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Morgenmagazin vom Dienstag, 21. April 2015

21.04.2015 | 06:58 Uhr |

Was heute wichtig wird: 21. April 2015 +++ Halo für iOS +++ So funktioniert die Pulsmessung der Apple Watch ++ Target Disk Mode über USB Typ C +++ Moore's Law feiert 50. Geburtstag +++ HBO verwarnt Game-of-Thrones-Piraten +++ Akvis Nature Art 7.0 verspricht Naturphänomene auf Knopfdruck +++ Google ändert Such-Algorithmus +++ Test: Festplatte aufräumen mit Disk Xray 1.6 +++ iTunes Miniplayer ständig über anderen Fenstern einblenden

Was heute wichtig wird: 21. April 2015

Das Macwelt-Morgenmagazin wünscht einen Guten Morgen! Will man einem musikalischen Laien den Begriff "accelerando" erklären. legt man am besten Filmmusik auf. Konkret den von Mikis Theodorakis für den Film Alexis Sorbas komponierten Tanz Sirtaki. Erst langsam entwickelt sich das auf der Bouzuki gespielte Thema, quälend langsam, wie es scheint. Allmählich kommt es in Schwung und wird immer schneller. Kaum ein Griechenlandklischee hat sich stärker in den Ohren verfangen als dieses, so meint man die Griechen hätten schon immer Arm in Arm am Strand Sirtaki getanzt, in immer schnelleren Schritten, bis ihnen schwindlig wurde. Danach gab es literweise geharzten Wein und riesige Fleischberge. Nur ist die griechische Küche bei weitem vielfältiger und weit weniger fleischlastig als der Athen-Teller vom griechischen Restaurant nebenan und Retsina bei weitem nicht der einzige Wein des Landes. Die Geschichte mit dem Sirtaki ist zudem auch noch eine erfundene Tradition, der Tanz eigentlich nur eine Verkleinerungsform des Syrtos einem mannigfachen und weit verbreiteten Volkstanz. Anthony Quinn, der Alexis Sorbas in dem gleichnamigen Film darstellte, soll aber Schwierigkeiten beim Erlernen der komplizierten Schrittfolgen gehabt haben, weswegen man den Syrtos auf einen Sirtaki verkleinerte. Was aber keineswegs die schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers von mexikanisch-irischer Abstammung schmälert. Der zwei fache Oscar-Preisträger Quinn wurde heute vor 100 Jahren im mexikanischen Chihuahua geboren und ist auch als Quasimodo und Zampano in der kollektiven Erinnerung präsent. Peter Müller

Lesetipps für Dienstag:

Halo kommt auf iOS: Im Sommer 2000 war es eine spektakuläre Nachricht, dass Bungie den Shooter Halo auf das neue Mac-OS X portieren würde. Nach der Übernahme des Studios durch Microsoft verzögerte sich Halo für den Mac noch eine Weile. Nun lassen die Macher des Spiels erneut aufhorchen mit der Ankündigung der iOS-Apps Halo: Spartan Assault und Halo: Spartan Strike. Wer Halo von der Xbox kennt, sollte jedoch nicht zu hohe Erwartungen an die Version für iPhone und iPad stellen.

Pulsmessung: Apple setzt bei der Apple Watch nicht nur grüne LEDs zur Messung des Pulses ein, sondern auch Infrarotsensoren. Diese sind zwar nicht so genau, verbrauchen aber weniger Energie, so kommen sie vorwiegend in Ruhezeiten zum Einsatz. Das grüne Licht dient dann als Fallback, wenn das Messergebnis der Infrarotsensoren nicht mehr genau genug ist.

Fernwartung: Wenn der Mac zickt oder streikt und der Fachmann nicht vor Ort sein kann, hilft oft Fernwartung über das Internet. Im wesentlichen gibt es drei Methoden, den Bildschirm zu teilen - und damit dem Experten Zugriff auf das angeschlagene System zu geben.

Target Disk Mode über USB: Bei der Einrichtung eines neuen Macbook tut sich der Migrationsassistent mangels Firewire, Thunderbolt und Ethernet schwer. Das neue Macbook beherrscht den Target Disk Mode aber auch via USB, wie Apple in einem Supportdokument erläutert. Das ist aber bei weitem nicht so bequem wie bisher, zumal man Kabel braucht die Apple nicht verkauft.

Lizenz zum Gelddrucken: Die Apple Watch könnte nach Ansicht von Analysten zum profitabelsten Produkt der Apple-Geschichte werden. Margen von bis zu 60 Prozent sind möglich. Kein Wunder bei den Preisen.

Moore's Law feiert 50. Geburtstag

Auch 50 Jahre nach der Aufstellung des Mooreschen Gesetzes gilt der Grundsatz nach wie vor, dass sich alle 18 Monate die Prozessorleistung verdoppelt. Die Aussage stammt von Gordon Moore, einem Gründungsmitglied von Intel. In der Zeitschrift Electronics veröffentlichte er am 19. April 1965 einen Aufsatz, der als Moore's Law bis heute für die gesamte Elektronikbranche als Leitschnur dient.

Dabei bezog sich die Aussage, dass sich die Prozessorleistung ungefähr alle 18 Monate verdoppelt, primär auf die Vergangenheit. Doch bis heute wurde diese Steigerung mit wenigen Abweichungen eingehalten. Immer wieder werden physikalische Grenzen angeführt, die die vorgegebene Entwicklung stoppen würden.

Derzeit werden Transistoren bereits im 14-Nanometer-Verfahren gefertigt. Ein Ende dieser Miniaturisierung ist noch lange nicht in Sicht. So geht Intel davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren eine Fertigung im 5-Nanometer-Verfahren möglich sein wird.

HBO verwarnt Game-of-Thrones-Piraten

Pünktlich zum Start der fünften Staffel von Game of Thrones beim US-Sender HBO waren am 12. April 2015 die ersten vier Episoden der TV-Serie im Internet geleakt. Den Mutmaßungen von Torrentfreak zufolge, hatte es sich dabei um Kopien für die Presse gehandelt. Der Ansturm auf die Torrent-Portale war groß. Innerhalb der ersten drei Stunden nach dem Leak wurden die Episoden mehr als 100.000 Mal heruntergeladen. Inzwischen sind die Download-Zahlen auf mehrere Millionen gestiegen.

Der US-Sender HBO ist darüber ganz und gar nicht erfreut. Zur Abschreckung vor weiteren Downloads verschickte das Unternehmen in dieser Woche tausende Verwarnungen an Nutzer, die an der Verbreitung der ersten vier Episoden beteiligt waren. Unterstützung hatte HBO dabei von seinem Anti-Piraterie-Partner IP-Echelon. Das Unternehmen brachte die IP-Adressen der Torrent-Nutzer in Erfahrung und sendete ihnen einen Hinweis auf die Verletzung der Nutzungsbedingungen von HBO.

Rechtliche Schritte will HBO eigenen Aussagen zufolge vorerst nicht einleiten. Die Verwarnung solle eher als Abschreckung für Nutzer dienen, die Serie künftig nicht mehr über illegale Kanäle herunterzuladen. HBO hat nicht nur Torrent-Nutzer im Visier, sondern bedachte auch Periscope-Mitglieder, welche Game of Thrones über Twitter streamen, mit einer Warnung. Seit dem Start der Serie hat HBO mit steigenden Raubkopierer-Zahlen zu kämpfen. Allein die erste Episode der fünften Staffel von Game of Thrones wurde den Angaben zufolge von acht Millionen Menschen über nicht-legalen Kanäle geschaut.

Akvis Nature Art 7.0 verspricht Naturphänomene auf Knopfdruck

Mittels Nature Art 7 kann man Entwickler Akvi s zufolge mit dem Jahreszeitenwechsel spielen, eine dunkle Landschaft beleben, ein Bild mit mystischem Nebel bedecken oder es gefrieren lassen bis hin zum Erstellen einer fantastischen, surrealistischen Landschaft. So lassen sich mit der Software digitalen Fotos dramatische und auffällige Effekte hinzufügen, darunter Regen, Sonne, Wasser, Blitz, Wolken, Reif, Regenbogen, Feuer und Eis. Mit diesen Effekten könne fast jede beliebige Naturerscheinung imitiert werden.

Zu den Neuerungen in Version 7.0 gehört dem Anbieter zufolge ein Transformieren-Werkzeug, um Auswahlen und Richtungslinien anzupassen. Der Sonne-Effekt wurde erheblich verbessert und mit neuen Optionen ausgestattet: Der Algorithmus soll jetzt schneller sein und deutlich bessere Ergebnisse liefern. Unter anderem sind einsatzbereite Linienmuster (Vorlagen der Blitze) für den Blitz-Effekt hinzugekommen sowie die Möglichkeit des Imports/Exports von Benutzerpresets. Im erweiterten Druckdialog ist es jetzt möglich, ”super-hochauflösende” Bilder auf mehreren Blättern zu drucken, wie Akvis ausführt. Hinzu kommen weitere Änderungen und Verbesserungen.

Das Programm steht wie bei Akvis üblich in zwei Versionen zur Verfügung: als eigenständige Software (Standalone) und als Zusatzprogramm (Plugin) für Photoshop & Co. Die Software läuft unter Windows ab XP sowie ab Mac-OS X 10.6 bis einschließlich OS X 10.10.

Die Home-Lizenz von Akvis Nature Art kostet 68 Euro – weitere Lizenztypen sind hier beschrieben . Eine Demoversion mit zehntägiger Laufzeit ist ebenfalls erhältlich.

Google ändert Such-Algorithmus

Auch wenn der Suchalgorithmus von Google ein Betriebsgeheimnis ist und niemals offengelegt wird, kündigte Google offiziell Änderungen an diesem an. Die neuen Änderungen haben dabei allerdings nichts mit der aktuellen EU-Untersuchung zur angeblichen Bevorzugung von "Google Shopping" sondern der Optimierung vom mobilen Traffic zu tun.

Ab Dienstag sollen durch den veränderten Algorithmus bei der auf Smartphones ausgeführten Suche optimierte Webseiten bevorzugt werden. Diese sollen sich unter anderem durch eine angenehme Textgröße und eine optimierte Linkgestaltung von Desktopseiten abheben.

Der Grund für die Anpassung ist der Kampf um Anzeigen. Je weniger optimierte Webseiten bei der Suche angezeigt werden, desto höher ist die Chance, dass die Nutzer zu anderen Suchmaschinen wechseln, wodurch Googles Werbeeinnahmen sinken. Der Financial Times zufolge werden mittlerweile bereits 50 Prozent aller Suchanfragen über Google von mobilen Geräten aus erstellt.

Über den Link unter diesem Artikel können Webseiten-Betreiber überprüfen, ob die eigene Seite Google zufolge für die Nutzung mit Mobilgeräten optimiert ist. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte die betroffene Website in den kommenden Tagen bei den Ergebnissen deutlich nach hinten rutschen. Auf die Suche per Laptop oder Desktop sollte die Aktualisierung des Such-Algorithmus voraussichtlich keine Auswirkungen haben.

Info: Google Webmastertools

Nokia will 2016 in den Smartphone-Markt zurückkehren

Das berichtet das US-Blog "Re/code" unter Berufung auf Insider. Dabei könnte der finnische Konzern ähnlich zuwerke gehen wie bei seinem Tablet "N1", dessen Design Nokia an einen anderen Hersteller in Lizenz gegeben hat, der das Gerät wiedeurm unter der Marke Nokia in China verkauft. Vorangetrieben werde die Rückkehr in den Smartphone-Markt jedenfalls von der kleinsten verbliebenen Nokia-Sparte Technologies, die bislang vor allem mit der Lizenzierung von Nokias mehr als 10.000 Patenten in Erscheinung trete. Derzeit verhindern noch Verträge mit Microsoft, dass Nokia unter seiner Marke irgendwelche Telefone verkauft (noch bis Ende 2015) oder die Marke zur Nutzung in Telefonen lizenziert (bis Ende Q3 2016).

Nokia Technologies entstand aus dem früheren Office of the Chief Technology Officer, das noch unabhängige Projekte verfolgte, als der Rest von Nokia für die Endgeräte offiziell längst alles auf Microsofts Plattform Windows Phone setzte. Die Sparte sitzt in Finnland in Espoo und Tampere und außerdem in Sunnyvale, Kalifornien und Cambridge, England. Im vergangenen Jahr holte sie Ramzi Haidamus von Dolby Labs als President und den langjährigen Cisco-Manager Guido Jouret als Chief Technology Officer. Entwicklungen betreibe Nokia Technologies unter anderem auch im Bereich Virtual Reality, schreibt "Re/code" weiter und zitiert den früheren Nokia-Manager Richard Kerris mit der Aussage: "Sie haben eine Menge tolles Zeug in Arbeit. Das hat mir das vollständige Vertrauen gegeben, dass Nokia als Firma nicht verschwinden wird."

Ob die Pläne von Nokia Technologies in eine wie auch immer geartete Tat umgesetzt werden, hängt unter anderem von der Unterstützung des Top-Managements ab. Derzeit stellt sich Nokia ja mit der angekündigten Übernahme von Alcatel-Lucent vor allem als Netzausrüster auf.

Kurios: Android-iPhone-Streit endet mit Knast

Immer wieder gibt es heftige Diskussionen zwischen den Anhängern der beiden Lager Android und iPhone. Ein solcher Streit ist laut US-Medienberichten nun in Tulsa (Oklahoma) allerdings extrem eskaliert. Zwei Mitbewohner, die jeweils ein iPhone und ein Android-Smartphone besitzen, gerieten in der Nacht zum Freitag in einen Streit darüber, welches ihrer Geräte besser ist. Um ein Uhr morgens (Ortszeit) musste dann schließlich die Polizei eingreifen und aus den Mitbewohnern wurden Knastbrüder.

Die Polizei war gerufen worden, nachdem einer der beiden Streithähne blutend auf dem Parkplatz vor der Wohnung gesehen worden war. Es stellte sich heraus, dass ihm sein Mitbewohner soeben das Auto gestohlen hatte. Zuvor hatten sich beide Parteien auch noch Stichverletzungen mit zerbrochenen Flaschen zugefügt. Der Autodieb wurde später in der Nähe der Wohnung im Auto sitzend blutend aufgefunden. Die beiden Personen kamen zunächst in ein Krankenhaus und dann schließlich in eine Gefängniszelle...

Test: Festplatte aufräumen mit Disk Xray 1.6

Macs mit SSDs haben oft wenig Speicherplatz, bei Platzmangel kann das Tool Disk Xray weiterhelfen. Das Tool bietet drei Funktionen: Es sucht nach Duplikaten, löscht Caches und andere Dateien und sucht nach Platzfressern. Recht problemlos funktioniert die Suche nach doppelten Dateien. Nach Auswahl eines Ordner oder einer Festplatte listet das Tool alle doppelt vorhandenen Daten auf und man kann sie automatisch oder manuell auswählen. Die Suche selbst ist sehr schnell, relativ langsam arbeitet allerdings die Anzeige der

Duplikate. Vor allem das Auflisten große Bilddateien funktioniert in unserem Test recht zäh. Bei der Auswahl der Duplikate bietet das Tool gegenüber Spezialisten wie Duplicate Annihilator außerdem recht wenig Einstellungsmöglichkeiten. Eine überzeugendere Methode nutzt das Tool für das Aufspüren von Platzfressern. Wählt man eine Festplatte oder einen Nutzerordner wie „Dokumente“ aus, sortiert der „Ordner-Scanner“ alle Ordner in einer übersichtlichen Liste nach Größe. Das gilt auch für ihre Unterordner und Inhalte. Wie bei der Duplikatsuche kann man bestimmte Dateiarten farbig markieren. Schnell kann man so vergessene Video- oder Installationsdateien aufspüren und löschen. Profis bietet das Tool interessante Zusatzoptionen wie die Suche nach unsichtbaren Elementen und Ordnern. Als dritte Funktion bietet das Tool die üblichen Optimierungs-Routinen an: Auf Wunsch leert das Tool Papierkorb und Download-Ordner, entfernt Browser-Daten, Logs, Caches und alle Mail-Dateianhänge. Die Platzersparnis ist bei dieser Funktion allerdings gering, werden doch etwa Cache-Dateien schnell wieder angelegt. Insgesamt macht das Tool einen guten Eindruck, eine kostenlos nutzbare Lite-Version ist verfügbar.

Die Shareware Disk Xray bietet einige interessante Funktionen für das Entschlacken der Festplatte. Vor allem die Funktion für das Auflisten großer Dateien ist gut gelungen, wir empfehlen das Tool aber eher für erfahrene Anwender.

iTunes Miniplayer ständig über anderen Fenstern einblenden

In iTunes 12.1 hat Apple der beliebten Mediasoftware ganz Yosemite-like ein Widget zur Steuerung der Wiedergabe über die Heute-Ansicht spendiert. Die altbewährte und zudem deutlich vielseitigere Alternative dazu ist der Miniplayer. Dieser läßt sich über das Fenster-Menü oder den Kurzbefehl „Befehl-Umschalttaste-M“ aufrufen. Zum Miniplayer kann man außerdem über das Icon links in der Statusanzeige wechseln. Um den Miniplayer immer im schnellen Zugriff zu haben, können Sie in den Einstellungen unter „Erweitert“ wählen, dass er immer im Vordergrund angezeigt wird. Dann schwebt er über den normalen Fenstern, sodass andere Apps ihn nicht verdecken können. In diesem Fall empfiehlt es sich jedoch, für den Miniplayer die kleinste Darstellung zu wählen. Man kann nämlich über die Taste mit den zwei Pfeilen links unter dem Schließfeld das Cover vergrößern beziehungsweise verkleinern. Außerdem lassen sich über das Listensymbol auf der rechten Seite die Titel des aktuellen Albums ein- und ausblenden. So kann der Miniplayer bei Bedarf auf eine informativere Größe ausgefahren werden.

Der Miniplayer lässt sich über anderen Fenstern einblenden, damit er immer griffbereit ist. Blendet man Cover und Titel ein, bietet er viele Infos, ist aber gar nicht mehr so mini.
Vergrößern Der Miniplayer lässt sich über anderen Fenstern einblenden, damit er immer griffbereit ist. Blendet man Cover und Titel ein, bietet er viele Infos, ist aber gar nicht mehr so mini.
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