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Morgenmagazin vom Dienstag, 2. Dezember 2014

02.12.2014 | 07:15 Uhr |

Was heute wichtig wird: 2. Dezember 2014 +++ Google schickt wieder Kamera-Wagen auf deutsche Straßen +++ Lego Batman 3 als deutsche Downloadversion verfügbar +++ Firefox und Windows XP laufen die Nutzer davon +++ Google-Rauchmelder Nest in Deutschland erhältlich +++ Hacker-Attacke: Fünf neue Sony-Filme im Web geleakt +++ Messenger Bag Gordon 18L +++ Per iPhone in Konferenz einwählen

Was heute wichtig wird: 2. Dezember 2014

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Auch wenn es Finanzanalysten, Anleger und Unternehmen ungern hören, aber die Börse ist ein chaotisches System. Kleinste Ausschläge können große Folgen haben, da dermaßen viele Beteiligte den Preis durch Kaufen und Verkaufen bestimmen. Natürlich gibt es wie in jedem chaotischen System Inseln der Stabilität und regelmäßige Wiederkehr von Mustern. So hatte etwa die Apple-Aktie in den vergangen Jahren immer wieder unmittelbar nach Bekanntgabe von neuen Rekordbilanzen deutlich an Wert verloren. Was aber gestern an der Nasdaq geschah, stellt Finanzmathematiker und nicht nur die vor Rätsel. Innerhalb weniger Minuten rauschte da der Börsenwert des Unternehmens um sechs Prozent nach unten, ein konkreter Grund ließ sich dafür nicht ausmachen - keine Gewinnwarnung, kein verlorener Patentprozess, keine sündteure Übernahme eines überbewerteten kleinen Herstellers. Laut der Nachrichtenagentur Reuters waren Algorithmen am Werk, der automatisierte Aktienhandel führte dazu, dass innerhalb einer Minute rund 6,7 Millionen Aktien den Besitzer wechselten. Im kurzfristigen Handel sind längst keine Menschen mehr beteiligt, sie können an ihren Bildschirmen nur noch beobachten, wie Computer innerhalb von Millisekunden den günstigsten Zeitpunkt zum Verkaufen und Kaufen suchen. Am Ende der gestrigen Achterbahnfahrt war die Apple-Aktie 3,27 Prozent weniger wert als zu Handelsbeginn. Und selbst wenn nun die Geschichte von einem Wertverlust von bis zu 40 Milliarden US-Dollar die Runde macht: Es handelt sich um höchst virtuelles Geld, das jetzt nicht mehr da ist. Wie viel Apple wirklich wert ist, würde sich zeigen, wenn jemand die Firma übernehmen wollte. Das ist derzeit aber völlig ausgeschlossen. Entspannte Anleger runzeln bei solchen Turbulenzen nicht einmal die Stirn, im Laufe dieses Jahres hat sich der Wert der Apple-Aktie nahezu verdoppelt und ein Ende der Hausse ist nicht in Sicht. Peter Müller

Lesetipps für heute Morgen:


iPod - Patentstreit um DRM: Der Kopierschutz, den Apple anfangs im iTunes Music Store anwandte, ist längst passé. Der Streit um das Digital Rights Management (DRM) noch lange nicht. Eine im Jahr 2005 von der Apple iPod Antritrus Litigation steht in dieser Woche zur Verhandlung, es geht immerhin um 350 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Der Vorwurf: Apple habe mit seinem "Fair Play" genannten DRM die Musikkäufer unerlaubt eingeschränkt. Das wäre ja so, heißt es in der Klageschrift, als würde der CD-Händler Tower Records bei ihm gekaufte CDs nur auf bei ihm gekauften CD-Playern abspielen lassen. Tower Records ist längst vom Markt verschwunden. Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, unter den Zeugen: Steve Jobs. Der verstorbene CEO soll seine Aussage auf Video aufgezeichnet haben.

Fünf Mythen zur Netzneutralität - und die Fakten: Was in der Diskussion um die Netzneutralität wahr ist, wer welche Interessen vertritt und warum es nicht unbedingt schlecht sein muss, wenn man für manche Dienste gegen Geld eine höhere Geschwindigkeit bekommt.

iPhoto gegen Photoshop Elements 13: Freizeitfotografen müssen sich darauf einstellen, dass die aktuellen Versionen von iPhoto und Aperture die letzten ihrer Art sind, kommendes Frühjahr wird Apple Fotos in OS X bringen. Während man über die Apple-Lösung bisher aber so gut wie nichts weiß, positioniert sich bereits die Konkurrenz. Adobe etwa mit Photoshop Elements 13.


Wer hat noch nicht, wer will noch mal: Analysten tippen, wie viele Apple Watches Apple im kommenden Jahr verkaufen wird. Die Schätzungen reichen bis zu 30 Millionen Stück. Die Investmentbank UBS hat nun aus einer Verbraucherumfrage einen neuen Wert errechnet: 24 Millionen werden es sein. Sogar 70 Prozent derjenigen Befragten, die bereits eine Uhr am Arm tragen, würden sich eine Smartwatch zulegen. Bevorzugt die von Apple.

Weitere Nachrichten

Google schickt wieder Kamera-Wagen auf deutsche Straßen

Google schickt wieder Kamera-Wagen auf deutsche Straßen (c) google.de
Vergrößern Google schickt wieder Kamera-Wagen auf deutsche Straßen (c) google.de
© google.de

Seit heute können aufmerksame Passanten auf deutschen Straßen wieder die Kamera-Wagen von Google ausfindig machen. Der Suchmaschinenbetreiber schickt seine fahrenden Augen nach eigenen Angaben in die Zentren größerer Städte, konkret genannt werden Hamburg, München, Berlin, Frankfurt oder Köln. Einen Stopp einlegen sollen die Google-Autos zudem in Bochum, Duisburg oder Nürnberg.

Eine Ausweitung auf weitere Bereiche Deutschlands stehe für Anfang 2015 bevor. Die gesammelten Daten sollen jedoch nicht Street View verbessern, sondern in den Kartendienst Maps einfließen. So sei im Bereich der Verkehrsführung oder der Benennung von Straßen möglicherweise mit Änderungen zu rechnen.

75 verrückte Bilder auf Google Street View

Über Maps bietet Google einen leistungsfähigen Navigationsdienst an. Dieser baut darauf, die korrekte Straßenführung oder in der Nähe befindliche Restaurants oder Geschäfte zu kennen. Die neuen Fahrten sollen dazu dienen, diese Daten auf den neuesten Stand zu bringen.

Lego Batman 3 als deutsche Downloadversion verfügbar

Im neuen Lego-Batman-Spiel begegnet man laut Anbieter mehr als 150 der berühmtesten Superhelden und der gerissensten Verbrecher aus dem Lego- und DC-Universum, unter anderem Batman, Superman, Cyborg, dem Joker und Lex Luthor sowie den knallharten Big Figs wie Killer Croc und Swamp Thing. Dabei kämpft Batman im Verbund mit der Gerechtigkeitsliga, um den bösen Androiden Brainiac davon abzuhalten, die Macht der geheimnisvollen Lantern-Ringe dazu zu benutzen, die Erde schrumpfen zu lassen und sie seiner verdrehten Sammlung von Miniaturzivilisationen einzuverleiben – ähnlich wie es schon der Stadt Kandor von Superman Heimatplaneten Krypton passiert ist.

Außerdem ist es in dem Spiel möglich, die Bathöhle, den Wachturm der Gerechtigkeitsliga und die fantastischen, fremden Lantern-Planeten zu erkunden. Dazu sind Puzzles mit futuristischen Hilfsmitteln zu lösen, Verbrecher zu vernichten und Lego-Spielzeuge zu bauen, wie etwa Laserkanonen, Raumschiffe und das Batmobil. Sogar Flüge als Superman lassen sich unternehmen, oder als Green Lantern Objekte durch reine Willenskraft erschaffen.

Das komplett auf Deutsch vorliegende Spiel ist ab sechs Jahren freigegeben und läuft ab OS X 10.9.5, eine Reihe von Grafikkarten wird laut Application Systems Heidelberg nicht unterstützt. Diese findet man auf der Produktseite. Der Preis für die Download-Version liegt bei 30 Euro.

Firefox und Windows XP laufen die Nutzer davon

Aktuelle Marktanteile: Desktop-Betriebssystem-Versionen

Microsoft hat angesichts der Marktanteile im Oktober gleich mehrere Gründe zur Freude. Laut den Nutzungsdaten der Web-Analysten von .Net Applications hat Windows XP im November deutlich bei den Marktanteilen verloren. Binnen nur eines Monats sank der Marktanteil des veralteten Betriebssystems von 17,18 auf 13,57 Prozent. Noch im September lag der XP-Marktanteil um mehr als 10 Prozentpunkte höher, nämlich bei 23,87 Prozent.

Im selben Zeitraum konnte Windows 8 (inklusive Windows 8.1) deutlich zulegen. Von 16,8 Prozent im Oktober auf 18,65 Prozent im November. Der Marktanteil von Windows 7 stieg im selben Zeitraum von 53,05 Prozent auf 53,71 Prozent.

Linux und MacOS X 10.9 verloren im Vergleich zum Vormonat deutlich. Letzteres allerdings aufgrund von MacOS X 10.10, das nun bei einem Marktanteil von 2,66 Prozent landet.

Aktuelle Marktanteile: Desktop-Betriebssysteme

Der Marktanteil von Windows sank im November zwar von 91,53 Prozent auf 91,48 Prozent. Das lässt sich aber mit normalen Schwankungen erklären. Mac kann seinen Marktanteil leicht steigern, während Linux in dieser Rubrik erneut zu den Verlierern des Monats zählt.

Aktuelle Marktanteile: Desktop-Browser

Der große Verlierer bei den Browsern ist wieder Firefox. Erneut sank der Marktanteil der Mozilla-Browsers und nähert sich bedrohlich der 13-Prozent-Marke. Im November 2013 hatte Firefox noch den stolzen Marktanteil von 18,54 Prozent. Im November 2014 reicht es nun nur noch für 13,26 Prozent.

In der US-Variante von Firefox ist Yahoo künftig die Standard-Suchmaschine. Yahoo, die Microsofts Bing-Technologie einsetzt, dürfte aber aufgrund des schwächelnden Firefox-Browsers aber weniger stark vom neuen Pakt profitieren als ursprünglich erhofft.

Googles Chrome-Browser konnte sich im gleichen Zeitraum von 15,44 Prozent auf nun 20,57 Prozent im November 2014 verbessern. Im Vergleich zum Vormonat verlor aber auch Chrome. Zulegen konnten dagegen Safari und Opera.

Aktuelle Marktanteile: Suchmaschinen

Net Applications verzeichnet auch eine veränderte Lage bei den Suchmaschinen. Google behält zwar mit Riesenvorsprung die Spitzenposition. Allerdings sinkt der Marktanteile von 58,01 Prozent im Oktober auf 54,94 Prozent im November. Die chinesische Suchmaschine Baidu verbessert sich im selben Zeitraum von 29,06 Prozent auf 29,79 Prozent. Auch Microsofts Bing kann sich deutlich verbessern, während Yahoo fast einen halben Prozentpunkt verliert.

Google-Rauchmelder Nest in Deutschland erhältlich

Im Januar 2014 hatte Google den Hersteller Nest für 3,2 Milliarden Dollar gekauft. Zumindest der Nest-Rauchmelder ist nun auch offiziell in Deutschland erhältlich. Das Nest-Thermostat lässt dagegen noch auf sich warten.

Der intelligente Rauchmelder trägt den Namen Nest Protect S2004BW und wird beispielsweise neuerdings bei Amazon für 120,12 Euro angeboten. Es handelt sich um die batteriebetriebene Variante des Rauchmelders, die eine WLAN-Verbindung voraussetzt. Nest Protect sendet einen Alarm an ein mobiles Gerät mit iOS 5 (oder höher) oder Android 2.2 (oder höher), sobald Rauch festgestellt wird oder wenn die Batterien leer sind.

Nest informiert sowohl per Alarmton als auch per Stimme über Rauchentwicklung in einem Raum. Außerdem erfährt der Nutzer dabei auch, in welchem Raum der Rauch festgestellt wurde. Das Gerät schlägt nicht nur bei Rauch Alarm, sondern auch bei zu viel Kohlenstoffmonoxid in einem Raum.

Sollten mehrere Nest-Rauchmelder in einem Haushalt montiert sein, dann lässt sich deren Status auch über eine iOS- oder Android-App überwachen. In der App können Anwender auch Notfallpläne für Familienmitglieder anlegen. Beispielsweise, in welchem Bereich man sich im Notfall treffen sollte und welche Rufnummern im Notfall gewählt werden sollten.

Hacker-Attacke: Fünf neue Sony-Filme im Web geleakt

Hackern ist es gelungen, fünf neue Filme von Sony zu stehlen. Das berichtet die US-Website Variety. Demnach seien die Filme am Wochenende auf Tauschbörsen gesichtet worden und werden dort bereits Millionenfach illegal heruntergeladen.

Vier der fünf gestohlenen Filme sind noch nicht im Kino gestartet. Dazu gehören Annie, Mr. Turner, Still Alice und To Write Love on Her Arms. Ebenfalls gestohlen wurde der Film Fury mit Brad Pitt in der Hauptrolle, der in den USA bereits in den Kinos läuft und hierzulande am 1. Januar 2015 mit dem Title "Herz aus Stahl" startet.

Das Unternehmen Excipio, das die Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Inhalten im Web beobachtet, geht davon aus, dass Fury innerhalb der ersten Tage mehr als 1,2 Millionen illegal über Peer-to-Peer-Netzwerke heruntergeladen wurde. Annie wurde bisher über 200.000 Male heruntergeladen. Mr. Turner etwa 64.000 Male, Still Alice etwa 100.000 Male und To Write Love on Her Arms etwa 20.000 Male.

Sony arbeitet laut eigenen Angaben mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um die Hacker zu ermitteln. Es soll sich um DVD-Screener handeln, die Wasserzeichen enthielten. Auf einigen Unternehmensrechnern bei Sony war nach der Attacke der Hinweise "Hacked by #GOF" erschienen. Das Kürzel steht für die Hackergruppe "Guardians of Peace".

Test: Messenger Bag Gordon 18L

Durch die Herkunft als gebrauchter Feuerwehrschlauch ist jede Tasche ein Unikat und so auch im Shop mit individueller Nummer versehen. Die Quaderform ist praktisch zum Beladen, ob kleine Flaschen, Bücher oder Ordner, durch den ungehinderten Zugang ist alles schnell verstaut. Ein Notebook passt bis zur 15 Zoll Größe in das leicht gepolsterte extra Fach. Zum Innenraum hin ist es durch Neopren geschützt und es ist leider auch das einzige abgetrennte Fach im Inneren. Ein weiteres größeres Fach befindet sich außen. Hier finden Stifte genauso ihrem Platz wie Kabel und anderer Kleinkram. Die Einteilung ist zweckmäßig und hat nur einen Mangel, was die nutzbare Stifthöhe betrifft. Mit einem klassischen Faserschreiber geht nämlich der Reißverschluss fast nicht mehr zu. Ansonsten gibt es wenig zu bemängeln, Robustheit und Verarbeitung sind ohne Tadel und klasse. Zwei nette Detaillösungen hat sich Feuerwear einfallen lassen: Wem die Klettverschlüsse zu laut sind, bekommt Pads zur Abdeckung mitgeliefert und der Gurt lässt sich leicht herumdrehen. Der Gurt ist nämlich abnehmbar, so dass man die Seiten vertauschen kann. Das ist bezüglich der Längenverstellung, dem Polster und dem zusätzlichen Gurt, um die Tasche auf den Rücken zu schnallen, besonders praktisch. Denn nicht jeder möchte die Tasche auf der rechten Seite tragen und kann diese so für die linke Seite anpassen.

Tipp: Per iPhone in Konferenz einwählen

In den USA schon lange üblich, halten Konferenzsysteme mittlerweile auch bei uns Einzug. Abseits von Skype und anderen öffentlichen Konferenzlösungen wählen sich Teilnehmer per Mobiltelefon oder Festnetzanschluss in das System und konferieren. In den meisten Fällen gibt es eine Einwahlnummer, dann sind Konferenznummer und oft eine PIN einzugeben. In diesem Falle lässt sich natürlich die Einwahlnummer am iPhone speichern, Konferenznummer und optional Zugangs-PIN sind dann manuell einzugeben.

Ohne Merkzettel Am iPhone gibt es einen coolen Trick, das Problem zu lösen – man muss sich die beiden Ziffernfolgen nicht merken oder auf einem Zettel notieren.Legen Sie einen neuen Kontakt für die Konferenz an und geben die Einwahlnummer an. Am Ende tippen Sie auf das Symbol für die Sonderzeichen „+*#“ und wählen hier „Warten“. Am Ende der Telefonnummer wird ein Semikolon eingefügt (;). Jetzt tippen Sie die Konferenznummer ein, am Ende wieder das Symbol für „Warten“, gefolgt von einer eventuell benötigten PIN. Speichern Sie die Telefonnummer.

PIN per Tipp eingeben Um die Einwahl zur Konferenz nun komfortabel zu starten, wählen Sie den Kontakt in der App Telefon. Das System meldet sich, in der App Telefon sehen Sie unten links in der Ecke ein paar Ziffern und das Wort „wählen“. Sobald Sie das Konferenzsystem auffordert, die Konferenznummer einzugeben, tippen Sie auf den Eintrag, das iPhone übermittelt die Nummer. Im letzten Schritt werden Sie aufgefordert, die PIN einzugeben, wieder tippen Sie auf den Text unten links im Display. Das Vorgehen klappt unter iOS 7 und dem neuen iOS 8 und ist enorm praktisch und nicht nur für Telefonkonferenzsysteme nutzbar, sondern auch für diverse Hotlines, die Sie zur Eingabe von Ziffern auffordern – Beispiel: „Für direkten Kontakt mit einem Mitarbeiter tippen Sie die 1“

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