbar ein größeres Kundeninteresse.

Noch immer bietet Apple für sparsame Nutzer auch das betagte iPhone 4S mit 8 GB Speicher für 399 Euro an.

WhatsApp-Konkurrent Line erlaubt Telefon-Anrufe

WhatsApp-Konkurrent Line erlaubt Telefon-Anrufe (c) iStockphoto / Pablo del Rio Sotelo
Vergrößern WhatsApp-Konkurrent Line erlaubt Telefon-Anrufe (c) iStockphoto / Pablo del Rio Sotelo
© iStockphoto / Pablo del Rio Sotelo

Die Chat-Anwendung Line stellt heute die neue Zusatzfunktion "Line Call" für die Android-Version vor. Das Feature ermöglicht es Nutzern, zu Line-Tarifen in alle mobilen Netze sowie Festnetze zu telefonieren. Damit tritt Line in Konkurrenz zu Skype, das einen ähnlichen Service bietet. Bereits zum Start der noch relativ jungen Chat-Anwendung konnten User mit anderen Nutzern auf kostenlose Sprach- und Videotelefonie zurückgreifen. Line-Nutzer haben mit der neuen Funktion nun die Wahl zwischen kostenlosen Anrufen innerhalb der App oder zu Line-eigenen Tarifen alle anderen Kontakte anzurufen.

Das Feature namens Line Call soll Anrufe in bester Qualität, ohne Störungen und zu einem niedrigen Preis ins In- und Ausland bieten, versprechen die Macher. Die Funktion ist Teil der neusten Android-Version der App. Line Call wird vorerst in Japan, Thailand, den Philippinen, Spanien, USA, Mexiko, Peru und Kolumbien starten und soll nach und nach auf weitere Länder ausgeweitet werden. Eine Version für das iPhone wird in Kürze erscheinen, verspricht Line.

Jony Ive beklagt Ideenklau

Das erste überhaupt, soweit wir wissen - Ive ist publikumsscheu und lebt mit seiner Familie unauffällig in San Francisco. Bei Apple-Events wird er wenn überhaupt in Videoclips gezeigt. "Time" hat er jetzt eine Menge zu seiner Arbeit und nicht zuletzt zu seinem engen Verhältnis zum verstorbenen Firmenchef Steve Jobs erzählt.

Ives Design-Team mit Kollegen aus Großbritannien, Amerika, Japan, Australien und Neuseeland ist gar nicht so groß. "Wir sind ungefähr 15, die meisten von uns arbeiten seit 15 bis 20 Jahren zusammen", sagt Ive. "Wir können unsere Arbeit bitter kritisieren. Die persönlichen Probleme des Ego sind längst verblasst."

Ordentlich ärgern kann sich der Apple-Designchef, wenn er die Ideen seines Teams kopiert findet. "Das ist Diebstahl", erklärt er. "Und was da kopiert wird, ist nicht einfach nur ein Design - das sind tausende und tausende Stunden Anstrengung." Seinem früheren Chef Steve Jobs bescheinigt er eine "chirurgisch präzise Meinung. Ja, die konnte wehtun. Aber seine Ideen waren so mutig und großartig - sie konnten die Luft aus einem Raum heraussaugen."

Zu kommenden Apple-Produkten sagt Ive aber natürlich nichts. Wird Apple tatsächlich eine iWatch bringen? "Natürlich gibt es Gerüchte, dass wir an so was arbeiten… Und natürlich werde ich dazu nichts sagen", so Ive. "Das ist ein Schachspiel."

Das komplette Interview mit Jony Ive finden Interessierte unter http://time.com/jonathan-ive-apple-interview/ .

Test: Fotofilter nutzen mit FX Photo Studio 2.8

An Foto-Amateure, denen die vorgegebenen Filter von iPhoto nicht genügen, richtet sich FX Photo Studio. Nach dem Öffnen eines Bilder kann man aus über 170 thematisch sortierten Effekten auswählen, in einer Navigationsleiste sieht man eine Vorschau der Filter. Von der großen Anzahl der Filter sollte man sich aber nicht zu sehr beeindrucken lassen, bei der Mehrzahl handelt es sich leider um recht einfache Farbeffekte. Es gibt allerdings auch viele Zeichenfilter, Tilt-Shift-Effekte, Kreativfilter wie einen Verdopplungs-Effekt und

Verzerrungs-Filter. Über simple Regler kann man bei den meisten Filtern die Stärke des Effekts variieren und über eine einfach bedienbare Maskierungsfunktion auf Bildbereiche begrenzen. Rahmeneffekte kann man ebenfalls ergänzen. Unentschlossene können einen Filter per Zufallsfunktion wählen, mehrere Effekte kombinieren und als Favorit speichern. Der direkte Upload auf Facebook, Twitter und Tumblr ist möglich. Verfügbar ist die Filtersammlung als Standard- und Pro-Version. Die 18 Euro teure Pro-Version bietet eine zusätzliche Bildbearbeitungsfunktion und kann Fotos an iPhoto, Aperturen und Photoshop übergeben. RAW-Fotos werden ebenfalls unterstützt. Für aufwendige Korrekturen ist die Pro-Version aber wenig tauglich und bietet kaum mehr Korrekturmöglichkeiten als iPhoto. Schade: Man kann dank Maskierungsfunktion zwar Korrekturen auf Bildbereiche anwenden und dunkle Bereiche aufhellen - Filtereffekte bleiben dann allerdings auf diesen Bereich begrenzt. Um schnell einige Filter anzuwenden, ist FX Photo eine preiswerte und einfache Lösung, mit teureren Profi-Effektsammlungen wie Perfect Effects kann die App aber qualitativ nicht mithalten.

Empfehlung FX Photo

Will man seine Fotos für Facebook und Twitter aufbessern ist FX Photo Studio eine interessante Ergänzung zu iPhoto. Für 9 Euro bietet die App Bildbearbeitungs-Einsteiger eine umfangreiche Effekt-Sammlung. Leider setzt der Hersteller bei der Qualität der Filter eindeutig eher auf Masse als auf Klasse.

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